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Warthunder
Hallo liebe Psychic-Community,

nachdem ich nun öfter schon passiver Leser in diesem Forum war, hab ich mich durchringen können mich anzumelden und meine Situation zu schildern und vielleicht etwas Mut zugesprochen zu bekommen.
Zunächst einmal DICKES DANKE, wie toll dieses Forum einfach insgesamt ist!

Nun zu mir: ich bin 22 Jahre alt und leide eigentlich mein Leben lang schon unter Angst und Panik. Als Kind schon leicht und also Jugendlicher und nun junger Erwachsener stärker.
Dabei spielen Zwangsgedanken eine große Rolle.
Als das Abitur vor der Tür stand kam der bis dato schlimmste Anfall (ich habe diese Attacken immer nur phasenweise). Daraufhin ging es das erste mal zum Psychater und der verschrieb mir Citalopram (20mg). Dann ging es auch besser und alles war gut. Ich konnte meine Ausbildung im öffentlichen Dienst machen, machte eine gute Psychotherapie und war super zufrieden. Jetzt bekam ich die Zusage zu einem dualen Studium (worauf ich lange hoffte) und war mega glücklich. Fest stand auch: endlich ausziehen von Mama und Papa. Doch plötzlich vor einem Monat ein Rückfall. Heftige Panik und Angst. Jetzt steht der Umzug kurz bevor und es wurde so schlimm, dass ich einen Medikamentenwechsel mache. Ich nehme nun seit vier Tagen Venlafaxin 75mg. Da die Umstellung ja dauert nehme ich nun täglich vier Beruhigungstabletten (Quetiapin 25mg) um überhaupt durch den Tag zu kommen. Schlafen kann ich Gott sei dank gut, nur morgens ist es meist am schlimmsten mit der Angst. Ich bin momentan kaum belastbar.
Meine Fragen:
1. Hab ihr Erfahrung in der Umstellung von Cita auf Velan?
2. Wie kann ich mir die Tage bis das Velanfaxin wirkt erträglicher machen?
3. Habt ihr schonmal Hypnose als Therapie genutzt? Wenn ja, wo?

Meine Größte Angst ist, dass ich nichtmehr gesund werde. Bin eigentlich lebensfroh und ein Optimist, aber die Gedanken sagen, dass es niemals besser wird...

Vielen Dank schonmal. Freu mich auf eure Antworten

25.07.2018 19:34 • 22.07.2021 #1


38 Antworten ↓


Guten Morgen.

Du nimmst Quetiapin als Beruhigungsmittel? Die Indikation gibt es dafür, soweit ich sehe, so nicht, zumal du gut schlafen kannst. Leider kenne ich mich mit Umstellungen aber nicht gut aus, nur, dass Probleme damit anscheinend häufiger vorkommen.

29.07.2018 09:51 • #2



Rückfall in die Angst - Medikamentenumstellung

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Ein Medikamentenwechsel ist eigentlich immer noch zusätzlicher Stress.
Deshalb hätte ich eher das Citalopram mal erhöht zumal es Dir ja gut geholfen hat.
Da würde ich mal mit Deinem Psychiater drüber sprechen.

Alternativ statt Umstellung auf Venlafaxin: Umstellung auf Amitriptylin (beruhigendes Antidepressivum,das direkt nach Einnahme beruhigend wirkt.
Dadurch spart man sich zusätzliche Beruhigungsmittel).
Man kann allerdings davon zuznehmen.

Hilft Dir das Quietiapin?

Dass Du nie wieder gesund wirst,will einem die Angst einreden.Ganz typischer Angstgedanke.

Zum Thema negative Gedanken:
Mann kann nicht verhindern,dass sie kommen aber man kann sich entscheiden,ihnen keinen Glauben zu schenken.

Natürlich wird es Dir in absehbarer Zeit wieder besser gehen.
Der Gedanke,man könnte nie wieder gesund werden ist ganz normal in so eine Tiefphase.

Ein realistisches,hilfreiches Pendant zu diesem Gedanken wäre:
Es wird immer mal wieder ein Auf und Ab geben aber die meiste Zeit (auf´s Leben gerechnet) geht es mir gut.

Es geht also insgesamt darum zu üben,seine Gedanken zu überprüfen und zu korrigieren.

Hier dazu eine Buchempfehlung: "Gefühle verstehen,Probleme bewältigen" von Doris Wolf und Rolf Merkle.
Da sind konkrete Übungsanleitungen drin und noch viele andere nützliche Tips im Umgang mit Gefühlen.

