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Icefalki
@PeterParker , meiner Meinung fehlt jedem Angsterkrankten das Urvertrauen. Dieses innere Gefühl, wird schon alles wieder gut, ich Krieg das schon wieder hin.

Mag auch sein, dass wir gelernt haben, dass dieses Funktionieren, das nach aussen als gesund und leistungsbereit dazustehen, uns über unsere Kräfte gebracht hat. Denn die Angst ist doch nix anderes, als um unser Leben zu fürchten, egal, wie sie sich für den einzelnen nun darstellt.

Ich denke, hier könnte man darüber nachdenken. Was in aller Welt wäre so schlimm, tatsächlich den Abgang zu machen. Klingt echt blöd, aber darüber habe ich wirklich nachgedacht. Und wenn ich schon die Welt verlassen müsste, was könnte ich dagegen tun? Gar nix, oder?

Interessant war dann, dass ich bei diesen Gedanken mehr das Gefühl hatte, dass mich diese Situation gar nicht wirklich treffen darf, weil das so schrecklich ist, dass das nur Angst macht. Insofern blieb ich in dieser Schleife von nicht akzeptieren wollen - überhaupt nicht können, unfassbar - und reiner Hilflosigkeit und diesem innerlichen Kampf, Überleben zu müssen.

Ich kann das nicht mal richtig beschreiben, denn eigentlich ging es mehr um meine Hilflosigkeit im Leben, das sich dann als Todesangst gezeigt hat. Total schräg.

Ich musste Antidepressiva nehmen, um raus aus diesem Gefühlschaos zu kommen und an meiner Hilfosigkeit arbeiten zu können. Hab daher festgestellt, dass ich ein Mensch bin, der ohne Kontrolle ziemlich schlecht aussieht. Und deshalb immer Plan B brauche. Und wenn Plan B nicht funktioniert, wird es eng.

Plan B heisst, was ich nicht kann, oder nicht will, mache ich nicht. Damit komme ich klar. Allerdings nicht damit, wenn von aussen Situationen kommen, die nicht zu ändern sind. Als Kontrollfreak falle ich dann ins Nichts. Und damit muss ich leben. Leider.

01.12.2019 15:01 • x 6 #21


A
Hast du eine Agarophobie? liebe Grüße

01.12.2019 15:17 • #22


A


Alles probiert - nichts hilft gegen Angst und Panik

x 3


Tabe77
Zitat von Icefalki:
@PeterParker , meiner Meinung fehlt jedem Angsterkrankten das Urvertrauen. Dieses innere Gefühl, wird schon alles wieder gut, ich Krieg das schon wieder hin. Mag auch sein, dass wir gelernt haben, dass dieses Funktionieren, das nach aussen als gesund und leistungsbereit dazustehen, uns über unsere Kräfte gebracht hat. Denn die Angst ist doch nix anderes, als um unser Leben zu fürchten, egal, wie sie sich für den einzelnen nun darstellt.Ich denke, hier könnte man darüber nachdenken. Was in aller Welt wäre so schlimm, tatsächlich den Abgang zu machen. Klingt echt blöd, ...


Bei mir ist das so, das ich durch die zweite PA das Vertrauen in meinen Körper verloren habe, und das jetzt wieder zurück bekommen muss. Stück für Stück. Was mir Angst macht sind die Täglichen Symptome, und das man umkippt, Anfall bekommt,...

Das Urvertrauen muss wie du sagst wiederhergestellt werden

01.12.2019 15:51 • #23


A
Ja habe ich bei Agoraphobie auch,mir helfen Medis und Therapie,doch bei einer sehr stressigen Situationen kommt es Ansatzweise zurück. Lg

01.12.2019 16:06 • x 2 #24


Icefalki
Zitat von Akinom:
Hast du eine Agarophobie? liebe Grüße


Ich weiss nicht richtig. Zum Schluss hatte ich vor allem Angst. Und dann bekam ich eine Depression.
Hypochondrie habe ich mir wirklich bewusst nicht auch noch erlaubt. War aber nahe dran. Da ich aber meinen Zustand als reine Panik erlebt habe, hab ich nicht viel im Körper verspürt, ausser eben diese Adrenalinausbrüche in allen Variationen. Wusste aber, dass das mit der Angst/Panik zu tun hatte.

