App im Playstore
Pfeil rechts
965

CosmicPancake
Zitat von koenig:
Man muss nichts aushalten. Was war das für eine Situation?

Ich war beruflich auf einem Workshop mit Übernachtung. Ich habe den Workshop geleitet und da habe ich schon die ganze Zeit gemerkt, dass es mich doch sehr stresst, aber ich habe es gut gemeistert. Wir sind dann mit ein paar Kollegen ins Hotel und als die Zimmertür hinter mir zugefallen ist, ging es los. Ich habe mich versucht abzulenken und es ging etwas besser und wir sind in ein Restaurant, aber da kam dann nach kurzer Zeit die nächste Attacke und mir war klar, dass ich nach Hause fahren muss. Mit jedem Meter Richtung zu Hause wurde es dann besser, aber heute fühle ich mich immer noch sehr erschöpft und unruhig.

#1721


koenig
Zitat von CosmicPancake:
aber ich habe es gut gemeistert.

Sei stolz auf dich!

Manchmal "entlädt" sich die Anspannung danach. Ich kenne solche Situationen auch. Dass du dann nicht mehr entspannen konntest, ist nicht schlimm. Sowas passiert und man kann lernen, besser damit umzugehen.
Punkt und fertig.

x 1 #1722


A


Akute Panikattacke - Hilfe und Tipps von Mitgliedern

x 3


CosmicPancake
Zitat von koenig:
Sei stolz auf dich! Manchmal "entlädt" sich die Anspannung danach. Ich kenne solche Situationen auch. Dass du dann nicht mehr entspannen ...

Aber warum entlädt sich das dann in Panik?

#1723


koenig
Wie geht es dir denn insgesamt?

#1724


CosmicPancake
Boah. Ich sage immer, dass es mir gut geht, aber ich denke das es nicht stimmt.
Ich bin Autist und das ganze zwischenmenschliche und soziale auf der Arbeit und zu Hause, das ist sehr anstrengend für mich. Trotzdem möchte ich gerne viele Dinge schaffen und mich nicht auf meiner Diagnose ausruhen. Und jetzt kommt das Aber. Ich glaube, dass das trotzdem nur begrenzt funktioniert und durch große Erwartungen an mich als Ehemann und Vater (die ich so häufig nicht erfüllen kann) und die selbst gesteckten, hohen Ansprüche im Beruf, laufe ich möglicherweise permanent über dem Limit. Ich finde nur sehr schwer zur Ruhe und fühle mich häufig von "außen" unter Druck gesetzt. Es ist alles sehr schwer und manchmal möchte ich einfach wegrennen.

x 2 #1725


SilentRoG
Zitat von CosmicPancake:
Boah. Ich sage immer, dass es mir gut geht, aber ich denke das es nicht stimmt. Ich bin Autist und das ganze zwischenmenschliche und soziale auf der ...

die Menge macht das Gift.
Aber natürlich nicht so steuern können, dass du mit einer kleinen größe an Event starten kannst und wenn das mehrfach gut funktioniert. hat, dann auf etwas größere Events umzusteigen.
Quasi als progressives Training für dein Nervensystem.

x 2 #1726


CosmicPancake
@SilentRoG Ja, ich glaube auch, das war einfach zu viel. Das ist das Gute daran. Meine Grenzen sind mir nochmals sehr viel klarer geworden.

x 2 #1727


koenig
Zitat von CosmicPancake:
Meine Grenzen sind mir nochmals sehr viel klarer geworden.

Steck sie ab und halte dich dran. Dann kann man immer mal versuchen, sie auch mal zu erweitern. Aber alles langsam. Es scheint so, als hast du hohe Erwartungen an dich und möchtest immer funktionieren. Das geht nur begrenzt. Oft fehlt es an Geduld und Akzeptanz.

x 2 #1728


CosmicPancake
Zitat von koenig:
Steck sie ab und halte dich dran. Dann kann man immer mal versuchen, sie auch mal zu erweitern. Aber alles langsam. Es scheint so, als hast du hohe ...

Danke dir. Wenn ich jetzt in einer Situation bin, wo ich die Grenzen überschritten habe, bietet sich da eine Auszeit an? Wenn ich mir für die kommenden 2 Wochen eine AU holen würde, käme ich mit Urlaub auf 5 Wochen Arbeitspause. Das gewissenhafte und fleißige Bienchen in mir sträubt sich natürlich, aber die Vernunft hält das für keine dumme Idee.

x 1 #1729


koenig
Zitat von CosmicPancake:
Das gewissenhafte und fleißige Bienchen in mir sträubt sich natürlich, aber die Vernunft hält das für keine dumme Idee.

