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Guten Abend, Am 21.12.17 musste ich unnötiger weise zur Darmspiegelung. Habe mich davor schon total verrückt gemacht was ist wenn sie einen Tumor oder der gleichen finden, dann war die Spiegelung durch und anstatt mich danach zu freuen das rein garnichts gefunden wurde, steigere ich mich seit Wochen in andere Krebserkrankung hinein. Dazu kommt das ich auch ständig alles Google und zuletzt erst wieder gelesen habe das eine 30 jährige an Brustkrebs gestorben ist. Mittlerweile sind es richtige Zwangsgedanken die nicht mehr aufhören. Ich weiss nicht was ich gegen die Gedanken und der Angst davor machen soll.

Lg

14.01.2018 23:24 • 05.02.2018 #1


29 Antworten ↓


Hi Eule,
auch ich hatte letztes Jahr November eine Magen und Darmspiegelung und war mir davor schon fast sicher Darmkrebs zu haben. Am Ende kam raus, dass ich eine leichte Gastritis hatte, mehr nicht.
Trotzdem hab ich auch ständig Angst an irgendeiner Art Krebs zu erkranken und dass es zu spät gemerkt wird und mir dann nicht mehr geholfen werden kann. Die Gedanken machen mich auch fertig und belasten einfach nur. Kann dich also absolut verstehen. Das ganze Gedankenkarussell verselbstständigt sich einfach.

Hilfreiche Tipps kann ich dir also auch kaum nennen, aber immerhin den Gedanken, dass es auch anderen so geht wie dir.

Liebe Grüße

14.01.2018 23:40 • x 1 #2



Zwangsgedanken an Tumor und Krebserkrankung

x 3


Hallo Minie267,
Vielen Dank für deine Antwort. Es ist wirklich grausam wenn man nicht mehr Herr seiner Gedanken wird.
Frustrierend

14.01.2018 23:44 • #3


Ich mache jetzt häufig abends, etwa eine Stunde bevor ich versuche zu schlafen, Yoga (mit dem Fokus auf Entspannung, gibt da ein paar tolle Videos auf Youtube ) oder Atemübungen. Das hilft etwas gedanklich zur Ruhe zu kommen.

14.01.2018 23:48 • x 1 #4


Das hört sich gut an. Seitdem diese Gedanken in meinem Kopf sind ist schlafen auch Horror, hab ständig Alpträume

14.01.2018 23:50 • #5


Du weiß schon, dass Krebs mit 30 Jahren sehr sehr selten ist?

Zitat:
Dazu kommt das ich auch ständig alles Google und zuletzt erst wieder gelesen habe das eine 30 jährige an Brustkrebs gestorben ist.

Das war bestimmt eine,wo eine Familie Häufung vor lag. Genetisch vorbelastet.
Aber wenn du googles findest du auch welche, die an Blitzschlag gestorben sind. Oder auch andere sehr seltene Todesursachen. Erstickt an Bettdecke oder sonst was.
Ich selbst bin bei ein Onkologen/Hämatologen regelmäßig(habe kein Krebs).
So gut wie alle Patienten in mein alter, sind da nicht wegen Krebs in Behandlung. Die Krebs haben, sind fast immer viel älter.
Mir fällt nur eine einige in mein Altern mit Krebs ein. Und ich habe da schon mehr als 100-200 Patienten gesehen.

15.01.2018 00:01 • x 1 #6


Vielen Dank für deine Antwort.
Das versuch ich mir auch ständig zu sagen, das ich zu jung dafür bin und ich eigentlich immer gesund war bis auf Erkältungen nie irgendwas gehabt.
Und dann kommen diese Zwangsgedanken die sagen das werden die die jung an Krebs gestorben sind auch gedacht haben, ich war doch immer gesund.
Grade Brustkrebs trifft immer mehr Frauen in den 30igern siehe Miriam Pilhau oder Silvi Meis....