War echt die Hölle, aber wem sag ich das.

01.12.2019 16:56 • x 3 #25


Hoffnungsblick
Zitat von Icefalki:
Denn die Angst ist doch nix anderes, als um unser Leben zu fürchten, egal, wie sie sich für den einzelnen nun darstellt.

Ich denke, hier könnte man darüber nachdenken. Was in aller Welt wäre so schlimm, tatsächlich den Abgang zu machen.


Sehe das auch so, dass schlimme Angst letztlich Todesangst ist. Mir haben hier auch Filme über Nahtoderfahrungen geholfen.

Aber es ist auch in gleicher Weise die Angst vor dem Leben. Wahrscheinlich ist die Angst vor dem Tod in letzter Konsequenz dieselbe Angst wie die vor dem Leben. Es geht um Liebe. Das haben mir die Filme über Nahtoderfahrungen gezeigt.

02.12.2019 19:19 • x 4 #26


PeterParker
....was kann man tun?
Wie bekommt man Vertrauen zurück? Kann man sich das wirklich alles alleine geben?
Nur noch schonen und ja keine extremen Ängste aufkommen lassen? Weil sich dann alles nur noch weiter verfestigt?

Wie kann ich lernen das mir nichts passiert? Wer kann mich unterstützen?

Tut mir leid, ich bin etwas verzweifelt. War heute zwei Stunden draußen, nicht so sehr weit weg von zu Hause, hatte keine extreme Panik, aber ich laufe fast nur noch unter Anspannung rum. das kann es doch auch nicht sein?

Was hilft euch? Klinik? Welche?
Therapeut? ist das zu wenig? Kann man irgendwo anrufen? Freunde? Selbsthilfegruppe?

Viele liebe Grüße

16.12.2019 21:09 • x 1 #27


Tabe77
Zitat von PeterParker:
....was kann man tun? Wie bekommt man Vertrauen zurück? Kann man sich das wirklich alles alleine geben? Nur noch schonen und ja keine extremen Ängste aufkommen lassen? Weil sich dann alles nur noch weiter verfestigt?Wie kann ich lernen das mir nichts passiert? Wer kann mich unterstützen?Tut mir leid, ich bin etwas verzweifelt. War heute zwei Stunden draußen, nicht so sehr weit weg von zu Hause, hatte keine extreme Panik, aber ich laufe fast nur noch unter Anspannung rum. das kann es doch auch nicht sein? Was hilft euch? Klinik? Welche?Therapeut? ist das zu wenig? Kann man irgendwo anrufen? Freunde? Selbsthilfegruppe?Viele liebe Grüße


Seit wann hast du es? Ich seit 5 Monaten. Leider auch noch keine Lösung gefunden. Erst malbschsuen ob es was körperliches ist. Wenn nicht geht es weiter

16.12.2019 21:25 • #28


M
Zitat von PeterParker:
....was kann man tun? Wie bekommt man Vertrauen zurück? Kann man sich das wirklich alles alleine geben? Nur noch schonen und ja keine extremen Ängste aufkommen lassen? Weil sich dann alles nur noch weiter verfestigt?Wie kann ich lernen das mir nichts passiert? Wer kann mich unterstützen?Tut mir leid, ich bin etwas verzweifelt. War heute zwei Stunden draußen, nicht so sehr weit weg von zu Hause, hatte keine extreme Panik, aber ich laufe fast nur noch unter Anspannung rum. das kann es doch auch nicht sein? Was hilft euch? Klinik? Welche?Therapeut? ist das zu wenig? Kann man irgendwo anrufen? Freunde? Selbsthilfegruppe?Viele liebe Grüße


Genau DAS frage ich mich grade auch alles.

Je mehr ich mache und mich konfrontiere, desto mehr verfestigt sich das in meinem Gehirn.

