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201102.06




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Hallo,

ich hoffe jemand hier hat Erfahrung/Ahnung bezüglich Unruhe, Angst bis zur Panik in Verbindung mit einer Schilddrüsenüberfunktion.

Ich leide seit ca. 5 Jahren an den oben genannten Beschwerden die unabhängig von Situationen, Tageszeiten o.ä. auftreten und dann sehr lange andauern. Man könnte sagen phasenweiser Verlauf oder so.
Dann wurde ich schwanger und die Beschwerden wurden deutlich schlimmer. Ich hatte grosse Zweifel ob ich diese Schwangerschaft durchstehe. In der 13.Woche fiel dann plötzlich eine deutliche Schwellung am Hals auf und auf mein Drängen wurde die Schilddrüse untersucht. Eine Überfunktion. Man teilte mir mit, das dies die Ursache für meine psychischen Probleme seie und ich kein Paroxetin (10mg) mehr einnehmen soll.
Die Überfunktion könne aus Rücksicht auf das ungeborene Kind aber auch nicht behandelt werden....
Jetzt stehe ich da... schwanger in der 17.Woche, häufig unruhig, ängstlich oder panisch, fühle mich gar nicht wohl, soll es aushalten und auf Jod verzichten (hat das mal jemand geschafft, sich ohne jod zu ernähren, tell me how!!)
Nach der Entbindung müsse dann aber umgehend operiert werden...

Ich hätte grosse Lust meine Schwangerschaft zu geniessen, mich aufs zweite Baby vorzubereiten und ein bisschen zu freuen. Stattdessen Angst u Panik, Unruhe, Schwitzen, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen und so weiter.

Bitte, falls jemand einen Tip hat was ich mit meiner Schilddrüse mal machen kann, lasst es mich bzw uns wissen. Ich wäre sehr dankbar!!

Liebe grüsse!

Auf das Thema antworten


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  02.06.2011 16:22  
Hallo meine Liebe

und erstmal herzlichen Glückwunsch! Eine Schwangerschaft und die Freude auf das neue kleine Bündel Leben ist ja immer was tolles, da kann das Herz ruhig mal rasen (allerdings vor Freude).

Nun zu Deinem Problem. Ich selbst hatte eine Schilddrüsenüberfunktion, die mit im Alter von 12 Jahren diagnostiziert wurde. War immer ein hypernervöses, ängstliches und spindeldürres Kind. Hab dann 5 Jahre Medikamente dagegen bekommen, da sich aber ein Kropf gebildet hat, wurde ich mit 17 Jahren operiert und habe seitdem eine Schildrüsenunterfunktion, da nicht mehr viel Restgewebe übriggeblieben ist. Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis die Schilddrüse richtig eingestellt war und JAAA vier Jahre später, hab ich die Panikstörung parallel entwickelt, weil die medikamentöse Einstellung nicht ausreichend war.

Also, bei Schilddrüsenfehlfunktionen, egal ob Über- oder Unterfunktion (aber nervöses Verhalten mit Angst öfter bei Überfunktion) können Angstzustände auftreten. Das muss nicht zwangsläufig heißen, dass Du auch eine entsprechende Störung wie ich entwickelst. Wirst Du vielmehr medikamentös richtig eingestellt, verschwinden die Symptome auch mit der Zeit (da braucht es aber etwas Geduld) und auch die Angst und Panik gehen wieder weg. Anfang des Jahres war ich zu hoch eingestellt, hatte quasi medikamentös bedingt auch eine Überfunktion und da ging es mir gar nicht gut, da die Panikattacken dann stärker kommen. Deswegen ist es wirklich WICHTIG, dass Du Deine Schilddrüse optimal behandeln lässt.

Kann eigentlich nur den Kopf schütteln über Deine Ärzte. Die Schilddrüse muss immer richtig eingestellt sein und gerade in der Schwangerschaft ist das wichtig (auch bei Frauen ohne Schilddrüsenfehlfunktion können da Probleme mit der Schilddrüse auftreten, die Schilddrüse ist ja die "Hormonzentrale" des Körpers und da der in der Schwangerschaft genügend Hormone produziert, kann die Schilddrüse schon mal wankelmütig werden)

Also mein Rat: Die Schilddrüse muss defintiv untersucht und medikamentös behandelt werden. Bei welchem Arzt warst Du denn? Hausarzt reicht da nicht aus. Geh bitte umgehend zu einem Internisten und schildere Deinen Fall erneut. Der wird Dich dann medikamentös einstellen und Du musst wahrscheinlich engmaschig (alle 6 - 8 Wochen) immer zur Kontrolle ob die Dosis reicht.

Keine Angst, Du musst Dich nicht mit dem ganzen Kram rumquälen, du brauchst nur den richtigen Arzt. Meine Schwester hat auch eine Schilddrüsenunterfunktion und musste regelmäßig die Werte kontrollieren lassen, hatte aber (weil alles gut eingestellt und regelmäßig kontrolliert wurde) eine superschöne Schwangerschaft und inzwischen schon einen wunderschönes und gesundes Mädchen.

Also, mach Dich bitte nicht verrückt, aber die Schilddrüse sollte in jedem Fall behandelt werden, nicht nur für Dein Kind sondern gerade auch für Dich.

Lass Dich bitte zu einem Internisten überweisen und dann klärt sich alles auf.

Hoffe ich konnte Dir helfen und hab Dich nicht allzu stark verunsichert.

LG ckbe



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Saarland
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  02.07.2014 00:52  
Nochmal als kurze info: ich bin seit ca. 6 monaten auf grund von Angst und Panikzuständen krankgeschrieben und in Behandlung. Ich habe schon einen kleinen ärztemarathon hinter mir...

