App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

10

J

Juliya92
Mitglied

Beiträge:
232
Themen:
17
Danke erhalten:
122
Mitglied seit:
Hallo zusammen Smile

Ich brauche ganz dringen euren Rat.
Vielleicht ging es dem ein oder anderen auch schon so und kann mir sagen was ihm geholfen hat.
Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Ich habe im November letzten Jahres meinen geliebten Opa an Krebs verloren.
In der Zeit wo er im Sterben lag fingen meine Symptome schon an und würden nach seinem Tod immer schlimmer. Leider kann ich schon seit November nicht mehr arbeiten gehen.

Anfangs habe ich mich tagelang benebelt gefühlt im Kopf, wie als wäre ich den ganzen Tag betrunken.
Ich hatte total Nacken und Hinterkopfschmerzen. Mein Kopf würde schwer wie Blei und ich hatte immer das Gefühl ich muss ihn anlehen.
Habe ich ihn dochmal länger gehalten, war das sehr anstrengend und ich bekam sofort wieder diese schrecklichen Nackenschmerzen. Wenn ich meinen Kopf drehe fühlt sich irgendwie alles zu kurz an vom Hinterkopf bis in die Schultern, ganz merkwürdig g. Außerdem höre ich immer mal wieder so ein riesen im Nacken. Als würde Sand vom Kopf in den Nacken laufen... Zu diesen Kopf Symptomen kann dann einige Wochen später blei schwere Arme und Beine ine. Und so ein ganz komisches Zittern im
Körper bei Bewegung. Also wenn ich meine Arme hebe ist das sehr anstrengend für mich und wenn ich sie senke dann zittert bei dieser Bewegung meine Schultern. So ist das auch im Nacken wenn ich meinen Kopf senke oder im Rücken wenn ich mich bücke.
Auch meine Beine sind total Kraftlos

19.08.2015 #1


74 Antworten ↓
P

ParoxetinUser
Mitglied

Beiträge:
227
Themen:
3
Danke erhalten:
30
Mitglied seit:
Zitat von Juliya92:
Jaa das macht schon Sinn, vor meinen Symptomen kannte ich als nicht mal, das kam dann durch das Googlen. Aber wie bekomme ich meine Symptome weg. Ist nicht gerade so das sie mich stören weil sie einfach das sind sondern weil sie wirklich stark und intensiv sind Sad
Schlimm ist wirklich dieses brennen im Nacken uns oberen Rücken wenn ich mal länger sitze und die Schwäche in Beinen und armen sowieso.
Kann denn durch Anspannung sich alles am Hals zu kurz anfühlen, wenn ich mein Kopf senke oder drehe habe ich das Gefühl es wäre alles zu kurz und würde reißen total unangenehm.
Wie würdet ihr euch verhalten?
Was soll ich tun, wie kann ich das schonmal selber angehen?


Das glaube ich Dir sofort und uneingeschränkt, dass Du tatsächlich diese Symptome hast. Das ist ja das gemeine an dieser Erkrankung. Du bildest Dir das ja nicht einfach ein, Du hast diese Beschwerden ja tatsächlich.
Und mit dem googeln spielen wir Angstpatienten genau der Angststörung in die Hände indem wir bspw. über Google die für uns unzutreffenden Interpretationen finden und dann glauben wir die falsche Krankheit zu haben.

Lösung zu dem Ganzen:
Die Beschwerden ernst nehmen, aber richtig interpretieren zu lernen.

Wenn Du körperliche Beschwerden wie diese Anspannungen hast, dann können Dir auch alle Dinge helfen, die man normalerweise da anwendet wenn man körperliche Beschwerden hat. Also Wärme hilft - wenn man keine akute Entzündung hat - bspw. gut bei muskulären Verspannungen. Wärme also in sanfter Form wie ein heißes Bad, eine Wärmflasche, ein Kirschkernkissen oder auch eine durchblutungsfördernde Salbe. Oder auch eine Wärmelampe. Ebenso auch Mass. und Dehnungsübungen.

Bei Schwächegefühl in den Beinen hilft mir komischerweise einfache lockere Bewegung. Ich nehm im Büro bspw. nur noch selten den Aufzug. Ich kann mir gut vorstellen, dass leichte Kräftigungsübungen wie bspw. Kniebeugen (Squats) auf Dauer auch zu einer Hilfe führen.