Das macht mir Angst

15.01.2018 07:07 • #7


petrus57
Versuche dich abzulenken. Vor allem musst du versuchen nicht andauernd an den Krebs zu denken. Das Risiko an Krebs zu erkranken liegt bei 50% . Krebs ist vor allem eine Krankheit des Alters. In deinem Alter wird das Risiko wohl unter 10% liegen.

15.01.2018 08:25 • x 1 #8


Hallo Petrus57,
Vielen Dank für deine Antwort...
Das mit dem nicht dran denken ist leichter gesagt als getan. Ich versuche ja nicht dran zu denken bisher nur mit mäßigen Erfolg

15.01.2018 10:23 • #9


petrus57
Zitat von _Eule_31:
Das mit dem nicht dran denken ist leichter gesagt als getan.


Das weiß ich aus eigener Erfahrung, dass dies nicht einfach ist. Ich leide ja unter aggressiven Zwangsgedanken. Aber es klappt. Zwar nicht immer aber immer öfter.

15.01.2018 10:26 • #10


Darf ich fragen was deine Zwangsgedanken sind?

15.01.2018 10:32 • #11


@eile31 ich hab das jahrelang auch gehabt hab mich damit gequält und mit niemand drüber gesprochen bis ich in eine psychosomatische Klinik kam. Die haben dann von mir verlangt ich soll mit damit konfrontieren und in ein Krankenhaus gehen wo auch krebskranke sind. Dort sollte ich durch die Station spazieren einmal. Das fand ich aber zu heftig aber die wollten halt das ich mich damit auseinander setze und nicht immer wegrenne. Ich sollte auch mit den Menschen reden am besten noch das hab ich mich aber nicht getraut und ob das denen so recht gewesen wäre weiss ich auch nicht...

Was mir eigentlich letztlich geholfen hat war ein ssri und später anafranil.

Ich wollte den Gedanken immer zwanghaft weghaben und dann hat er sich immer mehr aufgedrängt. Jetzt sag ich mir komm doch du bist nur ein Gedanke nix gefährliches

Ablenkung auch zb Haustiere und nix über Krankheiten Lesen oder im tv schauen hat auch geholfen die Angst nicht noch zu schüren.

Ausserdem sag ich mir immer das Krebs heute kein Todesurteil mehr ist. Ich denke an mittlerweile viele Leute aus meinem Bekanntenkreis bzw dem Bekanntenkreis meiner Eltern die die Krankheit gut überstanden haben und heute wieder so leben als hätten sie nie etwas gehabt. Und an einige Prominente die es ja auch geschafft haben. Denk an die Leute die es geschafft haben , nicht an die die es nicht geschafft haben. Mir hat das den Schrecken genommen.

Die Bestätigung der Ärzte ich hätte nix hat mir nicht so geholfen weil ich immer dachte die übersehen was. ausser mein frauenarzt der jetzt leider in Rente ist . Da bin ich auch jedes Jahr hin zur Vorsorge. Seit er in Rente ist hab ich das etwas schleifen lassen leider.

15.01.2018 11:23 • x 2 #12


SirBozzy27
Das mit dem Wissen, dass Krebserkrankungen mit 30 äußerst selten ist hilft nur marginal. Was bringt einem das Wissen, wenn nan dann trotzdem betroffen ist?

Was ich empfehlen kann ist das Überdenken vom Medienkonsum und Nachrichten! Oder dreh die Nachrichten um. Ja ein 30 Jähriger starb an Krebs. Wieviele 30 Jährige starben nicht an Krebs?

Wenn es eher der Angst vom Tod ist bedingt durch Krebs, dann kann ich dir Philosophie sehr empfehlen. Was bedeutet Leben? Was bedeutet Tod? Vielleicht ist das Leben nur ein Urlaub von etwas, dass wir Tod nennen. Mir hat das Beschäftigen damit sehr gut geholfen. Zwar bin ich nicht angstfrei, aber die Zangsgedanken bestimmen mein Leben nicht mehr. Einzig, wenn ich zur Ruhe komme, fangen die Gedanken an und steigern sich monatlich zu Panikattacke. Es sind aber nur mehr Angstepisoden, aber kein Dauerzustand.

