MiniMaus

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Hallo Ihr Lieben,

ich brauche ganz dringend eure Hilfe!
Heute ist so ein sch..... Tag an dem ich denke ich werde komplett verrückt!
Ich habe so einen Druck im Kopf und sehe schlecht und alles ist irgendwie merkwürdig, so als ob ich jeden Moment durchdrehe und nicht mehr ich selber bin!
Hilfe! Was kann ich tun? Habe Angst mit den Kindern alleine zu sein, was wenn ich nicht mehr weis was ich mache!
Mir geht es richtig schlecht!

20.06.2011 13:08 • 09.07.2011 #1


22 Antworten ↓


panicchief


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Hallo MiniMaus,

Du hast Deinen Kindern noch nie etwas getan, daher wird es heute wahrscheinlich auch nicht passieren. Vielleicht versuchst Du erstmal, Dich irgendwie (autogenes Training, Medikamente) zu entspannen und ansonsten nur das Nötigste zu machen.

Grüße

pc

20.06.2011 14:35 • #2


user0815


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Hi,

ich kenne dieses Unwirklichkeits-Gefühl auch. Ich denke dann immer, dass ich irgendwas tue was peinlich ist. In Konferenzen denke ich immer: "was ist wenn du gleich durchknallst und dann laut schreist oder so?" Ich stelle mir dann immer Dinge vor die ich vllt tun könnte und die total peinlich sind...

Mir wurde gesagt, und der Meinung bin ich eigentlihc auch, dass - wenn man wirklich dazu neigt bekloppt zu werden, oder wenn man es wird, dann ist es einem egal, man verliert ja dann sozusagen den Verstand. Wenn dein Verstand aber (vernünftigerweise) sagt "oh gott, was wäre wenn?" - du ja also schon weißt, dass das wovor du angst hast, auch falsch ist und nicht in ordnung - du also noch verstand besitzt - du dann mit sicherheit auch nicht verrückt wirst.

mein Therapeut sagt, dass man solche Züge, zum Beispiel auch Schizophrenie - meist mit einem Alter bis 20 hat. D.h. wenn man dazu veranlagt ist oder sowas bekommt, dann tritt das meist schon im Alter von 18-20 Jahren auf. Das beruhigt mich dann immer ein bisschen.

20.06.2011 15:24 • #3


MiniMaus


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Hallo,

danke euch für die Antworten!

@user0815 wie gut das ich schon 34 Jahre alt bin!

War heute mit meinem Sohn beim Zahnarzt, dann mit meiner Tochter beim Ballettunterricht und wie man sieht ich kann immer noch einigermassen normal schreiben! Bin noch nicht verrückt!
Ich brauche immer "normale" Menschen um mich herum, mit denen ich mich austauschen kann.
Ich kann mit mir alleine nichts anfangen und traue mir und meinen Gedanken garnicht!

Trotzdem wurmt es mich, weshalb mich dieser Zustand dermassen verschlingen kann! Ich war heute Mittag nicht mehr in der Lage an was normales zu denken. Dauernd hatte ich Katastrophengedanken: ich werde verrückt, komme in die Klappse, tue meinen Kindern etwas an usw. SCHECKLICH!
Ich kann doch nicht normal sein, wenn ich sowas denke.

Habe den ganzen Tag richtige Magenprobleme davon.

20.06.2011 18:04 • #4


Marie van Klant


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Hallo Minimaus,

ich hoffe, Du hast den sch... Tag am Ende doch gut überstanden.

Unwirklichkeitsgefühle, Sehstörungen und Druck im Kopf gehören zu den Angstsymptomen. Wenn der Druck zu groß wird, fahre in einen Wald oder gehe irgendwo hin, wo Du mal ein Ventil öffnen kannst.. Schreie alles heraus! Das wirkt manchmal Wunder...

Ich hoffe, Du bist in Therapie. Immerhin hast Du die Kinder und eine riesengroße Verantwortung ihnen gegenüber.

Tu bitte schnellstmöglich etwas - für DICH!... und für Deine Familie...!

Ganz liebe Grüße

Marie

24.06.2011 13:32 • #5


Gypsy85


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Du Arme, so ging es mir am Anfang auch...

Ich hatte das Gefühl, irgendjemand spricht, aber nicht ich.
Ich hatte das Gefühl, mein Körper bewegt sich, aber wie von selbst.
Ich hatte das Gefühl, ich bin nicht Herr meiner Sinne.
Ich hatte das Gefühl, jeden Augenblick könnte ich völlig den Verstand verlieren.

