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Hallo Leute,

hat jemand von euch die Diagnose Angststörung mit Depression gemischt erhalten und kann Mal seine Symptome schildern?

Mir kommt es vor als wäre es bei mir was in dieser Richtung. Ich habe heftigen Attacken aber auch Dauersymptome wir Müdigkeit, kein Antrieb, Konzentrationsprobleme, ständig traurig und sehr oft das Gefühl weinen zu müssen, extreme Verspannungen im Nacken/Schulterbereich, bessere Tage, schlechtere Tage u.s.w.

LG

26.02.2021 18:04 • 03.03.2021 #1


33 Antworten ↓


Delphie
Hallo @SchwereGedanken

Ich habe Ängste und Depressionen. Also beides. Falls du das mit gemischt meinst.

Das was du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor und kennen hier sicher einige im forum.
Ja, es gibt immer mal bessere und schlechtere Tage. Das stimmt.
Das der Körper reagiert, wenn es der Seele nicht gut geht ist ganz normal .

Ich habe Ängste. Und meine Symptome bei den Depressionen sind Müdigkeit, Probleme mit der Konzentration, körperliche Schwierigkeiten und häufig Schmerzen.

Wie kommst du im Alltag damit klar? Mit deinen Ängsten und körperlichen Symptomen ect.
Hast du Personen mit denen du darüber reden kannst?
Oder wie du dich beruhigen kannst in den Attacken?

Mit ganz lieben Grüßen von Delphie

26.02.2021 18:47 • x 1 #2



Angststörung und Depression gemischt?

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Kkay
Hey Leute!

Bei mir hat es mit einer körperlichen Schwäche angefangen. Hatte das Gefühl ich kann kaum laufen und mir war schwindlig
Iwann wurde Depression und Somatisierubgsstörung diagnostiziert. Das Problem ist, dass sich das bei mir alles sehr körperlich zeigt, weniger in Hoffnungslosigkeit und selbstzweifeln. Ich spüre immer wieder schmerzen in allen möglichen körperregionen, rücken, Bauch, Kopf .. mein Hals kribbelt seit Monaten, manchmal denke ich ich kriege nicht genügend Luft.
Zusätzlich merke ich, dass ich viel ängstlicher als früher bin. Manchmal wird mir alles zu viel und ich bin der Panik nahe.
Mein Problem ist, dass sich das alles so sehr auf den Körper auswirkt, dass ich denke da muss ne körperliche Ursache sein.
Meint ihr meine Symptome können alle auch nur von Angst und Depressionen kommen?
Gestern war ich wandern und ich wäre wirklich fast umgekippt, fühle mich so müde und schwach und habe teils sogar Schüttelfrost oder Gliederschmerzen.
Liebe Grüße!

26.02.2021 18:58 • #3


Zitat von Delphie:
Hallo @SchwereGedanken Ich habe Ängste und Depressionen. Also beides. Falls du das mit gemischt meinst. Das was du beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor und kennen hier sicher einige im forum. Ja, es gibt immer mal bessere und schlechtere Tage. Das stimmt. Das der Körper reagiert, ...


Ich muss dazu sagen das ist jetzt das dritte Mal in den letzten 15 Jahren das ich damit zu kämpfen habe. Das erste Mal war ich 2008 beim Psychiater und wurde auf Citalopram eingestellt. Die nahm ich vier Jahre und alles war gut. Hab sie irgendwan abgesetzt, dann ging es gut bis Ende 2017. Anfang 2018 wurde mir dann vom Psychiater Escitalopram verschrieben was dann natürlich auch irgendwan gewirkt hat und alles war wieder gut. Letztes Jahr im Sommer habe ich dann wieder ausgeschlichen weil ich dachte ich wäre gesund. Dann ging es letztes Jahr im Dezember wieder los mit vereinzelten Attacken und mittlerweile bin ich wieder bei den Dauersymptomen mit heftigen Attacken.
Die Woche im Auto dachte ich ich muss sterben, habe dann auf der Autobahn Verkehrsschilder gezählt und versucht mich so abzulenken. Ich denke mit einzelnen Panikattacken würde ich gut klar kommen.
Aber diese Dauersymptomen Kotzen mich an.
Ich war auch bis jetzt noch nie deswegen Krankgeschrieben, hab mich immer durchgekämpft und versucht den Alltag zu regeln. Die letzten zwei drei Wochen merke ich aber das mein Job darunter leidet und das möchte ich nicht.

