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Hallo
ich leide seit ca. 4 Jahren an einer generalisierten Angsstörung mit Panikattacken wenn ich aus dem Haus gehe. Ich tus trotzdem JEDEN verdammten TAG....es wird nicht besser....VH-Therapie alles schon hinter mir.....nehme 150 mg retard Trevilor.
Meine momentane Situation....ich mach grad Abi nach.....meine Fehlzeiten häufen sich! Ich hab schon einen Haufen angesammelt, dass nicht mehr normal!. Warum? Jeden Tag das gleiche.....ich steh auf, mir ist schwindlig...total down...müde.....Abends geh ich dann natürlich erst um 00 Uhr oder so ins Bett......Nachts...ja Nachts scheint alles besser zu sein.....aber sobald der Morgen naht.....geht nichts mehr...
Wurde nun nach 12 Jahren von meinem Freund verlassen.....Ich kannte bis jetzt kein anderes Leben. Nun muss ich in 4 Wochen aus der Wohnung raus.....Wie soll ich es schaffen?? alleine schon die Wohnungssuche.....neue Stadt....ich würde am liebsten....ach keine Ahnung :/ weis grad net wies weiter gehen soll.....Ich muss mir eine WG suchen, was anderes kann ich mir nicht leisten.....aber wer hält es mit wem aus der vor allem und jedem Angst hat?....Ja ich habe gerade tierische Angst vor der Zukunft...früher waren es "nur" die PAs .... aber da hatte ich IHN und SEINE Familie.....meine eigene (ist sehr klein) und versteht mich nicht.....jetzt hab ich niemanden mehr.....weis echt nicht wie das alles gehen soll.....toll die eine aus meiner Klasse meinte....ey du bist nett, hübsch....UND? was nützt mir dies?? Wie soll man neue Leute mit Pa´s kennen lernen...man ist ja so schon aufgeregt genug und dann noch wen neuen kennen lernen?? NO WAY.....Fühl mich grad am Abgrund....und keiner da der einem hilft....schrecklich
LG

16.07.2009 22:12 • 18.09.2009 #1


4 Antworten ↓


Huhu,

Häuf nicht alle deine Probleme und Sorgen auf einmal auf -mach schön eines nach dem anderen.

Ich hatte auch mit PAs kurz vorm Abitur zu kämpfen, ich wear in einer riesen Krise, weil kurz davor auch noch mein Papa gestorben ist.
Das ist jetzt gut 6 Monate her, dass er gestorben ist und meine PAs losgingen, und das Abi hab ich trotzdem geschafft, mit 2,2

Manchmal hatte ich in den Prüfungen Attacken, am schlimmsten war Deutsch, da hatte ich 6 Stunden lang durch Herzrasen, Schweißausbrüche, Schwindel, das volle Programm. Aber es geht, glaub mir. Man muss sich bloß sagen, dass man das jetzt durchziehen will und kann -und dann geht es auch.
Vor meiner mündlichen Prüfung hatte ich mehrmals das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen -aber hab am Ende die Traumnote von 1,0 bekommen.

Mein Fazit also:
Es geht!

Bei mir ist auch ne riesen Stützte weggebrochen, die Zukunft unsrer Familie war ungewiss, dazu die PAs -aber es hat trotzdem geklappt.
Du kannst das auch.

Aber schau dir nicht den ganzen Berg an, den du vor dir hast -mach Stufe für Stufe!
Erstmal wo unterkommen, das ist im Moment das Wichtigste.
Und eine Therapie -machst du eine?
Mir hat sie damals echt den Allerwertesten gerettet.

Und im Notfall: Kannst du das Abi nicht nach Hinten rausschieben?
Wobei das Abi für dieses Jahr doch eh schon vorbei ist, oder?
Schreibst du nächstes Jahr?
Denn dann hast du ja noch ewig Zeit -die du sinnvoll nutzen kannst!
Jetzt sind doch eh erstmal Ferien, oder?
Da kannste ja auf die Scule schei. und dich erstmal um die wohnung kümmern. Eine WG wär doch für dich ganz toll -da haste Menschen um dich, das ist oftmals wie ne kleine Familie dann.

Ich hab übrigens wegen meiner PAs auch sehr schlechte Noten eingesammelt viele Wochen lang, aber trotzdem so nen guten Schnitt erreicht. Das klappt schon.
Mach dir keine Sorgen.
Pack einfach an, wo es geht

Geht eine Tür zu -gehen Tausend Neue auf.

Alles Gute,
Pilongo

16.07.2009 22:23 • #2



Werd aus meinem Leben gerissen! Bin am Ende!

x 3


vielen Dank für Deine lieben Worte
Ja Abi hab ich erst noch....Schule steht jetzt auch an letzter Stelle....aber das Andere
Weist Du ich hatte hier eine Familie....ALLES....ZWÖLF Jahre
Dann hab ich Angst.....was wenn die Person mit der ich in eine WG ziehe (wenn ich überhaupt was finde) mich nicht mag wegen meinen "Eigenarten".....will sie dies überhaupt akzeptieren

Größtes Problem ist einfach ich stehe alleine da!
Meine Freunde sind seine Freunde, die natürlich bei ihm bleiben. Meine beste Freundin ist weg gezogen. Die anderen wohnen auch weit weg .

Danke nochmal für Deine lieben Worte!