16.12.2019 22:20 • #29


Lunaa
Zitat von marina1993:
Genau DAS frage ich mich grade auch alles. Je mehr ich mache und mich konfrontiere, desto mehr verfestigt sich das in meinem Gehirn.


Marina, eine Frage. Wie weit gehst du bei den Konfrontationen? Gehst du soweit bis du die volle Panik erlebst und versuchst drin zu bleiben?
Ich glaube ich habe für mich eine Entdeckung gemacht.

16.12.2019 22:25 • #30


M
Zitat von Lunaa:
Marina, eine Frage. Wie weit gehst du bei den Konfrontationen? Gehst du soweit bis du die volle Panik erlebst und versuchst drin zu bleiben? Ich glaube ich habe für mich eine Entdeckung gemacht.


Das Problem ist, dass ich teilweise den ganzen Tag Symptome habe - die gehen nicht weg. Und mit den Symptomen gehe ich dann in die Situation - z.B. Supermarkt. Dort steigert sich das Symptom nochmal um ein 10-faches, aber weg geht es praktisch nie und wird auch nicht spürbar weniger..

Was hast du entdeckt? bin gespannt

16.12.2019 22:35 • x 1 #31


PeterParker
Genau so ist das. :-\
Ich verstehe das mit dem konfrontieren und Expositionsübungen nicht mehr.

Es verfestigt sich. Es kostet jedesmal aufs neue Kraft. Es zermürbt....

Was mache ich falsch?

Ich soll in der Situation bleiben bis sich die Angst halbiert hat. Und mit Situation meinen die Ärzte eine gleichbleibende Situation. Nicht vermeiden.
Welche Situation ist bitte schön gleichbleibend? Beim Autofahren ändert sich alle Nase lang was. Im Supermarkt ändert sich was. Beim Essen im Restaurant.... irgendjemand spricht mit dir, andere Leute sind außenrum laut, Autos, LKWs Ampeln.... alles verändert sich immer. Da ist immer Ablenkung und somit Vermeidung, und ich, mein Körper ist total raffiniert darin alles zu Vermeiden.
Mitlerweile habe ich vielleicht nicht mehr die Superpanikatacke mit Totesangst - aber das war zumindestens nach ca 20 min erledigt. jetzt habe ich Ängste und köpersympthome über Stunden....

16.12.2019 22:58 • x 1 #32


PeterParker
....uuuuund. Nach dem was ich so lese sind die Konfrontationsübungen nicht der Weisheit letzter Schluß.

Es funktiuoniert vielleicht wenn ich Angst vor Spinnen habe. Dann kann ich mich mit der Spinne auseinander setzen und sieh näher kommen lassen und feststellen das nichts passiert. Weil es nur um das Objekt Spinne geht.
Bei mir geht es ums Autofahren, aber ich behaupte das ich keine Angst vor dem Auto habe. Ich fahre sicher und zuverlässig und unfallfrei.

Was ich so mitbekomme geht es bei Angstpatienten um Sicherheit. Auch um Sicherheit. Um ein Sicherheitsbedürfnis.

Und ich denke ich trage diese Unsicherheit mit mir rum. In meinem Körper.
Ich glaube ich brauche eine körperliche Sicherheit. Oder?
Oder die Sicherheit das selbst wenn mir was passsiert und ich Tod bin das es dann auch ok ist. Dann brauche ich so etwas wie Glaube?
Wo nimmt man die Sicherheit her?

Ich bin keine Psychologe. Das sind nur meine Überlegungen.


....Uuuuund - Alle Probleme sind Beziehungsprobleme. Habe ich gehört.
Beziehung warscheinlich im weiteren Sinne. Arbeit, Familie, Freunde, Verein, Gemeinschaft.....

Auch Partnerschaft. Seit ihr in einer gesicherten Partnerschaft in der ihr euch Sicher fühlt? In einer Gemeinschaft in der ihr gut aufgehoben seit? Wenn möchte einen Partner haben der Ängste hat?



