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Hallo, ich heiße Niko, bin 27 und leide seit etwa 5 Jahren an Angststörungen.
Vor etwa 3 Jahren war ich 7 Wochen in Berus in der St. Oranna Klinik, was mir auch geholfen hat.
Allerdings sind meine ständigen Angst- und Panikattacken nach wie vor vorhanden was meine Lebensqualitäten stark einschränkt.
Auch konnte ich meine damalige Arbeit nach der Reha wieder aufnehmen (auch wenn es für mich riesige Strapazen waren).
Allerdings habe ich eine neue Arbeit bei einem Automobilhersteller vor ein paar Tagen begonnen. Dort stehe ich an der Linie und verrichte Bandarbeit.
Seit dem ersten Tag meiner neuen Arbeit quäle ich mich mit Herzrythmusstörungen, Schwindel, Atemnot und das ständige Gefühl der Angst, was natürlich zu "Todespanik" führt.
In meiner alten Firma konnnte ich während der Arbeit auch mal ne kurze Pause machen wenn ich ne Attacke bekam.
Das ist bei der neuen Arbeit nicht mehr möglich. Da kann man nicht einfach so seinen Arbeitsplatz verlassen wenn man das Gefühl hat gleich umzukippen.
Dazu kommt der enorme Stress den Bandarbeit mit sich bringt. (der ein oder andere kennt sich vielleicht auch mit Bandarbeit aus und weiss wie stressig und hektisch es dort zugeht)
Ich weiss nicht wie lange ich das noch durchhalte, möchte aber auch nicht meine neue Arbeit verlieren.
Was soll ich machen und was ist das beste für mich?

LG Niko

10.01.2011 21:34 • 23.01.2011 #1


35 Antworten ↓


Hallo Niko. Ich kann es mir sehr gut vorstellen wie schnell alles da gehen muss. Meinst du das du vielleicht mit deinem Chef sprechen könntest , das du vielleicht in manchen Situationen wo es wirklich gar nicht mehr geht vielleicht 1-2 Min für dich brauchst. Ihm aber trotzdem zu verstehen gibts wie gerne du die Arbeit machst. Es ist ziemlich schwer da einen Tip zu geben. Sry..


Hoffe das du eine Lösung findest.
Lg

10.01.2011 22:13 • #2



Angst vor meiner neuen Arbeit

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Es ist halt keiner da der mich alle Stunde dort ablösen kann. Bei anderen Leuten dauert so eine Attacke vielleicht mal 10 Minuten. Bei mir ist es schon fast durchgehend so. Ich habe gar keinen grossen Spass mehr am Leben. Ich quäle mich jetzt schon mit dem Gedanken das ich morgen Früh wieder dort hin muss und alles von vorne losgeht.
Auch gefällt mir diese Arbeit absolut nicht, aber sie wird halt Top bezahlt, und so ne Stelle werde ich nicht mehr finden.
Trotzdem spiele ich grade mit dem Gedanken m eine Arbeit morgen hinzuschmeissen. Der Druck ist zuviel für mich.

10.01.2011 22:22 • #3


Wenn es dir damit absolut nicht gut geht dann würde ich auch sagen das du es lieber sein lassen solltest. Wenn du schon ein Mensch bist der Aufgrund der Angststörrung nervös und unruhig ist , dann ist das der falsche Job für dich. Aufgrund der Hektik , das setzt dich und deinem Körper nur noch mehr unter druck. Hast du mal drüber nach gedacht vielleicht eine ambulante Therapie zu machen? Du hast doch bestimmt schon mal was von Progressiver Muskelentspannung nach Jacbos art gehört oder? .. wenn nicht dann google das mal , vielleicht hilft es dir ja ein bisschen dich zu entspannen. Achso und einen Tip noch. Umso mehr du über morgen nach denkst und über das was dich erwartet dann wird die Anspannung nur noch größer. Lass den Tag auf die zukommen und befürchte nicht immer das Schlimmste.

10.01.2011 22:31 • #4


Progressive Muskelentspannung nach Jacbos hab ich in der Reha auch oft gemacht, Habe mir für morgen nach 3 Jahren auch mal wieder einen Termin beim Psychologen genommen. Denke das es wohl das beste für mich ist wenn er mich mal eine zeitlang krankschreibt (hoffe das er das macht) und ich wieder in Therapie oder Reha gehen kann.

