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Liebe community,

Ich habe mich hier eben schnell angemeldet weil ich mir das dringend von der seele schreiben muss. Ich war vor ca 1-2 jahren schon mal hier angemeldet, aber meine zugangsdaten auf die schnelle nicht zusammen bekommen
Kurz zu mir : vor knapp 8 jahren hatte ich meine erste PA(in öffentlichen Verkehrsmitteln/Menschenmassen/Einkaufsläden)Hatte eine Therapie in einer Tagesklinik, danach fast 3 Jahre Angstfrei, im Winter 2014 fing es an das ich ich Nachts wach wurde und eine Panikatacke hatte. Ab hier hatte ich zu 90% nur Atacken zuhause im bett bzw in ruhephasen. Januar 2015 begonn meine Verhaltenstherapie die ziemlich genau 1 Jahr ging bis Januar 2016. Seid September 2015 hatte ich keine PA mehr bis auf 2,3 kleinere im Sommerurlaub und bis die letzten tage....ich hatte in der nacht von freitag auf samstaf kein auge schliessen können, weil ich plötzlich anfing zu zittern, leichte anflüge von PA bekam. Das verunsicherte mich total und konnte das we an nichts anderes denken. Heute ging es schon besser und ich hakte es als "ausrutscher" ab. Vor ca einer halben std wurde ich plötzlich wach und hatte eine wirklich heftige panikatacke es war so schlimm wie es "früher" fast täglich hatte :-'( ich hab so angst davor das es gerade dabei ist wieder zu kommen. Ich halte das nicht nochmal aus. Das diese angst nie ganz verschwindet das weiss ich, -aber gleich mit aller wucht zurück?
Ich bin seid rund 3 Jahren in einer Führungsposition und ab januar ändert sich nochmals was zum eigentlich positiven, bedeuted mehr verantwortung als jetzt usw. Ich nehme an damit hat es zu tun, aber bedeuted es, ich soll diesen schritt erst gar nicht wagen weil ich nicht fähig dazu bin? Ich bin fix und fertig ( es hat mich gerade so erschrocken das ich angst habe wieder einzuschlafen. Einer meiner grössten ängste ist "angst vor dem erbrechen"... im dezember 15 war ich 2x im krankenhaus weil ich einmal eine magenschleimhautentzündung hatte und einmal die ganze nacht durchgebrochen habe und dann blut gebrochen habe. Diagnose war dann neben einer weiteren magen schleimhaut entzündung ein riss in der schleimhaut. Alles gut überstanden bis auf die angst vor dem brechen....

Habt ihr tipps wegen der rückfälle? Sind es überhaupt rückfälle? Ich hab so angst vor der kommenden zeit (

Entschuldigt meine Gross/kleinschreibung aber ich tipp das nur fix zur späten stunde ins handy ein.....

Danke schon mal im vorraus...

31.10.2016 01:47 • 14.11.2016 #1


4 Antworten ↓


cube_melon
Hallo,

jemand der grundlegend eine Angststörung hat, sollte entsprechend mit seiner Energie haushalten und auch immer in der Lage sein Warnzeichen zu erkennen.
Das mehr Verantwortung im Job das auslösen kann ist durchaus möglich. Denn dein Körper und Unterbewusstsein haben lange vor deinem Bewusstsein die Situation bewertet und entschieden so zu reagieren. Sinnbildlich ausgedrückt - Stress weicht die gefühlte Grenze zur Angst auf.

Die Wahl so mancher Nicknames ist für mich bezeichnend. Was denkst Du - ist dein Name eine positive oder negative Einstellung? Was denkst Du wie Du dich damit programmierst?

Es ist einfach so. Bei der Diagnose einer generalisierten Angststörung hat der Betreffende Probleme mit der Situations-/ Sinnesbewertung und den Informationsfiltern. Ob das eine Geschichte oder eine körperliche Ursache dahinter liegt ist unterschiedlich. Die Informationsfilter sind oft falsch programmiert oder aus Erkrankung heraus gestört. Für andere unwichtige Informationen werden nicht verworfen, sondern landen in der Bewertung. Diese Bewertung ist hier auch immer ab der Norm gegenüber anderen Menschen.
Der Körper erhöht das allgemeine Stresslevel. Kleine Trigger schaffen es nun leichter, dass das Stresslevel die Angstschwelle überschreitet. Angst, Panik und weitere Reaktionen werden bewusst als Reaktion darauf wahrgenommen.

