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Hallo!

Ich suche Hilfe in einer komischen Situation. Ich beginne am Besten am Anfang - vor ca 4 Jahren.

Damals war ich 26 und habe ich eine Frau (Sara) kennengelernt, die mir gut gefiel und wir wurden ein Paar. Ich hab sie lieben gelernt und sie erwiederte sehr stark die Liebe (meine erste echte Beziehung). Es waren die besten 2 Jahre meines Lebens, bis ich eines Tages merkte, dass Sara nicht diejenige war, mit der ich alt werden wollte. Im Nachhinein hab ich mir eingestanden, dass sie das schon lang nicht war, möglicherweise niemals gewesen ist (die Frau, mit der ich alt werden wollte), aber die Beziehung zu ihr war so schön, so liebevoll, so wärmend, ich fand mich sehr GEBORGEN. Außerdem hatten wir uns stark aneinander gewöhnt und lebten zusammen in einer WG. Ich entschloss - gegen meine eigenen und ihre Liebe - sie zu verlassen, weil ich a) ihr nicht die Chance nehmen wollte jemanden fürs Leben zu finden, b) weil ich glaubte, dass ich noch was erleben musste (ich war 29) und c) weil sie nicht den "Kriterien" (wenn man so will ... gemeinsame Muttersprache, gemeinsame Familienvorstellung, Art der Erziehung, "die Mutter meiner Kinder") entsprach. Es war sau schwer für uns beide, ich war 2 Monate vor dem Staatsexamen (Medizin) - konnte 2 Monate gar nicht schlafen und war total kaputt. Ich bestand das Staatsexamen, traf mich noch einmal, weil das endgültig wissen wollte und hatte dann 3 Monate keinen Kontakt. Dann hab ich sie zu meinem 30. Geburtstag eingeladen, weil ich sie immer noch sehr mochte und wollte keinen kompletten Kontaktabriss. Wir fingen an, ein Affäre zu haben, schliefen 1-2 x im Monat miteinander, gingen gemeinsam aus und hatten eine tolle Zeit. Im Nachhinein war es für mich noch besser, weil ich ungebunden war aber mit ihr Schlafen konnte, wann ich wollte. Sie war für mich eine Super "Friend with benefits", der Gechlechtsverker war super, die tolle Zeit war super und sie hat mir das gegeben, was ich brauchte, ohne etwas zurückgeben zu MÜSSEN, denn sie war damit auch sehr einverstanden. Sie bat mich jedoch es ihr zu sagen, wenn ich mit einer anderen Frau schlafen würde ich willigte auf den Deal ein. Nach ca. 6 Monaten - im Oktober letzten Jahres - war es dann soweit - ich hatte ihr "gebeichtet", dass ich mit einer anderen geschlafen hatte. Ich merkte sofort wie sich die Chemie und Kommunkation etwas veränderte, aber ich dachte mir nichts dabei, denn das war ja der Deal, den wir eingegangen waren. Später erst verstand ich, dass das für sie endgültig das Aus war - verständlicherweise. Gegen Jahreswechsel trafen wir uns wieder auf einen Kafe und sie sagte mir, dass sie jemand anders kennengelernt hatte (er lebt in einer anderen deutschen Stadt 500 km nördlich von uns). Ich sagte mir und ihr dass ich mich für sie freute. Kognitiv und rational verstand ich das, aber emotional schlich sich ein bisher unbekannte Gefühl ein: ein Mischung aus Eifersucht, Sehnsucht, Trauer und Angst vor dem Alleinesein. Bei einem erneuten freundschaftlichen Treffen (ich hatte noch etwas in der alten WG zu erledigen), erzählte ich ihr davon und davon, dass ich mit weiter befreundet sein will, weil sie mir – als Person und als jemand, der mich stark prägte - immer noch soviel bedeutet hatte. Sie empfand gleichso, wobei sie sagte, dass sie nun mit dem anderen zusammen war und sie noch nicht wisse, wie sich das entwickelt, aber dass es probieren will und dass wir das Thema „der andere“ ausklammern könnten. Ich wusste nicht recht, aber sie bedeutete mir sehr viel. Ich fuhr nach Hause (ich wohnte mittlerweile in einer anderen Stadt 100 km entfernt) ohne mir viel Gedanken zu machen, fing mir aber an auszumalen, dass ich mir ihr wieder zusammen kommen könnte. Die Phantasie wurden so stark, dass ich fast glaubte, dass wir wieder zusammen waren uns sie möglicherweise zu mir ziehen könnte und wir wieder „das alte schöne Paar waren“, für das wir oft bewundert wurden. Gegen Ende Januar hatte ich eine Wochenendfortbildung und wollte in der alten WG übernachten, weil sie in der Nähe war. Ich fragte sie, ob sie was dagegen hatte und ob wir eventuell was unternehmen wollte, unterbewusst in der starken Hoffnung, mir ihr wieder zusammenzukommen. Ich war wieder verliebt in jemanden, der sich aber mittlerweile weiterentwickelt hatten und jemand anders war und den ich eigentlich kaum zu Gesicht bekommen hatte. Sie sagte es wäre kein Problem, dass ich komme, aber wir könnten nichts unternehmen, weil sie „Besuch“ hatte. Ich – so naiv und verliebt wie ich war - dachte mir dabei nichts. Erst als ich auf dem Weg in die WG war schrieb sie mir eine SMS, dass „er“ da war. Ich wusste gar nicht wie mir geschah, holte meine Sachen ab, traf sie dort kurz und begriff, dass ich extreeeeemst eifersüchtig war. Ich sagte ihr, ich könne ihr jetzt nichts dazu sagen, aber wir würden telefonieren. Noch in der selben Nacht schrieb ich ihr einen 5-Seiten Brief, in dem ich ihr meine Liebe offenbarte und dass ich sie zurück haben wollte (der „Klassiker“ im Nachhinein). Und dass ich sie unbedingt um eine 2te Chance bat. Kaum 2 Tage später antwortete sie mir, dass sie das verstehen würde, aber dass sie damals, als ich ihr von der anderen Frau erzählt habe, mit der ich geschlafen hatte, für sich entschloss, dass es endgültig vorbei war. Ich konnte das alles nicht glauben (Nichtwahrhabenwollen), fing an die wildesten Rückeroberungspläne zu schmieden (wir beide war immer extrem kreativ und liebten es, uns Geschänke gegenseitig zu machen) und wollte sie um jedem Preis zurück.

