Hi,
bei Dir ist es genau andersrum,als es bei mir immer war.Ich wollte immer Auto fahren,sie haben mich immer interessiert und ich konnte mich im Auto ausleben,was ich außerhalb des Blechkäfigs nicht konnte.
Ich empfand und empfinde,es als sehr angenehm,die Welt mit ihren Menschen am Äußeren meines Wagens vorbeiziehen zu lassen und sie auf Distanz zu halten.
Sollten sie mir zu nahe kommen und mir ist nicht danach,steige ich aufs Gas und bin weg,leicht übertrieben ausgedrückt.
Durch mein Interesse und meine Begeisterung für dieses Thema,von frühester Jugend an,sind meine "Fahrfähigkeiten" deutlich über dem Durchschnitt,auch wenn ich weiß,daß das jetzt arrogant und eingebildet klingt.
Genug von mir gelabert.Es ist im Prinzip,wie immer bei unseren geliebten Phobien:"Willst Du die schei. erträglicher machen,stell Dich der Angst."
Die Herangehensweisen sind wie die Menschen selbst,mannigfaltig und sehr verschieden.
Meine Empfehlung wäre,die Maschine Auto näher kennen zu lernen.
Wobei ich nicht unbedingt die technischen Grundlagen meine (es sei denn,es hilft Dir),sondern das Verhalten und die Fähigkeiten die so ein Gerät bietet.
Fahrsicherheitstraining wurde schon genannt,wobei die logische Anwesenheit Anderen,mich stets davon abgehalten hat,an so einem Event teilzunehmen (wie gesagt,mich).
Ich weiß nicht wie die Möglichkeiten bei Dir aussehen,aber ein abgelegener Parkplatz oder eine größere Fläche z.B. in einem Industriegebiet,wären schon eine coole Location.
Dort versuchst Du dann verschiedene Fahrmanöver,die du zuvor noch nie versucht hast.
Natürlich nicht allein,Du schreibst ja Dein Freund hat was drauf,also lasst es knacken.
Am besten im Regen,Schnee geht auch.Versuche einfach mal,das Auto mit ziehen der Handbremse ins rutschen zu bringen,oder lass mal die Reifen durchdrehen,Vollbremsungen machen mit ABS-Eingriff,einfach Situationen erzeugen die im normalen Fahralltag nicht entstehen.Stell Dich neben eine Landstrasse und beobachte den Verkehr der Dir entgegenkommt.Nimm Dein Handy o.ä. und stoppe die Zeit,bis er Dich erreicht hat.Versuche die Zeit zu schätzen und vergleiche sie mit der gestoppten.Sei kreativ.
Ich hoffe Dein Freund kann Dir dabei unterstützend zur Seite stehen.
Solltest Du ihn allerdings nach jedem Fahrmanöver beruhigen und trösten müssen weil ER weint,empfehle ich Dir für den Fahrunterricht einen anderen Beifahrer.
Aus der Ferne ist es immer schwer Tipps zu geben und ich weiß auch nicht,ob Dir diese Herangehensweise überhaupt etwas bringt.
Aber Übung macht den Meister,auch und erst recht im Umgang mit der Angst.
bye