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31

J

Wie bekämpft ihr diese Angst vor der Angst?

Hallo ihr lieben
Nachdem ich gestern einen für mich sehr guten Tag hatte, traue ich der Ruhe mal wieder nicht. Ständig denke ich es könnte jeden Moment wieder einen Rückschlag geben.
Gruß

#61


M
Kenne ich...
Ablenkungen, hilft mir manchmal. Haushalt machen, putzen. Mich versuchen auf etwas zu freuen bzw mir etwas vornehmen...

x 2 #62


A


Angst vor der Angst / Erwartungsangst wie überwinden ?

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Shadow77
Also bei mir tritt die angst nur auf wenn ich Symptome habe die ich nicht so häufig habe (manchmal hab ich ne migräne). Aber aktuell hab ich wieder Symptome die mir Angst machen. Wie äußert sich das bei dir aus? Wovor hast du denn Angst wenn du angst hast?

x 1 #63


L
Nicht erwarten, dass jeder Tag so gut wird und die Tagesform akzeptieren. Angst gehört dazu und mir hilft es dann mich aufzurappeln und genau das zu machen, was mir eigentlich widerstrebt. Dann kann man am Ende des Tages stolz sein, was getan zu haben und der Angst getrotzt zu haben.

x 3 #64


J
Zitat von Legehenne:
Nicht erwarten, dass jeder Tag so gut wird und die Tagesform akzeptieren. Angst gehört dazu und mir hilft es dann mich aufzurappeln und genau das zu machen, was mir eigentlich widerstrebt. Dann kann man am Ende des Tages stolz sein, was getan zu haben und der Angst getrotzt zu haben.

Ganz lieben Dank für deine Antwort
Und deine Tipps

x 1 #65


J
Zitat von Magic_farytale:
Kenne ich...Ablenkungen, hilft mir manchmal. Haushalt machen, putzen. Mich versuchen auf etwas zu freuen bzw mir etwas vornehmen...

Dankeschön, fällt mir manchmal sehr schwer. Ich verfalle dann sehr leicht in die Hoffnungslosigkeit. Leider. Und dann denke ich, gestern war es schon so schön, wieso geht es dir heute wieder schlechter.

x 1 #66


J
Zitat von Shadow77:
Also bei mir tritt die angst nur auf wenn ich Symptome habe die ich nicht so häufig habe (manchmal hab ich ne migräne). Aber aktuell hab ich wieder Symptome die mir Angst machen. Wie äußert sich das bei dir aus? Wovor hast du denn Angst wenn du angst hast?

Das kenne ich gut
Bei mir reicht es schon aus wenn ich mich müde fühle. Dann gerate ich in Panik. Ich bin durch die lange Zeit, die ich diese Angstattacken jetzt schon habe, glaube ich schon sehr übersensibel geworden. Seit letztes Jahr April leide ich täglich unter Angst.
Nun habe ich seit zwei Wochen neue Tabletten und leider starke Nebenwirkungen, die mir leider auch Angst machen. Eigentlich möchte ich nur, dass ich mich endlich gut fühle, aber ich habe Angst, dass diese nicht anschlagen und ich nie in der Lage sein werde ein normales Leben zu führen.

x 1 #67


Shadow77
Zitat von Juliane1987:
Das kenne ich gut
Bei mir reicht es schon aus wenn ich mich müde fühle. Dann gerate ich in Panik. Ich bin durch die lange Zeit, die ich diese Angstattacken jetzt schon habe, glaube ich schon sehr übersensibel geworden. Seit letztes Jahr April leide ich täglich unter Angst.
Nun habe ich seit zwei Wochen neue Tabletten und leider starke Nebenwirkungen, die mir leider auch Angst machen. Eigentlich möchte ich nur, dass ich mich endlich gut fühle, aber ich habe Angst, dass diese nicht anschlagen und ich nie in der Lage sein werde ein normales Leben zu führen.