Ich bin auch das fleißige Bienchen. Hab es letztes Jahr wieder beweisen können. Jetzt sage ich, wenn es dir hilft, mach es. Es wird aber die Probleme auf Dauer nicht lösen. Da solltest du nochmal anders ansetzen.

x 1 #1730


CosmicPancake
Zitat von koenig:
Ich bin auch das fleißige Bienchen. Hab es letztes Jahr wieder beweisen können. Jetzt sage ich, wenn es dir hilft, mach es. Es wird aber die ...

Ja dauerhaft hilft das nicht und grundsätzlich ist die Arbeit nicht das Hauptproblem. Ich habe schon vieles durch und im Moment bin ich mir unsicher, woher die Verschlechterung kommt.

#1731


koenig
Zitat von CosmicPancake:
Ich habe schon vieles durch und im Moment bin ich mir unsicher, woher die Verschlechterung kommt.

Hast du denn eine Idee?

#1732


CosmicPancake
Zitat von koenig:
Hast du denn eine Idee?

Vermutlich ist es eine Kombination von vielen Dingen. Ich bin sicherlich mit vielen Dingen überfordert, einige davon kann ich nur bedingt beeinflussen (im familiären Umfeld z.B.). Das größte Problem scheint mir, meine extreme Körperbeobachtung und das ich das alles immer im Sinne von: "Jetzt stimmt aber wirklich was nicht." interpretiere. Ich fühle mich einfach erschöpft.
Dazu pflege ich ein gewisses Vermeidungsverhalten und "denke", dass es unsicher ist wenn ich: Nicht zu Hause bin, das nächste Krankenhaus zu weit weg ist, der Mobilfunkempfang eingeschränkt ist, ...
Ich setzte mich zwar nach wie vor solchen Situationen aus, aber es darf nicht zu lange sein.

