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Ihr lieben,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Eigentlich habe/hatte ich immer verstärkte Ängste (in letzter Zeit vermehrt Angst/ Zwangsgedanken. Ich konnte das aber immer gut lösen und hatte intervalle wo alles gut war. Vor ca.einer Woche nun fing es an, dass ich allgemein Ängste bekam, Angst vor der Angst irgendwie... ich hatte vorige Woche einfach nur ANGST, seit einigen Tagen aber habe ich ein Gefühl der Sinnlosigkeit, ein Gefühl der leere, des nicht da seins, keinen Sinn. Ganz seltsam, ich habe richtige Panik vor diesem Gefühl. Ich weiß nicht ob es nur eine erneute Angst ist. Gestern dann ein Beitrag über Depressionen im TV - nun Angst vor Suizid, was wenn ich es nicht aushalte.... was wenn ich eine schlimme Depression habe... was wenn ich mir wirklich etwas antue... Das hab ich nur durch dieses Gefühl. Ich hab wahnsinnige Angst davor, dass dieser Zustand nicht mehr vergeht.
KENNT DAS JEMAND? Meine Ängste die ich ansonsten habe sind weg, nur noch diese ANGST vor dem Gefühl der Sinnlosigkeit.
Hat jemand einen RAT? Ich dreh durch vor ANGST!
Ich würde mich sehr freuen ein paar Antworten zu bekommen.
LG!

22.05.2015 12:25 • 27.01.2019 #1


19 Antworten ↓


Lasombra
Hallo,
Erstmal das gute....du hast Angst. Gut, weil du dann auch Angst hast dir das Leben zu nehmen.
Versuch dich nicht von deiner Angst überrennen zu lassen sondern mach dir mal eine Liste was so Sinn macht und was nicht....du wirst denke ich schnell sehen, dass es genug gibt was Sinn macht.

Lenk dich mal etwas ab, Kopf hoch

22.05.2015 12:30 • #2



Angst vor dem Gefühl der Sinnlosigkeit

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Schlaflose
Zitat von _Luna82_:
Gestern dann ein Beitrag über Depressionen im TV - nun Angst vor Suizid, was wenn ich es nicht aushalte.... was wenn ich eine schlimme Depression habe... was wenn ich mir wirklich etwas antue...


Solange du Angst davor hast, machst du es nicht. Ich hatte früher Depressionen und dachte ständig nur daran, mir etwas anzutun. ich hatte keine Angst davor, es wirklich auszuführen. Der Gedanke, dass ich mich umbringen kann, war für mich sogar ein Trost, wenn es zu schlimm würde, weiter zu leben. Ich hatte auch immer einen ausreichenden Vorrat an Schlaftabletten, um es tun zu können. Das hat mich sehr beruhigt.

22.05.2015 13:22 • x 1 #3


Ich vermute ja auch, dass dieses furchtbare Depressionsgefühl/ Gefühl der Sinnlosigkeit von der Angst kommt anstatt von einer Depression. Kann Angst so was auslösen? So ein Gefühl?

22.05.2015 13:34 • #4


Claudi281
Liebe Luna,
Ich bin grad so unendlich dankbar zu deinem Beitrag gestoßen zu sein, habe schon sehr lange nach Leuten gesucht denen es auch so geht.
Ich kenne das Gefühl und mir ergeht es ganz genauso. Dieses Gefühl ist furchtbar und i
Nicht zu erklären. Auch ich beschrieb das als Depression und auch ich hatte abgst davor mir das Leben zu nehmen, das Gefühl dies nicht aushalten zu können. Ne Zeit lang ging es mir wieder ganz gut, nun ist es wieder stärker da. Und ich bemerke dass es nur mit meinen Gedanken ausgelöst wird also eben wie bei der Panik und ich denke mitlerweile auch,dass das Gefühl Symptom der Panik ist und keine Depression. Die Panik ändert ja oft mal ihre Symptome.
Ich denke auch hier werden wir es nur bekämpfen wenn wir es annehmen und die Angst davor verlieren.