Ich hatte sogar ein paar Tage, da hatte ich Angst, einzuschlafen, aus Angst, ich könnte nicht mehr aufwachen. So nicht-existent habe ich mich gefühlt.

Vertrau mir, du wirst NICHT verrückt. Was du hast, nennt sich Depersonalisation/Derealisation. Das fühlt sich ganz widerlich an, ich weiß das (hab das schon länger), aber glaub mir: DU WIRST NICHT VERRÜCKT (wenn, würdest du es nicht merken ) und es wird nach und nach besser werden. Aber du musst dir Zeit geben!

24.06.2011 13:43 • #6


MiniMaus


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Hallo an ALLE,

danke euch für die lieben Antworten!
Seit zwei Tagen geht es mir Gott sei Dank besser
Habe es irgendwie geschafft mich aus dem Loch hochzuziehen.

@Marie van Klant
ja ich bin schon länger in einer Verhaltenstherapie die mir auch gut tut. Trotzdem habe ich das Problem das meine Ängste sich sehr rasch verschieben und sobald ich mit einem Thema abgeschlossen habe, kommt authomatisch das Nächste. Ja und das schlimmste für mich ist natürlich diese Angst vor Kontrollverlust und vorm verrrückt werden!
Ich glaube auch nicht das ich diese Angst komplett überwinde.

Gruß

24.06.2011 17:35 • #7


Marie van Klant


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Gib Dich bitte nicht auf, Minimaus...

Ich kenne Deine wahren Probleme nicht... Aber "Glaube versetzt bekanntlich Berge"...!

Wenn Dein Selbstbewusstsein mal einen Kick bekommt, dann wird das schon wieder.. Nicht aufgeben! Bitte ....

Ich habe sehr lange unter Angst und Panikattacken gelitten und habe die Ärzte genervt... Als meine Übel endlich an der Wurzel gepackt wurden - was mir selbstverständlich sehr weh tat - ist die Angst nach und nach auch verschwunden... In kleinen, aber wichtigen Schritten... Geduld ist angesagt...

Drück Dir ganz, ganz fest die Daumen und wünsche Dir viel Kraft und Erfolg...

Manchmal denkt man tatsächlich, man würde das alles nicht aushalten... Man hält aus... glaube mir...

Das Leben kann wirklich wunderschön sein.

Liebe Grüße.....

24.06.2011 17:51 • #8


MiniMaus


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Hallo,

wie geht es euch heute bei dem Regen?
Mir garnicht gut!

Mein Mann ist zwei Tage verreist und kommt erst gleich nach Hause und bis heute ging es ja auch gut. War mit den Kindern im Museum und da fing es an das ich mich komisch fühlte. Unwirklich, wackelig, Kopfdruck, Müdigkeit, brennen in der Lunge, komischer Geschmack im Mund und Übelkeit, Magenschmerzen. Wie Ihr lesen könnt 1000 Symptome.
Was war das schon wieder??
Versuche mich schon den ganzen Tag aufzuraffen und zähle die Stunden bis mein Mann endlich ankommt und ich nicht mehr alleine bin!
Bin echt verzweifelt! Das kann doch alles nicht nur von der Angst kommen!
Bestimmt bin ich kurz vorm durchdrehen!!
Ich habe die Angst ja schon seit Jahren aber in der Form kenne ich sie nicht. Oder verschiebt die Angst sich immer wieder und verändert Ihr Gesicht?

Bin ja in einer Verhaltenstherapie, vielleicht sollte ich aber zu einem Neurologen gehen um eine Psychose oder Schizo auszuschliesen?!?!?!?

25.06.2011 19:41 • #9


MiniMaus


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Ich quatsch euch mal weiter zu!

ich verstehe nicht weshalb ich fast jeden Tag so leiden muss! Es sind jeden Tag so viele Symptome die mir zu schaffen machen. Es gibt keinen Tag an dem ich ausnahmslos glücklich bin. Immer habe ich ganz viele körperliche Symptome und dazu noch diese Gedanken die mich in den Wahnsinn treiben!

Heute denke ich die ganze Zeit darüber nach das mir keiner mehr helfen kann, das ich ewig so dahinvegetieren werde (in der Psychiatrie). Was soll aus meinen Kindern werden? Was soll aus mir werden als Pflegefall mit 34 J.?
Was für schreckliche Aussichten!
Aber wie soll ich denn auch Kraft und Hoffnung schöpfen, wenn jeder Tag eine Qual ist?