#1733


S
Liebe Forenmitglieder, ich bin neu hier und hoffe damit es jemanden gibt der mir etwas unter die Arme greifen kann,
seit nunmehr 14 Jahren leide ich unter einer generalisierten Angststörung. Ich bin 34 Jahre alt. Das Ganze begann damals während meiner Zeit bei der Bundeswehr, als ich immer wieder Panikattacken bekam. Diese waren nicht einsatzbedingt, sondern traten scheinbar ohne konkreten Auslöser auf.
Irgendwann wurde es so schlimm, dass ich mich über die Notaufnahme in ein Zivilkrankenhaus einweisen ließ. Insgesamt war ich dort etwa sechs Monate in Behandlung: drei Monate auf der Psychosomatik, einen Monat auf der Akutpsychiatrie und zwei Monate auf der Station für affektive Störungen. Damals wurde ich auf 150 mg Venlafaxin und 150 mg Pregabalin eingestellt. Pregabalin setzte ich nach ungefähr zwei Jahren wieder ab.
Venlafaxin habe ich im Laufe der Zeit immer weiter reduziert, da ich keine depressiven Episoden mehr hatte und auch die Ängste deutlich besser geworden waren. Zuletzt war ich seit etwa einem Jahr bei 37,5 mg.
In den vergangenen Monaten traten allerdings immer wieder Panikattacken auf, insbesondere nach Belastungen oder teilweise direkt nach dem Aufwachen. Dieses unangenehme Gefühl kenne ich inzwischen seit ungefähr einem halben Jahr wieder.
Beruflich arbeite ich seit fünf Jahren als Dauernachtwache in einem Bereich für psychisch erkrankte Menschen. Bisher hat das eigentlich sehr gut funktioniert. Natürlich ist die Müdigkeit manchmal belastend und mir ist bewusst, dass Nachtarbeit nicht unbedingt gesund ist. Andererseits bin ich ein ausgesprochener Nachtmensch und mache diese Arbeit sehr gerne.
Vor etwa einem halben Jahr hatte ich dann auf der Arbeit eine gastrointestinale Blutung aufgrund einer Helicobacter-pylori-Infektion. Der Helicobacter wurde erfolgreich behandelt, allerdings habe ich weiterhin eine Pangastritis. Dadurch kommt es immer wieder zu starken Übelkeitsattacken. Aufgrund meiner Emetophobie lösen diese bei mir wiederum sehr schnell Panik aus.
Deshalb war ich seitdem auch immer mal wieder im Krankenhaus und wurde dort unter anderem mit Vomex und Novalgin behandelt. Danach wurde es meistens wieder besser.
Vor kurzem kam es dann zu einer kurzfristigen Trennung von meiner Freundin. Wir hatten aufgrund verschiedener Defizite und Unstimmigkeiten Probleme in der Beziehung. Mittlerweile nähern wir uns allerdings wieder an.
Nach diesem Vorfall bin ich zunächst ausgezogen bzw. habe meine Sachen gepackt und bin zu meinem Bruder gegangen. Dort bekam ich abends einen starken Übelkeitsanfall mit anschließender Panik. Ich hatte das Gefühl, sterben zu müssen und große Angst davor, mich übergeben zu müssen. Deshalb fuhr ich in die Rettungsstelle.
Der behandelnde Arzt war aus meiner Sicht etwas ungewöhnlich. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt 37,5 mg Venlafaxin und 20 mg Pantoprazol einnahm, bekam ich zusätzlich 80 mg Pantoprazol. Das konnte ich noch nachvollziehen. Gegen die Schmerzen bekam ich außerdem intravenös 3 mg Morphin.
Dieses Morphin hat mich allerdings völlig überwältigt. Kurz danach bekam ich eine Sinustachykardie mit über 150 Schlägen pro Minute. Ich war extrem panisch und zittrig. Das Ganze wurde anschließend mit 5 mg Metoprolol wieder stabilisiert.
Die Angst ist seit diesem Erlebnis jedoch nicht mehr richtig verschwunden.
Als es mir etwas besser ging, wollte ich zu meinem Bruder nach Hause. Kurz bevor wir dort ankamen, musste ich allerdings wieder umdrehen und zurück in die Klinik, weil die Angst so stark geworden war. Ich bat darum, dass man mir noch einmal hilft, was jedoch abgelehnt wurde. Stattdessen bekam ich 0,5 mg Tavor. Das ist für mich grundsätzlich nichts Unbekanntes, hat diesmal aber nur bedingt geholfen.
Anschließend bin ich zu meinen Eltern gefahren, weil deren Zuhause für mich ein sicherer Rückzugsort ist, und habe versucht, dort zu schlafen.
Mein Herzschlag beruhigte sich allerdings weiterhin nicht richtig. Über mehrere Stunden lag mein Puls teilweise bei 120 bis 130.
Am nächsten Tag ging ich deshalb zu meinem Hausarzt. Er stellte mir eine Überweisung in die Psychiatrie aus und bat zusätzlich um eine neurologische Abklärung. Bei meinem Neurologen bekam ich daraufhin die Empfehlung, dreimal täglich 1 mg Tavor Expidet einzunehmen – morgens nach dem Aufstehen, mittags und vor dem Schlafengehen.
Leider habe ich eine starke Medikamentenangst. Ich habe Tavor deshalb nur einen Tag lang genommen und es anschließend aufgrund des Abhängigkeitspotenzials und meiner Angst davor wieder abgesetzt.
Mein Neurologe empfahl außerdem, das Venlafaxin auf 75 mg zu erhöhen. Das habe ich zwei Tage lang versucht. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass sich meine Ängste dadurch noch weiter verstärken. Dadurch bekam ich wiederum noch mehr Angst und bin inzwischen wieder auf 37,5 mg zurückgegangen, die ich heute auch eingenommen habe.
Und jetzt stecke ich in einer Situation, die ich so bisher nicht kenne.
Ich habe mittlerweile so starke Ängste, dass ich kaum noch aus dem Haus gehen kann. Teilweise bekomme ich schon Panik, wenn ich nur durch die Haustür gehen möchte. Vor diesem Krankenhausaufenthalt war das überhaupt nicht so.
Ich war deshalb zwischenzeitlich noch einmal in der Notaufnahme und habe dort meine Beschwerden geschildert. Dort wurde mein Herz überwacht und schließlich kam auch ein Kardiologe dazu. Er sagte mir, dass mein Herz vollkommen in Ordnung sei und mein Körper einfach völlig überlastet sei und ich versuchen müsse, wieder herunterzukommen.
Seit zwei Tagen bin ich nun wieder bei meinen Eltern. Dort fühle ich mich zwar einigermaßen sicher, aber gleichzeitig unglaublich schwach. Ich liege fast nur noch im Bett. Ich versuche zwar spazieren zu gehen, bekomme dabei aber immer wieder Angst und breche die Versuche teilweise ab.
Gestern Abend hatte ich beispielsweise plötzlich Angst, eine Wasservergiftung zu haben – eigentlich völlig banal, aber in diesem Moment für mich absolut real und beängstigend.
Ich weiß inzwischen einfach nicht mehr, wie ich aus dieser Schleife herauskommen soll.
Das Schwierige ist auch, dass mir meine bisherigen Skills momentan kaum helfen. Früher konnte ich damit meine Angst einigermaßen regulieren, aber diesmal funktioniert es irgendwie nicht. Meine generalisierte Angst- und Panikstörung ist für mich grundsätzlich nichts Neues, aber diese aktuelle Intensität kenne ich so nicht.
Ich weiß gerade wirklich nicht mehr, was ich tun soll.
Hat jemand von euch schon einmal etwas Ähnliches erlebt? Vielleicht insbesondere nach einem traumatischen oder sehr beängstigenden Erlebnis im Krankenhaus oder nach einer starken körperlichen Reaktion auf ein Medikament?
Wie habt ihr es geschafft, aus dieser Angstspirale wieder herauszukommen?
Ich wäre wirklich sehr dankbar für eure Erfahrungen und jeden Rat.