Keine Sorge. Nebenwirkungen sind nur dann present wenn das Medikament entweder nicht vertragen wird oder als akute Nebenwirkung da sind. Also entweder legen sich die Nebenwirkungen bald oder du brauchst ein anderes Medikament. Aber aus Nebenwirkungen entstehen keine neuen Krankheiten

x 2 #68


J
Zitat von Shadow77:
Keine Sorge. Nebenwirkungen sind nur dann present wenn das Medikament entweder nicht vertragen wird oder als akute Nebenwirkung da sind. Also entweder legen sich die Nebenwirkungen bald oder du brauchst ein anderes Medikament. Aber aus Nebenwirkungen entstehen keine neuen Krankheiten

Dankeschön für deine liebe Antwort
Es beruhigt mich immer auch Erfahrungen von anderen zu lesen.
Grüße

#69


Shadow77
Ja ich hatte bei opipramol auch sehr starke Bauchschmerzen und Blähungen. Das hat sich dann aber nach 2 Wochen gelegt

x 1 #70


J
Zitat von Shadow77:
Ja ich hatte bei opipramol auch sehr starke Bauchschmerzen und Blähungen. Das hat sich dann aber nach 2 Wochen gelegt

Danke ich hoffe auch das die Nebenwirkungen bald nachlassen. Leider weiß ich nicht so richtig ob das Mittel wirklich das richtige ist, denn ich habe das Gefühl, es löst bei mir eher noch mehr Ängste aus. Also genau das was ich mit dem Mittel beheben wollte, nämlich Panikattacken und Angst vor der Angst, sowie Nervosität treten jetzt viel häufiger auf, als vorher. Und ein Mittel was mich noch mehr runterzieht kann doch nicht gut sein.

#71


F
ich kenne das nur zu Gut... die Angst vor der Angst macht es einem sogar schwer die guten Tage genießen zu können...
Ich gebe mir große Mühe mich dann auf meine sicheren orte zu konzentrieren: die drei ? hören, heiß duschen, spazieren gehen...
aber heute zum Beispiel fällt mir das auch sehr schwer....

#72


Shadow77
Zitat von Juliane1987:
Danke ich hoffe auch das die Nebenwirkungen bald nachlassen. Leider weiß ich nicht so richtig ob das Mittel wirklich das richtige ist, denn ich habe das Gefühl, es löst bei mir eher noch mehr Ängste aus. Also genau das was ich mit dem Mittel beheben wollte, nämlich Panikattacken und Angst vor der Angst, sowie Nervosität treten jetzt viel häufiger auf, als vorher. Und ein Mittel was mich noch mehr runterzieht kann doch nicht gut sein.


Ok dann red mit dem Therapeuten darüber und vielleicht probiert ihr einfach mal das nächste Medikament. Es gibt ja so viele verschiedene.. Bei der Vielfalt ist das ja schon fast klar dass die Leute unterschiedlich reagieren

x 1 #73


angstrabe
Hallo an alle,
da ich auch diese Problematik nur zu gut kenne, möchte ich kurz meine Gefühle beschreiben.
Ich habe auch Erwartungsängste vor unvorhergesehenen/ungeplanten Ereignissen. Doch was für mich noch weit belastender ist: Ich wohne in einem Wohnheim für psych. Kranke und habe einen "Bezugsbetreuer" (Sozialarbeiter), zu welchem ich ein "ambivalentes" Verhältnis habe. Rolling Eyes Obwohl er ja Verständnis für psychische Störungen haben sollte - es wohnen hier Leute mit den unterschiedlichsten seelischen Erkrankungen - habe ich immer wieder Hemmungen, über meine mehr oder weniger starken Ängste zu reden. Auch meinte er einmal (sinngemäß): "Jedem geht es einmal etwas schlecht, das ist doch ganz normal!" und "Seien Sie doch froh, dass Sie keinen Schlaganfall haben!" stirnrunzeln (sicher hat er damit ja recht, aber von viel Empathie zeugt eine solche Aussage wohl nun auch nicht gerade!).
Damit komme ich meinem zweiten Problem: meine Autoritätsängste! Crying or Very sad Es ist mir einfach alles zu peinlich bzw. ich schäme mich für meine Panikattacken (außer hier anonym in diesem Forum!). Wer kennt Ähnliches, z.B. Unverständnis bei einem Partner/einer Partnerin oder bei den eigenen Eltern?
Übrigens ist meine Meinung: Leider gibt es wohl keine allgemeine Lösung, Erwartungsängste zu überwinden. Jede/r muss wohl selber herausfinden, was ihr/ihm am besten hilft und guttut. Bei mir hilft das Hören von Musik und Ablenkung durch mein Hobby (Fotografieren), was das Problem aber dauerhaft auch nicht löst ... Rolling Eyes