Vom Zahnarzt hab ich bspw. eine Knirsch-Schiene bekommen, die ich öfter mal nachts trage. Das hat bei mir auch die Anspannungen im Nacken- und Kieferbereich nicht mehr so stark werden lassen.

Zu dem richtig interpretieren:
Wir Angstpatienten steigern uns da gern mal hinein. Bei Dir vermutlich das ALS Thema. Wenn Du verspannt bist oder Schwächegefühl in den Beinen hast, versuch das anders zu interpretieren.

Und geh insgesamt der Aufarbeitung deiner psychosomatischen Erkrankung nach.

Mir haben bisher all meine Ärzte und Therapeuten übereinstimmend gesagt, dass man eine Angststörung recht einfach und vor allen Dingen mit dauerhaftem Erfolg in den Griff bekommen kann. Das sind doch mal gute Aussichten, oder?

29.07.2015 20:35 • #39


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Totale Erschöpfung! Was soll ich noch machen?

x 3


P

ParoxetinUser
Mitglied

Beiträge:
227
Themen:
3
Danke erhalten:
30
Mitglied seit:
Zitat von Hotin:
Wenn Du aufgrund von Nervosität sehr verspannt bist, werden Deine
Muskeln dadurch natürlich schwächer. Sie sind ja immer in Aktion.
Versuche Dich einfach immer mal zu bewegen, das wird Deine Verspannungen etwas lösen.
Zitat:
Versuche gerade mich und meinen Körper zu verstehen und mir irgendwie was gutes zu tun.


Mach das. Überlege Dir etwas, was Dir Spaß macht. Nur durch Denken wirst Du nicht ausreichend entspannen.
Rede und unternehme etwas mit Menschen und bewege Dich.
Und sage Dir immer wieder, dass Du stark genug bist, alle Deinen Sorgen und Probleme zu lösen.
Dies wirst Du schaffen.


Hallo Juliya,

die Tipps oben von Hotin sind meiner Meinung nach goldwert und ich hab den Eindruck, dass Du immer wieder in der Gedankenspirale gefangen bist. Das ist echt verhext. Du machst Dir Gedanken über mögliche Krankheiten oder Schicksalsschläge im Leben, verspannst dabei, nimmst die Anspannung wahr und deutest das fix wieder als Anzeichen für den Gedanken an eine Krankheit.

Mir hat es "damals" in der schwere Phase geholfen mich nicht ständig auf diese Gedankenspirale zu fokussieren. Mach es wie viele andere hier, die es auch schon geschafft haben da heraus zu kommen: Fang irgendwas an, dass Dir Spass macht. Wenn Dir gerade nix einfällt, probier einfach mal was aus. Egal ob was altbekanntes oder was neues. Sei voll und ganz bei der Sache. Genau das ist der Trick, damit die olle Gedankenspirale nicht losgeht und wieder überhand nimmt.

Und falls doch wieder was kommt, denke an die Worte von Hotin, sprich Dir selber Mut und Selbstvertrauen zu. Glaub mir, das wirkt!

Wünsch Dir alles Liebe und Gute. Ich klink mich jetzt aus dem Thread aus. Ich glaub Du hast hier schon viel unterstützende Worte bekommen, aber funktionieren müssen die guten Ratschläge "draußen im Leben". Und ggf. brauchst Du dann eben da direkt in deinem Umfeld Zuspruch.

Ich glaub daran, dass Du es schaffen wirst, auch wenn es noch ein bißchen mehr Zeit braucht.

09.08.2015 14:40 • #69


Zum Beitrag im Thema ↓


J
Ich muss mich total beim stehen oder laufen konzentrieren das ich nicht umfalle.
Genrell hab ich das Gefühl über jede Bewegung nach denken zu müssen und mich extrem konzentrieren zu müssen. Es ist schrecklich ich bin den ganzen Tag eigentlich zu nichts in der Lage.
Liege seit 8 Monaten Rum weil ich einfach keine kraft habe.
Selbst sitzen streng mich an und ich bekomme sofort Rückenschmerzen und Nackenschmerzen.
Ich weiß mich was ich noch machen soll?

Neurologisch bin ich untersucht...kein ms, kein myasthenia gravis, Mrt vom Kopf auch top, Blut top usw.
Also meine Neurologen Versichern mir es ist nix neurologisches.
Schwer zu glauben wenn man nur noch ein Bruchteil seiner Kraft hat und ständig zittert und das Gefühl hat in sich zusammen zu fallen...

