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Hallo,

ich bin neu hier und habe ziemlich lange überlegt ob und was ich schreiben soll. Vielleicht fang ich erstmal bei mir an: bin 29 Jahre alt und lebe mit meinem Freund in Hamburg. Bei mir ging es letztes Jahr im September direkt nach unserem Urlaub mit Panikattaken los. Wir sind in die Türkei geflogen und ich hatte schon vor dem Urlaub Angst vor dem Fliegen. Als wir dann im Flugzeug saßen, war ich so angespannt wie ein Kaninchen im Schreck. Ich redete mir immer gut zu: solange die Stewardessen noch durch die Gänge spazieren und auch das Anschnallzeichen nicht kommt, ist alles in Ordnung. Ich hatte Hunger, brachte aber keinen Bissen runter. Meine Hände waren total schwitzig und mein Nacken war mega angespannt. Leider mußte es so kommen wie es kommen muß: wir kamen in stärke Turbulenzen, das Anschnallzeichen blinkte auf und auch die Stewardessen liefen nicht mehr. So saß ich da, mir kullerten die Tränen, die Hand von meinem Freund war schon ganz blau von meinem heftigen Drücken.Mein einziger Gedanke war nur noch: wir stürzen ab, ich sterbe, ich will nicht sterben. ott sei Dank war nach einer viertel Stunde alles vorbei, aber ich wollte nur noch raus. Hatte toal Angst durchzudrehen.

Der Urlaub war dann auch keine Erholung, mir war laufend schwindelig und ich hatte Muffe vor dem Rückflug. Den habe ich dann aber geschafft, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, habe ich erstmal den Boden geküßt.

Nach einer Woche kam dann die erste Panikattacke. Ich war allein zu abends, lag gemütlich in meinem Bett und habe mich gefreut meinen Freund am nächsten Tag wiederzusehen. Auf einmal durchzuckte mich nur ein Gedanke: ich sterbe gleich. Dann kam alles: Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, schwitzen und zittern und panische Angst umzukippen. Letztendlich verbrachte ich dann den Rest der Nacht im Krankenhaus. So ging es noch ein paar Mal. Von der Zeit an litt und leide immer noch an täglichen andauernden Symptomen wie Schwindel, plötzliches Herzrasen, innere Unruhe u.u.u.ZUm Schluß war es so schlimm, dass ich mich nichht getraut habe auf Toilette zu gehen, da ich Angst hatte mein Herz schafft das nicht. Habe auch immer noch Angst am Herz erkrankt zu sein bzw. einen Herzinfarkt zu bekommen. Bin aber total durchgecheckt wurden (überall),zig MAle Blut abnehmen, ist aber laut den Ärzten alles gesund.Mein Freund konnte nicht mehr Arbeiten gehen, weil ich panische Anhgst hatte vor dem Alleinsein, zum Schluß so schlimm, dass ich mich für eine stationäre Aufnahme in einer psychosomatischen Klinik entschieden habe. Dort war ich von Mitte Dezember bis jetzt Anfang Februar. Ich habe dort wieder ewtas mit Sport angefangen. Der Aufenthalt hat mir sehr gut getan und ich habe viele nette Leute kennengelernt. Nun bin ich seid dem 19.2.in einer Tagesklinik, in der die erste Woche sehr schwer war. Die letzte Woche ging schon viel besser. Leider soll ich jetzt mit Antidepressiva anfangen, wogegen ich mich immer geweigert habe. Trevilor retard heißen die guten Dinger. Ich habe aber Angst diese zu nehmen, da ich nicht viel Gutes darüber gelesen habe. Außerdem sage ich mir, dass ich es bis jetzt ohne Medis geschafft habe und wieder viel erreicht habe, was vorher gar nicht ging. Ich will mir das nicht kaputt machen. Es gibt immmer mal wieder schlecht Tage, besonders wenn mich meine körperlichen Symptome wieder mehr im Griff haben, als an anderen Tagen, aber durch diese Tage muß man doch auch durch, oder?!

Soweit erstmal zu mir, würde mich über Antworten bzw. Zuschriften sehr freuen, einfach mal zu schnacken, also seid alle lieb gegrüßt ( ich finde immer so schwer einen Abschluß) also

ENDE

pueppie26

03.03.2007 17:05 • 15.03.2007 #1


2 Antworten ↓


hallo

also will dich mal begrüssen hier.
bin 25 und leide seid ca 3 jahren an der angst.
bei mir hat sich das ganz langsam angeschlichen...meine neurologin wuste anfangst nicht ob ich depresionen hab oder angst.
ich war auch schon 4 mal bei einer psychotante aber komm nicht wirklich weiter mit ihr.
tabletten hab ich auch noch nicht genommenacute;....bin auch nicht so der fan von.
ich versuch mich einfach durch zu boxen...zur zeit ist es schlimm mit zug fahren und beamtengänge.
vorallem alleine ist es scht schwer.

es gibt immer schlechte und gute tage das geht mir auch so.

lieber gruss anni

03.03.2007 21:08 • #2


Hallo,

ich leide seit ca. 2000 an Panik-, Angstattacken und begleitend Depressionen. Es ist wohl wahr, dass man es ohne Medikamente aushalten kann, aber es spricht auch nix gegen die vorübergehende einnahme von Medikamenten. Wenn Du eine Grippe hast nimmst Du auch Medizin (Hustensaft, Kopfschmerztabletten, usw.) wieso willst Du Dich in dieser schwierigen Phase ohne diese sehr wirksame Hilfe quälen? Die Beipackzettel der Panikmedikamente ist auf den ersten Blick sehr lang und was da alles steht ...! ABER lies mal den Beipackzettel von Vitamin C Präperaten zur Nahrungsergänzung oder den von Hustensaft. Also ist das alles relativ! Nebenwirkugen können natürlich auftreten, sind aber nicht das Problem, denn wenn man starke Nebenwikungen hat kann man das Medikament wechseln. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Pillen nicht Deine Persönlichkeit unterdrücken können! Sie können (gerade am Anfang) sehr dämpfend wirken und man fühlt sich vielleicht benommen, das ist aber nix was eine Beruhigungstablette (oder Alk.) nicht auch macht. Der Vorteil der Psychopillen ist, dass man sehr schnell die Angst los wird und aus dem Kreislauf herraus kommt und oft föllig Beschwerdefrei ist. ABER die Pillen ersetzen keine Therapie!! Wenn Du Deinen Altag gut ohne Pillen bewältigen kannst ist das gut, aber wenn Dein Freund nicht mal mehr Arbeiten gehen kann weil Du Panik hast rate ich Dir zu Medikamenten.

Mein Fazit ist also: Medikamente helfen die Symtome zu dämpfen. Sind aber definitiv kein Ersatz für eine Therapie! Erst in einer Therapie werden die Probleme gelöst.

Gruß N.

15.03.2007 10:57 • #3




Dr. Hans Morschitzky