Wie geht's dir jetzt?

Liebe Grüße
Eine Leidensgenossin

11.12.2015 07:01 • #5


relinquished

26.01.2019 22:11 • x 1 #6


Safira
Zitat von relinquished:
weil man rastlos nach etwas sucht


wonach suchst Du denn?

26.01.2019 23:22 • #7


relinquished
Na, nach dem Sinn oder nach irgendetwas. Lässt sich manchmal auch gar nicht spezifizieren.

26.01.2019 23:38 • #8


Safira
vielleicht solltest Du mal mit dem trinken aufhören. Der Alk verstärkt die Depri. Es ist wie ein Strudel nach unten. Lebst Du in einer Partnerschaft?

26.01.2019 23:49 • x 1 #9


relinquished
Nein, die Hoffnung hab ich schon lange aufgegeben. Ich glaube nicht mehr daran, jemanden zu finden, der mit mir und mit dem ich klarkomme.

26.01.2019 23:50 • #10


Safira
und wie schaut sonst so Dein Leben und Altag aus? Wie lange geht das schon so mit Dir?

26.01.2019 23:54 • #11


kalina
Man muss dem Leben selbst einen Sinn geben.

Lass das mit dem Alk., geh viel in die Natur, mach Sport, beobachte die Natur, mach irgendwas mit Menschen;
irgendwann findest Du dann Deinen Sinn.

27.01.2019 00:00 • x 1 #12


Zitat von relinquished:
Alles was passiert, passiert einfach so - ohne Sinn.


Ja,das kommt einem manchmal so vor.Ist aber nicht so,sonst müssten ja alle Menschen in Depressionen versinken.

Es gibt viele Dinge die Sinn geben können,ich zähle mal ein paar auf:

ARBEIT (ist nicht nur zum Geld verdienen da sondern gibt Struktur,man bekommt Anerkennung,man ist Teil einer Gemeinschaft,es hebt das Selbstwertgefühl,wenn man sich seinen Lebensunterhalt erarbeitet.
Dadurch ist man dann auch dankbarer für das,was man hat.)
Wichtig: ein gutes Betriebsklima,Arbeitsstunden an das eigene Leistungsvermögen anpassen.

BEZIEHUNG (muss ich glaub ich nicht gross ausführen,menschliche Nähe,Zuwendung ,Liebe ,Verständnis.
Nur weil Du bisher keine Partnerin gefunden hast,heisst das mitnichten,dass es so bleiben muss.
Wenn Du den Traum von Liebe allerdings komplett begräbst und niemanden mehr an Dich heranlässt,wird sich Dein Glaube daran,dass Du nie eine Partnerin findest mit Sicherheit bestätigen.
Also Vorsicht mit den eigenen Glaubenssätzen,die gestalten einen Grossteil Deiner Realität.
Da würd ich mich innerhalb einer ambulaten Verhaltenstherapie auch mal eingehend mit auseinandersetzen.
Konkreter nächster Schritt wäre also: Auf ganz viele Anrufbeantworter von Verhaltenstherapeuten quatschen und auf einen Therapieplatz warten).

GEMEINSCHAFT (innerhalb einer Gruppe z.B. Selbsthilfegruppe oder im Hobbiebereich: Kleingarten,Sport,was auch immer einen interessiert).

GLAUBE Manche Menschen glauben an Gott und das gibt ihnen Kraft und da ist dann auch die Gemeinschaft mit den anderen Gläubigen eine Stütze.

FÜRSORGE Z.B. ein Ehrenamt im Tierheim: man kommt unter Menschen,man tut etwas Gutes,was sich gut anfühlt,man wird gebraucht und geschätzt.


Den Alk. würde ich versuchen zu reduzieren ,zumindest den Konsum auf gewisse Tage beschränken und keine harten Sachen trinken.