Hier – gg. Mitte Februar – begann meine pathopsychologische Geschichte. Im Liebes- und eifersuchtsrausch kam es zu einer trennungsbedingten, abnabelungsähnlichen posttraumatischen Belastungsstöung (ich hatte begriffen, dass meine erste Abnabelung von meiner Mutter auf eine bestimmte Art und weise immer noch nicht abgeschlossen war, umso mehr weil Sara und meine Mutter nicht immer miteinander klar kamen), ich konnte nicht schlafen, telefonierte stundenlang mit dem Sorgentelefon (wo mir eine narzistische Persönlichkeit angeschrieben wurde, weiß nicht inwieweit das stimmt,) konnte mich nicht konzentrieren, nicht arbeiten, nicht schlafen, verstörte mich hier erstmals in Zukunfts- und Existenzängsten, wies mich selbst in der Psychiatrie ein, weil ich keinen anderen Ausweg mehr sah. Nach einer Woche Abstand, ohne Psychopharmaka und mit viel psychotherapeutischen Entlastungsgesprächen bat ich um Sonderurlaub, war insgesammt vom Dienst befreit, wusste nicht so recht, ob ich wieder arbeiten sollte oder ich noch weiter erholen sollte, ein Freund und Kollege spracht mir Mut zu und es sollte „weitergehen“. Ich fing wieder an zu arbeiten, konnte insgesamt nicht so recht schlafen, hatte ganz viele Gepräche (schon seit Anfang der Krise) mit vielen meiner Freunde und Familienmitgliedern, die mich extreeemst unterstützten. Ich begann ambulante Psychotherapie, tat „was auch immer mir gut tat“, verlor mich in Partnerbörsen, suchte nach Sex und einem Sehnsuchtsersatz ohne feste Bindungsgedanken, verabredete mich mit fremden Frauen, fing aber auch wieder an ehrenamtlich und sportlich tätig zu werden, suchte viel Ausgleich zu meiner Arbeit und es ging langsam voran.

