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Hallo,

ich habe meine angststörung jetzt schon 14 jahre, habe zwei therapien hinter mir, aber nun ja, viel haben diese leider nichts gebracht. ich bin oft sehr traurig bzw. depressiv. kennt ihr das gefühl auch angst zu haben durchzudrehen? bei jedem ist es ja auch anders. aber diese gedanken machen mich echt so fertig! ich gehe raus , geh einkaufen, alles. nur halt weiter weg mach ich nicht....dann mache ich mir einen kopf das ich dieses durchdrehgefühl wieder bekomme und das ist echt mies. das hat auch mit keiner bestimmten situation zu tun..ich grübel
echt viel drüber nach und das macht es ja auch nicht besser das weiss ich auch......
kann man durchdrehen?

liebe grüße

09.03.2012 20:43 • 10.03.2012 #1


10 Antworten ↓


Hallo , meine erste Panikattacke ereilte mich vor rund 25 Jahren. Damals wußte man noch nicht viel über diese Krankheit. Ich hatte somit einen schweren Stand und wurde natürlich nicht ernst genommen. Auslöser war ein Taubheitsgefühl im linken Bein...es fühlte sich wie Gummi an zahlreiche Arztesuche waren erfolglos. Ich gewöhnte mich an diese Behinderung die etwa ein halbes Jahr anhielt. Irgendwann verschwand das Gefühl wieder und alles war wieder okay. Zwei Jahre später wollte ich mir ein lang ersehnten Wunsch erfüllen und meine leilichen Eltern kennenlernen...auf anraten meiner Adoptivmutter,wohlbemerkt Dipl.Psychologin begleiteten mich zwei gute Freunde auf die Reise ins Ungewisse. Hätte ich gewußt was das in mir auslösen würde hätte ich diese Reise wohl nie angetreten. Dort angekommen der erste Blick ins Gesicht meiner Mutter veränderte alles. Mein Hals verengte sich als ob man mir eine Schlinge um den Hals bindet und fest zieht. Todesangst ,Herzrasen und Atemnot bestimmten nun mein Leben...Der Alltag wurde zu einer Belastung.Autofahrten,Rolltreppen sowie Fahrstühle wurden gestrichen. Die Angst steigerte sich .
Jahre später war ich erst bereit therapeutische Hilfe zu holen...Konfrontationstherapie war jedoch nicht meine Lösung.Die Gesprächstherapie verhalf mir letztlich dazu meine Angst besser zu regulieren und sie nicht mehr ausschließliche körperliche Krankheit zu empfinden. Ich war wieder etwas weltoffener und fuhr auch wieder Straßenbahn. Jahrelang verlief alles recht gut bis auf kleine Einschränkungen welche ich als kleine Behinderung abtat. Ein Fehler wie ich heute weiß...seit 2 Jahren hat sich mein Zustand wieder extrem verschlechtert und die Bereitschaft für eine Konfrontationstherapie ist immer noch nicht gegeben.Zu groß ist die Angst vor einer Attacke und wohlmöglich daran zu sterben.
Wer weiß einen Rat
Vielen Dank im vorraus

09.03.2012 22:52 • #2



Oft traurig, hab Angst durchzudrehen - wer kennt das?

x 3


Hallo Phoenix71,

Es tut mir sehr leid für dich, dass du oft traurig und depressiv bist. Ich hoffe es hilft dir hier darüber zu sprechen. Es stimmt, dass gerade dieses "Kopfkino" einen noch weiter in das Durchdrehen wie du es nennst rein treibt. Auch ich kann dieses Gedanken-Kino in meinem Kopf meistens nicht abstellen - besonders schlimm wird es, wenn man eigentlich schlafen will/muss

glg,
Isie.