.....Uuuuund. Welcher Zustand oder Gefühl muß vorherschen damit keine Angst da sein kann? Fröhlichkeit? Mut? Sicherheit?
Ich habe für mich entschieden das es Geborgenheit ist.
Wenn ich mich Geborgen fühle kann ich keine Angst haben.
Glücklich und Fröhlich wäre vielleicht auch möglich, aber man kann doch nicht den ganzen Tag glücklich sein, das ist doch nur etwas für ein paar Augenblicke.
Was denkt ihr?

Warum ist das alles so schwierig?
Wer mag sich mit mir den Ängsten stellen, ich bekomme es nicht hin. Und habe auch das Gefühl von den therapeuten unzureichend betreut zu sein. Jedesmal bin ich mit meinen Problemenn alleine ....
Klinik ist nicht besser.

Sorry falls ich zu viel gemeckert habe. Ich möchte einfach nur rausfinden wie sich alles auflöst und wieder so ist wie früher....

16.12.2019 23:17 • x 4 #33


M
Zitat von PeterParker:
Genau so ist das. :-\Ich verstehe das mit dem konfrontieren und Expositionsübungen nicht mehr.Es verfestigt sich. Es kostet jedesmal aufs neue Kraft. Es zermürbt....Was mache ich falsch?Ich soll in der Situation bleiben bis sich die Angst halbiert hat. Und mit Situation meinen die Ärzte eine gleichbleibende Situation. Nicht vermeiden.Welche Situation ist bitte schön gleichbleibend? Beim Autofahren ändert sich alle Nase lang was. Im Supermarkt ändert sich was. Beim Essen im Restaurant.... irgendjemand spricht mit dir, andere Leute sind außenrum laut, Autos, LKWs Ampeln.... alles verändert sich immer. Da ist immer Ablenkung und somit Vermeidung, und ich, mein Körper ist total raffiniert darin alles zu Vermeiden. Mitlerweile habe ich vielleicht nicht mehr die Superpanikatacke mit Totesangst - aber das war zumindestens nach ca 20 min erledigt. jetzt habe ich Ängste und köpersympthome über Stunden....


Du sprichst mir aus der Seele und ich hoffe sehr, dass uns hier irgendjemand Erfahrenes eine Antwort oder einen Tipp geben kann!

Ich weiß immer gar nicht, wieso ich diesen Horror mit dem Konfrontieren durchstehen soll, denn nach dem 20. Mal in der gleichen Situation habe ich genau den Horror wie beim 1. Mal... es verändert sich nichts.

16.12.2019 23:21 • x 2 #34


M
Ich glaube eine Beziehung leidet immer, sobald ein Partner so eine Störung bzw. Erkrankung hat. Es gibt sicher welche, die aus Liebe darüber hinwegsehen. Dann gibt es Leute wie meinen Partner, er zunehmend unzufrieden ist und sagt, dass es nicht das Leben ist, was er sich mal vorgestellt hat mit einer Partnerin.

Klar, wer stellt sich schon vor sein Leben lang zuhause zu sitzen? Nix zu unternehmen oder zu verreisen... unmöglich. Da wird man keinen Menschen auf der Welt finden, den das zufrieden stellt.

16.12.2019 23:24 • #35


Tabe77
Zitat von marina1993:
Du sprichst mir aus der Seele und ich hoffe sehr, dass uns hier irgendjemand Erfahrenes eine Antwort oder einen Tipp geben kann! Ich weiß immer gar nicht, wieso ich diesen Horror mit dem Konfrontieren durchstehen soll, denn nach dem 20. Mal in der gleichen Situation habe ich genau den Horror wie beim 1. Mal... es verändert sich nichts.


Bei mir geht es weg, und ich denke habe die Situation gemeistert, und irgendwann gehe wieder positiv in die Situation weil ja geschafft alles ok, und die Angst schwindel benommenheit, alles wieder da. Wieder bei null

16.12.2019 23:25 • x 1 #36


M
Zitat von Tabe77:
Bei mir geht es weg, und ich denke habe die Situation gemeistert, und irgendwann gehe wieder positiv in die Situation weil ja geschafft alles ok, und die Angst schwindel benommenheit, alles wieder da. Wieder bei null


Ja eben, wenn man eine Situation 20x gemacht hat - und 20x ist man nicht umgefallen, gestorben, erstickt, zusammengeklappt,... müsste sich das Gehirn das nicht mal merken? Stattdessen gehe ich zum 21. Mal rein und denke hoffentlich falle ich nicht um,... blabla.

