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Hallo zusammen. Ich bin neu hier und hoffe auf Verständnis von Leidensgenossen. Vielleicht kann mir der ein oder andere einen Tipp geben um besser zu recht zu kommen.

Ich werde nächste Woche 27 Jahre alt, habe 2 wundervolle Kinder ( 1 und 6 Jahre alt ), bin seit mehr als 4 Jahren in einer Beziehung und mache eine Ausbildung.

Mein Tag war immer gut durchstrukturiert und recht stressig. Im November kam dann das große "Durcheinander".

Ich hatte einen ganz normalen Tag: Aufstehen, mich und die Kinder fertig machen, Kinder zur Schule/Kita dann zur Arbeit.. Kinder wieder abholen, einkaufen,kochen,mit den Kindern spielen, kinder bettfertig machen, Haushalt machen und alles für den nächsten Tag vorbereiten. Danach lege ich mich eigentlich ne halbe Stunde auf die Couch und lege mich dann schlafen. An dem Abend kam aber was dazu.. ich hab mich auf die Couch gesetzt, meine Sendung eingeschaltet und ich bekam Herzrasen. Erst nur leicht da hab ich mich erschrocken und dann so stark das ich nicht mehr sitzen konnte.. ich bin aufgestanden weil ich nicht ruhig bleiben konnte, ich hatte Todesangst. Dachte ich kippe gleich tot um und meine Kinder sind dann alleine. Habe versucht mich zu beruhigen und meinen Schwager angerufen damit er vorbei kommt.. Er brauchte 5 min - für war es ne ewigkeit. Mir wurde kalt dann heiß, ich hatte Atemnot, ich dachte ich werde verrückt.

Bin in die Notaufnahme gefahren doch die haben mich nicht angenommen - ich soll doch bitte zum hausärztlichen Notdienst..
Wurde Untersucht, 20 min EKG ( während dessen wieder so ne Attacke die aufgezeichnet wurde ) und Blut abgenommen. 1 Std später kamen die Ergebnisse - nichts!
Aufgrund der Rhythmusstörung sollte ich über Nacht da bleiben - lehnte ich aber wegen der Kinder ab. Mit wurde dann noch Metoprolol verschrieben und ich fuhr nachhause. Ich war total fertig und konnte nicht mal mehr richtig denken, musste sofort schlafen. Von da an gehts mir einfach schlecht..

War am nächsten morgen beim Hausarzt und wurde erstmal krankgeschrieben. Seit dem wird mein Krankenschein immer wieder verlängert weil ich mich nicht in der Lage fühle zu arbeiten.

Seit dem war ich locker 15 mal bei hausärztlichen Notdienst und bestimmt 10 mal beim Hausarzt. Immer wieder habe ich solche Attacken wobei ich sagen muss das es seit Weihnchten zumindest mit den Attacken nicht mehr so schlimm ist weil ich mir immer wieder sage das alles in Ordnung ist. Mein Hausarzt sagt ich bin körperlich gesund! Habe eine Überweisung mit Dringlichkeitsbescheinigung für einen Psychologen bekommen, wollte diese Woche einen Termin machen.

Ich habe täglich Angst aber weiß nicht wovor. Und ich Grübel den ganzen Tag - das finde ich fast schlimmer als die Angst.

Ich bin innerlich sehr unruhig und kann mich einfach nicht auf die Couch legen und tv schauen weil ich dann nur grübel. Ich habe extreme Einschlafstörungen und das Gefühl nicht müde zu werden.

Mich begleitet mal mehr mal weniger ein "Kloß" im Hals, Druckgefühl in der Brust, mir ist kalt dann wieder heiß, keinen Hunger ( -10 kg seit November ), ich bin oft einfach traurig und weiß nicht warum.

Ein Arzt hat mit Doxepin verschrieben, die habe ich 2 Tage genommen und festgestellt das ich damit nicht leben kann. Ich bin dann extrem müde und fühl mich wie in einer anderen Welt, ich schaff es mit den Tabletten nicht mich um meine Kinder zu kümmern.

Dysto Loges habe ich auch probiert aber das hilft mir nicht.


Ich will einfach wieder ein normales Leben führen.. Spaß haben - und diese Gedanken - ich kann nicht aufhören.

