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Hallo,

ich bin nun seit 2006 Angst und Panik gestört Immer wieder mit Phasen begleitet in denen ich völlig beschwerdefrei war kommt es bei mir im Rhytmus von ungefähr 1-2 Jahren wieder.
Diesmal ist es irgendwie anderst, beim arbeiten unter der Woche bin ich meistens nur morgens hibbelig und ängstlich, meist legt es sich mit der Zeit und ich verbringe einen beschwerdefreien Tag. Symptome sind vor allem schwere Beine, manchmal leichter Schwindel. Trotzdem meine Beine sich schwer anfühlen haben sie genausoviel Kraft wie immer, sprich beim Sport hab ich leistungsmäßig keinen Verlust.

Gestern hatte ich dann wieder mal eine Panikattacke light von 5 Minuten. Es kommt allgemein immer am Wochenende vor, dass die Angst und Panik Oberhand gewinnt. Egal was ich mir den Tag über vornehme, es kommt zur Zeit immer Samstags, mal früher mal später. Manchmal, wenn ich mich zum Sport aufraffen kann, gehts mir danach besser, die innere Unruhe legt sich und fühl mich ausgeglichen.
Manchmal mache ich den Fehler, dass ich Alk. trinke wenn ich mich ganz schlecht fühle. Nach 30 Minuten gehts mir dann besser. Ich weiß, dass es ein Fehler ist, mir gibt das aber immer die Bestätigung, dass es vom kopf kommt und nicht organisch ist.

Plage mich nun schon seit gut 1,5 Monaten damit rum und habe leider erst am DO einen Termin bei meiner Psychologin.
Zr Zeit hab ich unheimliche Angst vor dem Sterben bzw. dem Tod, der Leere danach. Da habe ich dann ein furchtbar beklemmendes Gefühl in Brust und Bauch, oft auch nachts, dass ich aufwache und 1-2 Stunden nicht mehr einschlafen kann.
Wieso ist das am Wochenende immer so stark bei mir?

15.07.2012 07:40 • 21.05.2016 #1


18 Antworten ↓


HeikoEN
Zitat von WE-Panik:
ich bin nun seit 2006 Angst und Panik gestört

Willkommen im Club!

Zitat von WE-Panik:
Diesmal ist es irgendwie anderst, beim arbeiten unter der Woche bin ich meistens nur morgens hibbelig und ängstlich, meist legt es sich mit der Zeit und ich verbringe einen beschwerdefreien Tag.

Weil dann die Ablenkung da ist!?

Zitat von WE-Panik:
Gestern hatte ich dann wieder mal eine Panikattacke light von 5 Minuten. Es kommt allgemein immer am Wochenende vor, dass die Angst und Panik Oberhand gewinnt. Egal was ich mir den Tag über vornehme, es kommt zur Zeit immer Samstags, mal früher mal später. Manchmal, wenn ich mich zum Sport aufraffen kann, gehts mir danach besser, die innere Unruhe legt sich und fühl mich ausgeglichen.

Ja, völlig normal. Stresshormone werden abgebaut...

Zitat von WE-Panik:
Manchmal mache ich den Fehler, dass ich Alk. trinke wenn ich mich ganz schlecht fühle. Nach 30 Minuten gehts mir dann besser. Ich weiß, dass es ein Fehler ist, mir gibt das aber immer die Bestätigung, dass es vom kopf kommt und nicht organisch ist.

Nunja, so lange Du dich der Herausforderung gewachsen fühlst und den Punkt bewusst mitbekommst, an dem es zu viel wird, alles ok.

Zitat von WE-Panik:
Plage mich nun schon seit gut 1,5 Monaten damit rum und habe leider erst am DO einen Termin bei meiner Psychologin.

Gut so. Vielleicht steht ggf. innerlich etwas an, was Du so herausbekommst.

Zitat von WE-Panik:
Wieso ist das am Wochenende immer so stark bei mir?

Ist das nicht ziemlich logisch?

Ich meine, am Wochenende kommst Du und Dein Nervensystem zur Ruhe. Von daher eine relativ normale Reaktion, oder?

Und dabei ist nicht die bewusste Entspannung gemeint, die man erfährt, wenn man sich mal 10 Minuten auf den Stuhl setzt und nichts tut

Sport ist ja schonmal gut, welchen DU ja offensichtlich regelmäßig machst?

Aber Entspannung ist genauso wichtig. Was tust Du dafür? Machst Du Entspannungsübungen?

