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Hallo ich heiße Steffi und bin 44 Jahre alt. Ich hoffe hier liebe Menschen kennen zu lernen die mir vielleicht ein wenig helfen können wieder ein wenig am Leben teilnehmen zu können

10.02.2017 07:29 • 15.03.2017 #1


10 Antworten ↓


Hotin
Hallo Steffi,

sei herzlich gegrüßt hier im Forum.

Wir freuen uns über jeden, der hier ehrlich und engagiert mitredet.

Schau Dich ein wenig um in den Themen. Natürlich hilft es immer,
wenn Du etwas über Dich und Deine Sorgen und Interessen schreibst.

Viele Grüße

Bernhard

10.02.2017 07:40 • x 1 #2



Agoraphobie - ans Haus gefesselt mit Kindern

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Hallo Steffi,

herzlich willkommen...wünsche dir einen guten Austausch...
erzähle uns ein wenig über dich..

L.G. Waage

10.02.2017 07:57 • x 1 #3


cube_melon
Hallo Steffi,

Willkommen im Forum.

Ja, hier kann man Menschen finden mit denen man sich gut unterhalten kann.
Ist ein recht bunter Haufen hier.

Gruß
Cube

10.02.2017 14:19 • x 1 #4


Sandy44
Hallo Steffi,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier!

Bin auch noch nicht so lange dabei, habe aber immer gute Ratschläge bekommen die mir weitergeholfen haben.

Wäre schön bischen was von dir zu erfahren!
Was hast du denn für Beschwerden?

LG Sandy

10.02.2017 14:26 • x 1 #5


Hier ein wenig Informationen über mich. Eigentlich bin ich schon immer ein vorsichtiger Menschen. War immer sehr nervös bei allem was neu für mich war.Aber gleichzeitig war und bin ich stark genug das alles zu meistern. Denn es gibt da ein Lebensmotto das ich meinen Kindern auch schon weiter gegeben habe.Kann ich nicht gibt es nicht.Natürlich gibt es Dinge die man wirklich nicht hinbekommen hat aber dann kann man wenigstens sagen ich habe es versucht.So nun aber zu dem was in mir vorgeht und wie sich die Agoraphobie so richtig bei mir eingenistet hat.Mein Papa ist 1996 qualvoll an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.2003 bekam ich Durchfall.Der zog sich über 4 Wochen. Nachdem er nicht enden wollte und ich schon 12 Kilo abgenommen hatte wurde Blut abgenommen. Ich solle am nächste Tag mal anrufen. Die tat ich dann auch. Kurz und knapp wurde nur gesagt Bauchspeicheldrüsenentzündung.Bähm.Das wars du wirst sterben genau so qualvoll wie dein Vater,wirst deine Kindern (zu der Zeit 2 und 5 Jahre alt ) nicht aufwachsen sehen. Da bekam ich meine erste Panikatacke.Es stellte sich hinterher raus Colitis Ulcerosa. 6 Jahre später musste man mir den halben Dickdarm rausnehmen wegen Verwachssungen bis an die Bauchdecke und letztes Jahr haben sie mir einen 6 Kilo schweren Tumor (gutartig ) aus dem Bauchraum entfernen müssen.Und seid dem geht gar nichts mehr.Habe mich die ganzen letzten Jahre irgendwie durchs Leben geschlichen. 2 Vehaltenstherapien.Aber je länger es anhält um so weniger kann ich da mit umgehen. Mittlerweile kann ich nicht mehr ohne Panikatacken das Haus verlassen. Die Angst vor der Angst ist extrem da.Ich haste zur Arbeit rase einkaufen und eile schnellstmöglich nach hause. Kein Zoo,kein shoppen kein schwimmen. Nur das allerwichtigste wird gemacht ansonsten bin ich nur zu Hause eingesperrt damit ich nicht unter Dauerstress strehe.Damit ich nicht unruhig bin.So das war ein Einblick in mein Leben. Hoffe es war nicht zu umständlich geschrieben.

07.03.2017 08:15 • x 1 #6


Hotin
Hallo Steffigr2,

wenn ich Deine Geschichte lese, habe ich im ersten Moment schon den Eindruck,
dass Du es schwierig hast, Deine innere Ausgeglichenheit wieder zu finden.

Auf den zweiten Blick sehe ich es jedoch viel positiver.
Nach zwei schweren Operationen verstehe ich, dass Du schnell ängstlich reagierst.
Zitat:
Und seitdem geht gar nichts mehr. Habe mich die ganzen letzten Jahre irgendwie durchs Leben geschlichen.
2 Verhaltenstherapien.


Na dann wird es wohl Zeit, wieder zuversichtlicher zu leben.
Zitat:
Mittlerweile kann ich nicht mehr ohne Panikattacken das Haus verlassen. Die Angst vor der Angst ist extrem da.
Ich haste zur Arbeit rase einkaufen und eile schnellstmöglich nach hause. Kein Zoo, kein shoppen kein schwimmen.