16.07.2009 22:30 • #3


Ich kann verstehen, dass dir die situation Angst machst, aber du hast jetzt genau zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit Eins:
Du hast Angst, Panik, Versagensängste, weißt nicht, was du tun sollst, erstarrts innerlich vor lauter Angst, tust dir selber Leid, siehst nur das, was du verloren hast, und kriegst mit dieser negativen Haltung auch nichts hin.
Das machst du im Moment.

Möglichkeit Zwei:
Du denkst dir: Ok, ist schei. gelaufen, aber jetzt geht's los! Du suchst dir erstmal ne neue Bleibe, schaust dir diverse WGs an, nimmst die, wo du dich wohl fühlst, lernst die neuen Mitbewohner kennen, holst in den Ferien dein Schulzeug nach, machst deine Therapie weiter -und schreibst nächstes Jahr dein Abi.
Das solltest du machen.

Ich hatte auch riesen Angst.
Mein Papa war gestorben, unsere finanzielle Zukunft ungewiss, wir wussten nichtmal, ob wir dort wohnen bleiben können, wo wir wohnen, ich saß MITTEN im Prüfungsstress, jede woche 3 große Prüfungen, dann keine Vershcnaufpause, direkt mit Abi-Lernen anfangen, keine Ahnung, was ich nach dem Abi machen sollte, alle meine Freunde würden wegziehen nach dem Abi.
Auch ich hatte Angst, wie du jetzt.
Aber die Angst ist dir in dem Fall nicht hilfreich.

Du darfst nicht nur sehen, was dir fehlt, sondern du musst wissen, dass DU der Herr über dein Schicksal bist und DU bestimmen kannst, was aus dir und deinem Leben wird.
Aber dazu musst du aufhören, im Selbstzweifel zu versinken, sondern dich rausschwingen aus deinem Trauerloch und der Welt ins Gesicht schauen und loslegen.
Es sind keine unlösbaren Aufgaben, die vor dir liegen.
Es ist machbar, durchaus.
Du musst nur anfangen, etwas zu bewegen.
Erstmal Wohnung, dann in den Ferien das verpasste nachholen.
Denn die Schule sollte nicht an letzter Stelle kommen, finde ich -immerhin geht es mit der Note auch um deine Zukunft.
Der Rest, glaub mir, kommt dann von ganz allein.

Den Freunden, die jetzt nicht zu dir halten, brauchst du eh nicht nahctrauern -das waren doch dann keine echten Freunde.

Also: Mach was aus deinem Leben!
Dir stehen alle Wege offen.

Alles Gute,
Pilongo

17.07.2009 13:11 • #4


hey,

ich hatte meine erste pa so vor 3 monaten, vor 2 die 2te, habs jedesmal abgetan.

am 15. august hatte ich dann die bisher schlimmste zeit meines lebens-1e woche lang horrorzustand und extreme depressionen.
danach hat sich jede kleinigkeit aufgeschaukelt, ich hatte die und am nä tag die tödliche krankheit, psychose usw...

nachdem ich mir eh schon lange alle möglichen sorgen mache, habe ich erstmals nach dieser einen woche angefangen, mich zu fragen, ob mir diese sorgen angemessen erscheinen. ich habe sehr lange über mich nachgedacht und festgestellt, dass ich meine eigene person immer ganz hinten angestellt habe. mir ist klargeworden, dass das nicht die ausrichtung ist, die ich will. ich fange an, mehr an mich zu denken und konflikten mit anderen nicht immer auszuweichen.

mittlerweile hab ich so gut wie kein problem mehr mit irgendwelchen tödlichen krankheiten. wenn ich so eine hätte, dann isses eh nicht zu ändern. selbst wenn ich wüsste, dass ich in drei monate tot bin, wär es mir nicht wert, diese 3 monate in todesängesten zu leben.
heute hab ich mich ganz konkret mit der angst befasst-ich hab mich ganz bewusst reingesteigert und das schlimmstmögliche akzeptieren versucht- mein restliches leben in totaler angst verbringen zu müssen. währenddessen hatte ich auch diese angstzustände, die aber je mehr ich das akzeptiert habe, besser geworden sind. ich hab sogar ganz bewusst versucht, die situation noch mehr eskalieren zu lassen. depressionen und völlige einsamkeit und so weiter gehören ebenfalls zum rest meines lebens, hab ich mir bildhaft vorgestellt. wobei ich persönlich sagen muss, selbst das wäre für mich kein grund selbstmord zu begehen.

ich fange gerade eine verhaltenstherapie an, wobei ich glaube, wichtige dinge im umgang mit sorgen selbst gelernt zu haben:
-sorgen nicht vermeiden, sondern sich damit konfrontieren
-sorgen immer zuende denken(schlimmste konsequenz?kann ich etwas tun um es zu verhindern...ja:dies tun;nein:bewusst dramatisieren, den dramatischen fall ausmalen, den man ja nicht verhindern kann und sich fragen: was bezwecke ich nun damit, hier und jetzt, wenn dieser äußerst wahrscheinliche fall eintritt?)
-sich selbst wichtiger nehmen, eine gesunde portion egoismus entwickeln...schließlich möchte ich mein erfülltes leben doch selber leben.


mittlerweile brauch ich mit dieser taktik keine halbe stunde mehr, bis die angst abklingt.

18.09.2009 19:16 • #5




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Mira Weyer