16.12.2019 23:29 • x 1 #37

Sponsor-Mitgliedschaft

Lunaa
Also pass auf. Ich habe im Juli das erste mal angefangen mit den Konfrontationen. In so kleinen Mini Schritten dass, ich mich nach und nach dadran gewöhnt habe. Aber die Erfolge waren echt ganz winzig und damit muss man sich schon zufrieden geben. Also nicht überfordern und ohne Druck. Ich habe vieles einfach spontan gemacht. War ich einen Weg unterwegs habe ich mich in der Situation entschieden eine Straße weiter zu laufen oder eben nicht.
Auf keinen Fall ein Tag vorher planen dass man am nächsten Tag die und die Strecke ablaufen will. Somit entsteht keine Erwartungsangst.

Dann habe ich ja seit einer Woche einen krassen Rückfall. Der Rückfall fing schleichend an. Genau gesehen Anfang November, da kamen nämlich ein paar private Dinge zusammen und letzte Woche kam noch eine unerwartete Todesfallnachricht und das hat mir dann den Rest gegeben.

Seit letzter Woche Dienstag bin ich in keinen Laden mehr rein und die Tage davor war es eher ein durchquälen, sodass das ganze überhaupt keinen Effekt hatte.
Folgendes ist in den letzen Wochen passiert. Ich hatte angefangen alleine zu üben. Deswegen habe ich täglich in den Situationen Panik erlebt. Ich war zwar noch mutig genug die Situationen alleine aufzusuchen aber nach jeder erlebten Panik habe ich das Gefühl gehabt meine Angst verfestigt sich eher, wie dass sie abnimmt und ich bin, wie jeder das sagt, in der Situation geblieben und bin nicht abgehauen.

Wenn du den ganzen Tag Symptome hast dann geht es erst recht schlecht schreibst du. Genau so ist es bei mir auch. Ich stehe morgens auf und weiß dass nichts klappen wird, weil dieses Innere Gefühl schon schlecht ist. Ich habe nicht soviele körperliche Symptome, bei mir ist es dann eine latente innere Angst, ein innerer Widerstand. Dadran merke ich dass mein Nervensystem sehr angespannt ist. Also eine hohe Grundanspannung herrscht. Dann ist klar, wenn du so in die Konfrontation gehst, braucht es nicht viel und die Panik bricht schneller aus.
Also versuche deine Grundanspannung zu senke. Z.B durch Meditation, Musik hören, Lesen, Entspannungsbad, Stress vermeiden, keine Streitereien mit Freund usw.... was dir eben gut tut, damit du zuhause zu Ruhe kommst.

Dann.... jetzt kommt meine Entdeckung...
was läuft bei dir während einer Panik ab, das allerschlimmste wovor du dich fürchtest und sagst wenn das und das passiert dann habe ich das Gefühl dass sich die Angst verfestigt?

Bei mir ist es das verrückt werden. Dieses Gefühl entsteht dann, wenn ich anfange zu dissoziieren. Ich bekomme einen Tunnel Blick, kann keinen klaren Gedanken mehr fassen, mein Körper fühlt sich fremd und steif an usw.... wenn sich meine Panik bis zu diesem Zustand hochschaukelt, dann habe ich das Gefühl dass ich mehr Schaden angerichtet habe und dass sich die Angst verfestigt hat.

Also suche ich zuerst Situationen auf wo ich weiß dass es nicht zu so einer extremem Panik kommen wird. Diese übe ich Gefühle 1000 mal bis mein Körper denkt das ist sicher, brauche ich keine Panik mehr machen. Dann steigere ich die Dosis. Bis auch hier alles ohne Panik verläuft. Es ist verdammt mühsam, weil man verdammt lange braucht und nur in mini Schritten voran kommt, aber das hilft mir am besten.