Man muss Angst und die zugehörigen, ggf. bedrohlich wirkenden, Körperreaktionen als Ungleichgewicht verstehen zwischen Stress und Entspannung.

Wird diese Grenze überschritten, entstehen Symptome.

Wer macht die Symptome?
Das Nervensystem!

Ist es beeinflussbar?
Nicht direkt.

Was kann man tun?
Entspannung, Freizeit, Sport, Hobbies, Spass und Freude.

Wie oft?
Regelmäßig!

Was gibt es sonst noch?
Positiv ist, dass Du Angst und Panik kennst und Dir somit klar ist, nicht zum Arzt zu rennen, sondern mit dem Programm erneut anzufangen, womit Du damals Angst und Panik schon erfolgreich hinter Dir lassen konntest. Also ist der Gang zur Psychologin genau richtig. Beglückwünsche Dich dafür, dass Du ein alter Hase bist und nicht verfällst in bekannte Verhaltensmuster, die bei Betroffenen so typisch sind.

15.07.2012 08:20 • #2



Angst und Panik am Wochenende?

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Hallo,
Danke schonmal, dass Du Dir die Mühe gemacht hast und so ausführlich zu antworten. Ich krieg das mit dem zitieren nicht hin, deshalb schreib ich einfach drauf los.

Zunächst nochmal ein Nachtrag, was ich vorhin vergessen hatte.

Ich habe auch in letzter Zeit Symptome der Derealisation, dass mir alles wie ein Film vorkam, die hatte ich sogar ein paar mal beim arbeiten, v.a. als es so heiß war hatte ich das.
Das Wetter, so rede ich mir zumindest ein, hat mir in den letzten Wochen auch zugesetzt.
Probleme mit Depers hatte ich eigtl erst wenige mal, bei PAs, ansonsten nicht.
Denke die DeRes kommt daher, dass ich mir gerade Gedanken über den Sinn unseres Lebens mache, wie alles entstand und wieso das so ist, wie wir uns so entwickeln konnten, ein Bewusstsein etc.
Hatte ja schon in 08 das Riesenproblem mit der Weite des Universums und der Unwissenheit darüber wie/wo/wer/was das überhaupt ist.


Die Theorie mit den Stresshormonen abbauen gefällt mir sehr gut, denn nach dem Sport gehts mir auch meistens gut.
Was ich aber nicht verstehe, wenn ich am WE relativ früh anfang mir Pläne zu machen, Wohnung putzen, evtl Solarium, evtl. Sport, Fußball schauen, Freunde treffen dann kommt das trotzdem, so als ob ich drauf warte und dann kommt es. Vor lauter Gedanken platzt mir ab und zu der Kopf: Thema abschalten.

Zitat:
Gut so. Vielleicht steht ggf. innerlich etwas an, was Du so herausbekommst.


Was meinst Du damit genau?

Zitat:
Nunja, so lange Du dich der Herausforderung gewachsen fühlst und den Punkt bewusst mitbekommst, an dem es zu viel wird, alles ok.


Ja, ich trinke nicht weil ich es brauch, die Anspannung, die Angst, die Nackensteife, die schweren Beine sollen weg. Ich trinke und hör dann auf wenns mir gut geht.
Wenn die PAs früh amen hab ich auch schon morgens getrunken, mir ist sowas unheimlich unangenehm, es behindert den ganzen Tag, Sport ist nur in Form von bissle Schwimmen möglich, aber ich krieg immer meine Bestätigung, dass es vom Kopf kommt und ich keine tödliche Krankheit habe.




Zitat:
Sport ist ja schonmal gut, welchen DU ja offensichtlich regelmäßig machst?


Ja Sport gehrt zu meinem Leben, ich will fit sein, schlank sein und mich gut fühlen.
FS ist leider derzeit ad acta gelegt, ich schwimme jetzt viel.
Als ich vor 4 Wochen vom Crosstrainer gestiegen bin, kamen mir meine Beine extremst wacklig vor, was normal ist, das hat jeder. Nur wenn man A/P gestört ist nimmt man das ganz anderst wahr. Beim Duschen auch mal. Mir gings gut, Kopf in den Nacken gelegt, und mir wurde schwindlig, dachte ich sterbe jetzt, die Duschen gehen in so ne Mulde, dass das Wasser besser abfliesst, ka ob es damit zusammenhängt.