Und nicht zuletzt kann es sehr helfen,in einer depressiven Phase ein beruhigendes Antidepressivum einzunehmen.
Dann brauchst Du auch nicht mehr soviel zu trinken um die Angst,die innere Leere und die Verzweiflung und Hilflosigkeit zu betäuben.
Wichtig ist ein einfühlsamer Psychiater,die Suche danach kann dauern aber wichtig ist einzig und allein immer nur der nächste Schritt und dass Du Dich auf den Weg machst.

Ich kann Dir versichern,dass man aus dem Loch wieder raus kommt,es kann ein bisschen dauern aber das macht nichts.
Hauptsache es geht tendenziell wieder bergauf.
Das kann es aber nur ,wenn Du aktiv wirst in Richtung Therapie und medikamentöser Unterstützung.

Jeder Mensch kommt mal an seine Grenzen und eine Krise ist DIE Chance,das Leben wieder lebenswert zu machen.
Ergreife sie,jeder Tag ist ein Neuanfang.
DU bestimmst,wo´s langgeht,man kann nicht alles beeinflussen aber doch so einiges,man braucht etwas Geduld aber die zahlt sich aus,wenn man am Ball bleibt.

27.01.2019 10:05 • #13


kira-kira
Ich fühle mich manchmal ähnlich. Und jetzt in dem Moment auch. Ich habe psychosomatische Schmerzen, die mich einfach lähmen. Ich fühle mich hilflos, sinnlos und ich weiss gar nicht wie es weiter gehen soll. Durch diese Schmerzen bin ich ein Gefangener in meinem eigenen Gefängnis. Eigentlich macht mir so viel Spass, ich liebe Sport, ich liebe meinen Hund, ich liebe die Natur, ich liebe auch eigentlich die Welt, aber diese Schmerzen machen alles zunichte . Ich kann wegen den Schmerzen keine Freude fühlen (klar) und sieche nur noch so vor mich hin. Ich bin seit Sommer krankgeschrieben, habe keine Arbeit. Ich weiss nicht, ob ich jemals wieder in den Alltag zurück finden kann.

27.01.2019 10:21 • #14


Zitat von kira-kira:
Ich weiss nicht, ob ich jemals wieder in den Alltag zurück finden kann.


Alleine schafft man das eben manchmal nicht und deswegen stationäre Therapie (psychosomatische Klinik ) oder ambulante Therapie,hast Du da schon was angeleiert?
Mir ging es wie Dir,ich hatte täglich Angstzustände plus Panikattacken und war zweimal mehrere Wochen in der Psychiatrie deswegen.
Am Ende wollte ich nicht mehr leben,der Gedanke an den Tod war mein einziger Trost.

Tiefer runter ging es nicht mehr und ich hab es nur mit Hilfe von Medikamenten und Therapie geschafft,herauszukommen.

27.01.2019 10:48 • x 1 #15


kira-kira
Zitat von Flame:

Alleine schafft man das eben manchmal nicht und deswegen stationäre Therapie (psychosomatische Klinik ) oder ambulante Therapie,hast Du da schon was angeleiert?
.


Ich war 6 Wochen in einer Tagesklinik und ich bin seit November in Therapie.
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das mir nicht weiter hilft. Es kratzt irgendwie nur an der Oberfläche. Wir haben zwar Dinge besprochen und ich hab erzählt, was mich in meinem Leben traurig macht und was eben nicht gut läuft. Ok aber allein das Aussprechen heilt mich ja nicht. Ich weiss gar nicht wie Therapie überhaupt helfen soll.

27.01.2019 11:35 • #16


Sowas braucht Zeit,viel Zeit und Geduld ,vor allem mit sich selbst.

Es geht jede Woche,jeden Monat ein klein wenig besser.
Manchmal auch wieder schlechter,das gehört auch dazu aber die Tendenz beginnt kaum merklich immer mehr zu steigen.

Wenn die Therapie nicht hilft,kann es auch sein,dass Du keinen guten Therapeuten erwischt hast,gute Therapeuten sind rar.
Gibt sie Dir keine konkreten Tips für den Alltag an die Hand?
Oder habt ihr gerade erst angefangen mit einer Bestandsaufnahme?

