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Cloudsinthesky

Cloudsinthesky

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Hallo liebes Forum
ich habe mal eine Frage an euch, weil es mir gestern und auch heute etwas besser geht. ETWAS. Also echt nicht super, aber ich bin schon froh darüber und könnte so klar kommen.
Habe permanent Schwindel, Müdigkeit und auch starke Nackenverspannungen.
Bin oft sehr verzweifelt und traurig. Nicht nur wegen der o.g. Dinge, sondern auch so. Traurig, weil ich glaube ich in meinem Leben viel nicht betrauert habe.
Na jedenfalls...jetzt wo es ein wenig besser ist, habe ich große Angst, dass es mich so richtig wieder umhaut.
ZB ist die Angst normalerweise die letzte Zeit einfach mit all der Gefühllosigkeit verschwunden. Es war nur ein grauer Brei und keine Höhen und Tiefen da.
Nun gehts bisschen besser, bisschen, bisschen Freude und leicht bessere Stimmung und schwups, ist die Angst da. Allerdings viel größer, als die gute Stimmung.
Die Therapeutin meinte dazu, dass der Körper möglicherweise deshalb in dieser Gefühlsstarre ist, weil die anderen Gefühle sonst zu stark wären, einschließlich der Angst...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen und wie kann ich das gute Gefühl ein wenig halten, ohne, dass die Angst wieder so stark wird, dass es alles wieder schlimm wird...

LG!

19.12.2018 10:58 • 30.12.2018 #1


3 Antworten ↓


kopfloseshuhn

kopfloseshuhn


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Du bist doch auch traumatisiert oder cloudi?
Also ich kenne das. Auch diese starre und gefühlstaubheit.
Und die Erklärung der thera ist schlüssig.
Das nennt man unter Umständen dann auch dissoziation.

19.12.2018 11:10 • x 1 #2


Cloudsinthesky

Cloudsinthesky


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Danke Kopfloseshuhn. Ja es wurde eine PTBS diagnostiziert. Allerdings tatsächlich erst vor gut einem Jahr. Als wir gestern kurz über Weihnachten sprachen, bin ich regelrecht weg gedriftet. Das war vielleicht seltsam...als würde ich in einen Sog gezogen. Mir hat es aber gut getan, ihr das gleich zu sagen und wir konnten daran arbeiten.
Dann versuche ich es mal als "Gesamtpaket" so hinzunehmen und es zu nehmen, wie es kommt. Beruhigend, eine Erklärung zu haben, bzw dass du es auch kennst.

19.12.2018 11:30 • #3


Chillangel

Chillangel


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Ich nutze gute Zeiten, indem ich dann "einfach" mal lebe, das ganz Normale tue, und jegliche Gedanken an das, was weiter geht als heute, als gerade JETZT, vermeide.

Wenn die stressenden, ängstigenden Gedanken kommen wollen: Bleibe in der Gegenwart und sage Dir Punkt für Punkt auf, was Du gerade tust bzw. was gerade ist. Das kann so aussehen:

"Ich mache mir gerade einen schönen Kakao (Tee, Cappuccino - was auch immer) ...
Ich nehme nun die Tasse aus dem Schrank.
Ich setze jetzt die Milch in die Mikrowelle und stelle diese an.
Ich rühre das Kakaopulver glatt,
nun gebe ich ausreichend Süße hinzu. -
Ah ja, die Milch ist heiß,
die vermische ich nun mit dem Pulver.
Ich probiere jetzt mal ganz vorsichtig, ob es nicht zu heiß ist ...
Lecker ist das ... " usw. - Also möglichst immer voll auf die Gegenwart konzentrieren!

Das ist natürlich nur ein Beispiel, wie man nacheinander jeden Moment voll leben kann. Man lebt ohnehin immer lediglich im jetzigen Augenblick.

30.12.2018 16:44 • #4



Mira Weyer