Ok, in so eine Situation kommst Du leider schnell hinein. Aber da kannst Du auch wieder herauskommen. Das ist mit
einiger Denkarbeit verbunden und mit Deinem Willen, wieder Freude am Leben zu spüren.

Was empfindest Du denn am allerschlimmsten? Ist es eine bestimmte Angst?
Oder was genau blockiert Dich am heftigsten?
Was müsste passieren, damit Du wieder mutig wirst?

Viele Grüße

Bernhard

08.03.2017 00:16 • #7


Es ist einfach diese Riesenangst vor der Panikatacke in der ich nicht mehr ich selbst bin.Eingesperrt in einer hülle Todesangst Herzrasen Zittern Schweissausbrüche absoluter Kontrollverlust über mich selbst der Angst davor nicht aus der Situation raus zu kommen.Ich kann nicht mehr raus ohne vorher schon Angst zu haben das sie wieder ohne Vorankündigung mich überrollt. Vielleicht halte ich die angst einfach aufrecht, damit sie mich nicht aus dem nichts überfällt, so konzentriere ich mich komplett darauf sie ja nicht zu zu lassen das sie auch nicht kommt.Aber dieses dagegen Arbeiten ist fast genauso anstrengend und nervenaufreibend wie die Panik selbst. LG.STEFFI

08.03.2017 08:33 • x 1 #8


Hotin
Hallo Steffi,
Zitat:
Die Angst vor der Angst ist extrem da.


Angst vor der Angst, ergibt selten einen Sinn. Da Angst ein ganz wichtiges Gefühl ist, wirst Du natürlich täglich
Angst empfinden. Hier ist es vermutlich sinnvoll, dass Du die Angst vor der Angst versuchst abzuschwächen.
Meinst Du jedoch, Angst vor einer Paniksituation, dann kann ich das wieder gut versehen.

Angst ist etwas, was sehr viele verschiedene Stärken und Zustände haben kann.
Ich vergleiche das mal mit Feuer. Auch Feuer ist für uns lebensnotwendig.
Aber würdest Du auch antworten, ich habe Angst vor Feuer, weil Du mal gesehen hast, wie ein Haus abgebrannt ist.
Vermutlich nicht.

Deshalb meine ich. Bitte habe keine Angst vor der Angst. Allerdings versuche
zu vermeiden, das Deine Angst außer Kontrolle gerät und zur Panikreaktion führt.
Zitat:
Ich kann nicht mehr raus ohne vorher schon Angst zu haben das sie wieder ohne Vorankündigung mich überrollt.


Wenn Du Dich zuhause wohl fühlst und dort selten eine Panikattacke bekommst, dann frage ich, was ist denn
draußen anders? Dies solltest Du schon erklären können. Wenn Du drinnen keine bekommst, brauchst Du außerhalb
der Wohnung auch keine zu bekommen.
Zitat:
Aber dieses dagegen Arbeiten ist fast genauso anstrengend und nervenaufreibend wie die Panik selbst.


Wie arbeitet man denn sinnvoll gegen die Angst? Was für eine Strategie verwendest Du dafür?
Ich kenne dies nicht.

Viele Grüße

Bernhard

09.03.2017 17:40 • #9


Wie ich sinnvoll gegen die Angst arbeite? Ich lenke mich ab beschäftige mich mit unnützen Dingen beobachte was andere tun.Ob das Sinnvoll ist wohl eher nicht aber es hilft mir ein wenig besser ans Ziel zu kommen.Warum ich draußen eher Panik bekomme wie drinnen? Draußen können es fremde mitbekommen hier zu Hause nicht.Hier würde mich keiner in eine Klinik einliefern weil man denkt das ich verrückt bin.Das bin ich nicht ich bin krank aber das wissen die ja nicht.Meine Familie weiß wie und wer ich bin und wie sie auf meine Panikatacken reagieren können die Menschen da draußen nicht.Ich habe Angst die Menschen da draußen zu erschrecken. Ich hatte nach meiner op letztes Jahr eine Panikatacke in der Lottobude in der ich oft bin.Ich fragte ob ich ein wenig bleiben könnte und rief meinen Mann an damit ich sprechen konnte,mich ablenken, Zuspruch bekomme.Ich sprach also mit meinem Mann und was macht die Frau von der Lottobude und der andere Kunde sie lachen mich aus.Die angst ist entweder man sperrt mich weg oder man lacht mich aus.Ich denke deswegen ist es für mich da draußen so schlimm.

14.03.2017 08:30 • #10


Hotin
Hallo Steffie,

Zitat:
Wie ich sinnvoll gegen die Angst arbeite? Ich lenke mich ab beschäftige mich mit unnützen Dingen beobachte was
andere tun.Ob das Sinnvoll ist wohl eher nicht aber es hilft mir ein wenig besser ans Ziel zu kommen.


