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Hallo Leute,

ich kann bei mir manchmal gar nicht mehr richtig unterscheiden, ob es sich bei mir bei einem psychischen Symptom um ein Angstsymptom oder ein Zwangssymptom oder um eine Mischung aus beidem handelt.

Wenn ich mich vor einem Herzinfarkt oder Atmungsproblemen fürchte, so ist dies ein Angstsymptom. Wenn ich nach einem "negativen" Gedanken einen "positiven, guten" Gedanken denken muss, so ist dies wohl eher ein Zwangssymptom. Wenn ich immer wieder meine Atmung oder den Herzschlag überprüfen muss, weil ich Angst habe, dass da etwas nicht in Ordnung ist, ist dies dann ein Angstsymptom oder schon ein zwanghaftes Kontrolllieren? Wenn sich mir immer wieder der Gedanke aufdrängt, irgendetwas zählen zu müssen, weil ich sonst eine Panikattacke bekommen könnte, ist dies dann ein Zwangsymptom und/oder ein Angstsymptom der Panikstörung?

Hier im Forum scheinen nicht sehr viele Zwangssymptome zu kennen, obwohl mal eine Forumsteilnehmerin meinte, dass diese Kombination aus Angst- und Zwangssymptomen häufig wäre. Aber vielleicht kennt ja der eine oder die andere solche Zähl-, Gedanken- , Kontroll- oder Wiederholungszwänge.

Gruß,

Karl

09.03.2008 08:52 • 09.03.2008 #1


3 Antworten ↓


Guten Morgen,

Wie kommst du nur auf diesen Vergleich? Wir haben Angstzustände und Panikattaken, weil wir von ständigen negativen Gedanken überhäuft sind. Die Symtome sind da, damit wir ein Signal bekommen, es ist mal wieder zu viel.
Bei mir war es so, dass ich schon garnicht mehr positiv denken konnte und ständig im voraus negativ schon gedacht habe, obwohl Situationen noch nicht einmal eingetroffen sind.
Seid ich lerne meine Gedanken zu verändern und negativ mit positiv tausche geht es mir besser. Natürlich ist es geistige schwerstarbeit, aber irgent wan kommen die positiven Gedanken von alleine und diese arbeit zahlt sich aus. Naja, das hoffe ich!

Bis jetzt haben mich diese ganzen techniken durch viele Herausforderungen gebracht, die ich nicht für möglich gehalten habe.
Ich fahre wieder Auto, gehe einkaufen usw.
Natürlich bin ich nie allein, denn die Angst ist bei mir, aber ich lade sie ein mich zu allen zu begleiten und es wird besser.

Gruß

Regi

09.03.2008 09:11 • #2



Angst und Zwang

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Hallo Karl,

schön, dass du wieder hier schreibst, habe dich schon vermisst.

Lieber Karl, ich meine, du denkst zu viel.
Versuche doch mal, einfach deinen Körper wohlwollend zu betrachten.

Schaue dich im Spiegel an, sage dir: Hallo Karl, ich mag dich sau gut leiden...und das mindestens 300 mal am Tag

Versuche, Frieden mit deinem Körper zu schließen, ihn bewußt wahrzunehmen.
Wenn du willst, schicke ich dir eine Atemübung, die ich in meinem Kursus
für PMR nach Jacobson einbaue.

Einen schönen Sonntag. Im Saarland ist es leider trübe ... trotzdem habe ich mich heute morgen im Spiegel begrüßt.

Michael

09.03.2008 10:06 • #3


Christina
Hallo Karl,

ich habe das auch, Angst und Zwang gemischt, allerdings "nur" Agoraphobie und Zwang. Die Zwänge haben sich bei mir quasi zur Kompensation der Angst während der Therapie entwickelt - toller Erfolg...
Zitat von karlkolibri:
Wenn ich immer wieder meine Atmung oder den Herzschlag überprüfen muss, weil ich Angst habe, dass da etwas nicht in Ordnung ist, ist dies dann ein Angstsymptom oder schon ein zwanghaftes Kontrolllieren?
Ich finde, das ist zwar ein angstbedingt zwanghaftes Kontrollieren, aber kein Zwangssymptom. Es geht ja nicht um die Zwangshandlung, sondern um das Ergebnis.
Zitat von karlkolibri:
Wenn sich mir immer wieder der Gedanke aufdrängt, irgendetwas zählen zu müssen, weil ich sonst eine Panikattacke bekommen könnte, ist dies dann ein Zwangsymptom und/oder ein Angstsymptom der Panikstörung?
Das würde ich klar als Zwangssymptom einschätzen. Es ist doch das typisch Zwanghafte (und Abergläubische), wenn ich nicht A tue, passiert B, wobei A und B rein gar nichts miteinander zu tun haben.

Du bist jedenfalls damit nicht allein, obwohl das ein schwacher Trost sein dürfte. Eine Lösung habe ich nämlich auch noch nicht gefunden. Wenn ich die Agoraphobie in den Griff zu bekommen schien, war das immer um den Preis verstärkter Zwänge. Das letzte Mal so schlimm, dass ich einen derben Rückfall hatte, mich allein nichts mehr traute und trotzdem heftige Zwänge hatte - vor allem Wiederholungszwänge.

Liebe Grüße
Christina

09.03.2008 11:56 • #4