Bei mir hat es insgesamt 2 Jahre gedauert,bis ich mich komplett stabilisieren konnte.
Habe in der Zeit vieles probiert und war in einer psychosomatischen Klinik wie auch zweimal in der Psychiatrie,dann ambulante Verhaltenstherapie.
Verhaltenstherapie ist die beste Therapieform bei Angststörungen.

Den Durchbruch hat bei mir dann mein Medikament geschafft (Lyrica).

Kannst Dir mal ein Buch bestellen: Wenn das Leben zur Last wird von Dr. Rolf Merkle.
Da findest Du konkrete Tips im Umgang mit Angst und Depression.
Er hat auch viele andere interessante Bücher geschrieben,kannst ja mal googeln.

27.01.2019 12:05 • x 2 #17

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kira-kira
Ich merke halt null Veränderung seit ich in Therapie bin. Es gab mal eine Zeit, da ging es mir gut und ich dachte jetzt wird alles gut.
Nun gehts mir aber wieder so miserabel.
Ich finde meine Therapeutin eigentlich schon ganz gut. Aber konkrete Tips gibts sie mir nicht. Ich kenn mich halt auch nicht aus, was ein guter Therapeut ausmacht. Ich weiss, dass sie mich nicht heilen kann, das muss ich schon ganz alleine machen.

Ich habe keine Angststörung o.ä.
Ich habe einfach Schmerzen und ein Krankheitsgefühl. Ich fühle mich schlapp und einfach nicht belastbar.
Am liebsten würd ich auch einfach ein Medikament nehmen. Aber so einfach ist das natürlich nicht.
Das komische ist ja, dass wenn ich bei meinen Eltern bin, ich symptomfrei bin. Ich möchte aber nicht zurück zu meinen Eltern ziehen, weil ich mich hier in Berlin eigentlich viel wohler, freier und besser fühle. Das ist ja das blöde an der Sache.

27.01.2019 13:44 • #18


Zitat von kira-kira:
Ich habe keine Angststörung o.ä.
Ich habe einfach Schmerzen und ein Krankheitsgefühl.


Die meisten Angststörungen drücken sich über den Körper aus,eben auch Deine Symptome können von einer Angststörung hervorgerufen werden.
Das ist für viele ein langer Prozess,erst einmal anzuerkennen,dass die Störung rein psychischer Natur ist bzw. durch ein Ungleichgewicht des Stoffwechsels im Gehirn hervorgerufen wird.

Hast Du Dich körperlich durchchecken lassen(Grosses Blutbild/Hormone/Schiddrüse/Vitaminmangel)?

Wenn Du Dich bei Deinen Eltern besser fühlst,kann es ja eigentlich keine körperliche Ursache sein,die Deine Beschwerden hervorruft.

Hast Du denn bisher schon eine Diagnose bekommen?

27.01.2019 17:32 • x 1 #19


kira-kira
Zitat von Flame:

Die meisten Angststörungen drücken sich über den Körper aus...

Hast Du Dich körperlich durchchecken lassen(Grosses Blutbild/Hormone/Schiddrüse/Vitaminmangel)?

Wenn Du Dich bei Deinen Eltern besser fühlst,kann es ja eigentlich keine körperliche Ursache sein,die Deine Beschwerden hervorruft.

Hast Du denn bisher schon eine Diagnose bekommen?


Vor was sollte ich denn Angst haben? Also ich kann das nicht nachvollziehen. Ich habe weder Herzrasen, noch ist mir schlecht oder so.
Körperlich hab ich alles durchchecken lassen. Ich war sogar im Krankenhaus.
Eben ja ich weiss, dass es psychische Schmerzen sind. Aber das bringt mich halt jetzt auch nicht weiter.
Diagnose ist somatoforme Störung. In der Tagesklinik hiess es mal: mittelgradige Depression.
Ich habe eigentlich nur Schmerzen und dieses Krankheitsgefühl, was mich schlapp, wahnsinnig geräuschempfindlich macht und mir alles sinnlos vorkommt.

27.01.2019 18:39 • #20



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