Nun zum Gegenwärtigen Problem:

Gegen Ende März fuhr ich auf Skilager, wo auch eine alte Bekannte (Daniele) aus den USA hinkam. Ich erzählte ihr ziemlich gradaus und offen (ich bin ziemlich extrovertiert) über mein Liebeskummerproblem und auch über die „Sarakrise“, die ich durchmachte. Sie war sehr aufmerksam und gab mir viel Wärme. Ich wollte mich eigentlich nicht in sie verlieben, weil das noch viel zu früh war und gleichzeitig sie eine Exfreundin (vor 8 Monaten) von einem meiner besten Freunde (Andreas) war. Nach dem Skilager, als sie zurück in die USA flog, merkte ich, dass ich mich doch verliebt hatte. Wir schrieben uns viel gegenseitig, telefonierten und schickten uns viel Post. Ich sprach darüber auch mit Andreas, er sagte, dass das für ihn OK war, also hatte ich von ihm grünes Licht, was mir extrem viel bedeutete. In der ganzen Zeit versuchte ich mit keine großen Hoffnungen zu machen, umso mehr ich noch gar nicht wusste, was sie wollte. In der ganzen Zeit wurde mein psychischer Zustand stabiler und ich war sehr guter Dinge und ziemlich euphorisch-verliebt. Das war ein extreem schönes Gefühl, v.a. im Vergleich zu dem, was ich 3 Monate zuvor erlebt hatte.

Nun bin ich seit 1 Woche in den USA – bei Daniele, wir machen insgesamt 5 Wochen Urlaub und auch ein gemeinsames Jugendfreizeitprojekt. Wir kamen uns, nach 4 Tagen freundschaftlicher Beziehung, auf einmal sehr nahe, es ging super schnell, innerhalb 24 Stunden waren wir ein Paar und freuten uns, nun doch zueinander gefunden zu haben – ein wahnsinniger emotionaler Euphorismus, den ich sehr genoss und den ich eigentlich mir gewünscht hatte ... es hatte sich besser entwickelt, als ich und sie gedacht/geträumt hatten.

Sie sagte mir, dass sich mich wirklich will und für Ihr Leben braucht und dass wenn sich etwas entwickeln würde, sie es definitiv ernst meinen würde. Dass hat mich sehr beruhigt und ich umfüllt von einer Wärme, die ich seit der letzten Freundin nicht mehr kannte. Interessanterweise hatte ich vor meiner Reise in die USA tatsächlich keine Erwartungen, ich hatte mich gefreut, sie zu sehen und Ende. Doch diese unerwartetete 100%-keit löste vor 2 Tagen in mir wieder eine Krise aus (oder holte die alte wieder hoch?):

Mich überkam ein unglaubliches Gefühl von Panik, Angstzuständen, hatte Angst kranke Kinder zu bekommen, Krebs zu bekommen, Angst vor dem Tod und sah wieder eine Sinnlosigkeit des Seins - ich Gefühl, das ich bisher nur damals während des stationären Aufenthaltes und 1-2x in minimierter, abgeschwächter Form empfunden hatte. Ich spüre keinen Lebenssinn, das Leben kann eigentlich schon vorbei sein, ich empfinde keine Freude, ich habe unterschwellige Zukunftsängste, dass alles bald zu Ende ist, dass ob ich lebe oder nicht, das für Universum unwichtig ist, und ich verliere mich in metaphysischen Gedanken über das Weltall und die sinnlose Unendlichkeit.

Es ist wirklich lächerlich, weil noch gar nichts feststeht, was mit mir und ihr sein wird, ob und wo wir zusammenleben werden. Aber sie ist weiterhin - so glaube ich - die Frau, mit der ich alt werden will - zumindest von den äußeren "Kriterien" (gemeinsame Familienvorstellungen meinerseits, die „Mutter meiner Kinder“, aber auch von den Gefühlen füreinander.

Ich erzählte ihr von diesen Panikzuständen, weil sie merkt dass etwas nicht stimmt und sie kennt auch meine Sarakrise incl. Psychotherapie und sie ist echt super (sie ist 3 Jahre älter und hat definitiv noch keine Familienwünsche, aber sie könnte es sich gut mit mir vorstellen), sie hat auch ganz viel Verständnis für mich und meine jetztige Situation, sieht es nicht als krankhaft oder freaky und hilft mir mit Gesprächen und Inspirationen.