#1734


CosmicPancake
Erstmal tut es mir leid, dass es Dir nicht gut geht und es ist mutig von Dir, dich hier zu offenbaren.
Ich selber bin kein großer Fan von Medikamenten, wobei in Deiner Situation ein paar Tage mit Benzos schon helfen können, um überhaupt irgendwie mal runter zu kommen.
Ich selbst arbeite seit kurzem mit der Dare Methode und ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass das was ist, was funktionieren kann. Vielleicht besorgst Du dir das Buch und machst es mal. Vereinfacht gesagt funktioniert das so (und es ist anstrengend und unangenehm):
Dein Profil ist nicht das ängstliche Gefühl oder der ängstliche Gedanke, sondern die Furcht davor. Nimm gerne den Waldspaziergang und brich ihn nicht ab, wenn Du die Angst merkst, sondern sage Dir laut: " Was soll's, dann soll die Angst mich halt holen. Ich akzeptiere dieses ängstliche Gefühl und die ängstlichen Gedanken." Und dann stellst Du dir vor Dich über das Gefühl zu freuen und setzt Deinen Spaziergang fort. Jede Angst ist ein Adrenalinschub und dem Adrenalin ist es egal ob Du mit Angst oder Freude reagierst. Aber reagier nicht mit Angst und gehe Deiner Tätigkeit nach. Bleib beschäftigt, aber nicht um dich abzulenken, sondern um deinen Alltag nicht zu unterbrechen für die Angst. Jede Attacke ist eine Welle und Du musst Sie surfen, wenn Du nicht von ihr verschluckt werden willst. Die Angst kommt sowieso, aber Deine ganzen hier geschilderten Reaktionen sagen Deinem Gehirn: Die Gefahr war real, gut dass wir uns Krankenhaus sind. Das musst Du umkehren.
Gibt auch eine App dazu mit guten Audios. Für mich ist das viel besser als der ganze Mist mit Meditation und Entspannung.

x 2 #1735


S
Vielen lieben dank für die schnelle Antwort. Ich weiß wie es ist dieses Gefühl zu ertragen, dennoch ist es diesmal anders ... es ist als hätte ich dauerhaft schmetterlinge im Bauch, nur damit es gemeine sind ...die angst ist so überwältigend und ich habe angst davor wieder diesen unaufhaltbaren Herzschlag zu haben.. ich habe auch die angst damit ich aufgrund dieser situation hängen geblieben bin und da nie wieder raus komme. Ich war wieder super selbstständig und habe nun das Gefühl das es sogar noch schlimmer ist als zu dem Zeitpunkt wo diese Krankheit begonnen hat.

#1736


blue1979
Hi,
hat Tavor dir für den einen Tag geholfen ruhiger zu werden? Ich würde den Neurologen anrufen und ihn fragen wieviel Tage Tavor Du nehmen sollst und wie absetzen und ihm vertrauen. Er kennt dich und wird nicht ohne Grund Tavor empfohlen haben denn Skills allein werden in einer Akutphase die du in dieser Intenstität nicht kanntest kaum reichen.

