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hallo ihr,

ich leide zwar "erst" seit drei wochen an panikattacken, aber sie machen mir jetzt schon das leben zur hölle-hab gelesen dass es menschen gibt, die diesen zustand jahrelang aushalten, wie auch immer das gehen soll
mein problem ist aber, dass ich schon in dieser spirale angst-vor-der-angst drin bin und nicht weiß wie ich aus ihr heraus kommen soll - habe am freitag die letzte präsentation meines studiums und wenn ich die versaue, kann ich das semester wiederholen - aber natürlich habe ich jetzt schon angst davor, dass ich vor meinen ganzen kommilitonen stehe und plötzlich eine panikattacke kriege und damit hat der teufelskreis jetzt schon angefangen
sachen, wie mir einzureden, dass ich die angst sebst hervorrufe klappenn irgendwie nicht, auch johanneskraut oder atemübungen wirken nicht, da ich mich einfach nicht von meiner angst weg konzentrieren kann - wisst ihr vielleicht einen rat für mich?
ganz liebe grüße
laida

05.11.2008 14:55 • 06.11.2008 #1


10 Antworten ↓


Hallo laida,
jetzt erstmal ganz ruhig und steigere dich nicht rein!! Du schaffst das!!
Du darst dir nicht einreden das du eine panik attake bekommen wirst!!
Ich kann verstehen das du davor aufgeregt bist aber lass dich nicht davon unterkriegen.
Wenn ich stark aufgeregt bin nehme ich von bachblüten die Rescue Notfall tropfen: kannst es ja mal versuchen auch wenn sich die meinungen über diese Tropfen teilen. Aber probieren geht über studieren! Wünsch dir viel Stärke

05.11.2008 15:05 • #2



Angst vor der Angst

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Das ist sicherlich furchtbar schwer für dich Laida,
versuchs mal hiermit:
https://www.psychic.de/angst-vor-der-angst.php

05.11.2008 15:23 • #3


Dane
Hallo,

das ist ja eine schwere Situation ...

....mir hat es geholfen, das ein oder andere mal, die Angst gewähren zu lassen... ganz bewusst es passieren zu lassen.

Das habe ich gemacht, als ich nicht alleine war und dann habe ich einfach nur gefühlt was passiert ...

...am Anfang fand ich es irre schwer, los zu lassen und es einfach geschehn zu lassen... aber es macht einem bewusst, das wirklich nichts passiert...

..ich empfinde es seither auch einfacher, meine Angst vor der Angst in Griff zu bekommen ...

...mal auch die Angst die Du hast... was das auch immer in dem Moment ist.. den Gedanken ... fertig denken .. nicht nur ... ich falle um oder so, sonder weiter denken ... was passiert, wenn du vor der Klasse um fällst? Was machen die Leute?

LG Dane

05.11.2008 15:28 • #4


Hallo laida!
Versuche positiv zu denken. Streiche solche Gedanken, wie ich könnte eine Panickattacke bekommen, während der Präsentation! Denke: ich schaffe das! Es wird nichts passieren. Du darfst dich nicht so unter Druck setzen!

Ich wünsche dir viel Kraft!

LG Mona77

05.11.2008 19:49 • #5


Christina
Hallo,

als sich bei mir erstmals die Agoraphobie gemeldet hat, war ich in einer sehr ähnlichen Situation. Musste auch im Studium eine wichtige Präsentation machen und konnte mir ein Versagen nicht leisten. Von Verhaltenstherapie hatte ich noch keinen Schimmer... Was ich damals intuitiv gemacht habe, würde ich auch heute noch empfehlen, denn mir zumindest hat es geholfen.

Ich habe nicht versucht, mich abzulenken, das konnte ich nämlich gar nicht. Ich habe auch nicht positiv gedacht oder versucht, mir zu sagen, dass ich keine Panik bekommen würde. Nix da! Ich war mir absolut sicher, dass ich Panik bekommen würde. Das einzige, was ich dabei wusste, war, dass ich körperlich nicht in Gefahr schwebte, obwohl ich u.a. Angst davor hatte, ohnmächtig zu werden. Jedenfalls habe ich mich auf den Katastrophenfall "Panik während des Vortrags" vorbereitet. Ausreden zurecht gelegt, um unterbrechen zu können. Eine andere Erkrankung (Erkältung z.B.) vorgeschützt, trotz derer man sich zum Vortrag schleppt. Das erklärt jedes absonderliche Verhalten - auch, wenn man fluchtartig den Raum verlässt, weil einem von den Erkältungs- oder Kopfschmerzmittelchen angeblich plötzlich so schlecht und schummrig geworden ist. BTW: Kaum jemand lässt einen beinahe ohnmächtigen Prüfling durchfallen...

Für die Präsentation würde ich eher mehr schriftliche Unterlagen als üblich und nötig vorbereiten. Also vergleichsweise ausführliche Handouts machen, evtl. eine ausgearbeitete Fassung als Kopiervorlage - mildernde Umstände für den Fall des Abbruchs. Und die eigenen Notizen sollten wohl auch einen Tick ausführlicher sein, weil man bei maximalem Stress schon mal den Faden verlieren kann.

Kurz gesagt: Ich würde versuchen, der Panik das Katastrophale zu nehmen. Denn dass die Angst ausgerechnet in einer Situation ausbleibt, in der jeder ein Minimum an Angst empfindet, halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Liebe Grüße und viel Erfolg
Christina


P.S.: Bei mir hielt sich die tatsächliche Panik dann damals sehr im Rahmen, war nur ein kurzer Anflug davon.

05.11.2008 20:21 • #6


Hallo Christina!

