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Hallo liebe Leidensgenossen,

Hat jemand von euch Tipps gegen Zwangsgedanken, wie werde ich sie los?

23.03.2011 18:20 • 25.03.2017 #1


25 Antworten ↓


Hallo Nina55,

wie sehen Deine Zwangsgedanken den aus?

Liebe Grüße

tina

23.03.2011 18:42 • #2



Hat jemand Tipps gegen Zwangsgedanken?

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Ich leide auch sehr unter Zwangsgedanken... Meine wandeln dauernd, aber kreisen um die Angst die Kontrolle zu verlieren. Mal hab ich Angst, dass ich was giftiges in den Mund stecke, dann das ich mich umbringe oder das ich irgendwem was antue... Ich hoffe mir wird die Tagesklinik was bringen wird. Sonst einfach dran denken, dass dir einfach dein niedriger Serotoninspiegel einen Streich spielt. Wenn die Ängste verschwinden, gehn die Zwangsgedanken von alleine weg. Also lieber schnell zum Therapeuten und das Hauptproblem angehen.

LG Angstnase

24.03.2011 12:57 • #3


was mir geholfen hat war ein tip aus einem ratgeber für zwangsgedanken, einfach vorbei ziehen lassen, nicht unterdrücken wollen, akzeptieren als symptom und wie wolken am himmel vorbeiziehen lassen ohne darauf einzugehen oder zu ignorieren. erst wird es dann ganz kurz sogar mehr da man ja darauf wartet dass es was bringt und si mehr darauf konzentriert aber nicht lang u nach ein paar tagen waren sie bei mir im alltag weg jetzt sind sie nur noch in situationen da in denen ich sehr gelangweilt bin.

25.03.2011 13:35 • #4


wissbegierig
Hallo an alle!

Es beruhigt mich sehr, dass ich nicht die einzige bin die unter Zwängen bzw. Zwangsgedanken leidet. Zwang klingt für mich immer total schlimm und abartig.
Da klingen PA für mich noch harmlos und alltäglich. Aber wenn ich denke das ich Zwänge habe oder so, glaube ich immer ich sei total krank und so.

Egal.

@Nina55:
Ich habe am Mittwoch mit meinem Verhaltenstherapeuten darüber gesprochen, da ich ihm zum ersten mal gesagt habe, dass ich Zwänge habe. Meine Zwänge sind:
1.) Muss ich total oft alles kontrollieren (und zwar genau 5x). Egal ob Lichtschalter, Kasten, Türe, einfach alles. Aber nur zu Hause. Wenn ich draußen bin, fast gar nicht.
2.) Habe ich dann den Zwangsgedanken Wenn ich jetzt nicht 5x das Licht ein- und ausschalte, passiert was ganz schlimmes Und lauter solche Sachen.
Mein Therapeut meinte, dass wären Zwangsgedanken, was ich bis jetzt gar nicht wusste. Er sagte mir dass Zwänge einer der kompliziertesten Sachen wären zum therapieren und oft auch nur mit Medikamente therapiert werden. Ich meinte dann aber, ich möchte so gut wie es geht auf Medikamente verzichten (außer meine Homöopathischen Tropfen).

Er sagte es gäbe 2 Methoden.

Für die, die ganz schlimme Zwänge haben wäre das die besten Methode:
Wenn man z.b. den Zwang hat, dass man genau 5x die Tür kontrollieren muss ob sie zu ist, muss man das dann 50 oder 100x machen. Also extrem.

Oder es gibt auch noch diese Methode (die ich machen werde): Man sucht sich eine Uhrzeit aus, von 18:00 Uhr - 19:00 Uhr oder einen Wochentag, z.b. Mittwoch.
Das heißt ich darf am Mittwoch den ganzen Tag meinen Zwängen nicht nachgehen und sie vermeiden so gut es geht. Ziel dabei ist, das man gute Erfahrungen sammelt. Und zwar so gute das man merkt: Eigentlich passiert ja gar nichts, wenn ich das nicht mache.

Ich werde das mal versuchen, ich werd mir aber whs. eine Uhrzeit aussuchen. Welche, weiß ich nocht nicht. Er meinte auch, Zwänge behandelt man genau anders wie die Angst. Also genau das Gegenteil. Ängsten muss man sich stellen und die Situation aushalten. Zwänge muss man aber vermeiden, so gut es geht.