Wenn es Dir nicht gut geht,sagst Du Dir: morgen wird ein besserer Tag.Es geht vorüber.

29.07.2018 10:58 • x 6 #3


aldia249
Zitat von Warthunder:
Hallo liebe Psychic-Community,

nachdem ich nun öfter schon passiver Leser in diesem Forum war, hab ich mich durchringen können mich anzumelden und meine Situation zu schildern und vielleicht etwas Mut zugesprochen zu bekommen.
Zunächst einmal DICKES DANKE, wie toll dieses Forum einfach insgesamt ist!

Nun zu mir: ich bin 22 Jahre alt und leide eigentlich mein Leben lang schon unter Angst und Panik. Als Kind schon leicht und also Jugendlicher und nun junger Erwachsener stärker.
Dabei spielen Zwangsgedanken eine große Rolle.
Als das Abitur vor der Tür stand kam der bis dato schlimmste Anfall (ich habe diese Attacken immer nur phasenweise). Daraufhin ging es das erste mal zum Psychater und der verschrieb mir Citalopram (20mg). Dann ging es auch besser und alles war gut. Ich konnte meine Ausbildung im öffentlichen Dienst machen, machte eine gute Psychotherapie und war super zufrieden. Jetzt bekam ich die Zusage zu einem dualen Studium (worauf ich lange hoffte) und war mega glücklich. Fest stand auch: endlich ausziehen von Mama und Papa. Doch plötzlich vor einem Monat ein Rückfall. Heftige Panik und Angst. Jetzt steht der Umzug kurz bevor und es wurde so schlimm, dass ich einen Medikamentenwechsel mache. Ich nehme nun seit vier Tagen Venlafaxin 75mg. Da die Umstellung ja dauert nehme ich nun täglich vier Beruhigungstabletten (Quetiapin 25mg) um überhaupt durch den Tag zu kommen. Schlafen kann ich Gott sei dank gut, nur morgens ist es meist am schlimmsten mit der Angst. Ich bin momentan kaum belastbar.
Meine Fragen:
1. Hab ihr Erfahrung in der Umstellung von Cita auf Velan?
2. Wie kann ich mir die Tage bis das Velanfaxin wirkt erträglicher machen?
3. Habt ihr schonmal Hypnose als Therapie genutzt? Wenn ja, wo?

Meine Größte Angst ist, dass ich nichtmehr gesund werde. Bin eigentlich lebensfroh und ein Optimist, aber die Gedanken sagen, dass es niemals besser wird...

Vielen Dank schonmal. Freu mich auf eure Antworten

Hey:) Du bist noch ziemlich jung. Bevor du einen Tabletten Marathon startet, würd ich mich erst mal mit der Angst an sich beschäftigen. Medis sollten eher unterstützten, als Arbeit abzunehmen, weil heilen werden sie nicht.
Was genau macht dir Angst in diesem Fall? Steht es direkt mit dem bevorstehenden Umzug in Verbindung?
Ich muss noch dazu sagen: Ich frag deshalb so genau, weils bei mir eigentlich ziemlich das Gleiche war: Abitur > Katastrophe. Umzug > Katastrophe und phasenweise bei Anlässen.
Welche Psychotherapie hast du gemacht und wie lange? Was könntest du mitnehmen?
Ich hab Hypnose probiert 2015. hat mir persönlich null gebracht. Da sind die Erfahrungen aber auch verschieden.
LG

29.07.2018 11:34 • x 1 #4


Warthunder
Zitat von aldia249:
Hey:) Du bist noch ziemlich jung. Bevor du einen Tabletten Marathon startet, würd ich mich erst mal mit der Angst an sich beschäftigen. Medis sollten eher unterstützten, als Arbeit abzunehmen, weil heilen werden sie nicht.
Was genau macht dir Angst in diesem Fall? Steht es direkt mit dem bevorstehenden Umzug in Verbindung?
Ich muss noch dazu sagen: Ich frag deshalb so genau, weils bei mir eigentlich ziemlich das Gleiche war: Abitur > Katastrophe. Umzug > Katastrophe und phasenweise bei Anlässen.
Welche Psychotherapie hast du gemacht und wie lange? Was könntest du mitnehmen?
Ich hab Hypnose probiert 2015. hat mir persönlich null gebracht. Da sind die Erfahrungen aber auch verschieden.
LG