09.03.2012 23:02 • #3


Zitat von IsieNew:
Hallo Phoenix71,

Es tut mir sehr leid für dich, dass du oft traurig und depressiv bist. Ich hoffe es hilft dir hier darüber zu sprechen. Es stimmt, dass gerade dieses "Kopfkino" einen noch weiter in das Durchdrehen wie du es nennst rein treibt. Auch ich kann dieses Gedanken-Kino in meinem Kopf meistens nicht abstellen - besonders schlimm wird es, wenn man eigentlich schlafen will/muss

glg,
Isie.


Hallöchen,

ja das kopfkino zieht einen echt runter......und die traurigkeit macht sich leider sehr breit !
kich würde mal interessieren ob man echt durchdreht oder das einfach nur eine begleiterscheinung der angst ist...

10.03.2012 09:17 • #4


Hallo Phoenix71,

dieses Gefühl "durchzudrehen" oder "verrückt zu werden" kenne ich auch nur zu gut. Aber meine Therapeutin konnte mich da absolut beruhigen: Wir "Paniker" sind nicht verrückt und werden es auch nicht! Wir denken es halt nur, vor allem während einer Panikattacke und das verstärkt ja noch den Teufelskreis unserer Angst.

Als ich das anfangs hatte, dachte ich auch: "Ich werde verrückt! Die weisen mich ein, pumpen mich mit Tabletten voll, ich komme nie wieder raus aus der Klapsmühle usw." Das habe ich inzwischen nicht mehr, weil mir meine Therapeutin wirklich geduldig erklärt hat, dass dies lediglich eine Begleiterscheinung unserer Panikattacken bzw. der Angststörung ist. Wir sind und bleiben ganz "normale" Menschen aber halt mit einer Angststörung (die wir ja bekämpfen wollen, sonst wären wir nicht hier! ).

Schau mal, wir schreiben jetzt hier ganz vernünftig und sachlich über unsere Gefühle. Wir können sie im "Ruhezustand" ganz sachlich von außen betrachten und wissen, wir müssen den Grund für die Panikattacken finden. Und unser Leben ändern. Und das ist ja die größte Schwierigkeit dabei.

PS: Wenn Du Lust auf einen Austausch hast, melde Dich gerne, lies mal meinen Vorstellungsbeitrag im Forum. Bin auch neu hier

LG,
Thoragia

10.03.2012 15:00 • #5


Zitat von Thoragia:
Schau mal, wir schreiben jetzt hier ganz vernünftig und sachlich über unsere Gefühle. Wir können sie im "Ruhezustand" ganz sachlich von außen betrachten und wissen, wir müssen den Grund für die Panikattacken finden. Und unser Leben ändern. Und das ist ja die größte Schwierigkeit dabei.

LG,
Thoragia


Du sagst es. Ich höre auch immer wieder von den klugen, studierten leuten die Ursache liegt bei mir, also muss ich es auch alleine zu einer Lösung finden
Man liest so viele Ratschläge, ich habe aber immer noch große Schwierigkeiten damit diese umzusetzen. Ich hoffe immer noch, dass die kleinen Schritte nach vorn irgendwann in eine hellere, ruhigere Zukunft führen. Die Hoffnung ist das einzige was mich stetig begleitet...

Und der Traurigkeit, die dich einnimmt Phoenix71 können wir veilleicht durch unseren Austausch hier ein wenig entgegen treten

LG, Isie.

10.03.2012 17:26 • #6


hallo Thoragia,

puh das hat mich echt jetzt beruhigt, was du geschrieben hast. das schlimme sind halt immer unsere gedanken....die ziehn dann ja auch noch sehr runter, man stellt sich das schlimmste vor. diese angst halt durchzudrehen..das macht mich total kirre und so traurig...ich mache zur zeit auch ein methaltraining, nehm allerdings auch medis, aber mache all meine sachen wie einkaufen und so weiter. ich habe jetzt einen hund aus der tötung gerettet, geh spazieren..aber die traurigkeit ist echt überwiegend und nuja, man sollte mal einen auskmopf für den kopf erfinden. jetzt bin ich wieder ganz entspannt..das tut mir gut. ich bin auch froh das ich hier auf das forum gestossen bin. viele raten mir zu einer klinik, aber ganz ehrlich, ich möchte bei meiner familie bleiben es ist ja nicht so das ich nichts tue. ich koche mache alles ich reite..und lacher auch gerne.

