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S
Hallo ...ich bin 32...ich weiss nimmer konkret..wann oder wie es Anfing...aber Probleme im Umgang mmit Menschen hatte ich schon immer ein wenig....auch wenn das niemand der mich kennt..oder mit dem ich arbeite wohl merkt..oder gleich gemerkt hat.
Ich war immer ein lustiger Typ..und habe gerne mal n Witzchen gemacht..manchmal vielleicht auch eins zuviel....jedenfalls hab ich mich in der Richtung ein wenig geändert....das ICH von früher hängt mir aber immer noch nach..viele nehmen mich net ernst auf der Arbeit..oder..vielleicht denke ich das auch nur.
Wenn ich auf Arbeit komme..und jemand ne Bemerkung zu mir macht..denke ich die ganze Schicht über diese Bemerkung nach...warum er sie gemacht hat..wie er darauf kommt...ob er vielleicht mit jemand über mich gesprochen hat....und wenn mir jemand mal nicht Guten Tag sagt...dann mache ich mir da auch Gedanken drüber.....und versuche dann möglichst denjenigen noch bei Schichtende zu erwischen damit der mir vielleicht noch ein freundliches
Wort sagt...damit ich weiss das alles in Ordnung ist.
Ausserdem muss ich sagen das mir meine Arbeit und der dammit verbundene Schichtwechsel keinen Spass machen...und mich sehr anstrengen und zermürben..das einzige was daran stimmt ist das Geld.
Würde manchmal am liebsten alles hinwerfen und was anderes machen.......denke dann aber immer ..Was??So rosig sieht der Arbeitsmarkt ja nicht aus.....ok...ich hör an der Stelle mal auf..vielleicht hat dazu ja schon jemand was zu sagen...danke im vorraus...Ach so...ich war vor 2 Monaten beim Psychologen und stehe bei dem auf der Liste für ne Therapie..aber..ich hab Angst das ich das bis dahin nimmer aushalte..

07.12.2011 11:53 • 08.12.2011 #1


5 Antworten ↓


P
Hallo,

ich kenne dieses Grübeln, wie irgendwer was gemeint hat, auch von mir ... Du könntest versuchen, mal auf dieses Rückversichern , nachdem jemand nichts zu Dir gesagt hat, zu verzichten, das wäre schon mal ein erster Schritt. Schichtarbeit wäre für mich nur äußerst schwer oder gar nicht zu bewältigen, will Dir aber nicht zu einer bestimmten Entscheidung raten. Du könntest höchstens mal nach freien Stellen suchen, um Dir alle Optionen offen zu halten, falls Du das nicht schon machst. Ansonsten wünsche ich Dir, dass Du nicht mehr allzu lang auf die Therapie warten musst. Vielleicht klärt sich dann, was richtig für Dich ist.

Grüße

pc

07.12.2011 17:51 • #2


A


Zuviele GedankenProbleme in der Arbeitswelt.

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S
Ja..das Ding ist eben..das ich nen Job habe bei dem öfter mal Leerlauf ist..und ich für mich alleine bin..da hat man schon mal Zeit sich Gedanken zu machen...
Ich mache das jetzt schon über 10 Jahre...und jeder der auch von draussen zu uns in
die Firma kommt sagt wie toll es hier ist und wie locker von der Arbeit her......da überlegt man sich natürlich 3mal dort aufzuhören....
Ganz ehrlich...ich hatte ne relativ schwere Kindheit..mein Vater war ein Alki und ein Tyrann und war öfter hinter mir her..im Sinne von..er hat mir wochenlang zugeguckt was ich so mache...und hat dann in einem alles über mir ausgeschüttet aber eben auf ungerechte Weise...er hat ja net gesagt was ich eigentlich machen soll vorher..da hat der immer schon drauf gewartet...deswegen hab ich auch kein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein...obschon ich im Leben schon einiges erreicht habe...gestern morgen wurde ich wach an meinem freien Tag..und hatte morgens schon ne richtige Panik im Oberbauch....so als wenn was schlimmes bevorstehen würde....obwohl gar nix ist...dann fällt es mir auch öfter schwer mir den Tag locker einzuteilen...würde am liebsten alles auf einmal machen..oder eben gleich..und dann wird es am Ende zum Stress.