@Angstnase:

Mir geht es komplett gleich! Manchmal habe ich den Zwangsgedanken, wenn ich Sachen sehe wie sehr scharfe Spülmittel, dann denke ich mir, wie es wäre wenn ich das trinken würde und solche blöden Sachen. Ich habe sogar schon mal geträumt dass ich Plastik esse! Schlimm. Natürlich möcht ich das nie im Leben tun.

@Esel:
Da hast du recht! Ich hab mal gelesen, dass man den Gedanken einfach zulassen soll. Ich habe ab und zu den Zwangsgedanken dass ich meinen Katzen weh tue. Wobei das, einer der schlimmsten Sachen für mich wäre. Denn meine Katzen sind ein Teil von mir. Ohne sie geht nichts. Ich liebe meine Katzen und es wäre das schlimmste wenn ihnen was passieren würde. Aber viele Psychologen meinen auch, was man denkt, muss man noch lange nicht tun. Schließlich dachte ich schon oft, dass ich gewissen Menschen eine reinhauen würde und hab es dann auch nicht getan. Oder sowas eben.

So, ich hoffe das hat euch etwas interessiert.

Alles liebe becky

25.03.2011 13:53 • x 1 #5


Ich glaube wir brauchen uns keine Gedanken zu machen so etwas zu tun als ich i verstärkt probleme damit hatte war ich in zwangsforen unterwegs und hab mich darüber informiert und keiner hat jemals seine zwangsgedanken verwirklicht da fehlt die verbindung dinge in die tat umzusetzen das sind nur gedanken! und was deine katzen angeht, das ist ein ganz klassischer fall, viele zwangegedanken drehen sich darum kleineren schwächeren leid anzutun besonder wenn man verantwortung hat oder diese lebewesen liebt. im rahmen meiner dipl arb musste ich jetzt einige bücher über postnatale beschwrerden wälzen und zwangsgedanken dem kind etwas anzutun sind ganz oft beschwerden nach der geburt wegen dem stress u der neuen verantwortung. in der tat macht das aber KEINER die frauen die ihren kindern was antun haben postnatale psychose der schwersten form. von denen die eine psychose haben machen das nur weniger als 1% mit unseren zwangsgedanken stehen wir al also nicht mit einem bein im knast oder krankenhaus sonst würde das auch viel öfter bei straftaten als grund genannt oder vorgeschoben werden. deine katzen werden es gut haben und was anderes würd i nicht sagen wenn i es nicht zu 100% denken würde ich bin nämlich im tierschutzverein

25.03.2011 14:24 • #6


Hallo Ihr Lieben,

möchte auch mal kurz meinen Senf dazugeben. Viele Angstpatienten weisen ja auch eine Tendenz zu anderen seelischen Störungen wie z.B. Zwangsgedanken/Zwangshandlungen auf. Bloß, nur weil diese Tendenz besteht, heißt es noch lange nicht, dass man diese auch zwangsläufig entwickeln müsst.

Es ist wichtig, dass ihr ehrlich zu eurem Therapeuten/in seit und ihm/ihr über eure beunruhigenden Gedanken berichtet. Nur er/sie kann euch mitteilen, ob es sich hierbei dann wirklich um eine weitere Störung im Sinne von Zwängen handelt oder ob es nur eine Ausdrucksform, ein Symptom der Angst ist. Viele Paniker, darunter auch ich, haben nicht nur während einer Panikattacke sondern auch wenn sie sich besonders angespannt fühlen (was meistens eine leichtere PA auf dem Level 1-3 ist) das Gefühl die Kontrolle zu verlieren.

Und dieses Gefühl kann sich natürlich in ganz unterschiedlichen Gedanken äußern. Ich zum Beispiel hab mal gedacht, als ich bei meiner Schwester auf dem Balkon war und leicht panisch, dass ich fähig wäre mich vom Balkon zu stürzen obwohl ich sowas NIEMALS machen würde, hab viel zu viel Angst vor dem Tod als ihn freiwillig zu suchen.

Hatte auch mal die Angst, dass ich meiner Nichte wehtun könnte, gerade wenn ich sie auf dem Arm hatte (und oh mein Gott ich vergöttere dieses Kind) konnte ich es nicht ertragen sie zu halten wenn ich panisch oder auch nur extrem angespannt war weil ich dachte, es passiert gleich was schlimmes.