Beim hausarzt wurde bei der blutentnahme der tsh wert bestimmt und laut arzt war dieser in der norm. Nach einer heftigen attacke bin ich auch mal für 5 tage im krankenhaus gelandet. Dort wurde aber nur nach dem herz und kreislaufsystem geschaut. Auch alles ok.
Ingesamt hab ich von 3 ärzten die diagnose der angst und panikstörung erhalten... Ok, ich hätte damit auch leben können... Aber ich bekomme immer wieder diese schübe.

Folgende symtome machen mir das leben inzwischen wirklich schwer:
- Das gefühl als hätte ich schleim im hals (es kommt nichts raus beim versuch abzuhusten)
- Ständig das gefühl dass der hals dick wäre oder etwas die luftröhre einengen würde (manchmal denke ich dass meine halsmuskulatur total anspannt ist)
- Ängste
- Attacken die sich in einem art schub äussern – das gefühl erinnert an ein kreislaufabsacker verbunden herzrasen und bewegungsdrang (ich bekomme angst dass ich zusammenbreche und laufe deswegen in panik hin und her! Aber die panik resultiert aus diesem kreislaufgefühl)
- hin und wieder heiserkeit
- depressionen (wobei ich nicht weiss ob das eine depression war, aber ich war total niedergeschlagen, mich hat es richtig ich die couch gedrückt und ich hatte weder appetit noch wollte ich sprechen)
- schwächegefühl so dass ich kaum kraft hatte mich zu bewegen, hatte ganz schwache beine.
- manchmal totales zittern am ganzen körper ohne einen grund zu haben (nervöses zittern)

Nach 2 tagen bettruhe kommt meistens der appetit zurück und meistens bin ich dann wieder im stande das bett zu verlassen und etwas zu unternehmen.

Jeder bescheinigt mir dass ich gesund bin und dass es die psyche ist – was man auch nicht ausschließen sollte. Aber ich finde dass sich die ärzte nach nem ekg, lugenfunktionstest, abhören und blutentnahme schnell für die diagnose "psychisch krank" entscheiden.

Daher meine frage an euch: wie genau fühlen sich eure schübe an? Kommen die obigen symtome jemandem bekannt vor? Kann es sein dass doch die schilddrüse für meinen leidensdruck verantwortlich ist?

Liebe grüße



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  03.07.2014 23:34  
Hallo belight,

die Symptome , die du genannt hast, zumindest viele davon habe ich auch. Bei mir ist es nicht die Schilddrüse , sondern die Psyche..Aber ich bezweifle das auch immer wieder. Hast du deine Schilddrüse schon untersuchen lassen?



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Saarland
44
  03.07.2014 23:43  
Ja, aber es wurde ledigloch der tsh wert bestimmt. Sonst nix, kein ultraschall, keine ft3 und ft4 hormone...

Es ist so schwer daran zu glauben dass wirklich nichts organisches dahinter steckt...



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  03.07.2014 23:47  
Warum gehst du dann nicht zu einem Facharzt für deine Schilddrüse? War der tsh wert in Ordnung?
Ja ,es ist schwer daran zu glauben und das ist unser Problem. Kannst du dir deine Ängste anders erklären? Woher sie kommen?

Danke1xDanke


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Saarland
44
  03.07.2014 23:53  
Beim Endokrinologen dauert es 4 Wochen bis ich einen Termin bekomme (blöde Wartezeiten) und der tsh wert war in Ordnung, ja. Daher wurde auch nicht weiter nachgeforscht... :(



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Saarland
44
  04.07.2014 01:06  
Jein... Ich könnte es mir evtl. vorstellen, aber ich weiss nicht wirklich ob es auch daher kommt. Schwer zu sagen...



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  09.07.2014 18:31  
Ich habe seit sieben Jahren Probleme mit meiner Schilddrüse.
Damals war ich entweder dauermüde (bin zwischendurch tagsüber einfach eingeschlafen) oder Übernervös (die Zustände wechselten stark), hatte Haarausfall, Schlafstörungen und übelste Stimmungsschwankungen... Der TSH war lediglich an der oberen Grenze des Normbereiches zur Unterfunktion, ft3 und ft4 unauffällig. Normal nichts was man behandeln müsste.
Zum Glück war meine Hausärztin ein Fuchs und hat Antikörper gegen die Schilddrüse bestimmen lassen - siehe da, die waren sehr deutlich vorhanden.
Diagnose: Hashimoto. Seitdem nehme ich Thyroxin um meine Schilddrüse ruhig zu halten.
So eine Autoimmunerkrankung kann auch viele Symptome hervorrufen und häufig reicht es leider nicht aus nur TSH und Hormone zu überprüfen...



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Fehmarn
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  31.05.2015 10:57  
Ich hab mal ne Frage, leide auch an Angst und Panikattacken. Herz wurde schon mehrmals untersucht, zuletzt letztes Jahr mit Schilddrüse (Großes Blutbild wurde gemacht) weil ich mit angab, das meine Haare dünner geworden sind neben den Herzgeschichten. Mein Herz ist in Ordnung und auch mit der Schilddrüse war nichts, nur liest man immer, dass manche Ärzte mit den Schilddrüsenwerten gar nichts anfangen können, stimmt das? Kann ich doch was mit der Schilddrüse haben nur ich weiss es nicht, bzw. kann sich eine Schilddrüse nach einem Jahr so verändern, dass sich eine Unter/Oberfunktion entwickelt hat? Bin gerade so niedergeschlagen die Tage. Weiss einfach nicht mehr weiter was mit mir los ist. Auch hab ich Angst künstliche Hormone zu nehmen. Schlimm mit mir :seufzen


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