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Hallo!

Ich muss jetzt einfach mal eine Frage an die unter euch loswerden, die Erfahrungen mit dem Alleine-Wohnen haben.
Erstmal zu mir: ich wohne momentan noch bei meinen Eltern
(bin Mitte 20) und habe jetzt nach langer Wohnungssuche endlich eine schöne und bezahlbare Bleibe gefunden. In wenigen Wochen werde ich also umziehen. Obwohl ich mich sehr darauf freue hab ich andererseits auch einen ziemlichen Bammel davor.
Ich leide eben seit gut einem Jahr an einer Angststörung und besonders am Abend holen mich die körperlichen Symptome und Angstgefühle immer wieder ein... In solchen Momenten ist die Vorstellung völlig allein zu sein ziemlich beängstigend für mich.

Wie ist das bei euch? Gibt's auch unter euch welche, die alleine leben? Wie kommt ihr damit klar?
Ich würde mich über Antworten freuen!

Lieben Gruß und frohes Fest,

Tigerente

26.12.2007 13:09 • 28.12.2007 #1


6 Antworten ↓


Hallo Tigerente,

ich lebe schon sehr lang allein. Es ist gewöhnungsbedürftig. Im Moment bin ich eher froh allein zu leben. So kann ich machen, was ich will. Bis letztes Jahr habe ich in der Eigentumswohnung meiner Eltern gelebt. Es gab nur Streit. Seit ich in einer Mietswohnung wohne habe ich bedeutend weniger Probleme. Viele sagen auch, daß sie dadurch ein besseres Verhältnis zu ihrer Familie kriegen, das ist der Abstand. Als ich auszog war ich 18. Ich habe es nicht bereut. Wie es sich auf die Panikattacken ausübt kann ich nicht so richtig beurteilen, weil ich damals noch keine hatte. Bei mir kommen sie nur, wenn ich zur Ruhe komme. Dann werden wir meine Probleme so bewußt. Obwohl ich an allem arbeitet. Therapiemäßig usw.

lg
Mona Lisa

26.12.2007 14:09 • #2



Alleine wohnen

x 3


hallo

also ich wohne seit 1 Jahr alleine. Fühle mich auch sehr wohl dabei. Meine Angst - & Panikattacken habe ich seit knapp 8 Wochen.
Da gibt es momente in denen ich sehr froh bin alleine zusein, dass sind dann aber eher diese momente in denen ich mich schlecht fühle und ich meinem Freund gegenüber Schuldgefühle habe,da mein größtes Problem meine Gefühlsleere ist.
Da ich aber im allgemeinen ein Mensch bin der lieber Menschen um sich hat, momentan durch meine Situation am liebsten nur meinen Freund, fand ich es am Anfang eher unangenehm allein zusein. Da ich aber zu diesem Zeitpunkt diese Attacken auch noch nicht hatte,weiß ich leider auch nicht wie es ist in so einer Situation ganz alleine zusein. Ich würde dir raten es zu versuchen. Vllt bringt es dich auch eher zu ruhe. Jeder Mensch reagiert anders auf das Allein sein.
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du mit dieser neuen Situation sehr gut zurecht kommen wirst.

LG Sunshine

26.12.2007 17:40 • #3


Hallo Tigerente,

ich bin 24 und wohne seit August alleine. Vorher konnte ich es mir finanziell leider nicht erlauben und habe noch bei meinen Eltern gewohnt.
Ich denke es kommt immer darauf an, was man daraus macht. Ich wünsche mir auf der einen Seite oft nicht alleine hier zu sein, wenn ich jedoch unter Menschen war und mir wünsche zur Ruhe zu kommen freue ich mich sehr hier alleine zu sein, meine Musik zu hören, mich in meiner ollen Jogginghose auf das Sofa schmeißen, etc. Wie meine Vorrednerin eben schon gesagt hat:
Zitat von MonaLisa:
So kann ich machen, was ich will.


Wichtig ist, dass man genug Abwechslung hat um nicht nur zu Haus zu sitzen. Wenn du mit deiner Angst umzugehen weißt, so denke ich, wird es kein Problem sein. Ich habe auch viel Angst, jedes Geräusch in der neuen Wohnung wird dir unwahrscheinlich beängstigend erscheinen, sodass man plötzlich Herzrasen bekommt, obwohl nur irgendwo ein Vogel auf dem Fensterbrett sitzt. Aber man gewöhnt sich auch daran

Wenn du willst schaffst du es

Alles Liebe,
Zwerg

26.12.2007 19:54 • #4


hi,
ich wohne gerne alleine (mit meiner tochter). ich entscheide was ich mache und ob ich überhaupt heute was mache
na ja es ist bequem für mich. ich kann mich zurück ziehen wenn ich nur das brauche.
lg jes_s

27.12.2007 14:01 • #5


Hallo,

also ich lebe nicht direkt alleine, aber mein Partner hat oft Spätschicht. Ich versuche mich dann halt abzulenken in dem ich viel zu viel koche. (Hauptsache ich bin beschäftigt), oder mir nen Film anschaue. Im Internet rum surfe oder telefoniere. Schwierig ist es aber auch wenn er da ist. Ich will ihn nicht belasten mit meinem Problem also versuche ich es meistens vor ihm zu verbergen. Er kann damit nicht umgehen und versteht so etwas nicht. Ab und zu denke ich daran das es dann schöner sei allein zu wohnen. So kann ich mich meinen Attacken hingeben wenn sie kommen und auch wieder alleine raus befördern. Er kann mir sowieso nicht richtig helfen. Vertrau auf Dich. Du wirst das richtige schon machen.

27.12.2007 17:31 • #6


Hallo!

Erstmal danke für eure aufmunternden Antworten.
Also, im Grunde genommen freue ich mich ja auch wirklich auf die Wohnung und darauf, daß ich meine Ruhe hab und mir keiner mehr reinredet.
Naja, aber ich mach mir halt trotzdem so meine Gedanken...
Panikattacken hab ich eigentlich keine, aber eine generalisierte Angststörung. Außerdem sagt meine Thera, ich sei eine HSP.
Und so denk ich eben dauernd darüber nach, ob ich nicht vielleicht doch ernsthaft krank bin wenn mein Herz mal kurz schneller schlägt, etc.
Viele von euch kennen das ja sicherlich. Und in solchen Situationen hat es, wie ich finde, etwas ungemein beruhigendes zu wissen, daß noch jemand zu Hause ist.
Naja, ich denke mal, es wird wohl grade zu Beginn nicht immer leicht sein, aber ich schaffe das schon!

Liebe Grüße,

Tigerente

28.12.2007 13:41 • #7




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