Das ganze in der letzen Woche passierte in einem unglaublichen Tempo, erst glaubte ich, ich träume („das perfekte Glück“), es nahm Gestalt an, wir waren plötzlich ein Paar. Nun werden diese Angstände teilweise immer durch bestimmte Trigger ausgelöst, wie körperliche Nähe, das Gefühl der Liebe und Wärme, das Gefühl der Zweisamkeit und Zuneigung. Sie sind ziemlich apokalytischt, zwar nicht so intensiv und mit somatischen Symptomen verbunden wie damals, aber psychotisch ziemlich stark und „endgültig“. Dann verschwindet es wieder ich bin wieder stark verliebt und sehne mich nach Daniele, und Freue mich auf „unsere mögliche Zukunft“, dann kommen die Angstzustände wieder. Schlafen hilft, aber auch Ablenkung und Abstand zu Daniele (sie versteht das und lässt es zu, weil sie auch an „uns“ glaubt. Ich glaube die Angstzustände können durch das Gefühl der Endgültigkeit einer Partnerschaft verbunden sein (denn das glaube ich in ihr nun gefunden zu haben – sie ist die erste Frau in meinem Leben, mit der ich mit Kinder vorstellen kann und auch mit ihr alt zu werden und sie ist dem nicht abgeneigt). Auch kann das aber eine Art Konversionsstörung sein und zwar durch das Gefühl der Liebe und Sehnsucht, die nicht erwidert wurde und der damals entstandenen Anpassungsstörung mit den apokalytischen Sinnlosigkeitsgedanken.

Ich versuche mir dann immer einzureden, dass alles gut wird, weil es das letzte Mal auch schon gut wurde vor einigen Wochen, manchmal klappt das, manchmal nicht. Auch glaube ich mich zu sehr an die Vorstellung einer gemeinsamen Zukunft mit Daniele zu klammern, diese Bindung eingehend, die ich mir eigentlich mein ganzen Leben lang gewünscht habe und Angst habe, sie nun zu verlieren, und wieder Einsam zu sein …

Mir ist bewusst, dass ich möglicherweise noch nicht aus der alten Sarakrise raus bin (die ja erst 4 Monate her ist), und das ich durch das Interesse und das Verliebtsein zu Daniele nie die Krise wirklich überwunden, sondern nur kaschiert habe, denn bei Abstand zu Daniele und Abstand zu Liebesgefühlen und Zukunftvorstellungen/-plänen verschwinden die Angstzustände.

Aber ich will sie und liebe sie und finde mich in einer extrem paradoxen Situation wieder.

Meine Psychotherapeutin in Deutschland antwortet nicht, und ich hab so Angst!

Was soll ich tun? Ich hab so Angst sie zu verlieren und andererseits so Angst vor der gemeinsamen Zukunft …

17.06.2013 04:54 • 23.06.2013 #1


3 Antworten ↓


Also sehe ich das richtig: Du hast einerseits Verlustangst und andererseits Bindungsangst ?
Und deine allgemeinen Ansprüche scheinen ziemlich hoch bzw. deine Vorstellungen von der Frau, mit der du "alt werden" willst ziemlich konkret zu sein.

Aber du analysierst dich und dein Verhalten auch ziemlich genau - das ist für viele hier scheinbar schon zu "anspruchsvoll" zu lesen

Wovor meinst du denn mehr Angst zu haben - vor dem Verlust oder vor der gemeinsamen Zukunft ?
Oder ist es vielleicht beides miteinander verbunden - dass du also Angst hast, dich zu binden, sie in Zukunft aber dann doch noch zu verlieren ?

20.06.2013 23:59 • #2



Zukunftsängste bei neuer Liebe nach schlimmer Trennung

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Danke, Urifda, für die Antwort und fürs Durchlesen - ich weiß dass das viel ist, aber ich kann mich kaum eingrenzen .. (danke! )

Hmmm ... ich glaube es ist eher Verlustangst, aber sicherlich ist auch eine Bindungskomponente dabei ... am stärkste war jedoch so ein Gefühl von Endgültigkeit da, dass mir Angst um kranke Kinder, Tod, Krankheiten und Verlust machte. Das war schon eine Art Transzendenzerfahrung!

Mittlerweile - seit dem letzen Beitrag ist ziemlich viel passiert - wir waren 5 Tage auf einem Roadtrip mit sehr eindrucksvoller Natur unterwegs (zuletzt ohne Internet) - wir haben viel über meine Ängste gesprochen und ich habe mich zunehmend wohler gefühlt, die starken Ängste sind zurückgegangen, es hat sich ein immer schwächer werdendes Druckgefühl mit einer stark verborgenen, aber immer lauernden Unruhe eingestellt, die sich gelegentlich bei familiären Gedanken (an eigene Kinder, an meinen Opa), aber auch bei einfachen Ruhemomenten immer wieder hervorschlichen. Ich erwischte mich gelegntlich dabei, dass wenn ich abgelenkt war, ich absichtlich an diese Gefühle dachte und merkte dass, sie weiterhin da sind, sodass ich sie versuchte schnell wieder zu verdrängen.