Über jede Antwort freut sich Very Happy
mfG angstrabe

m, 65

#74


T

Negative Erwartungshaltung / Selbsterfüllende Prophezeiung

Ich habe schon öfters beobachtet, dass ich eine negative Erwartungshaltung habe, also auch hinsichtlich meiner Gefühle und Gedanken. Z.B. wenn ich nach Hause fahre und denke, gleich komme ich wieder nach Hause und bekomme Angst und unangenehme Gefühle/Gedanken, dann tritt das auch meistens ein. Ich denke also, dass in bestimmten Situationen bestimmte Gedanken/Gefühle auftreten. Wer von euch kennt das auch?

#75


OBIKO
Das ist wohl wahr. Man sagt ja auch : Wer böses denkt soll endlich schweigen.Ich kenne das sehr gut.

#76


Perle
Das kennen sicher viele Menschen, man bezeichnet es auch als selbsterfüllende Prophezeihung. Ich übe gerade, diese negativen Gedanken durch positive zu ersetzen. Nach und nach werden so die Negativsätze (und Gedanken) "überschrieben". Es braucht Geduld, ist aber machbar und schult die Selbstwahrnehmung.

x 1 #77

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C

Angstgefühle und Selbstbeobachtung

Hallo liebe Leute,ich leide schon seid 2 Jahren unter Angstzuständen,die aber oft keinen speziellen Auslöser haben.Manchmal kommen diese Zustände einfach aus dem nichts, manchmal sind es Gedanken die sich aufschaukeln,bis eine Panickattacke ausbricht.Körperlich wurde ich mit mindestens 5 EKG, Hirn MRT,Blutuntersuchung,Blutdruck untersucht , bisher kam dabei nichts raus.Bald habe ich noch einen Termin beim Kardiologen,aber wahrscheinlich kommt da auch nichts raus.Was mich nur grade zurzeit sehr belastet ist,dass ich immer Dauersymtome habe heißt: Eine Art Schwindel der immer vorhanden ist, grade Morgens ist dieser stark ausgeprägt zusammen mit Ängstlichten Gedanken wie ogott mein Herz bleibt stehen oder ich falle bestimmt um.Das erzeugt wiederrum Angst.Dazu immer so ein Unwohlsein und alles scheint sich bei mir auf die Selbstbeobachtung zu konzentrieren,worallem auf Blutdruck und Herztätigkeit(Messe sehr sehr oft diese Werte am Tag).Wenn beim Kardiologen nichts rauskommt,werde ich wohl eine Verhaltentherapie beginnen.Der Auslöser für diese Ängste waren damals schon übermäßiger Stress (Arbeit,Familie) keine Ruhephasen,und ich lebe gedanklich oft in der Vergangenheit,es gibt ein paar Dinge die nicht verarbeitet wurden, die mir heute noch zusetzen,vileicht unterbewusst.Meine Frage ist ob jemand Erfahrung mit diesen Symtomen hat oder hatte und jemand Tipps hat was man machen kann dagegen,nichtmehr ständig überall Angst zuhaben?.Es ist sehr belastend das ganze und frustriert einen so sehr.Danke schonmal im voraus Gruß.

#78


Lottaluft
Mein Tipp wär
Lass die überdiagnostik
Das verunsichert dich nur immer mehr
Wärst du krank hätte man es längst entdeckt
Therapie und gegebenenfalls Medikamente können dir helfen also zöger da besser nicht und mach es nicht von dem Termin beim Kardiologen abhängig

x 1 #79


ErenJäger93

Angst vor der Angst

Hallo liebe Forumsgemeinde,

Ich habe mich hier angemeldet, weil es niemanden gibt mit dem ich offen über mein Problem reden kann. Viele können es verständlicherweise gar nicht nachvollziehen oder sind mit ihrem eigenen Leben beschäftigt. Ich habe so schon das Gefühl ein Klotz am Bein zu sein, daher behalte ich meine Sorgen mittlerweile lieber für mich. Wie ihr aber sicher wisst, ist das auch keine langfristige Lösung. Deshalb dachte ich, dass es vielleicht hilfreich sein könnte, sich an Menschen zu wenden, die ähnliches durchmachen oder sich anderweitig mit dem Thema beschäftigt haben.