07.12.2011 23:03 • #3


G
Ich kenn das nur zu gut...

Meine Therapeutin sagt, dass das sehr üblich ist für Soziale Phobie/Angststörung.

In gewisser Weise hatte ich das auch schon immer. In letzter Zeit ist meine Angststörung recht ausgeprägt, was diese Verhaltensweisen verstärkt.
Ich denke das hat auch sehr viel mit Selbstwert/Selbstbewusstsein zu tun. Das ist bei mir in letzter Zeit häufig im Keller.

Was hat denn der Psychologe gemeint damals?

08.12.2011 10:24 • #4


P
Also wenn Du den Eindruck hast, dass die Arbeitsstelle gar nicht das Problem ist, dann würde ich mir tatsächlich gut überlegen, zu kündigen. Auch meine Probleme haben ihren Ursprung in der Kindheit. Dass Du bisher auch ohne Therapie irgendwie über die Runden gekommen bist, spricht für eine gewisse Stabilität, was schon mal eine gute Ausgangsbasis ist.

Grüße

pc

08.12.2011 17:44 • #5


S
Also..erst mal Danke das ich /man hier auch Antworten bekommt und sich die Leute für die Probleme der anderen interessieren oder sich auch wiederfinden...das Gefühl nicht allein zu sein mit so etwas ist toll und hilft

Zu Gottlieb:
Nun..ich hab dem ja den ganzen Roman von meinem Leben natürlich ein wenig ausführlicher erzählt als jetzt hier..das ist klar..das würde ja sonst den Rahmen sprengen und meine Tastatur
Er meinte am Ende unseres Sitzung ich wäre doch ein helles Köpfchen..und ob ich nicht mal daran gedacht hätte mich weiterzubilden...das hat der natürlich mit Berechnung gesagt denke ich mir..der wollte das ich mir Gedanken drüber mache was auf meiner Arbeit zu ändern und damit mein Leben.....ja...dazu muss ich aber ganz ehrlich sagen...ne Weiterbildung neben der Schicht würde ich net packen....und....es gibt da nix was mich erfüllen könnte...bei uns.
Ich müsste wahrscheinlich das ich für mich ne tolle Arbeit hab...alles hinschmeissen ne neue Ausbildung machen..und dann weitersehen....dafür bin ich aber net locker genug und hätte davor zuviel Angst.....mit 32...ohne Eltern...ohne Unterstützer...was ich jetzt auf dem Konto hab weiss ich....mein Ziel einer Therapie wäre es....so wie es jetzt ist..das Glück für mich zu finden....
Ja und deswegen hab ich da auch Angst vor der Therapie...das der Therapeut auf einmal zu dem Schluss kommt...sie werden nur Glücklich mit ner anderen Arbeit...da wüsste ich nämlich nimmer weiter

Zu Panicchief:
Ja..du hast es ja oben schon gelesen...meine Arbeit ist nicht die erfüllendste..für das was ich mache bekomme ich auch nie ein Lob..auch net wenn ich es besonders gut mache...aber ich wüsst eben net wie ich da raus soll...meine Kindheit...war mehr ein ständiges verstecken und dem Alten und seinen Launen aus dem Weg gehen...Kommunikation gab es bei uns in der Familie fast gar nicht..da meine Mutter immer ängstlich und nervös war vor dem was sie erwartet wenn der Alte nach Hause kommt...und in dieser ständigen Anspannung habe ich meine Kindheit verbracht...
Und jetzt hoffe ich ..das die Sache die ich da zur Zeit durchmache..wegtherapiert werden kann...und nicht noch sonstiger Veränderungen Bedarf...ich meine...wir haben Leute bei uns..die sind auch net dümmer als ich und machen den Job..die schaffen es ja auch.
Heute hatte ich im übrigen wieder ne Energie in mir zum Bäume ausreissen...hab mich ständig in Bewegung gehalten..und noch mit Freunden getroffen..da war ich abgelenkt...und alles war super

08.12.2011 20:43 • #6





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