Vielen Dank für deine Antwort! Ja ich möchte ja auch ungern Meds nehmen, aber nützt ja nix. Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht und hab einige Techniken gelernt die Gedanken zu sortieren. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass ich diese im Moment anwenden kann.
Ob die Angst in direktem Zusammenhang mit dem Umzug steht kann ich schlussendlich wahrscheinlich erst sagen, wenn ich es hinter mir hab. Aber bei mir war es halt auch vorm Abitur sehr hart und jetzt halt vorm Umzug. Ich denke schon, dass da ein Zusammenhang besteht. Ich hoffe es ist bald vorbei, weil ich eigentlich sehr lebensfroh bin und das leben liebe. Im Moment fällt es nur sehr schwer ich hoffe die Venlafaxin schlagen bald an. Eine Woche ist rum

29.07.2018 11:49 • #5


Warthunder
Zitat von Flame:
Ein Medikamentenwechsel ist eigentlich immer noch zusätzlicher Stress.
Deshalb hätte ich eher das Citalopram mal erhöht zumal es Dir ja gut geholfen hat.
Da würde ich mal mit Deinem Psychiater drüber sprechen.

Alternativ statt Umstellung auf Venlafaxin: Umstellung auf Amitriptylin (beruhigendes Antidepressivum,das direkt nach Einnahme beruhigend wirkt.
Dadurch spart man sich zusätzliche Beruhigungsmittel).
Man kann allerdings davon zuznehmen.

Hilft Dir das Quietiapin?

Dass Du nie wieder gesund wirst,will einem die Angst einreden.Ganz typischer Angstgedanke.

Zum Thema negative Gedanken:
Mann kann nicht verhindern,dass sie kommen aber man kann sich entscheiden,ihnen keinen Glauben zu schenken.

Natürlich wird es Dir in absehbarer Zeit wieder besser gehen.
Der Gedanke,man könnte nie wieder gesund werden ist ganz normal in so eine Tiefphase.

Ein realistisches,hilfreiches Pendant zu diesem Gedanken wäre:
Es wird immer mal wieder ein Auf und Ab geben aber die meiste Zeit (auf´s Leben gerechnet) geht es mir gut.

Es geht also insgesamt darum zu üben,seine Gedanken zu überprüfen und zu korrigieren.

Hier dazu eine Buchempfehlung: "Gefühle verstehen,Probleme bewältigen" von Doris Wolf und Rolf Merkle.
Da sind konkrete Übungsanleitungen drin und noch viele andere nützliche Tips im Umgang mit Gefühlen.

Wenn es Dir nicht gut geht,sagst Du Dir: morgen wird ein besserer Tag.Es geht vorüber.


Vielen Dank für die Antwort und die Unterstützung ich hatte Cita zunächst eine Woche erhöht, aber es ging mir immer dreckiger. Aus Urlaubsgründen musste ich daraufhin zu einem anderen Psychiater , der mir toll gefallen hat. Hat zugehört und eben was anderes verschrieben. Morgen habe ich einen Termin bei einem anderen Psychiater in der Nähe meines Umzugsortes, um einen vor Ort zu haben. Mal sehen wie er die Sache sieht.

Das Quetiapin hilft. Kann allerdings auch einfach der Placeboeffekt sein. Am schlimmsten ist es morgens (wie bei den meisten). Die halbe Stunde nach dem aufstehen ist meist sehr hart. Das Quetiapin nehme ich dann und dann komm ich runter. Ich nehme das ungefähr alle 4 Stunden den Tag über. Versuche aber weniger.

Ich hoffe einfach dass das Venlafaxin bald anschlägt.

29.07.2018 11:56 • x 1 #6


Warthunder
Zitat von Chillangel:
Guten Morgen.

Du nimmst Quetiapin als Beruhigungsmittel? Die Indikation gibt es dafür, soweit ich sehe, so nicht, zumal du gut schlafen kannst. Leider kenne ich mich mit Umstellungen aber nicht gut aus, nur, dass Probleme damit anscheinend häufiger vorkommen.


Genau, wurde mir so verschrieben. Morgens brauch ich das. Vielleicht auch nur für den Kopf als Placebo.