Grundlegend ist es wichtig auf die Warnzeichen zu hören und den Stress zu reduzieren und die eigenen Ressourcen auszubauen.

Was für Mittel und Werkzeuge hat man dir im Umgang mit der Angst gegeben?

Gruß
Cube

31.10.2016 15:44 • x 1 #2


Lieber Cube,

vielen Dank für deine Nachricht.
Zur Wahl meines Nicknamens hier; ich habe keine negative Verbindung zu diesem Namen, auch keine positive, leider aber bin ich ein "Angsthase"... Vorallem hab ich Angst vor Veränderungen. Was bei mir jetzt schon in einer Woche eintritt und nicht erst im Januar. Trennungvon der gewohnten Umgebung, neue Herausforderung. Sobald ich versuche Stress zu reduzieren bzw. Wenn mein Körper für ein paar Stunden zur Ruhe kommt, kommen diese Zitteranfälle/Übelkeit. Wenn ich mich dann wieder ungewollt reinsteigere ist eine ausgeprägte PA nicht weit weg. Und was wünscht man sich mehr wenn man alle 4-6 Wochen mal ein Wochenende frei hat?:(

Meine "Werkzeuge" sind tatsächlich Übungen. Wie z.B. Atemübungen bei hyperventilieren, die Angst zulassen, ...u.ä. Oftmals hilft es, -aber nicht immer

Lieben gruss Angsthase

11.11.2016 23:09 • #3


cube_melon
Du hast Angst als Gefühl. Aber Du bist nicht die Angst selbst.

Wenn Du in den Ruhephasen Zitteranfälle hast, kann es gut sein, dass Du in einem deutlichem Teil der anderen Zeit emotional auf hochtouren läufst und der Körper die immense Anspannung dann rauslässt.
Verstehe ich das so richtig - Du hast nur alle 4-6 Wochen ein WE frei?

Je nach dem wie gut man mit Stress umgehen kann sollte man auch entsprechend für Ausgleich sorgen. Ein starkes Ungleichgewicht ist auf Dauer schlecht. Das geht jedem einzelnem Menschen so.
Der eine kann mehr ab, der andere weniger.

Hilfsmittel sind auch Dinge wie innere Achtsamkeit, Stresslevelerkennung.

Man hat gewisse Grundveraussetzungen, die auch erweiterbar sind, aber mit dem aktuellen Stand der Dinge sollte immer sorgsam umgegangen werden.

Gruß
Cube

11.11.2016 23:40 • #4


Alle 4-6 Wochenenden mal frei geht dauerhaft in die Hose.
Habe das alles durch. Meine Pa kamen auch alle durch die Bank nur durch Stress und Überarbeitung.
Ich arbeite jetzt nur noch 4-7h anstatt 12h und mir gehts besser.

Du solltest in deiner Arbeit auch zurück schrauben und solltest vielleicht das Gespräch mit deinen Chef suchen wenn in der Firma nicht alles koschar abläuft.
Es gibt nicht umsonst ein Arbeitsschutzgesetz das aussagt nur maximal 60h pro Woche kurzzeitig arbeiten zu dürfen, und das darüber hinaus nach maximal 42.5h/Woche dauerhaft Feierabend ist.
Der Körper und Geist braucht Pausen. Wenn du ihn die täglich nicht gibts, nimmt er sie sich einfach früher oder später von selbst.

Das wichtigste ist es heraus zu finden warum du gerade jetzt wieder PA's bekommst.
Was ist jetzt anders als noch vor 6 Monaten? Vielleicht nur der Umstand des neuen Jobs ab Januar?
Das könnte dann etwas mit Erfolgsdruck zu tun haben. Vermutlich wird die Beförderung nicht helfen die Panikattacke los zu werden.
Was jedoch helfen könnte wäre sich umzupositionieren und die ganze Situation aus einen anderen Blickwinkel zu betrachten.

Ich selber habe mir früher immer gesagt das ich arbeiten muss weil meine Kunden warten.
Inzwischen wäge ich genau ab ob ich nun wirklich arbeite wenn ich krank bin oder nicht.
Denn nicht die Arbeite ist das wichtigste, sondern die Gesundheit.
Daher gebe ich generell keine festen Liefertermine an und ignoriere auch künftige Nachfragen.
So sieht in meinen Fall die Umpositionierung aus.

14.11.2016 17:21 • #5




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