Zitat:
Aber Entspannung ist genauso wichtig. Was tust Du dafür? Machst Du Entspannungsübungen?


Nixht viel, habe mir ein Nackenkissen gekauft, Wirkung ist zwar entspannend, aber nicht so sehr, als das es helfen würde. War einmal bei der Thai-Massage
Ich lese gerne, da kann ich in eine andere Welt abtauchen.
Atemübungen mach ich laienhaft, sprich einfach bewusst ein und ausatmen.

Hab letztens das Buch von Lucinda Bessett gelesen, das hat mir 0,0 geholfen. ich finde es sehr oberflächlich, wischi waschi und selbstherrlich. Wenn man liest was die Frau von sich schreibt und was sie trotzdem alles konnte (Fliegen, Reisen, Reden halten, unter Druck arbeiten etc.) kann ich ihr nicht abnehmen, dass sie sooooo stark betroffen war.
Für mich undenkbar, dank der angehängten Agoraphobie (Zum Glück nicht allzu ausgeprägt).

So das wars vorerst mal

15.07.2012 09:19 • #3


HeikoEN
Zitat von WE-Panik:
Ich habe auch in letzter Zeit Symptome der Derealisation, dass mir alles wie ein Film vorkam, die hatte ich sogar ein paar mal beim arbeiten, v.a. als es so heiß war hatte ich das.
Das Wetter, so rede ich mir zumindest ein, hat mir in den letzten Wochen auch zugesetzt.
Probleme mit Depers hatte ich eigtl erst wenige mal, bei PAs, ansonsten nicht.

Nunja, aber auch Depers. sind ein Symptom, die die Angstspirale erst richtig zum anlaufen bringt.

Und wie Du ja hoffentlich (?) über den Angstkreislauf weisst, ist das dannggf. schwer zu stoppen.

Zitat von WE-Panik:
Die Theorie mit den Stresshormonen abbauen gefällt mir sehr gut, denn nach dem Sport gehts mir auch meistens gut.

Nunja, was heisst Theorie.

Darum steht in jedem Angstbuch, das Sport bzw. eine körperliche Aktivität, regelmäßig ausgeführt werden soll.

Ich persönlich kenne mehrere Leute, die komplett seit Jahren symptomfrei sind, weil sie aktiv relativ viel Sport machen.

Sport bzw. Aktivität hat auch einen psychischen Nutzen. Es lässt das Vertrauen in den eigenen Körper und deren Funktionen zurückgewinnen!

Zitat von WE-Panik:
Was ich aber nicht verstehe, wenn ich am WE relativ früh anfang mir Pläne zu machen, Wohnung putzen, evtl Solarium, evtl. Sport, Fußball schauen, Freunde treffen dann kommt das trotzdem, so als ob ich drauf warte und dann kommt es. Vor lauter Gedanken platzt mir ab und zu der Kopf: Thema abschalten.

Tja, was soll ich sagen. Alleine Deine Aussage ist ja schon lehrbuchartig, ohne sich jetzt darüber witzig machen zu wollen.

Die Erwartungsangst, also die Angst vor der Angst, tut ihr selbiges dazu bei, dass Du in diesen Zustand dann kommst.

Und ich vermute mal grob, dass das Wochenpensum im Angestelltenverhältnis ein anderes Gefühl ist, als wenn Du am Wochenende für Dich zu Hause putzt, schrubbst oder aktiv bist.

Sprich, Du reisst Dich unter der Woche wirklich zusammen und am Wochenende, spätestens Freitag Abend, kommt das Gefühl von Wochenende hoch, bei dem dann aber wiederum die Angst vor der Angst auftritt.

Zitat von WE-Panik:
Zitat:
Gut so. Vielleicht steht ggf. innerlich etwas an, was Du so herausbekommst.


Was meinst Du damit genau?

Damit meine ich, dass ggf. etwas innerlich ansteht. Sowas wie Beziehungsprobleme, Probleme auf der Arbeit, Wechsel des Arbeitsplatzes, Probleme mit Freunden oder Eltern etc.

Also irgendwas innerliches, was man sozusagen schwanger trägt, aber nicht so richtig ran will.

Sowas kann auch psychische Probleme bzw. Symptome machen, weil es belastet.

Da kommt es auf die Resilienz an. Also die Kraft, die Du hast, sich gegen äußere Ereignisse zu wehren und standhalten zu können.


