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JasmineLeah95

JasmineLeah95

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Hallo,

ich bin neu hier und habe mich gerade mal durch die Threads geklickt, leider aber kein Thema gefunden, welches so genau zu meinem Anliegen passt.

Kurz zu mir, ich bin 21 Jahre alt, Studentin und leide unter einer Agoraphobie und unter einer sozialen Phobie. Mir wird speiübel sobald ich einen Supermarkt betrete oder allgemein unter Menschen bin, zudem bekomme ich starkes Herzrasen und mir wird ganz schwindelig. Ich gehe nicht zur Uni und nicht zu Arbeit, es schränkt mein Leben derzeit also enorm ein.

Was mich im Moment aber am allermeisten beschäftigt ist der Gedanke daran, auch bald meinen Freund deswegen zu verlieren. Wir sind zusammengekommen als meine Angststörung gerade angefangen hat, richtig schlimm zu werden. Er ist immer für mich da, sehr fürsorglich und verständnisvoll. Allerdings kann ich im Gegenzug absolut nichts mit ihm unternehmen. Den Kinobesuch musste ich vorzeitig abbrechen, im Restaurant halte ich es keine fünf Minuten aus und ich kann mich noch nicht mal über längere Zeit mit seinen Freunden in einem Raum aufhalten. Ich versuche es für ihn sehr regelmäßig, allerdings meist ohne großen Erfolg.

Ich hätte ganz großes Verständnis dafür, wenn ihm das bald zu viel wird und er sich nach einer gesunden, "normalen" Freundin umsieht. Allerdings habe ich genau davor (natürlich) auch ganz große Angst...

Zwar gehe ich seit ein paar Wochen zur Therapie, allerdings hat mir die Therapeutin auch jegliche Hoffnung genommen, dass ich so bald wieder die alte, unternehmenslustige und lebensfreudige Person werde, die ich mein Leben lang war. Es braucht eben seine Zeit...

Meine Frage ist ob es hier jemanden gibt, der in einer ähnlichen Situation war.
Hat die Beziehung gehalten? Gibt es irgendetwas, das ich tun kann um mich wenigstens an seine Freunde zu gewöhnen?
Wie seid ihr allgemein in der Partnerschaft mit der Krankheit umgegangen?

Vielen lieben Dank für eure Antworten und liebe Grüße,
Jasmine

09.04.2016 16:13 • 13.04.2016 #1


3 Antworten ↓


Soulbound

Soulbound


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Es wird schon wieder, alles immer Optimistisch betrachten.
Es geht immer weiter im Leben, immer.

09.04.2016 16:31 • #2


Blümchen95


Hallo
Ich habe das selbe Problem. Treffe mich mit meinem Freund eigentlich so gut wie nur noch zu Hause. Eigentlich auch fast nur bei mir, da ich bei ihm meine erste Panikattacke hatte und mich deshalb dort sehr unwohl fühle :/
Restaurant vor allem fällt mir sehr schwer, weggehen abends geht gar nicht mehr. Er hat mich halt "leider" auch noch ganz normal kennengelernt. Da haben wir viel unternommen.
Mehr als sagen, dass du nicht allein bist, kann ich im Moment leider nicht Aber ich bin guter Dinge, dass ich (und du bestimmt auch) wieder zu meiner normalen Form zurückfinden kann.

12.04.2016 21:52 • #3


Dr Med Gonzo


Hallo Zusammen und herzlich willkommen hier im Forum.

Also bei mir gingen die Panikattacken und die Ängste so richtig los als ich mit meiner damaligen Freundin zusammen gewohnt habe, zu der Zeit hatten wir auch schon einen gemeinsamen Umzug hinter uns und alles war perfekt.
Tja und dann kam die Angst, Panik, Einschränkungen ohne Ende und eine lange Wartezeit bis zur ersten Therapie. Dazu noch der Kampf darum den Job behalten zu dürfen. War keine leichte Zeit.
Habe meiner Freundin dann nach der Therapie einen Antrag gemacht. Ja was soll ich sagen, wir sind immer noch verheiratet. In guten wie in schlechten Zeiten - und zur Zeit ist es bei mir wieder eher schlechter.
Meine Meinung ist folgende, wenn ein Partner nicht mit der Krankheit des Partners klar kommen kann oder diese nicht akzeptieren will, dann war er/sie ohnehin nicht der/die richtige. So traurig das auf den ersten Blick auch ist, jedoch denkt immer dran -Life goes on!

13.04.2016 12:41 • x 1 #4



Dr. Christina Wiesemann