Finde deinen Text bzw deine Situation super interessant, denn du bist ja voll auf deine Angst eingegangen und hast eine Strategie entwickelt! Du hast ihr sozusagen, den Kampf angesagt, oder interpretiere ich das falsch? Dann verbesser mich bitte!
Das hat bei mir nie funktioniert, das einzige was bei mir hilft, ist die Angst zu zulassen!
Wie verhälst du dich heute?
Wie geht es dir heute?
Würde mich sehr freuen, von dir zu lesen
LG Mona77

05.11.2008 21:43 • #7


Hallo an euch alle,

hätte da mal eine Frage.
Wie meint ihr das, man soll die Angst zulassen?
Was genau soll man da machen?
Im Prinzip habe ich doch so oder so keine andere Möglichkeit,oder?
Der Panikanfall kommt doch, ob ich es will oder nicht.

Am schlimmsten ist doch die Angst davor, daß er wieder kommt.
Denke momentan an nichts anderes mehr...

Schönen Abend wünsch ich noch...

Lieben Gruß Heike

05.11.2008 23:52 • #8


Christina
Hallo Mona,

nein, Kampfansage war das keine. Es war eine klassische Vermeidungs- und Fluchtstrategie, wobei ich nicht die Situation vermeiden konnte (dazu war die Sache zu wichtig), sondern die Angst. Es hat in dieser Lage seinen Zweck erfüllt und war natürlich besser, als die Präsentation zu schmeißen. Aber auf Dauer verstärken solche Strategien die Angst - auch bei mir. Denn es finden sich dann Gründe, warum die Strategien beim nächsten Mal bestimmt nicht mehr funktionieren, es finden sich Befürchtungen, die man noch nicht hatte, und es nagt am Selbstwertgefühl, Dinge aus massiver Angst heraus generalstabsmäßig planen zu müssen, die "normale" Menschen mit ein bisschen Nervosität abhandeln können. Nicht zuletzt ist es nicht effektiv, sich so viel mehr mit der psychischen Verfassung zu beschäftigen als mit dem Thema, über das man referiert.

Ich habe erst viel später gelernt, die Angst zuzulassen, was ich für die einzig dauerhaft sinnvolle Methode halte. Heute bin ich diverse Therapien, Therapeutenfehler, Zwischenerfolge und Rückfälle "weiter". Im Januar (endlich!) fange ich eine stationäre Therapie in Bad Dürkheim an. Meine Geschichte braucht aber niemanden zu erschrecken, ich bin nicht repräsentativ, sondern habe "nur" bei der Auswahl der Therapeuten ein sehr schlechtes Händchen gehabt .


@ Heike:

Angst zulassen ist etwas anderes als Angst bekommen. Letzteres kannst Du nicht verhindern, hast keine Kontrolle und fühlst Dich als Opfer. Dadurch entsteht dann auch die Angst vor der Angst. Wenn Du die Angst zulässt, sagst Du Dir, dass die Angst zwar unangenehm ist, Dir aber nichts anhaben kann und sowieso wieder weg geht (hat sie ja wohl bisher immer getan - oder?). Du entscheidest, mit der Angst mitzugehen. Damit hast Du wieder Kontrolle. Es ist so, als würdest Du Dich von einer Welle tragen lassen, statt Dich ihr in der Brandung entgegen zu stellen. Und natürlich ist das sehr leicht gesagt... Aus Erfahrung mit verschiedenen Ängsten und Situationen kann ich bestätigen, dass das funktioniert. Bei einigen Ängsten kann ich mich selbst (noch?) nicht darauf einlassen.

Liebe Grüße
Christina

06.11.2008 11:42 • #9


christina ich bewundere dich wie schön sachlich und du schreibst und agumentierst , ichabe viel vonund aus deinen Beiträgen für mich nutzen können.Herzlichen Dank dafür,!


dir alles Gute weitherin


Und ganz liebe Grüße an Dich


Von Biggi

06.11.2008 13:05 • #10


Hallo Laida,

ich bin ganz neu hier angemeldet und finde dein Thema interessant. Deshalb möchte ich Dir meine Erfahrungen mitteilen. Ich kann ganz gut mit der Angst vor der Angst umgehen, indem ich mir klarmache, dass ich die Angst und Panik selbst hervorrufe. Ich bin also in Kontrolle meiner Angst. Vielleicht hast du schon einmal bemerkt, dass du die Angst bewusst steuern kannst, d. h. wenn du ein klein bisschen entspannst, dann wirst du doch auch etwas ruhiger.? Und wenn du dir dann noch deine angstauslösenden Gedanken vornimmst, dann dürftest du schon etwas ruhiger werden. Wichtig ist, dass du weißt, dass du gut vorbereitet in die Prüfung gehst, das hilft nochmal zusätzlich. Vergiß auch nicht ruhig zu atmen. Und wenn die Angst kommt, dann lass sie einfach vorüberziehen, ohne dich weiter hineinzusteigern.

Zudem kannst du es auch mal mit der Desensibilisierungstechnik aus dem Angst-Buch von Doris Wolf versuchen. Dabei erstellst du zu jedem Schritt in der Angstsituation (Prüfung) einen Zettel und stellst dir jede einzelne Situation in der Prüfung so lebendig wie möglich in deiner Phantasie vor, dabei ist wichtig, dass du spürst wie die Angst merklich nachlässt und dann erst darfst du zur nächsten Stufe übergehen. Das hilft, dich schon im Vorfeld auf die Situation vorzubereiten, damit du dann nicht zu stark reagierst.

Ich drück dir die Daumen und wünsche dir viel Glück.

06.11.2008 17:53 • #11



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Dr. Hans Morschitzky