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Zephyr

Zephyr

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Hallo,

das klingt seltsam, aber gerade hatte ich die Angst über eine Angstattacke zu schreiben.
Aber ich weiß nicht, wie ich es besser erklären soll, ohne sagen zu müssen, um welche andere Angstattacke es sich gehandelt hat.

Hat da jemand eine Idee zu? Kennt das jemand?

Ich frage mich, ob es vielleicht sogar ganz sinnvoll ist, diese Angst zu haben. Vielleicht will ein Teil von mir darüber gar nicht schreiben? Nicht jede Angst muss automatisch ein Problem sein, wie ich denke.

LG
Zephyr

28.08.2019 18:10 • 03.09.2019 #1


10 Antworten ↓


Safira

Safira


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Du wolltest gerade über deine Angst schreiben und hast Angst vor dem darüber Schreiben bekommen?
Hast du denn gerade mitten in deiner Attacke gesteckt? Dann wundert mich das nicht. Wie geht es dir denn jetzt?

28.08.2019 18:15 • x 1 #2


Änäynis


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Bevor ich meinen ersten und auch einzigen beitrag hier eröffnet habe fand ich es auch komisch darüber zu berichten, allerdings hab ich super hilfe bekommen. Wenn die angst, darüber zu schreiben überwiegt, kannst du auch keine hilfe bekommen.
Darüber zu reden hilft/beruhigt enorm.

28.08.2019 18:16 • x 3 #3


Zephyr

Zephyr


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@Safira
Ja.
Nein, diese Attacke ist schon etwas länger her, dennoch wirkte sie noch mit innerer Unruhe länger nach.
Aber selbst ohne diese Unruhe geht es nicht, darüber zu schreiben.

@Änäynis
Das sehe ich generell auch so. Normalerweise habe ich ja keine Angst davor, über etwas zu schreiben. Nur in diesem Fall habe ich Angst, dass ich dadurch etwas bewirken könnte, was mir nicht gut tut.

28.08.2019 18:25 • #4


Änäynis


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Ich denke nicht dass etwas bei rumkommt was dir schadet. Es hilft dir bestimmt.

28.08.2019 18:30 • #5


Zephyr

Zephyr


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Durchaus möglich. Dennoch ist die Angst momentan zu groß. Vielleicht ist es einfacher, wenn ich mal ein paar Nächte darüber geschlafen habe. Vielleicht ist bis dahin diese andere Angstattacke auch gar nicht mehr so wichtig, denn diese ist sowieso äußerst selten.

28.08.2019 18:33 • #6


Zephyr

Zephyr


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Okay, heute ist die Unruhe wieder etwas aufgekommen. Aber nicht mehr so arg wie zuletzt. Doch sobald ich daran denke, darüber zu schreiben, bleibt noch die Angst davor. Vermutlich muss ich noch länger warten.

29.08.2019 09:48 • #7


Trulla65

Trulla65


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Hast du vielleicht Angst, die Panikattacke kommt wieder sobald du schreibst ?
Hast du vielleicht Angst, du könntest belächelt werden, wenn du über deine Angst schreibst ?
Das brauchst du in diesem Forum nicht zu befürchten.
Nur Mut. Reden / schreiben hilft meistens.

29.08.2019 12:21 • x 2 #8


Zephyr

Zephyr


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Zwei mal nein.

Ich schrieb eine Antwort, habe diese aber nun doch wieder im Entwurf gespeichert. Die Angst ist einfach immer noch zu groß. Ich kann nur soviel sagen, Ausgangspunkt ist ein traumatisches Erlebnis, welches mein Leben zerstörte. Ich will nicht, dass das wieder passieren wird, indem ich unbewusst etwas falsches sage/schreibe.

01.09.2019 04:03 • #9


Zephyr

Zephyr


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Details zum Trauma: Ich schrieb in einem Chat etwas, was eine Moderatorin an die Polizei meldete. Kurz bevor ich schlafen gehen wollte, stand diese plötzlich in meinem Zimmer. Mir war sofort klar, das ist nun eine sehr heikle Situation, in der ich freundlich und kooperativ sein muss. Ich bat als erstes darum, meine freilaufenden Haustiere in ihren Stall bringen zu dürfen. Doch direkt nachdem ich diese Bitte stellte, packte mich einer, und zwang mich mit einen speziellen Griff unter Schmerzen in die Knie und dann auf den Boden. Ich wurde gefesselt und weinend abgeführt. Ich wurde damit psychisch zerstört und schwer traumatisiert.

Auch wenn ich es nun sehr sachlich schildere, es ist ein sehr schweres traumatisches Erlebnis gewesen!

01.09.2019 04:20 • #10


Zephyr

Zephyr


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Hmm, zeitweise scheine ich leicht paranoid zu sein. Aber nur wenn ich daran denke. Die Lösung ist wohl ganz einfach, nicht daran denken. Oder mit Logik an die Sache heran gehen. Oder den gedachten Worst-Case Fall bewusst im Kopf durchspielen und dabei analytisch die Fehler finden. Darin bin ich sehr gut. Spielte schon viele teils völlig absurde Szenen gezielt im Kopf durch, in so einer Art Tagtraum - sehr detailiert. Dadurch lassen sich viele unbegründete Ängste auflösen. Entweder weil es Fehler (Logikfehler) in jenen Szenarien gibt, oder weil ich dann ja das fiktiv erlebt habe und daher weiß, wie ich reagieren muss. Beispielsweise, wie reagiere ich, wenn mich am Bahnsteig jemand mit einem Messer angreifen will. Dazu habe ich schon sehr viele Szenarien durchgespielt und unzählige Faktoren berücksichtigt. Damit war das Thema abgehakt und aus meinem Kopf. Zudem gewinnt man dadurch neue Erkenntnisse und Erfahrungen, ohne es je wirklich erfahren zu haben. Im Bezug zur Angst vor der Angst über etwas zu schreiben, ist meine Erkenntnis, dass diese in Ordnung ist. Wichtiger ist die ursächliche Angst und leichte Paranoia aus dem Kopf zu bekommen, ehe sie zuviel Raum einnehmen kann.

03.09.2019 13:11 • #11



Dr. Christina Wiesemann


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