Zitat von WE-Panik:
Ja, ich trinke nicht weil ich es brauch, die Anspannung, die Angst, die Nackensteife, die schweren Beine sollen weg. Ich trinke und hör dann auf wenns mir gut geht.
Wenn die PAs früh amen hab ich auch schon morgens getrunken, mir ist sowas unheimlich unangenehm, es behindert den ganzen Tag, Sport ist nur in Form von bissle Schwimmen möglich, aber ich krieg immer meine Bestätigung, dass es vom Kopf kommt und ich keine tödliche Krankheit habe.

Schon morgens? Zur Beruhigung?

Naja, ich will und kann hier nicht als Moralapostel auftreten und setze voraus, dass Du bewusst genug bist zu erkennen, dass das problematisch ist.

Ich bin auch überzeugt, dass man Alk. zur Beruhigung nicht braucht und ehrlich gesagt, fände ich da ein passendes Medikament besser, weil es keine Gefahr läuft, körperlich abhängig zu machen. Psychisch vielleicht, weil man irgendwann glaubt, ohne das, geht es nicht mehr. Aber es ist ja etwas anderes, ein paar Tabletten in der Tasche zu haben, als den Flachmann.

Letztendlich und das weisst Du auch, macht man sich damit etwas vor.

Letztendlich weisst Du auch, dass nur die aktive Annahme des Problems eine Lösung bringt bzw. eine Veränderung.

Alk., Tabletten etc. sind nur beseitigen ggf. nur das Symptom, nicht die Ursache.

Zitat von WE-Panik:
Ja Sport gehrt zu meinem Leben, ich will fit sein, schlank sein und mich gut fühlen.
FS ist leider derzeit ad acta gelegt, ich schwimme jetzt viel.
Als ich vor 4 Wochen vom Crosstrainer gestiegen bin, kamen mir meine Beine extremst wacklig vor, was normal ist, das hat jeder. Nur wenn man A/P gestört ist nimmt man das ganz anderst wahr. Beim Duschen auch mal. Mir gings gut, Kopf in den Nacken gelegt, und mir wurde schwindlig, dachte ich sterbe jetzt, die Duschen gehen in so ne Mulde, dass das Wasser besser abfliesst, ka ob es damit zusammenhängt.

Schau, das Wichtige ist doch, Du erkennst das!

Von daher, alles gut!

Du weisst um die Umstände, dass das körperliche Reaktionen sind, wie ein Feuerwerk, die aber ALLE komplett ungefährlich sind.

Wichtig ist, die Angstspirale nicht starten zu lassen, kein Vermeidungsverhalten aufkommen zu lassen und sich bewusst darauf zu konzentrieren, dass das nur Warnhinweise sind für ein Ungleichgewicht.

Zitat von WE-Panik:
Zitat:
Aber Entspannung ist genauso wichtig. Was tust Du dafür? Machst Du Entspannungsübungen?


Nixht viel, habe mir ein Nackenkissen gekauft, Wirkung ist zwar entspannend, aber nicht so sehr, als das es helfen würde. War einmal bei der Thai-Massage

Ja und da wunderst Du dich?

Ich meine, wie entspannst Du dich denn aktiv nach einer arbeitsreichen und stressigen Woche?

Mit Hausarbeit am Samstag?

Mit Trubel und Feiern beim Fussball?

Entschuldige, aber das geht nicht. Da ist es doch kein Wunder, dass Dein Körper händeringend nach Entspannung schreit, oder?

Zitat von WE-Panik:
Ich lese gerne, da kann ich in eine andere Welt abtauchen.

Ok, das wäre körperliche Entspannung, weil Du dich nicht bewegst.

Zitat von WE-Panik:
Atemübungen mach ich laienhaft, sprich einfach bewusst ein und ausatmen.

Wie oft? Für 2 Minuten oder weniger

Atemübungen sind die einzige Möglichkeit, bewusst Einfluß auf das Nervensystem zu nehmen. Darum gehen z.B. fast alle Meditationen usw. über Atemübungen.

Allerdings muss man sowas regelmäßig, also ggf. täglich machen, damit man nach ein paar Wochen einen Nutzen davon hat.

Sagt Dir progessive Muskelentspannung etwas? Wenn nicht, google das mal.

15.07.2012 10:12 • #4


Zitat:
Tja, was soll ich sagen. Alleine Deine Aussage ist ja schon lehrbuchartig, ohne sich jetzt darüber witzig machen zu wollen.