29.07.2018 11:57 • #7


Warthunder
Hey, ein kleines Update von mir. Heute war bisher echt ein guter Tag! Nur die Morgenträgheit nervt noch sehr. Aber duschen hilft mir habe ich festgestellt. Ansonsten kleinere Tiefs und nur eine Tablette Quetiapin Stimmt mich sehr positiv. Der neue Psychiater ist zwar mehr schlecht als recht, Hauptsache überhaupt einen. Mal sehen wie es weitergeht
Lg

30.07.2018 17:40 • #8


Dss klingt gut.

LG

31.07.2018 13:42 • #9


Warthunder
So wieder ein paar Tage vergangen. Die letzten Tage waren (bis auf Morgens) gut. Gestern (Donnerstag) ging es mir sogar morgens blendent. War mit einem Kumpel am See. Aber als es später wurde am See, kam die Angst wieder. Angst vor der Angst. Seit gestern abend habe ich wieder das unangenehme Bauchgefühl (was einige ja sicher kennen) und ich fühle mich wieder zurückgeworfen. Nächstes Wochenende ziehe ich dann (endlich?) um. Quetiapin habe ich die letzten Tage ja nur eine genommen. Gestern sogar erst abends. Vielleicht muss ich heute wieder mehr nehmen. Venlafaxin Tag 12. Hatte eigentlich die letzten Tage schon das Gefühl, dass es hilft, aber der Rückschritt jetzt verunsichert mich. :/
Habt ihr Einschätzungen? Ist das wohl "normal"?
Lg

03.08.2018 11:10 • #10


Habe mit sertralin dauernd Rückschritte... Werd mir bald einen Termin bei einem guten neurologen ausmachen. Momentan häng ich echt wieder in der luft.

03.08.2018 11:26 • #11


Warthunder
Hallo,

habe eine fast schlaflose Nacht hinter mir. Nachdem das Wochenende wieder besser war (bis auf morgens, nach wie vor) weiß ich momentan nicht recht wo ich stehe.
Sonst wache ich nur recht früh auf, schlafe wieder ein, wache kurz drauf wieder auf usw. Letzte Nacht bin ich aber mitten in der Nacht aufgewacht und konnte kaum einschlafen.
Bin jetzt bei Tag 13 mit dem Venlafaxin. Quentiapin nehme ich nurnoch in Ausnahmefällen, so wie letzte Nacht.
Im Moment habe ich vor allem Angst vor der Angst. Angst, dass ich Angst in der neuen Wohnung kriegen werde (Umzug ist nächstes Wochenende) und das mein Zustand trotz Medis und Umzug bleibt, bis zum Studium und ich das alles nicht schaffe deswegen.
Naja noch habe ich ein paar Tage Eingewöhnung Venlafaxin (sind ja bis zu drei Wochen). Bitte lass es helfen. Ich will wieder Atmen können
Über ähnliche Erfahrungen freue ich mich immer!
Danke!
lg

06.08.2018 12:58 • #12


Warthunder
Nach einem Gespräch und ein paar Tränen meinerseits habe ich mit meinen Eltern entschieden Quetiapin wieder regelmäßig zu nehmen. Zumindest bis der Umzug durch ist

06.08.2018 18:58 • #13


Warthunder
Kleines Update von mir. Die letzten Tage waren wirklich gut. Ich bin jetzt gestern eingezogen und da war alles gut. Die erste Nacht hat eine Freundin mit mir hier geschlafen. Heute bin ich aber voll down. Das flaue Gefühl im Bauch ist wieder da. Gleich kommen ein paar Freunde zum Einzug, aber so richtig Lust hab ich nicht. Morgen fahr ich nach Hause, weil ich mich mit einem Kumpel treffen will. Was glaubt ihr, was da jetzt los ist? Bin ich deprimiert, wegen des Einzuges? Wegen der Veränderung? Ich hab da kein Bock mehr drauf Eigentlich dachte ich dass das Venlafaxin endlich wirkt. Aber iwie bin ich mir nicht mehr sicher... Mal sehen was es nächste Woche gibt.
Lg

11.08.2018 18:18 • #14


aldia249
Sorry,aber ich muss ehrlich sagen, auf mich wirkt das so: du machst dir alles ziemlich leicht.. du denkst, ein Antidepressivum zu schlucken löst deine Probleme.. ich denke, das siehst du alles ziemlich falsch. Ich glaube, du hast Angst vor Veränderungen, vor neuen Umgebungen und allgemein vor Neuem. Jetzt hast du einen Umzug hinter dir. Selbstverständlich setzt dir das zu. Wahrscheinlich würde es jedem gesunden Menschen auch zusetzen und ein mulmiges Gefühl bereiten. Ich denke der einzige Weg ist, zu lernen, damit klar zukommen. Bedenken, Gefühle und Ängste zu akzeptieren und Gedanken ziehen zu lassen. Solange du versuchst diesen Prozess mit Medikamenten zu betäuben, wirst du nur zu einer Besserung gelangen und die Ängste werden in dieser Gewichtung immer wieder kommen. Was tust du abgesehen von Medikamenten dafür?