Wie Du habe ich Zweifel, ob ablenken gegen Deine Angst viel und dauerhaft hilft. Ablenken erzeugt nach meiner Ansicht
eine Pause im Denken. Dies ist nicht schlecht. Nur, sobald Du zur Ruhe kommst, konzentrierst Du Dich ja wieder auf das,
was Du denkst.
Und Deine eigenen Gedanken geben Dir schon länger offensichtlich zu wenig Sicherheit.
Zitat:
Warum ich draußen eher Panik bekomme wie drinnen? Draußen können es fremde mitbekommen hier zu Hause nicht.


Findest Du wirklich, dass dies der Hauptgrund dafür sein wird, das Du draußen mehr Angst hast?
Zitat:
Hier würde mich keiner in eine Klinik einliefern weil man denkt das ich verrückt bin. Das bin ich nicht ich bin
krank aber das wissen die ja nicht.


Draußen liefert Dich auch nicht einfach jemand in eine Klinik ein. Und schon gar nicht denkt jemand, dass Du verrückt bist.
Zitat:
Ich hatte nach meiner op letztes Jahr eine Panikattacke in der Lottobude in der ich oft bin. Ich fragte ob ich ein wenig
bleiben könnte und rief meinen Mann an damit ich sprechen konnte,mich ablenken, Zuspruch bekomme. Ich sprach also
mit meinem Mann und was macht die Frau von der Lottobude und der andere Kunde sie lachen mich aus.


Bist Du sicher, dass sie Dich ausgelacht haben? Warum sollten sie das machen?
Hast Du ihnen gesagt, dass es Dir gerade nicht gut geht?
Zitat:
Die angst ist entweder man sperrt mich weg oder man lacht mich aus. Ich denke deswegen ist es für mich da draußen so schlimm.


Hier finde ich, kannst Du selbst in Deine Gedanken eingreifen und etwas verbessern. Sachlich gesehen besteht
überhaupt keine Gefahr, dass Dich jemand wegsperrt.
Ist das Deine Denkweise, dass Du nicht normal reagierst?
Falls ja, ändere das bitte schnell. Du bist völlig normal. Eine Panikattacke ist eine außerordentlich starke Angstreaktion.
Sie ist nicht gefährlich, fühlt sich aber ganz schrecklich an.
Wenn Dich draußen mal Deine Angst überkommt, dann stehe dazu. Anderen Menschen, die in Deiner Nähe sind,
musst Du Dich nicht völlig erklären. Wenn jemand fragt, sage einfach. Mir geht es gerade gar nicht gut.
Und bitte sie, Dich einen Moment in Ruhe zu lassen, oder bitte sie um Hilfe.
Du kannst das doch frei entscheiden. Niemand wird über Dich bestimmen.

Dass mal jemand über Dich lacht, kannst Du nie verhindern. Dazu braucht es übrigens auch keine Panikattacke.
Lachen ist fast immer die erste Reaktion des Menschen, wenn er etwas nicht versteht. Erst danach folgt eine,
der Situation angemessenere Reaktion.

Dir wünsche ich, dass Du wieder mehr innere Ruhe und Stabilität findest.
Zitat:
Vielleicht halte ich die angst einfach aufrecht, damit sie mich nicht aus dem nichts überfällt, so konzentriere ich
mich komplett darauf sie ja nicht zu zu lassen das sie auch nicht kommt.


Dies ist nicht ganz einfach zu verstehen. Angst ist bei mir immer da. Das ist normal.

Wenn ich zu viel esse, habe ich Angst, das es mir morgen wieder schlecht geht, wie vor zwei Tagen.
Wenn ich mit meinem schärfsten Messer etwas festes schneide, habe ich Angst, dass das Messer abrutscht
und ich mir den Finger aufschneide.
Wenn ich starke Rückenschmerzen habe und mich kaum bewegen kann, bekomme ich schnell Angst,
weil ich allein lebe. Niemand kann mir dann helfen.

Angst ist also ein völlig normales Gefühl, welches wir ständig steuern sollten.
Im Fall von essen und scharfes Messer ein eigentlich hilfreiches Gefühl.
Im Fall allein sein, kann ich es innerhalb von Sekunden auf die Spitze treiben und dann versucht mich
mein Angstgefühl fertig zu machen.
Es ist das gleiche Gefühl. Oder sehe ich das falsch?
Heute schaffe ich das ganz gut, mit dem Risiko allein sein zurecht zu kommen.
Ich kann aber auch eine große Anzahl von Gedanken und offenen Fragen erzeugen, die ich nie beantworten könnte.
Immerhin können tausend Dinge passieren. Und in meinen Gedanken hätte ich dafür jetzt keine Lösung.
Was ich meiner Angst hier entgegensetze ist meine persönliche Überzeugung.
Egal was immer passiert, ich werde immer eine Lösung für mich finden.

Und wenn ich nicht mehr kann, hole ich mir Hilfe.

Viele Grüße

Bernhard

15.03.2017 10:43 • x 1 #11



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