Drei Tage ging das gut und ich fühlte mich immer sicherer und auch die Nähe zu Daniele lies ich zu, genoss sie und fühle mich ihr vertrauter und geborgener. Es führte soweit, dass wir uns körperlich immer näher kamen und ich emotional immer mehr zulies. Wir haben nicht miteinander geschlafen, der Abend vorgestern war aber sehr schön und einfühlsam, die Nacht jedoch schlief ich schlecht und im Verlauf des Vormittags gestern merkte ich, wie sich das dumpfe, unsichere und unruhige Gefühl hochschwang. Wir machten uns auf den Weg auf eine kleine Tageswanderung auf einen Berg und da wurde ich zunehmend apatischer und depresiver, ich empfand gar keine Freude auf die Berge, die Wanderung, die Natur/Sonne, aber auch bei Gedanken an vorher schön Erlebtes, Erinnerungen und aber auch Zukunftsgedanken war meine Stimmung und Gefühlsempfindung ohne Positives oder Negatives ( „Gefühl der Gefühllosigkeit“). Ich glaube nicht, dass ich das früher schon mal hatte, aber ich bekam auf einmal ein furchtbare Angst in einer Depression zu enden. Als wir unten ankamen wollte ich ein wenig über das Erlebte schreiben, Daniele ging noch ein wenig Spazieren. Ich schlief letztendlich ein und als ich aufwachte, war für eine Sekunde alles vergessen, doch dann bekam ich wieder Angst und fühlte die "Depression". Wir redeten wieder darüber, sie gab mir Ruhe und sagte, dass sich später alle Fotos und Bilder in positiver Erringerung verbleiben werden. Ich heulte los und war wieder ganz sensibel, freute mich aber letztendlich, dass ich wieder "etwas empfand". Später sagte sie, sie verstehe das alles, weiß aber nicht, ob sie das ein Jahr oder gar ein halbes mitmachen kann, sie will das, aber sie weiß nicht, wie sie das in Zukunft mitempfinden wird (in 2 Wochen flieg ich wieder nach Deutschland, wir sehen uns Ende August wieder für eine Woche).

Heute war der Vormittag schön, wir waren im Yosemite und quatschten wieder vor uns hin. Ich fühlte mich wieder wie ich selbst, doch an bei den "Gedanken an die Gedanken" wird mir immer noch unwohl. Ich schlief ein wenig unterwegs und war nach dem Aufwachen wieder unruhig.

Ich merkte auch, dass sie MIR nun wieder etwas fremder erscheint und ich etwas Abstand, v.a. körperlich brauche.

Wenn ich wüsste, dass es sich "lediglich" um eine normale Mid-life-crisis handelt, dann wäre das alles kein Problem.

Aber ich glaube, ich fürchte mich vor a) einer dauernden Depression b) dass ich mit ihr nicht glücklich werden kann und somit, dass ich möglicherweise nie mit einer Frau über längere Zeit zusammen sein kann (mein Onkel hat das) und das macht mich sehr traurig, weil ich mir eigentlich Familie und Kinder wünsche, v.a. mit einer Frau wie Daniele! (ich weiß, meine Ansprüche sind extrem hoch, ich hab schon versucht, sie "herunterzuschrauben", aber das klappt nicht). Und Daniele ist eine super Frau und ich bin auch verliebt!

23.06.2013 01:24 • #3


Zitat:
Und Daniele ist eine super Frau und ich bin auch verliebt!

Das ist auf jeden Fall viel wert
Es gibt genug Menschen, die froh wären, wenn sie überhaupt mal jemanden finden würden ^^

Von daher denke ich, dass du ua solche hohen Ansprüche hast, weil du es dir "leisten" kannst.
(Ich hab auch so meine Ansprüche - kann aber gut sein, dass ich sie auch mal herunterschrauben muss, wenn es nicht so gut läuft..)

Aber du scheinst schon sehr sensibel und aufgrund der immer wiederkehrenden Ängste "psychisch labil" zu sein.
Ist aber doch super, dass dich deine Freundin unterstützt und bereit ist viel mit dir darüber zu reden.

Meinst du denn, dass deine Ängste nur durch deine vorherigen Beziehungsprobleme ausgelöst wurden - oder hattest du sowas vorher schon in ähnlicher Form ?

(Sorry, falls du es schon geschrieben hast - hab grad keine Lust den Text komplett durchzuscannen )

Also schreibst du regelmäßig Tagebuch ?

23.06.2013 15:17 • #4




Mira Weyer