12.08.2018 01:05 • x 2 #15


Warthunder
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Dieses flaue Gefühl ist wieder permanent da und das geht auch nicht weg. Das ist so unangenehm. Aber ich versuche deine Ratschläge anzunehmen, danke für die Antwort. Es fällt mir nur nicht leid. Habe nochmal einen Termin bei der Psychologin, aber das dauert, wegen der Urlaubszeit. Ansonsten versuche ich durch Atemübungen mich zu beruhigen.
Lg

12.08.2018 08:58 • #16


aldia249
Ich kann dich so gut verstehen. Ich kenne das Gefühl, aber um es los zu werden, bringt es nichts, dagegen anzukämpfen. Du solltest dich mit dem Gefühl beschäftigen und verstehen warum und wieso du so fühlst. Gibt es vielleicht einen Zusammenhang mit der Kindheit? Angst ist nicht gefährlich, sondern wichtig an der richtigen Stelle.
Erst durch das Verstehen, Annehmen und Aushalten schwächen die Ängste langsam ab. So war das zumindest bei mir. Vielleicht haben andere User ja auch andere Erfahrungen gemacht.
LG
PS. Erstmal stark, dass du Umzug etc. trotzdem machst und dich stellst.

12.08.2018 10:11 • x 1 #17

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Warthunder
Das Problem ist, dass es keinen festen Punkt gibt an dem ich die Angst festmachen kann. Ich habe in meiner Therapie gelernt mit den Zwangsgedanken bzw dem grüblen umzugehen, aber diesem flauen Gefühl im Bauch fühle ich mich einfach ausgeliefert. Es ist einfach da. Aber danke für die Worte, ich versuche mein bestes, um da rauszukommen. Nur das annehmen und verstehen fällt mir sehr schwer. Woher es kommt kann ich nicht sagen. Bis vor 3 Monaten war ja auch alles noch gut, aber jetzt komm ich da leider nicht mehr raus es ist einfach mist, ich freue mich auf nix mehr, hab kaum Hunger und muss mich überwinden Dinge anzufangen. Das ist auf Dauer sehr nervig ;/

12.08.2018 14:34 • #18


Ich kann dir sehr gut nachfühlen. Hatte auch Citalopram und bin dann auf Venlafaxin gewechselt. Allerdings auf die doppelte Dosis, 150 mg. Es erscheint mir nicht logisch, von Citalopram 20 mg auf eine analoge Dosis von 75 mg Venlafaxin zu wechseln, meiner Meinung nach müsste die Dosis erhöht werden.

Mir hat das damals kurzfristig geholfen. Langfristig helfen auch die Medikamente nicht wirklich, sie unterstützen dass man den Alltag ein bisschen besser bewältigen kann aber heilen tun sie nicht. Gut dass du eine Psychotherapie machst.

Ich hatte immer Angst vor einer Veränderung (Umzug, Jobwechsel etc.) und gleichzeitig habe ich die Veränderung auch gesucht. Das flaue Gefühl hab ich sehr oft, als ob etwas Schlimmes passieren würde. Eine latente Bedrohung. Das hat wahrscheinlich seinen Ursprung schon in der Kindheit.

Hypnose habe ich auch probiert aber mir hat es gar nichts gebracht. War auch teuer.

Das mit dem Quetiapin kann ich nicht ganz nachvollziehen, da es bei mir wie ein Hammer gewirkt hat. Ich hatte Truxal für das und heute Trimipramin, ein TZA.

12.08.2018 14:54 • x 1 #19


Warthunder
Es fühlt sich momentan eher an wie eine Depression. Ich glaube die Wochenenden sind immer schlimmer, unter der Woche arbeite ich ja normal. Ich gucke mir die nächste Woche nochmal an und entscheide dann, ob ich nochmal zum Psychiater fahre.

12.08.2018 15:51 • #20



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