Kennst das irgendwer von der Psyche und

#2


J
Kann mir vielleicht sagen was ich dagegen machen kann?

#3


Perle
Hallo Juliya,

was hast Du denn bisher unternommen, damit es Dir besser geht? Was sagt der Arzt / Therapeut?

Hatte das auch ganz stark. Sind bei mir Verspannungen und chronisches HWS-Syndrom. Konnte den Kopf kaum bewegen, Arme und Schultern schmerzten stark, bei Bewegung war im Nacken immer ein Knirschen zu spüren und mir war auch schwindelig.

Mir haben u.a. konsequente Krankengymnastik und Mass. geholfen.

LG, Martina

#4


M
Wurde ein burn-out bereits ausgeschlossen?

#5


Perle
In meiner akuten Krankheitsphase war ich dermaßen erschöpft, dass ich kaum noch einen Schritt vor den nächsten setzen konnte. Ich konnte damals nicht glauben, jemals wieder zu Kräften zu kommen. Bist Du in therapeutischer Behandlung?

#6


J
Zitat von hamburg.meine.perle:
Hallo Juliya,

was hast Du denn bisher unternommen, damit es Dir besser geht? Was sagt der Arzt / Therapeut?

Hatte das auch ganz stark. Sind bei mir Verspannungen und chronisches HWS-Syndrom. Konnte den Kopf kaum bewegen, Arme und Schultern schmerzten stark, bei Bewegung war im Nacken immer ein Knirschen zu spüren und mir war auch schwindelig.

Mir haben u.a. konsequente Krankengymnastik und Mass. geholfen.

LG, Martina


Ich war erst mal bei mehreren Neurologen um das körperliche auszuschließen.
War bei einer Heilpraktikerin. Habe versucht in einer psychosomatischen Klinik eine Therapie zu machen. Misst sie aber nach einer Woche abbrechen weil ich einfach zu erschöpft war.
Nun gehe ich zwei mal die Woche zur Psychotherapie.
Versuche mit ein bisschen dehen oder Wassergymnastik in Schwung zu kommen.
Will mir nun auch von meinem Hausarzt mal krankengymnastik verschreiben lassen.

Die Therapeutin meint schon das es ein paar Ansatzpunkte gibt bei mir die zu meiner Erschöpfung geführt haben.
Ich tue mir halt sehr schwer mich auf die Psyche einzulassen weil die Symptome so stark und bedrohlich sind.

#7


J
Zitat von MathiasT:
Wurde ein burn-out bereits ausgeschlossen?


So genau definieren kann man das wohl bei mir nicht ist vielleicht ein Mix aus burn-out und psychischer und körperlicher Erschöpfung? Ich hatte sehr viel Stress zu der Zeit

#8


Perle
Was war das für eine Klinik? Tagesklinik oder stationär?

War eben mal auf Deinem Profil. Hast Du evtl. heute Geburtstag?

#9


J
Zitat von hamburg.meine.perle:
In meiner akuten Krankheitsphase war ich dermaßen erschöpft, dass ich kaum noch einen Schritt vor den nächsten setzen konnte. Ich konnte damals nicht glauben, jemals wieder zu Kräften zu kommen. Bist Du in therapeutischer Behandlung?


Und wie lange ging das ganze bei dir?
War das auch alles die Psyche?
Ich habe auch schon so gut wie jegliche Hoffnung auf Besserung verloren Sad
Jaa ich mache eine ambulante Psychotherapie

#10


M
Hm, ein burn-out ist ja ein Mix des von dir Genannten. Das sind klassische burn-out Symptome. Ne Bekannte ist seit 2 Jahren krank und nimmt Medikamente bzw macht Therapie. Wünsche dir jedenfalls baldige Besserung.

#11


J
Zitat von hamburg.meine.perle:
Was war das für eine Klinik? Tagesklinik oder stationär?

War eben mal auf Deinem Profil. Hast Du evtl. heute Geburtstag?


