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Soraya72
Hallo ihr Lieben,
ich will euch gerne von meiner Angst berichten. Seit Jahren plagen mich eigentlich ständig Ängste. Mich plagt die Angst vor der Existenzangst. Ich will es erklären....soweit ich denken kann, war ich noch nie in einer finanziell brenzligen Situation. Doch habe ich ständig Angst davor, dies könnte eintreten. Und wenn dann mal eine Situation ist, in der eine finanzielle Angelegenheit nicht ganz klar ist - dann gehts total durch mit mir. So wie jetzt gerade. Wir haben ein paar Ausgaben vor uns. Wobei der Betrag noch nicht genau zu beziffern ist. Und schon bin ich nervlich total am Ende. Angstzustände, ich kann nicht schlafen, die Angst ist zu fühlen in Bauch, Kopf und in den Beinen. Ich gehe zum Briefkasten, Angst ob da irgendwas ist, was noch on top kommt. Schon beim Heimfahren Angst vor dem Briefkasten. Ich freue mich an nichts mehr. Ich will am besten nur zuhause sitzen - aber da grüble ich nur. Dinge, die ich sonst gern mache, kommen mir sinnlos vor - denn bald bin ich ja eh pleite und dann ist es aus mit Vergnügen und Freunden etc pp. Und alle werden es erfahren, und ich bin der letzte Dreck.
Das letzte Mal hatte ich die Phase als wir unser Haus gebaut haben. Ich war überzeugt davon, das klappt nicht, das wird unser Ruin, bald melden wir Privatinsolvenz an. All das ist nicht passiert, aber ich war nervlich total fertig, habe 8 kg abgenommen, konnte nicht mehr schlafen- grübelte und grübelte.

Was für eine Angst ist das ?
Was kann helfen ?

Da helfen doch keine Pillen. Da muss ich doch an die Wurzel ran - woher nur könnte sowas kommen.

LG
Soraya
verzweifelt und verängstigt

30.11.2017 15:37 • 05.12.2017 #1


9 Antworten ↓


Psychic-Team
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30.11.2017 17:38 • x 2 #2



Angst vor finanzieller Zukunft / Existenz Sorgen

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YesItsMe0
Zitat von Soraya72:
Was für eine Angst ist das ?
Was kann helfen ?


Sind deine Sorgen berechtigt oder nicht?

Ich kann es gut nachvollziehen da es bei mir berechtigt ist. Ich habe mit 31 einen Studium der Informatik angefangen und kriege für den Bachelor kein Bafög was bedeutet ich mache ordentlich Schulden bei Staat und Eltern (~30.000 Euro). Ich investiere zwar alles rein und denke ich schaffe es aber ein Risiko bleibt.

In meinen alten Beruf will ich nicht mehr arbeiten.

Tagsüber kann ich meine Sorgen gut verdrängen nur abends denke ich schon ab und zu daran, auch wenn es nicht so schlimm ist wie bei dir. Bei mir wird es sich erst bessern wenn ich den Abschluss und danach einen Master habe denke ich. Ich lebe sozusagen mit der Angst.

01.12.2017 10:54 • #3


charmander
Ich bin 28 und liege ab Januar meinen Eltern wieder auf der Tasche für 1 Jahr.
Ich will mich nur noch auf mein Masterstudium konzentrieren..
Bis jetzt hab ich während dem Chemiestudium nebenbei gearbeitet, aber des geht nimmer (Stress, 12h-tage und Müde und dadurch Trigger um Zukunftsängste) ...

01.12.2017 11:25 • x 1 #4


Soraya72
Hallo,
ich kann nicht mehr zwischen berechtigter Angst und katastrophierenden Gedanken unterscheiden. Wenn ich zB wie letzte Woche eine Rechnung über 1000 Eur erhalte, die ich locker begleichen kann, dreht sich die Gedanken Spirale: das war jetzt nicht eingeplant, kommt noch was, wird alles zuviel, muss ich mein Haus verkaufen, sozialer Abstieg, etc pp. Wie kriege ich bloß geregelt, die Dinge realistisch zu sehen?

05.12.2017 06:10 • #5


Hallo Soraya!

Die Existenzangst kenne ich nur zu gut. ABER! Gerade diese Angst hat mich schon vor vielen Jahren, gleich zu Beginn meiner beruflichen Karriere zu einem richtigen Umgang mit dem Geld geführt, und sie hat meinen heutigen Wohlstand erst ermöglicht. Einnahmen maximieren, Ausgaben minimieren! Das wurde zum Grundprinzip meines Lebens, zu einer Art Sport. Dank dieser Einstellung konnte ich meine Angst bereits auf dem Weg zu meiner finanziellen Freiheit stark eindämmen, weil ich ein großes Ziel hatte, und diesem Ziel hatte ich alles andere unterstellt. Solche Ziele setzen unglaublich viel Energie frei. Natürlich war die Angst noch da, aber sie wurde mir zum Ansporn und nicht zum Hemmnis.

