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SteffenS
Mitglied

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Ich bewältige mein Problem nicht mehr ohne Hilfe und habe mich deshalb hier angemeldet.

Unsere Kinder sind "aus dem Haus", leben in Hamburg (Tochter 25) und Neuseeland (Sohn 28). Beide sind Single. Meine Frau und ich sind berufstätig und finanziell gehts uns gut.

Vielleicht klingt meine Sorge übertrieben, komisch, nicht nachvollziehbar. Jedoch denke ich ständig an unser Kinder, überlege, was sie gerade tun, schaue zwanghaft ungefähr 10 mal am Tag, ob sie auf Insta online waren.

Waren sie lange nicht online, oder erreiche ich per Telefon dann einen der beiden nicht, bekomme ich Panikattacken. Schweissausbrüche, Herzrasen, ich kann kaum noch arbeiten, daheim laufe ich auf und ab.

Um abends zur Ruhe zu kommen, trinke ich entweder B. oder nehme eine Schlaftablette. Ich spüre, wie dies mich nun auch körperlich schlaucht.

Die Angst um die beiden habe ich schon einige Jahre, es wird jedoch schlimmer. Gerade, weil unser Sohn nun seit einem Jahr auch so weit weg lebt und beruflich auch viel unterwegs ist.

Für jeden Tipp der mir hilft, mit der Situation besser umgehen zu können, gelassener zu werden, bin ich dankbar.

21.01.2026 x 1 #1


7 Antworten ↓


Peekay
@SteffenS ich habe auch zwei erwachsene Söhne, und Sorgen mache ich mir auch
Aber, es hat sich gebessert.
Mit meinem großen habe ich vereinbart das er immer Sonntags anruft, er wohnt auch weiter weg und ist dazu nicht gesund.
Ich habe losgelassen. Es ist sein Leben wofür er selber verantwortlich ist. Er weiß dass ich immer für ihn da bin und wenn etwas nicht in Ordnung ist kann er sich immer melden.
Der jüngere wohnt in meiner Nähe, den sehe ich öfters. Auch da ist es ja so daß er sein eigenes Leben hat. Aber da schau ich auch des öfteren ob er was gepostet hat.
Seitdem ich losgelassen habe mache ich mir auch nicht mehr so viele Sorgen, denn ich weiß dass mir das schadet.
Sprich mit deinen Kindern darüber, vielleicht könnt ihr ja auch vereinbaren dass sie sich in bestimmten Abständen melden.

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A


Zwanghafte Sorge um meine erwachsenen Kinder

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Abendschein
Zitat von SteffenS:
Ich bewältige mein Problem nicht mehr ohne Hilfe und habe mich deshalb hier angemeldet. Unsere Kinder sind "aus dem Haus", leben in Hamburg (Tochter 25) und Neuseeland (Sohn 28). Beide sind Single. Meine Frau und ich sind berufstätig und finanziell gehts uns gut. Vielleicht klingt meine Sorge übertrieben, ...

Hallo lieber @SteffenS ich habe zwar keine Kinder, dafür mache ich mir immer Sorgen um meinen Mann. Ich kann Dich da durchaus verstehen. Aber was nützt es, wenn wir uns Sorgen machen? Wir leiden und schaden uns damit nur selber. Wenn etwas passiert, dann nützt es nichts, wenn wir uns Sorgen machen, weißt Du?

Ich versuche mir das abzugewöhnen. Indem ich jeden Morgen für meinen Mann bete. Das er gesund bleibt, das er gut ankommt, da wo er hin will. Weißt Du, wie ich meine? Wir verpassen unser eigenes Leben, indem wir uns ständig Sorgen machen, um andere, in dem Fall, die Familie. Aber es bringt nichts, wie Du es ja selber auch merkst.

#3


Greta__
Beide Kinder (25 und 21) wohnen nicht mehr zuhause, das jüngste Kind ist erst Anfang Januar ausgezogen.

Ich bin noch in der absoluten Trauerphase, kenne die Ängste aber auch.

Es wäre wahrscheinlich gut, wenn du dich damit beschäftigst wer du als Mann bist, abseits der Vaterrolle. Dein Leben neu sortieren. Rede ausführlich und offen mit deiner Frau und den Kindern darüber.

Liebe Grüße.

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L
Was macht denn dich, was macht denn dein Leben aus?

Und ich frage mal ganz ketzerisch: Wenn ihr im Leben z.B. eures Sohnes eine vergleichbar große Rolle spielen würdet, wäre der dann am anderen Ende der Welt?

Den meisten Kindern gehen die Eltern irgendwann halt auf die Nerven. Das wird schlimmer, je älter und hilfsbedürftiger ihr seid. Aber "cool" seid ihr jetzt schon nicht mehr.

Lösch diese Apps, melde dich nicht, warte ab, was von denen kommt und staune.