Das war eine Tageklinik.
Jap ich bin heute 23 Jahre geworden Smile

#12


M
Alles Gute zum Geburtstag! Smile

x 1 #13


J
Danke Smile

#14


Perle
Oh - na dann: Alles Liebe zum Geburtstag ! Konfetti Kuss Freunde

Also, ich wurde Anfang 2014 krank, ich hatte tausend körperliche Symptome und starke Schmerzen. Ich schreibe Dir jetzt hier absichtlich nicht alles, denn das würde Dir nicht sonderlich helfen. Um Deine Frage zu beantworten: JA ! Es ist ausschließlich die Psyche. Ich bin körperlich kerngesund! Ich weiß, man kann sich das als Betroffener anfangs nicht vorstellen aber die Seele kann Salto schlagen, wenn sie auf sich aufmerksam machen möchte! Es ist alles ein Lernprozess und es geht mir nun - 1 Jahr danach - sehr viel besser. Habe gerade wieder mit der Arbeit begonnen.

Tagesklinik? Nicht ausreichend in Deiner Verfassung! Ich war im letzten Sommer 6 Wochen auf einer psychosomatischen Akutstation in einem Krankenhaus. Dort wurde ich vor allem erstmal wieder körperlich "in Stand gesetzt", parallel hatte ich auch Therapien etc. . Auf eine Akutstation kannst Du kurzfristig gehen! Danach wäre evtl. Tagesklinik angesagt. War jedenfalls bei mir so.

#15


J
Jaa das wäre wohl eine Überlegung wert mit der akutstation.
Wie hat man dich da körperlich in stand gesetzt?
Danke für die Glückwünsche

#16


Perle
Ist sehr umfangreich, daher in Stichworten: Sport, Gymnastik, Tanzen, Feldenkrais, Atem- und Muskelentspannung, ganz viele "Akut-Gespräche", sich "fallen" lassen dürfen, ganz viel weinen dürfen (offen und nicht heimlich), unendliche viele intensive Begegnungen mit den Mitpatienten, im Arm halten. Das ganze klingt ziemlich emotional, oder? Ist es auch! Das war eine ganz intensive Zeit in meinem Leben. Ich habe tolle Menschen kennen gelernt, gespürt, dass ich nicht alleine bin, Freunde gefunden. Und ich musste mir eingestehen, nach immer wiederkehrenden falschen Mustern gehandelt zu haben, weil ich nicht achtsam mit mir war. Das tat sehr weh aber es war heilsam.

Und - ja, auch Medikamente wurden gegeben. Meiner Ansicht nach geht es ohne nicht. Zumindest nicht am Anfang.

LG, Martina

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

J
Da hast du aber eine gute Klinik erwischt.
Als ich in der Klinik war hatten 2 Anwendungen am Tag und sonst haben wir Rum gesessen und gewartet. Sport und Muskelentspannung haben wir gar nicht gemacht.
Als dann noch die Aussage kam es kann sein das man für immer mit den Symptomen Leben muss und sie nie wieder weg gehen, habe ich dann abgebrochen.

Ich kann mich so schwer auf die Psyche ein lassen. Immer dieses Angst vor einer Muskelerkrankungen oder nervenerkrankung... Soll ich mich nochmal untersuchen lassen?

#18


J
Hat noch jemand eine Idee?

#19


Hotin
Hallo Juliya92,

jede Menge Ideen habe ich da noch. Das kannst Du gar nicht alles
ausprobieren.

Zitat:
Ich kann mich so schwer auf die Psyche ein lassen. Immer dieses Angst vor einer
Muskelerkrankungen oder nervenerkrankung...


Wenn Du einen Schlüsselbund auf dem Dachboden verloren hast. Was denkst Du,
wann wirst Du den im Keller wiederfinden?

Was bitte soll Dein Opa mit Deinen starken Ängsten zu tun haben, oder war er eine
besondere Bezugsperson, ein Eltern-Ersatz für Dich?

Zitat:
Selbst sitzen streng mich an und ich bekomme sofort Rückenschmerzen und Nackenschmerzen.


Hast Du Dich denn schon mal an der Wirbelsäule untersuchen lassen? Vielleicht
kann Dir ein Orthopäde, oder noch besser ein guter Osteopath sagen, ob bei Dir
irgend ein Nerv abgeklemmt wird.
In so einem Fall können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen auftreten.
Erschöpfungssymptome kommen jedoch meist von der Psyche.

Nachträglich noch herzliche Glückwünsche zum Geburtstag
und gute Besserung für Dich.

Und gib niemals auf, es gibt fast immer eine Lösung.

Viele Grüße

Hotin

x 1 #20


A


x 4


Pfeil rechts




Mira Weyer
App im Playstore