Die Erwartungsangst, also die Angst vor der Angst, tut ihr selbiges dazu bei, dass Du in diesen Zustand dann kommst.

Und ich vermute mal grob, dass das Wochenpensum im Angestelltenverhältnis ein anderes Gefühl ist, als wenn Du am Wochenende für Dich zu Hause putzt, schrubbst oder aktiv bist.

Sprich, Du reisst Dich unter der Woche wirklich zusammen und am Wochenende, spätestens Freitag Abend, kommt das Gefühl von Wochenende hoch, bei dem dann aber wiederum die Angst vor der Angst auftritt.


Ja da ist auch wieder was dran. Vor allem weil Du (später) schreibst, die Angst kommt spätestens Freitag abends (auch wenn ich was unternehm).
Das stimmt, unter der woche Abends ist meist alles gut und Freitags kommt das Grübeln. das beruhigt mich wieder ein Stück mehr.

Zitat:
Damit meine ich, dass ggf. etwas innerlich ansteht. Sowas wie Beziehungsprobleme, Probleme auf der Arbeit, Wechsel des Arbeitsplatzes, Probleme mit Freunden oder Eltern etc.

Also irgendwas innerliches, was man sozusagen schwanger trägt, aber nicht so richtig ran will.

Sowas kann auch psychische Probleme bzw. Symptome machen, weil es belastet.

Da kommt es auf die Resilienz an. Also die Kraft, die Du hast, sich gegen äußere Ereignisse zu wehren und standhalten zu können.


Ja die (nicht vorhandene) Beziehung ist ein Problem.
Obwohl ich öfters mal Komplimente für Figur u. Äusseres kriege, bin ich schon sehr schüchtern und jetzt schon 2 Jahre beziehungsfrei. Die Angst erschwert es mir jetzt nat. zusätzlich den Mut zu fassen, das ist ein Teufelskreis

Zitat:
Schon morgens? Zur Beruhigung?

Naja, ich will und kann hier nicht als Moralapostel auftreten und setze voraus, dass Du bewusst genug bist zu erkennen, dass das problematisch ist.

Ich bin auch überzeugt, dass man Alk. zur Beruhigung nicht braucht und ehrlich gesagt, fände ich da ein passendes Medikament besser, weil es keine Gefahr läuft, körperlich abhängig zu machen. Psychisch vielleicht, weil man irgendwann glaubt, ohne das, geht es nicht mehr. Aber es ist ja etwas anderes, ein paar Tabletten in der Tasche zu haben, als den Flachmann.

Letztendlich und das weisst Du auch, macht man sich damit etwas vor.

Letztendlich weisst Du auch, dass nur die aktive Annahme des Problems eine Lösung bringt bzw. eine Veränderung.

Alk., Tabletten etc. sind nur beseitigen ggf. nur das Symptom, nicht die Ursache.


Ja schon morgens, aber nur am Wochenende, wenn ich so ein furchtbares Körpergefühl kriege, Hirn Matsch, Beine Matsch, schwindelig.
Morgens ein wenig, dann Pause, dann nach paar Stunden sport, und dann weggehn abends(einmal am WE). So sieht mein WE öfters mal aus.
Das gleiche hat mich schonmal aus dem Teufelskreis gebracht(und Sertralin).
Ich weiss selbst dasses nicht gut ist, aber wenn die Angst so dermaßen groß wird.....

Zitat:
Ja und da wunderst Du dich?

Ich meine, wie entspannst Du dich denn aktiv nach einer arbeitsreichen und stressigen Woche?

Mit Hausarbeit am Samstag?

Mit Trubel und Feiern beim Fussball?

Entschuldige, aber das geht nicht. Da ist es doch kein Wunder, dass Dein Körper händeringend nach Entspannung schreit, oder?


Das Thema wollte ich am DO mit meiner Psychologin besprechen, weil in die Richtung gibt es ausser Lesen und Sport( mich beruhigt und entspannt er) nicht viel.

Progressive ME ist das, alle Muskeln von unten nach oben nacheinander anzuspannen und wieder entspannen? Dann ja.

15.07.2012 10:36 • #5


HeikoEN
Zitat von WE-Panik:
Zitat:
Progressive ME ist das, alle Muskeln von unten nach oben nacheinander anzuspannen und wieder entspannen? Dann ja.

Ja genau.