Habe das mit meinem Therapeuten sehr ausführlich erörtert und er meinte, es ist nur ein Ausdruck von der Angst, die Kontrolle zu verlieren und da jeder Kontrollverlust anders interpretriert äußern sich die ängstlichen Gedanken bei jedem anders. Bei jedem individuell zu seiner spezifischen Situation und seinen größten Ängsten. Wer seine Katzen liebt, hat Angst diesen weh zu tun. Wer seine Nichte liebt, hat Angst ihr was antun zu können usw.

Aber es PASSIERT NICHT. Es sind nur Gedanken, und Gedanken tun niemanden weh.

Wie es der große Albus Dumbledore einst zu Harry Potter gesagt hat:

Es sind nicht unsere Gedanken, die ausmachen wer wir sind, sondern UNSERE TATEN.

Wahre Worte

LG ckbe

25.03.2011 22:21 • #7


.....öhhhhh Dumbledore rulez I love him!

26.03.2011 12:22 • #8


Hallo,

also meine Zwangs und Kontroll gedanken waren echt die Höhepunkte überhaupt meiner Angst. Ich dachte echt ich drehe jetzt voll durch. Ich konnte keine spitzen Gegenstände, scharfe Messer, viele Tabletten noch giftige Sachen um mich haben. Ich musste alles aus meinem Blickfeld verbannen...echt krass....hatte auch immer Angst die Kontrolle zu verlieren irgendwas zu tun...zu essen...und und und. ABER MAN MACHT ES NICHT. Hab dann irgendwann zu mir gesagt, mensch du kannst doch so nicht weitermachen, du hast Kinder und Verantwortung.... da blieb mir nur noch die totale Konfrontation mit den Dingen um die meine Gedanken immer kreisten. Und siehe da, ich konnte das größte Schlachtermesser in die Hand nehmen ohne schlimme Gedanken zu haben. Ich weiss für viele hört sich das echt verrückt an, aber ich musste das echt wieder lernen. Leider hats bei meinen anderen Ängsten noch nicht so wirklich funktioniert....

Also Kopf hoch an alle...ihr schafft das..

Liebe Grüße

tina

26.03.2011 12:49 • #9


Kennt jemand das Buch : Erfolgreich gegen Zwangsstörung von Moritz ?

26.04.2011 15:48 • #10


Hallo erstmal ganz wichtig eine Therapie dann vielleicht Ablenkung wie Musik oder Fernseh und evtl. Tabletten zur Beruhigung.
Das sagte mein Therapeut im Krankenhaus gestern. Ich war gestern Abend schokiert von mir selber.
Ich hatte eine Panikattacke dachte ich tue jetzt irgendein geliebten Menschen was an.
War nicht in der Lage ein Messer oder Gegenstände auch nur in die Hand zu nehmen weil ich dachte jetzt drehe ich durch werde verrückte oder so. Es war so schlimm das ich in die notaufnahme musste und das einzige was geholfen hat waren beruhigungs Tabletten. Ich weiß ich würde nie so etwas tun nur diese Gedanken machen mir panische angst. Die Angst vor der Angst.

19.01.2014 15:02 • #11


Lalala2013
Hallo ihr,
ich möchte nun auch mal schreiben.

Alles fing in meiner Kindheit an. Beide Elternteile Alk., mein papa sehr krank.
Irgendwann fingen meine zwänge an: ist der herd aus, ist die Tür wirklich abgeschlossen, etc!
Nun war es über jahre verschwunden und nun häuft es sich wieder seit Weihnachten.
Und zwar musste ich im Kopf immer wieder durchgehen was ich meinem freund geschenkt hatte.
Gestern waren wir zum Geburtstag, gehe bis heute einige Momente immer wieder durch. Heute habe ich Geburtstag und bekam heute ein Geschenk meiner Tante. Ich gehe zig mal durch was ich letztes Jahr von ihr bekam und was ich heute bekam.

Ich hab Kopfschmerzen und Krieg schon jetzt völlig ein an der waffel.

Auf der Arbeit gehe ich auch immer wieder durch was ich erledigen muss, schreibe es mir dann nochmal auf und streiche durch wss erledigt ist, damit ich auch sicher bin...