Gefühlsmässig geht es mir richtig dreckig und ich überlege ob man mir das auch ansieht? Ich habe drei kleine Kinder. Bin in der Schule und im Kindergarten aktiv. Bringe meine Kinder jeden Tag zu ihren Terminen ( Schwimmen, Schach, Ballett usw.), bringe sie zu ihren Freunden und lade zu uns deren Freunde ein.

25.06.2011 19:59 • #10


MiniMaus


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...... habe ein Haus und Garten um den ich mich kümmern muss. Mein Mann ist beruflich sehr viel im Ausland.

Warscheinlich würde jetzt jeder sagen das ich ja auch viel um die Ohren habe. Mag sein, aber ich kann diese Erschöpfung nicht fühlen! Ich bin froh wenn meine Woche verplant ist und ich keine Zeit habe für Grübeleien.

Am schlimmsten finde ich es wenn ich alleine bin und Zeit für mich habe. Ich kann mit mir nichts anfangen, weil ich mich nicht als normal empfinde.
Aber würde ich meine ganzen Aufgaben ausführen können wenn ich nicht normal währe?

Danke denen die sich die Mühe gemacht haben mein Gejammer zu lesen!

25.06.2011 20:06 • #11


Marie van Klant


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Hallo Minimaus,

wenn ich das so lese, erkenne ich mich auch wieder - aus früheren Zeiten, meine ich...

Ständig hatte ich etwas anderes... Einen verständnislosen Mann, Arbeit bis zum Umfallen und ein Kind...

Ich war längst überfordert, habe das aber nicht sehen wollen... Es war niemand da zum Reden... Immer schön stark sein - nach außen... Meine heimlichen Tränen hat niemand gesehen...

Weißt Du, was ich denke? Vielleicht solltest Du Dir mal eine Reha gönnen... Etwas, wo Du mal ganz viel Zeit - einfach nur für Dich - hast...

Du solltest mal so richtig Kraft auftanken... Das wirkt manchmal Wunder... Es nützt nichts, wenn Du immer versuchst es allen recht zu machen und am Ende selbst auf der Strecke bleibst. Das möchte niemand. Vielleicht wäre ein deutliches "NEIN" auch mal angebracht. Wir bürden uns viel zu viel auf.

Ich habe das gelernt, das kannst Du mir glauben.. Aus Angst davor, den totalen Zusammenbruch zu erleiden und aus Angst davor, da nie wieder heraus zu kommen...

Und... JA... man darf auch ein bisschen egoistisch sein... Das will gelernt sein, ist klar... Zuviel schadet auch wieder...

Dein Körper und Deine Seele schreien doch längst nach Hilfe... Es gibt immer eine Lösung. Vielleicht denkst Du mal darüber nach...

Und bitte, verdränge das schlechte Gewissen... Es hat keine Daseinsberechtigung... Wenn Dich das schlechte Gewissen plagen sollte, weil Du endlich mal für Dich etwas tun möchtest, dann schiebe es ganz einfach beiseite...

Weder Deinem Mann nützt eine kranke Frau, noch Deinen Kindern eine kranke Mutter etwas...

Versuche, Dein Leben umzukrempeln... Das funktioniert... Du bist doch weit genug unten. Wird es nicht endlich mal Zeit, sich aus diesem Loch zu befreien?

Mach was...

Liebe Grüße

Marie

25.06.2011 20:46 • #12


Marie van Klant


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Deine viele Arbeit und Ablenkung ist einfach nur eine Flucht und Verdrängung - Angst davor, mit anderen, tiefen Problemen konfrontiert zu werden, eine Angst vor den eigenen Gefühlen... Ablenkung wird Dir auf Dauer nicht gut tun... Gehe bitte Deine verborgenen Probleme an... dann wirst Du auch freier und gelassener..

25.06.2011 20:49 • #13


MiniMaus


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Hallo,

konnte mich gestern gut beruhigen als mein Mann nach Hause kam.
Heute Morgen nach dem Aufstehen war ich so platt als hätte ich garnicht geschlafen! Druck im Kopf und irgendwie benebelt!

Ich bin jetzt so unruhig und stehe total neben mir. Habe richtig Angst und glaube ich drehe jeden Moment durch! Was ist los mit mir?

Wir haben uns mit mit meinem Bruder verabredet um mit den Kindern in den Zoo zu gehen. Alle freuen sich nur ich habe das Gefühl es geht nichts mehr! Was wenn ich psychisch zusammenklappe und durchdrehe?
Kann sowas passieren?
Kennt jemand dieses Gefühlt? Wieso steht mein Kopf so unter Druck als ob er gleich platzt? Das macht mir so Angst!