Aber nicht erwarten, es zweimal zu machen und dann eine gefühlte Entspannung erwarten. So etwas muss man regelmäßig 14-Tage lang anwenden, bis man davon profitieren kann.

PME ist extra FÜR Angstpatienten sozusagen erfunden worden.

Und meine persönliche Erfahrung damit ist gut, wenn man es denn regelmäßig anwendet.

Vielleicht steht ja auch bald ein Urlaub bei Dir, so dass Du es in dieser Zeit machen kannst, um noch mehr zu entspannen und runterzufahren.

Nur so bleibt der Körper ja dauerhaft einsatzfähig.

Und für die Freizeit gilt sowieso, NICHTS mit Druck machen. Auch den Sport nicht, wenn Du schreibst, über einige Stunden machst Du den ihn. Setze Dich da nicht unter Druck, genauso wie mit einer Partnerwahl. Sehe es als Option und die richtige Kunst ist es, seinem eigenen Körpergefühl und Tagesform zu folgen...

15.07.2012 11:18 • #6


Sehr gut, Danke dass Du mich nochmal darauf aufmerksam gemacht hast.
Vielleicht bezahlt mir die KK einen Kurs um das richtig zu erlernene.
So viel ich eben gelesen habe, könnten dadurch auch die schweren Beine weggehn und auch uU die Nackenmuskulatur entspannt werden.

15.07.2012 11:33 • #7


Zitat von HeikoEN:
Und für die Freizeit gilt sowieso, NICHTS mit Druck machen. Auch den Sport nicht, wenn Du schreibst, über einige Stunden machst Du den ihn. Setze Dich da nicht unter Druck, genauso wie mit einer Partnerwahl. Sehe es als Option und die richtige Kunst ist es, seinem eigenen Körpergefühl und Tagesform zu folgen...


Das Problem ist, dass mich der Sport entspannt und es mir danach besser geht.
Ich muss anfänglich ein zwei Ängstchen überwinden, aber wenn ich drin bin, entspann ich automatisch. Wie Du vorhin geschrieben hast, versuch ich ja gerade dem Vermeidungsverhalten entgegenzuwirken so weit es geht. Ich bin eigentlich ein eher fröhlicher Mensch und versuch immer nicht zu weit in den Kreislauf der Angst reinzukommen. Manchmal geht es leider nicht.

Bei der OPartnersuche ähnlich. Ich krieg fast täglich gesagt, dass die Leute nicht verstehen, warum ich keine Frunedin finde. Das ist quasi indirekter Druck.

15.07.2012 11:37 • #8


Soooo nun war ich heute bei meiner Psychaterin.
Leider hatte ich diesmal kein so gutes Gefühl. Eher, dass Sie das eigentliche Problem nicht richtig ernstnimmt (da Vorgeschichte), vor allem meine Angst vor dem Tod und dem Sterben.
Habe wie früher Sertralin und Sulpirid bekommen.
Ersteres soll die dosis 75mg erreichen und Sulpirid 50-100 je nach Bedarf.
Auf mein interesse an PMR ging sie nicht näher ein.
Ich werde die Medikamente nehmen, da Sie bis auf Libidosenkung, keine großen NW bei mir haben.
Aber soll ich nochmal zu einem anderen Psychiater gehen? Die Wartezeiten sind hier teils 1-3 Monate

19.07.2012 17:38 • #9


HeikoEN
Zitat von WE-Panik:
Habe wie früher Sertralin und Sulpirid bekommen.

OK, wie auch zu erwarten, denn dafür ist der Psychater da.

Zitat von WE-Panik:
Auf mein interesse an PMR ging sie nicht näher ein.

Verständlich. Dafür ist meiner Meinung der Psychater auch die falsche Adresse.

Zitat von WE-Panik:
Aber soll ich nochmal zu einem anderen Psychiater gehen? Die Wartezeiten sind hier teils 1-3 Monate

Nein.

Kennst Du den Unterschied zwischen Psychater, Therapeut, Neurologe usw.?

Die sind alle für was anderes da

Ein Psycho-Therapeut wäre die richtige Adresse für Dich, der auch sicher PMR kennt und Dir ggf. weitere Tipps geben kann.

Allerdings kann der KEINE Medikamente verschreiben, weil er schlichtweg keine Ahnung davon hat

Aber er hat Ahnung von Therapie und wir man sozusagen kopfmässig an das Problem herangeht. Von daher, suche Dir einen, lasse Dich auf die Warteliste setzen. Vielleicht auch direkt zwei bis drei verschiedene Therapeuten. Da die Wartezeiten unterschiedlich sind bzw. auch mal Patienten abspringen, wären mehrere erfolgversprechender.