Liebe Grüße
Danny

10.03.2012 21:32 • #7


Zitat von IsieNew:
Zitat von Thoragia:
Schau mal, wir schreiben jetzt hier ganz vernünftig und sachlich über unsere Gefühle. Wir können sie im "Ruhezustand" ganz sachlich von außen betrachten und wissen, wir müssen den Grund für die Panikattacken finden. Und unser Leben ändern. Und das ist ja die größte Schwierigkeit dabei.

LG,
Thoragia


Du sagst es. Ich höre auch immer wieder von den klugen, studierten leuten die Ursache liegt bei mir, also muss ich es auch alleine zu einer Lösung finden
Man liest so viele Ratschläge, ich habe aber immer noch große Schwierigkeiten damit diese umzusetzen. Ich hoffe immer noch, dass die kleinen Schritte nach vorn irgendwann in eine hellere, ruhigere Zukunft führen. Die Hoffnung ist das einzige was mich stetig begleitet...



hallo Isie,

ja die klugen ratschläge, das ist alles nur nicht so einfach, auch das positive denken....ich bin ein sehr negativdenker, das hat wohl mit meiner kindheit zu tun. hoffnung müssen wir ja haben, ich würde so gerne wieder mal in den urlaub fahren, aber dann kommt das was ist wenn denken..kennst du bestimmt auch...dann geht es schon los...die gedanken ziehen einen so runter....ich bin froh das ich euch hier zum austausch gefunden habe, das ist so viel wert..

l.g.d
danny

Und der Traurigkeit, die dich einnimmt Phoenix71 können wir veilleicht durch unseren Austausch hier ein wenig entgegen treten

LG, Isie.

10.03.2012 21:36 • #8


Liebe Danny,

auch ich bin sehr froh dass wir uns hier austauschen dürfen.
Es tut so gut wirklich (!) gehört zu werden und nicht nur eine pädagogisch, psychologisch geschultes Nicken sich gegenüber sitzen zu sehen...

Ich habe mich auch nie für einen Optimisten gehalten Als Heranwachsende habe ich es noch respektvoll als "Realistin" bezeichnet, aber inzwischen muss ich mir selbst eingestehen, dass ich ein Pessimist bin.
Alles um mich herum zieht mich runter - auch wenn andere es vielleicht positiv sehen würden/könnten, sehe ich immer nur die schlechten Seiten und die Sorgen, Probleme etc.

Der Hund ist doch bestimmt eine Aufgabe die dich richtig fordert, oder? Habe auch schon überlegt, dass ein Haustier einen wirklich guten therapeutischen Nutzen für mich als auch für meinen Sohn hätte... und dann kommt wieder das negativ denken - die viele Zeit, die ich in das Tier investieren muss, das Geld was ich dafür erübrigen würde, und überhaupt würde mein Sohn es doch gar nicht so sehr mögen wie ich es mir wünsche... *kopfdreht und dreht sich...

Eins muss ich dir noch sagen,
ich finde es echt toll, dass du kochst, reitest und lachst
Ganz lieben Gruß, Isie.

10.03.2012 22:44 • #9


Zitat von IsieNew:
Liebe Danny,

auch ich bin sehr froh dass wir uns hier austauschen dürfen.
Es tut so gut wirklich (!) gehört zu werden und nicht nur eine pädagogisch, psychologisch geschultes Nicken sich gegenüber sitzen zu sehen...

Ich habe mich auch nie für einen Optimisten gehalten Als Heranwachsende habe ich es noch respektvoll als "Realistin" bezeichnet, aber inzwischen muss ich mir selbst eingestehen, dass ich ein Pessimist bin.
Alles um mich herum zieht mich runter - auch wenn andere es vielleicht positiv sehen würden/könnten, sehe ich immer nur die schlechten Seiten und die Sorgen, Probleme etc.