#5


Sonja77
Hallo 🙋‍♀
Erst einmal finde ich es toll wie offen du hier über deine Ängste schreibst dazu stehst Hilfe suchst und selber merkst das du da alleine nicht mehr raus kommst

Und natürlich herzlich willkommen hier im Forum

Also ich bin selber Mutter von zwei Kindern
Die große 29 lebt seit Jahren alleine der kleine wird 15 ist somit noch zuhause

Als meine Tochter damals ausgezogen ist war das für mich die Hölle auf Erden das liegt aber an ganz anderen Gründen die hier jetzt nichts zur Sache tun
Jedenfalls hab ich eine Weile gebraucht um mich daran zu gewöhnen das sie nun nicht mehr da ist

Angst um sie hatte ich nie also kann ich dir bei deiner Angst nicht wirklich weiterhelfen aber ich kann dir sagen was ich damals getan hab um mir das umgewöhnen leichter zu machen

Als erstes haben wir ihr jugendzimmer gleich komplett renoviert also frisch gestrichen in anderen farben und haben das Zimmer umgestaltet so das wir es als Familie nutzen konnten
So hatte ich sofort einen klaren Schnitt und das hat mir sehr geholfen

Die erste Zeit hab ich ihr oft geschrieben ob alles in Ordnung sei ob sie Hilfe bei was braucht ihr etwas fehlt oder sie mal vorbei kommen will
Aber mit dem vergehen der Monate wurde das immer sporadischer bis es irgendwann im laufe der Zeit sich auf ein ab und zu beschränkt hat

Das ist nunmal der Lauf des Lebens und das kann man nicht verhindern und dessen sollte man sich im klaren sein wenn man Kinder hat sie müssen ihr Leben leben und ihren Weg finden alles andere wäre ungesund und schließlich wollen wir ja das Beste für unsere Kinder und müssen ihre Wege respektieren

Du musst loslassen zu klammerst und dein Klammern ist in einem wirklich ungesunden Maße vorallem für dich wo sogar zu B. oder Tabletten greifen musst um zur Ruhe zu kommen
Es ist aber auch für deine Kinder ungesund
Deine Angst ist eindeutig extrem übertrieben

Ich an deiner Stelle würde mir professionelle Hilfe und Unterstützung suchen und davon profitieren denn alleine kommst du da nicht mehr raus und das wäre für alle schlimm und wie gesagt ungesund

Und lass die Finger vom B. um runterzukommen denn sonst hast du ganz schnell noch ein weiteres Problem an der Backe

Ich wünsche dir alles Gute 🍀 auf deinem Weg

x 1 #6


P
Ich finde den Vorschlag gut, dass du den Fokus auf dich und dein Leben, deine Wünsche und Ziele abseits der Vaterrolle richtest.

Dann macht mich das Wort "zwanghaft" hellhörig. Deine Gedanken können in ihrer Intensität natürlich auch Richtung Zwang abgedriftet sein.

Dann wäre hieran zu arbeiten, wie man mit Zwangsgedanken umgehen kann.

Google mal nach der Akzeptanz und Commitment Therapie (Act). Mir gefällt das Buch "Das Leben annehmen". Es zeigt Maßnahmen zum Umgang mit Zwangsgedanken und anderen nicht hilfreichen Gedanken.

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E
Hallo Steffen,
du wirst es nicht glauben, aber genau dein Beitrag hat mich dazu bewogen, mich hier im Forum anzumelden, nachdem ich jahrelang nur Mitleserin war. Der Grund: Mir geht es exakt genauso wie dir!
Ich habe zwei Töchter (bald 28 und 29), die beide (getrennt voneinander) in München wohnen und dort (bzw. von dort aus) arbeiten. München ist zwar nur gut 100 km von mir entfernt, wir sehen uns aber trotzdem nur so alle paar Wochen, da beide ihr eigenes Leben haben und das ist völlig in Ordnung für mich.
Den Vorschlag, regelmäßig an einem bestimmten Tag zu telefonieren, wie es eine Userin vorschlägt, könnte ich mir absolut nicht vorstellen und zwar deshalb, da ich durchdrehen würde, wäre eine meiner Töhter zu diesem vereinbarten Zeitpunkt nicht erreichbar.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir unsere Kinder kontrollieren möchten oder sie nicht loslassen könnten! Das hat was mit großer Verlustangst zu tun. Ich würde meine Kinder überall hin in die Welt lassen, wenn ich wüsste, sie sind dort glücklich! Und so geht es dir sicher auch, lieber Steffen!
Ich schau ja auch seehr oft auf WhatsApp, ob sie denn vielleicht gerade online sind ("zuletzt online" haben sie ausgestellt, da diese Funktion mal einen "Hänger" hatte und ich deshalb fast am Durchdrehen war). Und nur wenn sie "online" sind, trau ich mich vielleicht (!) zu schreiben, aber bibberere vor Angst, wenn ich nicht innerhalb von 10 Minuten eine Antwort auf eine Frage erhalte.
Meine Kinder kennen meine generalisierte Angststörung, haben großes Verständnis und wissen, dass es nicht um Kontrolle oder klammern geht, dafür bin ich ihnen soo dankbar! Trotzdem hab ich ein schlechtes Gewissen...Ich bin schon jahrelang in psychotherapeutischer Behandlung, versuch daran zu arbeiten, aber so richtig der Durchbruch will mir nicht gelingen...
Meine eine Tochter fährt z.B. jeden Tag gut 100 km insgesamt zur Arbeit und das einzige, woran ich mich abends halten kann, ist das Motto "no news are good news" 😔.
Ist nicht viel, aber mehr geht nicht bei mir. Ich hoffe, du wirst einen guten Weg finden und vielleicht hilft es dir, dass es noch jemanden gibt, dem es ganz genauso geht! Liebe Grüße!

#8






Mira Weyer
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