Baldige Besserung!

15.01.2018 11:24 • x 1 #13


Vielen Dank für eure Antworten.
Es tut gut zu wissen das solche Gedanken auch andere beschäftigen. Und das ihr Wege gefunden habt damit klar zu kommen.
@klara76... Das mit der Konfrontation auf einer Station find ich auch sehr heftig und denke das es noch mehr Ängste schürt als nimmt...

15.01.2018 12:13 • #14


Zitat von _Eule_31:
Vielen Dank für eure Antworten.
Es tut gut zu wissen das solche Gedanken auch andere beschäftigen. Und das ihr Wege gefunden habt damit klar zu kommen.
@klara76... Das mit der Konfrontation auf einer Station find ich auch sehr heftig und denke das es noch mehr Ängste schürt als nimmt...


Hallo ja deshalb bin ich auch nur einmal ganz schnell durch die Station und dann wieder raus. Ich hatte voll Panik. Die aus der psychosomatischen Klinik wollten das ich mit den Patienten rede und merke das die trotzdem noch Lebensmut haben und nicht aufgeben. Aber wie gesagt das hab ich mir nicht getraut es hätte ja auch nach hinten losgehen können. Ich kann da doch nicht einfach die schwerkranken Leute ansprechen als aussenstehender.

15.01.2018 12:25 • #15


Da meine Mutter gerade eine Chemotherapie macht, bin ich regelmäßig in einer onkologischen Praxis. Ich fand es schon toll zu sehen, dass die meisten Patienten wirklich gut und relativ gelassen damit umgehen. Trotzdem hat das meine Gedanken und Sorgen nicht stillen können.

Ich finde es besser wenn ich weniger mit dem Thema Krebs konfrontiert werde. Ob in der Praxis, im Internet oder Fernseher. Wenn ich etwas darüber lese oder höre habe ich mehr Angst.

15.01.2018 17:44 • #16


Die Angst davor wird nur noch präsenter wenn man ständig damit konfrontiert wird.
Tut mir Leid für deine Mutter Minie267 das sie das durch machen muss.

15.01.2018 22:04 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von _Eule_31:
Die Angst davor wird nur noch präsenter wenn man ständig damit konfrontiert wird.
Tut mir Leid für deine Mutter Minie267 das sie das durch machen muss.



Danke dir Eule, sie macht es super und wir glauben fest daran, dass sie es schaffen wird.

15.01.2018 23:18 • #18


Hallo,
Ich muss mir da mal was von der Seele schreiben.
Es ging mir letzte Woche einigermaßen gut bis ich am Samstag erfahren habe das eine ehemals sehr sehr gute Freundin von mir an Brustkrebs erkrankt ist. Sie 34 Jahre und hat einen 7 Jährigen Sohn.
Aber noch geschockter bin ich von der Tatsache das sie meinte das sie seit 3 Jahren eine Verhärtung in der Brust hatte die auch untersucht wurde, und da hieß es immer dichtes Brust Gewebe und vor ein paar Wochen die Diagnose...

Nun kam meine Angst mit vollem Karacho wieder zurück.

05.02.2018 11:20 • #19


Hallo Eule, ich kann deine Angst absolut nachvollziehen und fühle mich gerade genau so.
Gerade wenn man dann sowas hört, also direkt damit konfrontiert wird.
Das Problem ist, dass die Ärzte bei jungen Frauen, denken, dass Krebs viel zu unwahrscheinlich ist.

Ich habe jetzt seit einer Woche ein Ziehen in der Brust/Achselgegend und werde zum Arzt gehen. Ich möchte auch einen Ultraschall, egal wie jung ich bin und ob ich ihn selbst zahlen muss oder eben nicht.

05.02.2018 12:06 • #20



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