Dann ist es wichtig dass wenn der Körper doch im eine große Panik verfällt und die Dissoziation stattfindet, dem Körper zu helfen so schell wie möglich da wieder rauszukommen. So ein Zustand ist nämlich das höchste Level was man mit der Angst erreicht und biologisch gesehen wird der präfrontale Cortex im Gehirn runterreguliert. Der Körper ist nun im flucht oder Kampf Modus. Aber es gibt ja keine Gefahr also muss man weder fliehen noch kämpfen.
Wichtig ist jetzt dass man es schafft dass der präfrontaler Cortex nicht abgeschalten wird.
Wie macht man das:
Sobald man merkt ok die Angst kommt ich steigere mich da gleich rein, anfangen den Körper zu bewegen, rennen, laufen, hüpfen usw. Wenn man sich nicht großartig bewegen kann, dann sich abtasten, Hände, Beine, Füße, den Körper wieder spüren. Bewusst den Menschenkontakt suche, reden oder jemanden beobachten hilft einem ins hier und jetzt zurück zu kommen, dem Hirn eine Aufgabe geben z.b anfangen Rechenaufgaben zu lösen, zählen oder lesen.

Solche Dinge hatte ich schon mal irgendwo gelesen und dachte mir so ein Quatsch, wenn ich Panik schiebe bin ich nicht in der Lage soweit zu denken. Wieso sollten dann Mathe Aufgaben mir helfen nicht in Panik zu verfallen.

Habe aber ein Video gesehen wo das ganze aus biologischer Sicht mit dem präfontalen Cortex erklärt worden ist und jetzt macht das alles einen Sinn für mich.
Kurz gesagt man muss versuchen sein Hirn im hier und jetzt zu bewegen ansonsten verfällt der Körper bei zu großer Angst in die Dissoziation. Das ist zwar nicht gefährlich und der Körper kommt da auch alleine wieder raus aber es geht erstens länger und zweitens macht es mir persönliche erst recht Angst und ich vermeide genau diese Situationen wieder.

Habe ich heute ausprobiert: während ich spazieren gelaufen bin habe ich in Gedanken Mathe Aufgaben gelöst. Es hat funktioniert, ich bin nicht in die große Panik verfallen.

Der Text ist lang geworden aber ich hoffe ich konnte es etwas erklären. Mir hat immer der Zusammenhang gefehlt zwischen Hirn beschäftigen und wieso dadurch die Panik nickt aufkommen soll. Jetzt ist mir auch klar was die Dissoziation ist und wie ich es verhindern kann. Wird nicht immer so auf Anhieb funktionieren denke ich aber mit viel üben ist alles möglich.

Ich hoffe es hilft euch auch irgendwie weiter.

16.12.2019 23:37 • x 4 #38


A
Nachdem ich ein Jahr nicht mehr aus dem Haus gegangen bin,habe ich während der Therapie auch in kleinsten Schritten wieder angefangen,es waren nur winzige Schritte,heute bin noch soweit,dass ich überall hingehe doch die Angst kommt oft wieder.Sie ist in mir und wird sich auch immer Mal wieder melden.....doch ich schaffe es meistens mich meinen Ängsten zu stellen. Liebe Grüße

16.12.2019 23:47 • x 3 #39


Tabe77
Zitat von Lunaa:
Also pass auf. Ich habe im Juli das erste mal angefangen mit den Konfrontationen. In so kleinen Mini Schritten dass, ich mich nach und nach dadran gewöhnt habe. Aber die Erfolge waren echt ganz winzig und damit muss man sich schon zufrieden geben. Also nicht überfordern und ohne Druck. Ich habe vieles einfach spontan gemacht. War ich einen Weg unterwegs habe ich mich in der Situation entschieden eine Straße weiter zu laufen oder eben nicht. Auf keinen Fall ein Tag vorher planen dass man am nächsten Tag die und die Strecke ablaufen will. Somit entsteht keine ...


Halte uns mal auf dem laufenden, wie es weiter funktioniert

16.12.2019 23:48 • x 1 #40


A


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Dr. Christina Wiesemann