Heute habe ich keine Existenzangst mehr, weil ich meine finanzielle Freiheit erreicht habe und von der Rendite meines Kapitals leben könnte, wenn ich das müsste. Ich bin auf niemanden mehr angewiesen, weder auf meinen Arbeitgeber noch auf sonst jemanden im Himmel, auf der Erde oder unter der Erde, und egal was kommt, ich werde niemals beim Staat betteln müssen (genau davor fürchtete ich mich damals beim "Start" am meisten!)

Wäre das nicht ein gangbarer Weg auch für dich? Einnahmen maximieren, Ausgaben minimieren - hier liegt der Schlüssel zum Glück, Wohlstand und zu einem angstfreien Leben.

LG Maro

05.12.2017 06:50 • #6


Soraya72
Hallo Maro,
das kann sein, dass die momentan so gesteigerte Angst damit zu tun hat, dass ich momentan mitten in einer Transaktion stehe mit noch ungewissem Ausgang. Geht es so aus wie ich das will, habe ich Ausgaben minimiert und Einnahmen maximiert. Wenn nicht, dann bleibt Status quo und das will ich nicht. Leider hatte ich mit diesem Geschäft in letzter Zeit Pech und kann nur noch negative Gefühle damit verbinden. Ich WILL so sehr, dass es endet, dass ich nichts anderes mehr denken kann und die Alternative für mich persönlich sozusagen der Weltuntergang ist! Warst du schon Mal in so einer Situation? Wie behält man einen kühlen Kopf?
LG

05.12.2017 06:58 • #7


Hm... ich weiß ja nicht, was für eine Transaktion bei dir gerade läuft, daher kann ich das alles schlecht einschätzen. Ich lasse mich grundsätzlich nur auf solche Transaktionen ein, bei denen ich jederzeit die Kontrolle behalte und das Geschäft beenden kann, falls es sich nicht so entwickelt, wie von mir erhofft. Auf diese Weise kann man die Verluste rechtzeitig begrenzen. Und wenn es in einem bestimmten Marktsegment über einen längeren Zeitraum nicht klappen will, dann lasse ich das und konzentriere mich lieber auf diejenigen Bereiche, in denen es besser läuft.

Wenn die besagte Transaktion dich emotional so sehr belastet, solltest du aussteigen. Die emotionale Komponente ist ganz wesentlich und kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

05.12.2017 07:29 • #8


Soraya72
Tja, das ist halt nur leider nicht immer möglich, wäre ja sofort dabei beim Aussteigen, aber manchmal ist man halt durch einen Vertrag auch gebunden und muss ihn erfüllen. So läuft das manchmal im Leben - dass man eine vermeintlich gute Sache tut und es zeigt sich in diesem Falle Jahre später, dass alles doch nicht so optimal ist wie gedacht. Und das Herauskämpfen ist mit viel Anstrengung und Ärger verbunden. Das geht bis vors Gericht. Und was wenn es doch nicht klappt und ich mit dem Status quo arrangieren muss....schaffe ich das, oder klappe ich einfach zusammen.....

05.12.2017 08:16 • #9


Das klingt aber gar nicht gut. Von solchen bindenden Verträgen bei Geldanlagen würde ich auf jeden Fall abraten. Es gibt eh schon genügend dubiöse Werbung im Internet. Natürlich muss die "Sache" gut aussehen, sonst unterschreibt niemand solche Verträge, der Köder muss wirken. Ich hatte in der Zeit 2002-2004 ca. 4000 Euro in so ein Zeug gesteckt, 2004 war dann die "Kapitalgesellschaft" pleite und das Geld war weg. Nach vielen Jahren, ich glaube das war schon nach dem 2008er Crash, wurden mir völlig unerwartet 400 Euro erstattet, also 10 Prozent vom Einsatz. Ich fand es amüsant, hatte doch das Geld längst abgeschrieben und gar nicht mehr darüber nachgedacht, an den Gerichtsprozessen wollte ich mich natürlich nicht beteiligen, aufgrund des recht kleinen Geldbetrags.

Tut mir wirklich sehr leid. Lass in Zukunft die Finger von solchen Geschäften, gewinnen tut dabei nur der Anbieter, niemals die "Anleger". Vertragliche und zeitliche Bindungen bei Geldanlagen sind für mich tabu! Man darf niemals die Kontrolle über seine Kapitalanlagen abgeben, und man sollte jederzeit eingreifen, die Position zum aktuellen Markpreis schließen und das Geld zurück überweisen können. Das ist die Grundregel Nummer 1.

05.12.2017 19:25 • #10



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Mira Weyer