Ich freue mich über jede Antwort

15.01.2017 20:38 • 15.01.2017 #1


7 Antworten ↓


Hört sich für mich an nach einen Burnout an...der Stress schlägt auf den Körper...du bist ja komplett durch programmiert...

Grüßle
Melanie

15.01.2017 20:50 • #2



Angstattacke, aber ich weiß nicht wovor und warum!

x 3


Willkommen im Club, du bist nicht mit solchen Geschichten.
Jeder tickt anders bzw individuell.
Unbewusst funktionieren wir wie Roboter bis das Ventil Dampf loslässt.
Ich persönlich hatte vor meiner Panikattacke viel Stress aber den hab bewusst gar nicht wahrgenommen.
Viel Arbeit, viel Verantwortung, Familienstress und dann kam es ! Bekam während Autofahrt meine erste PA.
Vielleicht hast du unbewusst viel Stress in letzter Zeit gehabt.

15.01.2017 20:51 • #3


Das klingt alles sehr nach einer Überbelastung deines Körpers. Auch wenn du es körperlich nicht fühlst musst du unbedingt zurückschalten. Bei mir fing es auch mit Herzrasen an, hab es aber nicht für wichtig gehalten, weil ich mich ja wohl gefühlt habe, Mann halt. Letztendlich war ich dann total weggetreten, also DR und DP. Gehe aber trotzdem zum Psychologen und ggf. ein EEG machen um grob andere organischen Probleme im Kopf auszuschliessen.

15.01.2017 20:56 • #4


Kann Bastian zustimmen, lass dich am besten untersuchen. Untersuchung wirkt manchmal beruihgend.
Was bedeutet eingentlich DP und DR Bastian?

15.01.2017 21:14 • #5


Vielen Dank für eure Antworten

Der Arzt der mir das Doxepin verschrieben hat meinte auch es klingt wie Burn Out - er hatte mir eine Mutter Kind Kur geraten um mal abzuschalten.

Das ich jetzt schon seit November krankgeschrieben bin tut mir auch irgendwie gut - da ich aber immer Angst habe und grübel versuche ich mich abzulenken und fange an die Wohnung zu putzen oder so.
Deswegen überlege ich ob ich nicht doch jetzt wieder anfange zu arbeiten weil ich ja dann abgelenkt bin, oder ob mich das ganze dann auch bei der Arbeit einholt.

Ich denke so viel nach aber finde trotzdem keine Lösung.

15.01.2017 21:14 • #6


Derealisation und Depersonalisation

Wenn du kein Hypochonder bist, kannst du es googeln. Wenn ja, dann lieber nicht, da man es sich vermutlich noch einredet und drüber grübelt und damit die Symptome simuliert.

Felixluis123, das Grübeln kenn ich auch, gib dir Zeit es geht vorrüber und das dazugehörige Gefühl ebenso. Das heißt du kannst die Gedanken irgendwann wieder abrufen ohne eine negatives oder ängstliches Gefühl zu fühlen. Es ist anfangs schwer.

15.01.2017 21:18 • #7


Zitat von Felixluis123:
Vielen Dank für eure Antworten

Der Arzt der mir das Doxepin verschrieben hat meinte auch es klingt wie Burn Out - er hatte mir eine Mutter Kind Kur geraten um mal abzuschalten.

Das ich jetzt schon seit November krankgeschrieben bin tut mir auch irgendwie gut - da ich aber immer Angst habe und grübel versuche ich mich abzulenken und fange an die Wohnung zu putzen oder so.
Deswegen überlege ich ob ich nicht doch jetzt wieder anfange zu arbeiten weil ich ja dann abgelenkt bin, oder ob mich das ganze dann auch bei der Arbeit einholt.

Ich denke so viel nach aber finde trotzdem keine Lösung.


Ablenkung mindert nur das Symptom aber nicht die Ursache. Ich würde an deiner Stelle ein Stressbewältigungstraining machen vielleicht begleiten mit einer Therapie. Oder eben das du mal eine Auszeit nehmen kannst. Urlaub Therme wo du mal für dich sein kannst wenn du Familie hättest die vielleicht mal die Kinder nehmen könnten...Stress ist auf Dauer ein Krankmacher...da muss man ordentlich zurück schrauben...Gesundheit ist wichtiger...

Alles Gute
Grüßle
Melanie

15.01.2017 23:04 • #8




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