Am Mittwoch habe ich Erstgespräch bei einem Therapeuten und habe auch nochmal ein Rezept mit AD bekommen wobei ich mich im Moment noch dagegen sträuben sie einzunehmen.

Also kurz und knapp: Zurzeit ist jeder Tag eine Qual. Vor allem die Wochenenden und morgen ist Mal wieder Wochenende

26.02.2021 19:26 • #4


Zitat von Kkay:
Hey Leute! Bei mir hat es mit einer körperlichen Schwäche angefangen. Hatte das Gefühl ich kann kaum laufen und mir war schwindlig Iwann wurde Depression und Somatisierubgsstörung diagnostiziert. Das Problem ist, dass sich das bei mir alles sehr körperlich zeigt, weniger in Hoffnungslosigkeit ...


Wurde denn alles andere vom Arzt ausgeschlossen? Wenn ja dann kann es ja gut sein das alles psychisch ist.

26.02.2021 19:29 • #5


Angst und Depression sind oft verheiratet. Entweder bekommt man eine Depression aufgrund der Angst oder umgekehrt. Als meine Panik Ende 2019 ausbrach, schien mir das aus heiterem Himmel zu kommen. Rückblickend habe ich erkannt, dass ich zu dem Zeitpunkt mindestens 1,5 bis 2 Jahre schon viele (Erschöpfung-)Depressionssymptome hatte: starke Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, jede Menge Infekte, Kopfschmerzen, Gereiztheit etc.
Ich hab mich richtig durch mein Leben geschleppt und mich immer nur gefragt, wann kann ich mich mal richtig ausruhen? Ein ganz, ganz oft gedachter und zu meinem Mann auch gesagter Satz war Ich kann nicht mehr. Ruhe habe ich mir nicht gegönnt, es ging ja noch irgendwie. Erst die Panik hat mich komplett aus dieser Abwärtsspirale geholt.

26.02.2021 19:32 • #6


Liisa
Hey, ich habe eine Angststörung (Hypochondrie) und auch mit Attacken zu kämpfen. Ich fühle mich den ganzen Tag so antriebslos und ich habe mega Kreislaufprobleme. Ich gehe kaum mehr raus und habe auch mal gute, mal schlechte Tage.
Ich muss oft über mein Leben nach denken, eher im negativen Sinne. Ehrlich gesagt habe ich nie an Depressionen gedacht. Interessant, dass jetzt mal hier zu lesen.

26.02.2021 19:35 • #7


Kkay
Zitat von SchwereGedanken:
Wurde denn alles andere vom Arzt ausgeschlossen? Wenn ja dann kann es ja gut sein das alles psychisch ist.


Es wurde alles grobe ausgeschlossen,
Also sowas wie Störungen von Organen, ein Blutbild wurde auch gemacht
Aber insgesamt habe ich trotzdem das Gefühl, mein Körper hat noch mit einem Virus zu kämpfen oder sonstigem
Es ist so schlecht greifbar, dass es "nur" psychisch ist, auch wenn die Ärzte erst ma alles schlimme ausschließen konnten. (Soweit das überhaupt über ein Blutbild geht)

26.02.2021 19:35 • #8


Kkay
Zitat von Liisa:
Hey, ich habe eine Angststörung (Hypochondrie) und auch mit Attacken zu kämpfen. Ich fühle mich den ganzen Tag so antriebslos und ich habe mega Kreislaufprobleme. Ich gehe kaum mehr raus und habe auch mal gute, mal schlechte Tage. Ich muss oft über mein Leben nach ...


Gehst du nicht mehr raus, weil du dich körperlich zu schwach fühlst oder weil du keinen Sinn in Aktivitäten mehr siehst?