Kurz zu mir: Bin mittlerweile 30 Jahre alt und leide seit nun ungefähr 9 Jahren an einer Angststörung. Anfangs war es sehr extrem. Ich bin kaum noch rausgegangen. Wenn ich mal raus gegangen bin, dann meistens Nachts, weil ich da das Gefühl hatte, dass mich niemand sehen kann und ich mich in irgendeine Ecke verziehen könnte falls ich eine Panikattacke bekommen sollte.

So habe ich mich die letzten Neun Jahre irgendwie durchgemogelt. Seitdem hat sich einiges verändert. Ich war in einer Therapie und Panikattacken an sich hatte ich schon lange keine mehr. Was aber geblieben ist, ist die Angst davor. Die Angst davor z.B. alleine im Zug zu sitzen unter wildfremden Menschen und eine richtige Panikattacke zu bekommen. Ich hatte nicht viele richtige Panikattacken, aber die, die ich hatte, werde ich wohl meinen Lebtag nicht vergessen.

Herzrasen so extrem das man denkt, man würde gleich sterben. Es ist schwer in Worte zu fassen. Es ist die pure Angst davor gleich zu sterben. Das letzte mal als ich so eine Panikattacke hatte, saß ich gefühlt eine halbe Stunde lang in meinem Zimmer und habe einfach nur gebetet, dass es aufhört. Ach, es ist wirklich schrecklich. So etwas wünsche ich niemanden.

Ich habe allesmögliche Versucht, diese Angst vor der Angst loszuwerden. Das einzige was wirklich langfristig geholfen hatte, war mein Fachabitur nachzuholen. Ich hab mich in den Zug gesetzt, bin nach Stuttgart gefahren und habe es irgendwie geschafft, trotz Todesangst, es irgendwie durchzustehen. Nach ein paar Wochen, war diese Angst vor der Angst einfach verschwunden. Ich konnte plötzlich wieder ein ganz normales Leben führen. Jahrelang habe ich mich nicht aus dem Haus getraut und innerhalb von ein paar Wochen, war es so, als wäre nie etwas gewesen.

Leider hat diese Erfahrung nicht lange angehalten, weil es ein paar Schicksalsschläge gab. (Freundin hat sich getrennt usw) die diese Angst wieder getriggert haben. Seitdem sind wieder ein paar Jahre vergangen ohne, dass sich irgendwas drastisch verändert hätte. Das einzige was mir geblieben ist, ist die Erkenntnis, dass es so nicht weitergeht. Wenn sich nichts ändert werde ich immer alleine bleiben und mit diesem Handicap leben müssen. Ich hab so dermaßen die Schnauze voll davon, nie wirklich das Leben genießen zu können. Immer nur ein Klotz am Bein zu sein, den andere entweder aussortieren, oder für den sie nur Mitleid empfinden.

Deshalb bin ich auf Jobsuche gegangen und habe tatsächlich durch den Bundesfreiwilligendienst die Möglichkeit gefunden ab September meinen Traumberuf (in der Stadtbibliothek) auszuführen. Man hat mir sogar gesagt, dass ich dort auch meine Ausbildung machen könnte, wenn ich einen guten Eindruck hinterlasse. Das wäre mein größter Wunsch. Endlich wieder jemand zu sein. Einen Job haben, eine eigene Wohnung haben. Wieder als selbstbewusster Mensch am Leben teilnehmen und nicht wie jetzt ein Schattendasein zu führen.

Wie ihr euch aber sicher denken könnt, ist die Angst riesig. Ich muss 45-50 min mit dem Zug fahren und bin dann ziemlich weit weg von Zuhause, was so ziemlich alle Ängste triggert, die so im Kopf herumschwirren Mr. Green

Tja, jetzt habe ich euch ziemlich vollgetextet nur um mal von jemanden zu hören "Hey, du schaffst das. Ich glaub an dich, Du bist nicht alleine" Bitte drückt mir die Daumen, dass ich diese Angst nochmal überwinden kann und alles gut geht Trost

x 7 #80


A


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Dr. Reinhard Pichler
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