26.06.2011 11:44 • #14


MiniMaus


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Hi,

ich lebe noch und bin nicht verrückt geworden!

Mein Gott ging es mir heute Mittag dreckig! Ich dachte jetzt muss ich eingeliefert werden!

Wie ist es möglich das man so tief reinrutscht?
Aber anscheinend bin ich nicht verrückt, sonst hätte mich der Zoobesuch heute auch nicht davon abhalten können!
Ist es möglich das die Psyche einem so schlimme Sachen vorgaukelt??

26.06.2011 18:48 • #15


Gypsy85


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Zitat von MiniMaus:
Ist es möglich das die Psyche einem so schlimme Sachen vorgaukelt??


Definitiv, JA! Ich war der festen Überzeugung: Entweder habe ich einen Hirntumor oder werde einfach so verrückt. Da gab es keinen Zweifel dran.

Einige Monate später bin ich hier und bei klarem Verstand (jedenfalls nicht weniger als sonst auch *lächel*), habe vor Kurzem meinen Praktikumsbericht abgegeben und mich zu Prüfungen angemeldet.

Glaub mir, das ist alles ANGST. Du wirst NICHT verrückt, ganz feste versprochen

26.06.2011 18:52 • #16


Marie van Klant


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Ich denke auch, dass einem die Psyche etwas vorgaukeln kann...

Oder die Angst?

Während meiner schlimmen Angst und den Panikattacken "musste" ich lernen... Lernen, dass mir die Angst eigentlich nichts anhaben kann... Egal, was ich tue...

Du liest ja, dass ich nicht verrückt geworden bin und zudem noch aufnahmefähig war... Einiges musste zwar immer und immer wieder wiederholt werden, damit es eben auch tatsächlich "hängen" bleibt..

Ich habe mein Buch angefangen zu schreiben - unter wirklich heftigen Panikattacken. Meine Hände und mein ganzer Körper haben gezittert.. Ich habe Panik durchlebt beim Schreiben. Und trotzdem ist es ein Buch geworden...

Rede Dir bitte nicht immer ein, dass Du verrückt wirst.. Sage Dir lieber: "Ich schaffe das!"... Andere haben es doch auch hinter sich gebracht... Sag Dir das bitte immer wieder... Egal, wie Du Dich fühlst...


Liebe Grüße

Marie

26.06.2011 20:08 • #17


MiniMaus


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Hallo Marie van Klant,

ich wollte Dir nur mal für deine Antworten danken. Tut richtig gut was aufbauendes zu lesen.

LG

30.06.2011 19:48 • #18


silli84


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Hallo ihr lieben!

würd mich auch gern mal einklinken...mir gehts heut richtig dreckig und ich habe beim "ablenkungsstöbern" eure feeds gefunden!
bei mir ging es im januar wieder mit angst und panikattacken los... im mai das erste mal zum vorgespräch bei meiner thera ( ich war vor 8 jahren in therapie...) und es ging besser....nehme sertralin ( 100mg und glaube es hilft nicht;O(( ) und war gestern zur ersten richten therpiestunde...
ich leide unter depressionen und jeder tag ist eine qual für mich...am allerschlimmsten sind diese fiesen zwangsgedanken! ich denke was ist wenn ich durchdrehe oder mir das leben nehme...nicht falsch verstehen, ich habe NICHT die absicht mir das leben zu nehmen....habe einfach angst davor die kontrolle zu verleiren und mir in dem moment was anzutun!! kennst ihr das??
auch die gedanken von Minimaus kann ich sehr gut nachempfinden von wegen in der psychatrie zu landen etc... ich verstehe nicht warum es nicht aufhört! hab im moment das gefühl dass es mir jeden tag nur noch schlechter geht und ich nie wieder glückliuch sein werde und ein normales leben führen kann! das ist alles so schwer!
ich möchte wieder lachen und mein unbeschwertes leben zurück!
vllt könnt ihr mir noch ein paar tips geben wie ich in solchen momenten drüber weg komme?!?

alles liebe,silke

06.07.2011 07:25 • #19


silli84


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vllt noch kurz was zu meiner person...
ich bin w 27 jahre alt, leite einen kleinen betrieb mit 7 angestellten... lebe seit nem guten jahr in einer perfekt laufenden beziehung ( in der vergangenheit hatte ich zwei horrorbeziehung mit gewalt und sexuellen übergriffen)....
habe früher große freude am leben gehabt und nu ist nichts mehr davon übrig;o(((

06.07.2011 07:59 • #20




Mira Weyer

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