26.02.2021 19:38 • #9


Zitat von Kkay:
Es wurde alles grobe ausgeschlossen, Also sowas wie Störungen von Organen, ein Blutbild wurde auch gemacht Aber insgesamt habe ich trotzdem das Gefühl, mein Körper hat noch mit einem Virus zu kämpfen oder sonstigem Es ist so schlecht greifbar, dass es nur psychisch ist, ...


Das ist es bei mir nach all den Jahren immer noch, es ich ist schwer zu begreifen das es psychisch ist weil es da keinen festen Messwert dafür gibt wie z.B. ein Zucker oder Blutdruckwert. Ich war auch schon im Krankenhaus und hatte ca. 1500 Extrasystolen im LZEKG von denen ich jede einzelne gemerkt habe und dann ist es schwer zu glauben wenn ein Kardiologe zu dir sagt das es harmlos ist.

26.02.2021 19:43 • x 1 #10


Liisa
Zitat von Kkay:
Gehst du nicht mehr raus, weil du dich körperlich zu schwach fühlst oder weil du keinen Sinn in Aktivitäten mehr siehst?


Ich fühle mich eher körperlich schwach und Niederschlagen. So als ob ich garkeine Energie mehr hätte.

26.02.2021 19:52 • x 1 #11


Kkay
Hat jemand von euch einen Weg gefunden, mit dieser körperlichen Schwäche umzugehen? Manchmal frage ich mich ob ich immer stärker dagegen ankämpfen sollte oder ob mein Körper wirklich die Ruhe braucht.. habe dann teils das Gefühl, wenn ich dagegen ankämpfe mach ich alles nur schlimmer weil die Energie wirklich einfach fehlt

26.02.2021 23:44 • x 1 #12


Ich habe mich wirklich viel körperlich, aber auch mental ausgeruht. Aber den ganzen Tag nur ausruhen, schwächt den Körper noch mehr, also ausgewogenes, regelmäßiges Bewegungsprogramm, was nicht überfordert. Z.B. Spazierengehen jeden Tag, etwas Krafttraining, Yoga. Es sollte dir Kraft geben, nicht auslaugen.

27.02.2021 06:53 • x 1 #13


02.03.2021 18:36 • #14


Ich fahre zwar noch kein Auto, aber das habe ich auch öfter. Ich lenke mich dann meistens ab mit Zocken (Geht natürlich im Auto schlecht). Vielleicht etwas Musik die du magst nebenbei laufen lassen oder einen Podcast anhören der dir gefällt.

02.03.2021 18:44 • x 1 #15


Zitat von EliasS04:
Ich fahre zwar noch kein Auto, aber das habe ich auch öfter. Ich lenke mich dann meistens ab mit Zocken (Geht natürlich im Auto schlecht). Vielleicht etwas Musik die du magst nebenbei laufen lassen oder einen Podcast anhören der dir gefällt.


Habe ich alles versucht, hat nichts gebracht.

02.03.2021 18:47 • #16


Moon2
Habe ich seit 3 Monaten und das jeden Tag. Bin auch am Ende mit meinen Nerven

02.03.2021 19:10 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Moon2:
Habe ich seit 3 Monaten und das jeden Tag. Bin auch am Ende mit meinen Nerven


Hast du schon was dagegen unternommen?
Medis oder Therapie?

02.03.2021 19:12 • #18


Moon2
Ja, Beides...Medis aber erst seit 10 Tagen. Bisher noch keine positive Wirkung

02.03.2021 19:17 • #19


Zitat von Moon2:
Ja, Beides...Medis aber erst seit 10 Tagen. Bisher noch keine positive Wirkung


Ich hab schon zweimal mehrere Jahre Medis genommen und da war alles gut. Versuch es jetzt Mal mit Therapie. Das letzte Mal mit AD hat es gut 10 Wochen gedauert bis es gut war.
Ich hab wieder ein Rezept bekommen aber ich möchte sie nicht mehr nehmen.

02.03.2021 19:51 • #20



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