Der Hund ist doch bestimmt eine Aufgabe die dich richtig fordert, oder? Habe auch schon überlegt, dass ein Haustier einen wirklich guten therapeutischen Nutzen für mich als auch für meinen Sohn hätte... und dann kommt wieder das negativ denken - die viele Zeit, die ich in das Tier investieren muss, das Geld was ich dafür erübrigen würde, und überhaupt würde mein Sohn es doch gar nicht so sehr mögen wie ich es mir wünsche... *kopfdreht und dreht sich...

Eins muss ich dir noch sagen,
ich finde es echt toll, dass du kochst, reitest und lachst
Ganz lieben Gruß, Isie.


Hallo Isie.

nuja das mache ich zwar aber oft auch niedergeschlagen wegen der angst...das grübeln, das einen so runterzieht. man muss einfach lernen mehr positiv zu denken..die nagtiven dadurch zu ersetzen. also von meinem sohn war es ein sehr großer traum mit dem hund . und für mich kam nur eine rettung in frage, da er in der tötung in rumänien saß, und der kleine kerl ist so dankbar.
wir müssen halt sehr an uns arbeiten....manchmal denk ich echt zuversichtig aber dann kommt wieder diese phase...nicht dass ich durchdrehe und so weiter. ich lasse mich sehr schnell runterziehen..leider. ich bin auch ein sehr launischer mensch, aber das war ich schon immer. so ich leg mich nun was auf die couch, schau noch einen film, ich bin eine nachteule . aber ich denke so ein austausch unter gleichgesinnten ist sehr hilfreich....

wünsche dir eine gute nacht

10.03.2012 23:39 • #10


Zitat von IsieNew:
Liebe Danny,

auch ich bin sehr froh dass wir uns hier austauschen dürfen.
Es tut so gut wirklich (!) gehört zu werden und nicht nur eine pädagogisch, psychologisch geschultes Nicken sich gegenüber sitzen zu sehen...

Ich habe mich auch nie für einen Optimisten gehalten Als Heranwachsende habe ich es noch respektvoll als "Realistin" bezeichnet, aber inzwischen muss ich mir selbst eingestehen, dass ich ein Pessimist bin.
Alles um mich herum zieht mich runter - auch wenn andere es vielleicht positiv sehen würden/könnten, sehe ich immer nur die schlechten Seiten und die Sorgen, Probleme etc.

Der Hund ist doch bestimmt eine Aufgabe die dich richtig fordert, oder? Habe auch schon überlegt, dass ein Haustier einen wirklich guten therapeutischen Nutzen für mich als auch für meinen Sohn hätte... und dann kommt wieder das negativ denken - die viele Zeit, die ich in das Tier investieren muss, das Geld was ich dafür erübrigen würde, und überhaupt würde mein Sohn es doch gar nicht so sehr mögen wie ich es mir wünsche... *kopfdreht und dreht sich...

Eins muss ich dir noch sagen,
ich finde es echt toll, dass du kochst, reitest und lachst
Ganz lieben Gruß, Isie.


Hallo Isie.

nuja das mache ich zwar aber oft auch niedergeschlagen wegen der angst...das grübeln, das einen so runterzieht. man muss einfach lernen mehr positiv zu denken..die nagtiven dadurch zu ersetzen. also von meinem sohn war es ein sehr großer traum mit dem hund . und für mich kam nur eine rettung in frage, da er in der tötung in rumänien saß, und der kleine kerl ist so dankbar.
wir müssen halt sehr an uns arbeiten....manchmal denk ich echt zuversichtig aber dann kommt wieder diese phase...nicht dass ich durchdrehe und so weiter. ich lasse mich sehr schnell runterziehen..leider. ich bin auch ein sehr launischer mensch, aber das war ich schon immer. so ich leg mich nun was auf die couch, schau noch einen film, ich bin eine nachteule . aber ich denke so ein austausch unter gleichgesinnten ist sehr hilfreich....

wünsche dir eine gute nacht

10.03.2012 23:39 • #11



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