10.01.2011 22:43 • #5


ja eigenltich macht er das. Es ist nicht " unnormal" das es nach ein paar Jahren auch mal wieder Rückfälle gibt. Ich denke das du das richtige machst.
Viel Glück dafür

10.01.2011 22:46 • #6


Danke dir

10.01.2011 22:49 • #7


nicht dafür

10.01.2011 22:51 • #8


Doch, bin ja dankbar das mir überhaupt jemand schreibt. Alleine mit sowas klar kommen ist immer schwer, das weisst du bestimmt auch selber. Werd jetzt gleich mal auf der Arbeit anrufen und denen sagen das ich morgen nen Termin hab beim Arzt. Dann bin ich direkt schon ruhiger

10.01.2011 22:58 • #9


Ja da hast du recht. Es ist wirklich schön wenn man jemanden hat der weis wovon man redet oder was man durch machen muss. Viele " Normale" Menschen sind mit sowas überfordert weil sie keine ahnung haben was in uns vorgeht wenn wir eine PA bekommen. Ja mach das mal.

10.01.2011 23:00 • #10


Meine Mutter hatte früher auch oft PA's, und ich habe das immer ein wenig belächelt, weil's für aussenstehende auch echt nicht zu verstehen ist. Aber seit ich das selber durchmache, sehe ich das natütlich mit ganz anderen Augen und find's auch sehr schlimm. ich würd nen Finger opfern wenn ich dafür mein altes Leben zurück bekommen würde.

10.01.2011 23:09 • #11


Naja das mit dem Finger ist schon ziemlich heikel aber ich weis wie du es meist. Ich sehne mich auch nach meinem alten unbeschwerten und vor allem eigentständigem Leben. Meine Mutter leidet auch unter PA´s sie ist auch manisch depressiv , das habe ich zum Glück nicht. Aber die PA´s reichen mir auch. Wobei es bei mir wirklich viel viel besser geworden ist. Es gab eine Zeit wo ich darüber nach gedacht habe ich ich dem ganzen ganz schnell und möglichst ohne schmerzen ein Ende setzten kann. Heute bin ich froh das es nur ein Gedanke geblieben ist.

10.01.2011 23:13 • #12


Den Gedanken hatte ich damals auch oft. Denke das man Angst- und Panikstörungen nie mehr ganz weg bekommen wird, aber besser kann's auf jeden Fall werden

10.01.2011 23:16 • #13


^^ ja das sagte meine Therapeutin mir auch immer wieder. Mittlerweile habe ich mich auch mit dem Gedanken so gut wie abgefunden. Nur verstehen mag ich das noch nicht ganz. deswegen auch nur so gut wie

10.01.2011 23:23 • #14


Aber es ist schon wie so nen kleines Gefängnis. Ich könnte zum Beispiel nie in Urlaub fahren oder ähnliches. Davor hab ich zuviel Panik. Den einzigen Trost den ich habe ist das mein äusseres nicht verrät wie es in mir drin aussieht.
Allerdings gehe ich am Wochenende gerne mal bei uns hier in die Altstadt einen trinken oder solche Sachen. Das macht mir komischerweise nicht viel aus. Wahrscheinlich aber nur weil ich weiss das ich jederzeit nach Hause gehen kann^^

10.01.2011 23:28 • #15


ja ich denke das wirds sein ... hmm naja mir würde man das auch nicht ansehen das ich sowelche Probleme haben.. Naja wie sehen denn Leute aus die Psychisch krank sind ?? ...

10.01.2011 23:34 • #16


mmhhhh, vielleicht verstört

10.01.2011 23:35 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

hmm neee so sehe ich dann doch nicht aus ...

10.01.2011 23:35 • #18


Wäre ja auch schlimm wenn man sowas jedem ansehen würde. Da wirste ja vorher schon verurteilt

10.01.2011 23:41 • #19


ähm ja das könnte dann passieren.. Wobei manchen leute sieht man es gewaltig an.

10.01.2011 23:43 • #20



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