19.07.2012 17:52 • #10


Hmmm, nein, ich dachte immer der Neurologe wäre der, welcher mit Medis um sich schmeisst? Für was ist den der Psychiater da?
Da befass ich mich tagelang mit Symptomen, Hilfen, treib mich genausolang in Foren rum und bei der Arztwahl muss ich passen

19.07.2012 17:56 • #11


HeikoEN
Ein Psychiater hat eine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie. Psychiater kümmern sich in erster Linie um die körperliche Diagnostik und Behandlung psychisch kranker Patienten.

Sie stellen zum Beispiel körperliche Ursachen einer psychischen Erkrankung fest und verordnen Medikamente.

Psychiater bieten eher selten Psychotherapie an.

19.07.2012 18:23 • #12


Psychiater kümmern sich in erster Linie um psychische Krankheiten, deren Spektrum begrenzt sich aber meist auf die Behandlung der physischen Seite, sprich durch Medikamente.

Psychologen, Zusatz Psychotherapeut kümmern sich auch um psychische Krankheiten, habe aber einen anderen Behandlungsansatz als Psychiater (Verhaltenstherapie etc.).
Letzten Endes muss jeder selbst Entscheiden, wie er was behandeln lässt, auch Kombinationen beider Ansätze sind erfolgsversprechend.

Neurologen kümmern sich um Nervenerkrankungen etc., so zumindest mein Stand.

19.07.2012 20:43 • #13


Schlaflose
Zitat von deni1985:
Psychologen, Zusatz Psychotherapeut kümmern sich auch um psychische Krankheiten, habe aber einen anderen Behandlungsansatz als Psychiater Verhaltenstherapie etc.).


Der entscheidendste Unterchied zwischen Psychologen/Psychotherapeuten und Psychiatern ist, dass die ersteren keine Ärzte sind, während Psychiater zuerst Allgemeinmedizin studiert haben und sich danach zum Facharzt für Psychiatrie spezialisiert haben. Neurologen sind auch Facharzte, sind aber für rein körperliche Nervenerkrankungen zuständig wir z.B. Parkinson, MS, ALS usw. In vielen Fällen haben sie aber auch die Psychiatrie-Ausbildung und nennen sich Facharzt für Neurologie UND Psychiatrie. Manche von ihnen haben aber auch die Ausbildung zur Psychotherapie und bieten diese auch an.

Viele Grüße

20.07.2012 07:25 • #14


Na dann werde ich in nächster Zeit wieder einen Termin machen.
Ich würde schon gerne neben den Medikamenten etwas für mich und meine Innere Unruhe tun.
Heute in der Firma war ich wieder sehr zittrig, v.a. nach der Pause.
Morgens gings, dann hab ich beim atmen in der rechten Brust ein leichtes ziehen gehabt (Bin Raucher und logischerweise ein Hypochonder ) und es hat mich wieder erwischt.
Wollte von der Lorazepam aber absehen (hab 4 als Notfallmedi gg. PA bekommen 1mg).
Mal sehen was das WE so bringt.

Danke für eure Aufklärung übrigens.

P.S.: Vertragen sich Sertralin und Ibuprofen. Hatte heute morgen 400mg Ibuprofen gg. die Kopfschmerzen genommen.

20.07.2012 15:26 • #15


Hallo nochmal,

gibt es im Netz gute Seiten um Atemtechniken selbst zu erlernen?

21.07.2012 10:57 • #16


Gibts hier erfahrene Atmer die folgende Seite bewerten können?

http://angstportal.de/Kategorie/Hilfe-z ... mtherapie/

22.07.2012 12:29 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

und peng,
nach einiger Zeit hab ich derzeit wieder einen Rückfall
Zwischendurch ging es mir wieder recht gut, hatte auch ne recht hohe Stressrestistenz.
Die letzten 2 Wochen waren leider zuviel.
Nunja, was soll man auch machen

14.10.2012 12:58 • #18


Hallo WE-Panik,
Ich habe dein Problem hier gefunden und wollte fragen wie es dir heute damit geht und was du dagegen getan hast, weil ich ziemlich genau das selbe Problem habe.
Danke im Voraus.

20.05.2016 23:46 • #19



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