Ich will das nicht mehr ((( ich dachte ich hab das ganze besiegt ((

26.05.2015 20:10 • #12


19.01.2017 10:49 • #13


laribum
Mich würde mal interessieren warum du dich gegen ADs wehrst. Die sind kein Heilmittel sondern nur eine Krücke um überhaupt etwas gegen die Erkrankung zu unternehmen...Therapie usw....um Antrieb dafür zu bekommen. Die nimmt man doch nicht ein Leben lang.

19.01.2017 10:58 • x 1 #14


Das Problem ist das ich zudem Angst vor Tabletten habe, ich fühle mich dann noch kranker als ich sowieso schon bin und ich hoffe dass es auch so irgendwann wieder weggeht.

Ich habe ständige Gedankenkarussele und dann diese Zwangsgedanken die sich jedoch noch in Grenzen halten.
(Beim Händewaschen wird gezählt, dauert bis zu 1 Minute) Aber selten wasche ich mir meine Hände einfach nur so, nur wenn ich Müll angefasst habe oder nach der Toilette.
Wenn sich meine Gedanken zu sehr drehen wasche ich mir meine Hände ebenfalls aber dies kommt nur 1 x pro Woche vor.

Einen Kontrollzwang habe ich mir fast abgewöhnen können, habe davor lange auf den Wasserhahn drücken müssen um mich zu vergewissern dass er auch wirklich zu ist. Die Spühlung von der Toilette so sehr drücken dass ich einen Schmerz verspühre (Diese Sachen sind zum Glück weg). Ab und zu kontrolliere ich noch einige Dinge, aber dies nimmt nur eine Sekunden in Anspruch.

Ab und zu habe ich dann auch noch einen Anordnungszwang, das sich Gegenstände nicht berühren dürfen, bei Geschirr beispielsweise, dies ist auch sehr selten und nimmt auch nur max 10 Sekunden in Anspruch und dann können sich die Gegenstände wieder berühren und ich kann sie ganz normal einräumen.

Bei einem Therapeuten war ich mit meiner Angst noch nicht, da ich durch meine jetzigen Erfolge schon eine Verbesserung sehe und ich hoffe das der Rest auch irgendwann weggeht, ich weiß das eine Therapie besser wäre, aber dafür fühle ich mich derzeit noch nicht bereit.

19.01.2017 11:09 • #15


laribum
Denke nicht das das ohne profess. Hilfe weggehen wird das scheint schon echt gravierend zu sein.

19.01.2017 11:24 • #16


Wehre mich ebenfalls gegen Tabletten. Da unser Gehirn sehr komplex und manipulativ ist.
Ängste entstanden bei mir bei Arbeitslosigkeit.
Während Arbeit waren keine Ängste vorhanden.
Also meine Lösung ist nur Arbeit. Arbeit macht frei.

19.01.2017 11:30 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Dadurch dass ich meiner Meinung nach schon viele Ticks abstellen konnte, habe ich halt noch die Hoffnung dass die anderen auch so weggehen. Natürlich sind es bei mir noch sehr viele und ich habe mir vieles angelernt, aber die Sachen die ich schon beseitig habe, habe ich davor auch über mehrere Monate aktiv ausgeübt. Deshalb habe ich noch ein Fünkchen Hoffnung.

19.01.2017 11:32 • #18


Moin Moin,
das mit den Antidepressiva sehe ich auch kritisch, denn ich habe bemerkt, dass sie bei mir so etwas wie Erlebensvermeidung
unterstüzt haben. Ich nahm die Antidepressiva, weil ich dachte die Angst gehe damit weg, aber diese Hoffnung ist ja nicht
besonders hilfreich. Am ende bin ich mit einer Achtsamkeitsbasierten Intervention am besten gefahren.

Ich wünsch einen erfolgreichen Tag

19.01.2017 11:37 • #19


laribum
Zitat von Williams:
Wehre mich ebenfalls gegen Tabletten. Da unser Gehirn sehr komplex und manipulativ ist.
Ängste entstanden bei mir bei Arbeitslosigkeit.
Während Arbeit waren keine Ängste vorhanden.
Also meine Lösung ist nur Arbeit. Arbeit macht frei.


Und du bist z.Zt arbeitslos?
PS: Arbeit macht frei passt jetzt nicht so ganz.

19.01.2017 12:35 • #20



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