Ich habe Krisen früher selbst Monate zu Hause abgesessen aber würde das in Zukunft ohne Bedarfmedis nicht mehr machen da ich danach immer ein Stück von meinem früheren Funktionsniveau verloren habe (es verfestigten sich in dieser Zeit neue Ängste die ich vorher nicht hatte ).

Dein Hausarzt hat dir eine Kliniküberweisung ausgestellt - ist Klinik für Dich eine Option oder eher nicht?

Hoffe Dir geht es bald besser und du schaffst den Weg aus der Angststpirale raus.
Würde sofort versuchen eine reizarme Umgebung zu schaffen und irgendwie Ruhe in dein Nervensystem reinbekommen (nur noch langweilige Fernsehsendung , nichts was dich aufregt, keine stressigen Anrufe usw.) und dich an einen Tagesablauf halten was dir Halt gibt. Wenn es nicht besser wird, dann nochmal mit Hausarzt oder Neurologen sprechen.

x 2 #1737

Mitglied werden - kostenlos & anonym

S
Wow. Tolle Antwort. lachen Tatsächlich hat es nur bedingt geholfen da ich alles hinterfrage (wie zum Beispiel Wirkung usw. ) und somit für mehr Unruhe und angst sorge. Es ist mir ja nichts unbekanntes dieses Medikament zu nehmen. Aber diesmal habe ich irgendwie große angst davor.
Hab heute wieder veblafaxin 37,5 mg genommen und liege viel im Bett. So reizarm wie möglich. Dennoch bekomme ich immer wieder schlechte Gedanken und angst. Da die angst vor dem rausgehen zu hoch ist kann ich mich auch nicht an der frischen Luft ablenken. Ehrlich gesagt liege ich jetzt auch fast 3 tage im Bett und weiß gar nicht ob das überhaupt so gut ist.
Aber vor allem abends oder nachts ist es schlimm... hatte jemand von euch schon einmal einen so einen schnellen Herzschlag damit er wirklich dachte er geht darauf. Oder lag schon mal jemand von euch in der zna und hat sich gekrümmt vor angst und panik? Man denkt ja immer man sei allein mit dem problem und was besonderes... doch in diesem Falle möchte man glaube einfach nur hören wie es anderen damit geht.

x 2 #1738


CosmicPancake
Viele hier kennen ganz schlimme Panikattacken und der anhaltend schnelle Herzschlag (kardiologisch wurdest Du ja untersucht) ist einfach auf das Adrenalin im Körper zurück zu führen. Mit Deinen Gedanken feuerst Du immer weiter und permanent wird Adrenalin ausgeschüttet.
Man stirbt nicht von Adrenalin und man stirbt nicht von Angst. Die erste Angst (flash fear) kommt immer von der Amygdala, die irgendwo einen Säbelzahntiger sieht. Diese Reaktion dient einzig und allein dazu, zu überleben. Ihr einziger Zweck ist, dich am Leben zu halten, deshalb wird Sie dich nicht umbringen. Akzeptierst Du das und fügst keine zweite Angst (response dear) - also die ganzen "was ist wenn's" in Deinem Kopf - dann verschwindet die erste Angst einfach wieder. Ich habe das im Moment 2-3x täglich und seit ich mir sagen: "Was soll's. Das wird schon wieder gut gehen, ist ja nur die blöde Angst. Soll sie sich doch Mal was Neues einfallen lassen, ich bin schon ganz gespannt." Dann ist es spätestens nach 20-30 Minuten vorbei. Man muss das halt aushalten und genau das ist für mich der Gamechanger. Nicht weg aus der Situation oder denken, woanders wäre es sicher. Ich merke, wie jedes Mal wo das klappt, die zweite Angst geringer ausfällt und wenn die zweite Angst irgendwann ganz weg ist, dann spielt es keine Rolle ob da erste Angst ist. Dann kann man sich sogar auf den Kampf mit dem Säbelzahntiger freuen.

x 4 #1739


Riccardo-1978
Hallo. Ja ich kenne das alles. Bin auch erkrankt an Panik und Ängste. Nehme zur Zeit 20mg Paroxetin. Hilft gut gegen Panik mehr aber auch nicht. Am besten der Angst stellen und so schlimm ist es nicht. Jetz zum Beispiel habe ich extrem Herzrasen mit Unruhe. Kann nicht schlafen und Gedankenkarusell.

x 1 #1740


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Reinhard Pichler
App im Playstore