Pfeil rechts
1

Hallo alle zusammen,
ich habe eine spezielle Art von Klaustrophobie: sie tritt ein, wenn meine Oberschenkel irgendwie "gefesselt" sind, z.B.ich liege im Bett, bin zugedeckt und meine Tochter setzt sich auf meine Oberschenkel, sodass ich nicht auskann.
Oder ich sitze im Flugzeug und nicht am Gang und neben mir zwei Fremde, über die ich jetzt nicht so leicht jederzeit drüberklettern kann,um rauszukommen und bin noch dazu angeschnallt.

Neuerdings tritt dieses Gefühl auch manchmal völlig aus dem Nichts heraus auf, d.h. ich habe plötzlich das Gefühl, als wäre ich an den Oberschenkeln gefesselt und könnte nicht entkommen. Die letzten drei Nächte habe ich deswegen nur 3 Stunden geschlafen! Ich reiße mir die Decke runter, möchte am liebsten aus dem Haus und aus der Stadt rennen (hab ich schon mal probiert, hilft dann aber auch nicht), und sogar das Gefühl, die Pyjamahose anzuhaben, verstärkt dieses "ich bin gefesselt"- Panikgefühl (die lasse ich aber an )

Mir wird richtiggehend übel und ich habe schlimmes Herzrasen.

Nach einigen Stunden hört es dann wieder auf.

Kennt irgendjemand dieses "Hilfe-ich-bin-an-den-Oberschenkeln-gefesselt"-Problem? Hört sich ja eigentlich echt bescheuert an.
Ich versuche auch, mit Ablenkung, Konzentration auf bestimmte beruhigende Vorstellungen etc.zu arbeiten, alles ohne Erfolg.

Wär alles halb so wild, wenn mir das nicht meinen Schlaf rauben würde!

Keine Ahnung, woher ich das hab! Es gab keine "Feststeck"-Komplikationen bei meiner Geburt oder ähnliches. Meine Geschwister sind viel älter als ich und haben keine solchen bösen Streiche mit mir gespielt. Meine Eltern auch nicht, Freunde auch nicht.

Wenn jemand eine Idee hat, würde ich mich sehr freuen!

13.11.2016 10:51 • 13.11.2016 #1


2 Antworten ↓


Hallo, so schlimm wie du habe ich das nicht. Allerdings habe ich das nicht speziell auf die Oberschenkel beschränkt. Ich finde es an manchen tagen auch unerträglich die Bettdecke auf meine Beine oder auch auf meinem Körper liegen zu haben. Ich habe es auch generell wenn etwas "fremdes" an meinem Körper ( Brille,Mütze, sogar Zahnersatz) ist. Bei Anziehsachen habe ich das nicht. Ich war die Tage im MRT. Viele bekommen, wegen der Enge die Panik. Bei mir war es eher, weil diese Halterung, die den Kopf fixiert, mich wahnsinnig gemacht hat. Mich nicht bewegen zu können, erzeugt bei mir eine irrsinnige Anspannung. Kann ich diesem "Gefühl" nicht entgegen tretet, in Form von Bewegung, dann bekomme ich von der Anspannung auch Krämpfe und typische Symptome einer Panikattacke. Musste dann erstmal das MRT abbrechen. Nach einer Weile bin ich dann doch noch mal rein und habe es 10 Minuten ausgehalten. Reichte zum Glück zum Bilder von der HWS zu machen. Selbst wenn unsere Katze sich Nachts mal ins Bett verirrt hat und sich auf meine Beine gelegt hat, konnte ich das nicht ertragen.

Ich weiß nicht wirklich was dagegen hilft. Normale Klaustrophobie habe ich eigentlich eher weniger. Wenn man in der Situation ist, dann weiß ich auch nicht so recht, was dagegen hilft. Zum runterkommen hilft mir oft, wenn ich an die Kälte raus gehe ( Hilft mir übrigens bei mehrere Sachen).

14.11.2016 00:18 • x 1 #2


Danke
Ja, das werd ich mal probieren!

14.11.2016 00:38 • #3




Prof. Dr. Borwin Bandelow