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where_is_my_mind
Guten Tag,

Kurze Info zu mir:

Ich bin 29 Jahre, z.Z. arbeitslos, in psychologischer psychiatrischer Behandlung und nehme täglich 150 mg Venlafaxin 30 mg Mirtazapin ein.

Der Gedanke der mich plagt und vor einigen Tagen zu einer der stärksten Panikattacken in meinem Leben führte, ist die meiner persönlichen Ansicht nach Sinnlosigkeit des Seins im Kontext zur Unendlichkeit der Zeit im Sinne der Vergänglichkeit, so wie der schieren nicht erfassbaren Größe der Existenz im quantitativen Sinne.

Jegliche Aktion bzw. jeglicher Gedanke führt nur zu temporären Reaktionen bzw. Änderungen, im oben genannten Kontext jedoch bleiben sie bedeutungs-, und sinnlos.

Mit dieser Ansicht ist das Leben, ebenso wie der Tod befreit von jeglichem Sinn und führt dazu das meine sämtlichen Interaktionen auf Bedeutung geprüft werden.

Da die Sinnlosigkeit des Seins von meinem Standpunkt aus jedoch zutrifft, führt die Prüfung nach Bedeutung der Logik nach zu einem negativen Ergebnis, in Folge dessen bleiben mir aufgrund dieses vergegenwärtigten Wissen positive Emotionen wie Freude etc. verwehrt.

Der Glaube an einen Gott, an ein Dasein nach dem Tode oder das vorhanden sein einer Seele lehne ich aufgrund der Überzeugung das wir nicht mehr als biologische Maschinen sind ab.
In Folge dessen ist auch die Hoffnung nach Bedeutung in Bezugnahme auf einen höheren Sinn vergebens.

Ich bin mir durchaus bewußt das der Sinn des Seins nicht als Antwort kommen wird, doch z.Z. verzweifele ich an meinem Denken und jegliche Freude ist mir abhandengekommen.

Anmerkung: Im Konnex zu meinem Text ist es durchaus in gewisser Weise paradox diesen zu schreiben.

14.05.2015 21:24 • 18.06.2017 x 2 #1


5 Antworten ↓


Nev3rMind
Hab auch manchmal solche Gedanken. Alles erscheint sinnlos und vor allem kräftezehrend. Ich würde gern wissen was mich nach dem Tod erwartet, denn dann hätte ich mich evtl schon umgebracht. Ich will mich aber nicht persönlich verlieren, zumindest noch nicht. Du schreibst wie ein Psychopath der keine Gefühle wahrnehmen kann.

14.05.2015 21:55 • #2



Sinnlosigkeit der Existenz

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Hotin
Hallo where_is_my_mind,
Zitat:
Der Gedanke der mich plagt und vor einigen Tagen zu einer der stärksten Panikattacken in meinem Leben führte, ist die meiner persönlichen Ansicht nach Sinnlosigkeit des Seins im Kontext zur Unendlichkeit der Zeit im Sinne der Vergänglichkeit, so wie der schieren nicht erfassbaren Größe der Existenz im quantitativen Sinne.

Jegliche Aktion bzw. jeglicher Gedanke führt nur zu temporären Reaktionen bzw. Änderungen, im oben genannten Kontext jedoch bleiben sie bedeutungs-, und sinnlos.


Was hast Du Dir denn da für ein Weltbild aufgebaut?
Wo bitte sind in Deiner Betrachtung denn Deine Gefühle geblieben?
Die hast Du aber gut versteckt.
Wie willst Du auf diesem Weg zufrieden werden? Um zufrieden zu werden musst du unbedingt Deine
Gefühle wieder hervor holen.

Zitat:
Mit dieser Ansicht ist das Leben, ebenso wie der Tod befreit von jeglichem Sinn und führt dazu das meine sämtlichen Interaktionen auf Bedeutung geprüft werden.


Das Dir so alle Emotionen verwehrt bleiben wundert mich bei Deiner Beschreibung überhaupt nicht.
Ohne Deine Gefühle in Dein Denken mit einzubeziehen, wirst Du keinen Sinn für Dich finden können.

Falls Du ein ehrliches Feedback von mir haben möchtest, sage es mir.
Du solltest aber dann bereit sein, Dir sehr viel kritisches anzuhören
Ob Du aktuell noch die Kraft dazu hast, Dir heftiges anzuhören weiß ich nicht.

Auf jeden Fall empfehle ich Dir psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Hast Du schon Kontakt zu einem Therapeuten?

Viele Grüße

Hotin

14.05.2015 22:22 • x 1 #3


where_is_my_mind
Emotionen habe ich mehr als genug, auch wenn das in meinem Beitrag vielleicht nicht so erscheint, ich bin ein extrem emotionaler Mensch.

Diese Weltanschauung ist prinzipiell neu, jedenfalls im Hinblick auf diese rationale desillusionierte Art und Weise die eigene Existenz im Kontext zu Zeit und Bedeutung zu betrachten.

Gefühle sind ja definitiv vorhanden, Angst, Verzweiflung und Panik machen sich in mir breit wenn ich das Sein in dieser nüchternden Weise sehe, als ob ich hinter den Vorhang geblickt hätte, eine Betrachtung der Welt ohne Normen, Werte, Moral, Bedeutung und Sinn.

So will ich die Welt jedoch nicht sehen, ich will meine Perspektive wieder ändern, doch leider komme ich über diese Betrachtungsweise nicht hinweg.

Warum?

Weil ich denke, so deprimierend, trostlos und kalt diese Art die Dinge zu sehen auch ist, ist es rational gesehen die Wirklichkeit.

Wie oben schon kurz erwähnt bin ich in psychologischer Behandlung.

14.05.2015 23:12 • #4


Hotin
Hallo where_is_my_mind,
Zitat:
So will ich die Welt jedoch nicht sehen, ich will meine Perspektive wieder ändern, doch
leider komme ich über diese Betrachtungsweise nicht hinweg.

Zwei Dinge solltest Du unbedingt dabei beachten. Du widersprichst Dir
in wenigen Zeilen schon. Diese Widersprüche solltest Du selbst finden
und beseitigen. Und versuche ehrlicher zu Dir selbst zu sein.
Dann könntest Du Dich wiederfinden.

Wo sind denn Deine Emotionen in Deiner Weltanschauung?

Zitat:
Eine Betrachtung der Welt ohne Normen, Werte, Moral, Bedeutung und Sinn.


Was soll das? Welchen Vorteil hast Du von einer Betrachtungsweise die völlig realitätsfern ist?
Es bringt Dich keinen Schritt weiter Dein Weltbild ohne Deine Gefühle zu erklären.
Die Welt ist nicht kalt und trostlos.

Was ist bei Dir in den letzten Jahren passiert? Welche Enttäuschungen hast Du noch nicht verkraftet?
Kann es sein, das Du nicht darüber hinweg kommst, das Dir Deine Bildung bisher noch nicht zu einem
angenehmen Job verholfen hat?

Viele Grüße

Hotin

14.05.2015 23:45 • #5


Genauso ist es, hinter den Vorhang blicken ..
Schade, dass das niemand in der Regel versteht.

18.06.2017 22:49 • x 1 #6




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