Zitat von Vroni1908: Ich war auch auf einem guten Weg - dachte ich. Aber irgendwie kamen einige Dinge zusammen, und ich bin wieder eingebrochen...
Egal ob mit oder ohne Medikamente - was Du jetzt sofort und jederzeit tun kannst ist, an
Deiner Perspektive zu arbeiten. Und zwar nicht in Hinsicht auf eine anzustrebende zukünftige Veränderung, sondern um zu verstehen, dass es unangemessen ist, immer das eigene Leben zu bewerten.
Beispiel: Du sprichst von einem "guten Weg", den Du gingst. Lass doch mal die Bewertung "gut" weg. Du sprichst von "Einbruch", was ebenfalls die Bewertung "schlecht" mitliefert.
Beide Adjektive sind reine Fiktion! Das ist kein esoterischer Motivationsspruch, sondern Realität. Sobald Du es ein paarmal schaffst, gegangene Wege und Entwicklungen in Deiner Wahrnehmung wertfrei
stehen zu lassen, wirst Du diese Realität erkennen und vor allem
verstehen.
Was daraus folgt, ist die Einsicht, dass sozusagen "Alles" an Dir liegt. Du darfst aber hier nicht wiederum den Bewertungsfehler machen und diese Tatsache als Belastung oder gar Gefahr auffassen, sondern als das, was es ja tatsächlich bedeutet:
Du bist sprichwörtlich das Maß aller Dinge. Und es obliegt
Dir, zu bemessen (bewerten) oder
nicht. Man kann unter diesem "Licht des Verständnisses" (wenn es echt ist) gar keine Angst mehr vor sich selber haben, weil man realisiert hat, dass dies ein Widerspruch in sich selbst ist:
sich selber zu bewerten.
Insofern ist die Welt die Du alltäglich erlebst, immer (!) eine
Projektion. Wie in einem Kino solltest Du nun mal von Deinem (illusionären) Zuschauerplatz aufstehen und gucken, wo der Projektor steht.
Wir meisten Menschen machen uns stattdessen ein Leben lang Gedanken, wie wir vom Sperrsitz ins Parkett und vom Parkett in die Loge kommen, um
noch besser sehen zu können (=noch besser verblendet zu sein).
Nahezu jede "Krankheit" liefert das Potenzial, den Weg in den Vorführraum zu finden und, falls dann noch nötig, die Filmrolle zu wechseln, oder besser noch, den Projektor abzuschalten.
Zitat von Vroni1908: Dafür muss ich mal raus aus der Spirale... Und das schaff ich im Moment nicht.
Mit der Spirale drückst Du in einfachen Worten aus, was ich eben etwas farbiger skizziert habe. Das mit dem "nicht schaffen" ist lediglich ein leichter "Knick in der Optik". Einerseits hast Du alle Zeit der Welt, um Deine Einsicht zu entwickeln, andererseits ist
jederzeit Einsicht möglich.
Es ist kein Berg, der zu überwinden ist, sondern ein Umwenden des Blickes.