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Hallo Ihr,

ich weiss nicht ob ihr mir helfen könnt, aber es belastet mich zu sehr.

Ich habe seit eh und je Einschlafprobleme, unter 1h geht im Grunde nichts. Das kann sich jedoch auch die ganze Nacht durchziehen, sodass ich kein Auge zumache. Das Einschlafen war die letzten Monate okay, allerdings war ich vor einigen Wochen im Urlaub, in dem ich grosse Panik und Angstzustände hatte und ich letztlich fast 40h wach war und verzweifelt zum Arzt bin, der mir letztlich Xanax verschrieben hat. So weit so panisch, die Xanax hab' ich ne Woche durchgenommen, weil es sonst nicht gegangen wäre. Habe den Urlaub mit panischer Angst verbracht nicht schlafen zu können bishin zur Angst vorm Einschlafen, da ich Kontrollverlust fürchte bzw in der Panik der Gedanke, dass ich den Einschlafzeitpunkt nicht kontrollieren bzw. aktiv mitkriege, noch panischer macht.

Zuhause hatten sich die Schlafprobleme relativ gelegt, auch wenn ich weiterhin mit unwohlem Gefühl ins Bett bin und nicht gut schlafen konnte. Nun konnte ich vorletzte Nacht fast kaum schlafen, lag sicher 7 Stunden wach im Bett und die Angst war auf 100. Den nächsten Tag konnte ich schliesslich einschlafen, aber auch unter Angst und mit vorausgegangem Angstgefühl und Erregtheit den ganzen Tag über.

Letzte Nacht war allerdings der reinste Horror,konnte erneut nicht schlafen (oh Wunder) und war so panisch, dass ich schliesslich zur 0,5er Xanax griff mit der ich nach circa 40 Minuten einschlief, wachte allerdings zwei Stunden später auf.

Heute ist die Angst vor der Nacht, vorm im Bettliegen, vorm Nicht schlafen können und vorm zwanghaften Warten endlich einzuschlafen, unermesslich. Ich weine den ganzen Tag, fühle mich hilflos und verspüre selbst jetzt wieder Angst, weil die Nacht näher und näher rückt und ich so grosse Angst habe, wieder nicht schlafen zu können. Ich will ungern eine Xanax erneut nehmen, weil ich wirklich Angst habe abhängig zu werden und seit der erstmaligen Einnahme immer wieder gedanklich darauf zurückkomme und denke, dass es als einziges wirkt. Wobei ich selbst da Angst habe, dass ich selbst dann nicht einschlafe, im Grunde habe ich fast Angst nie wieder einschlafen zu können, es grenzt beinahe an Wahn, aber ich kann mich absolut nicht runterfahren.

Was meint ihr, was ich tun kann/soll? 0,5-1mg Xanax nehmen oder einfach hinnehmen eventuell wieder nicht schlafen zu können? Was im Grunde keine Option ist, der Gedanke bringt mich um, bin jetzt schon körperlich total abgewrackt. Ich überlege schon mich einweisen zu lassen, weil diese Schlafangst so unglaublich und enorm ist und ich nicht weiss wohin mit mir und die Angst mit jeder vergangenen Stunde grösser wird. Ich weiss, dass der Körper sich den Schlaf wohl tatsächlich irgendwann holt, aber ich habe so grosse Angst an diesem schei. zu sterben und der Angst mich machtlos zu übergeben.

Liebste Grüsse,

petrichorrr-

16.10.2016 15:30 • 16.10.2016 #1


5 Antworten ↓


Icefalki
Hallo, ich begrüße dich mal.

Es gibt doch Medis, die schlafanstossend sind. Evtl. auch die Ängste runterfahren können. Warst du bzgl. deiner Problematik noch bei keinem Psychiater?

16.10.2016 15:43 • #2



Massive Panik vorm Einschlafen

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Schlaflose
Ich nehme seit 17 Jahren schlafanstoßende Antidepressiva. Die machen nicht süchtig, wie Xanax bzw. Alprazolam. Alprazolam und Zopiclon (Schlaftablette) nehme ich nur gelegentlich als Bedarfsmedikament, wenn z.B. wichtige Termine anstehen oder etwas passiert ist, was mich aufregt und ich dann nicht schlafen kann.

16.10.2016 15:44 • #3


Ich bin seit vier Jahren in einer ambulanten Psychotherapie, allerdings ursprünglich wegen einer Essstörung und sozialen Ängsten. Die Schlafproblematik war immer mal wieder da, aber nie in dem Masse, dass ich dachte: du musst jetzt etwas tun.

Alprazolam ist das Einzige was ich momentan Zuhause zur Verfügung hätte, Notapotheke hat bestimmt auf, allerdings bräuchte ich wohl ein Rezept für die Antidepressiva.


Die Panikattacken fingen nach einem Horrotrip auf Canna. an, hatte damals lächerliche 10mg Fluoxetin bekommen, die ich aber wieder rasch abgesetzt habe. Die Panikattacken habe ich per se ja auch gut im Griff bzw. habe kaum noch welche, jedoch ist die Angst nicht schlafen zu können bzw schlafen zu müssen erst seit diesem Urlaub so unnheimlich stark.


Und bzgl des Psychiaters: ich bin unerfolgreich auf der Suche, Wartezeiten liegen bei 7-9 Monaten. Ich denke, dass es sinnvoll ist ein SSRI oder eben Fluoxetin wieder anzusetzen, weil ich merke, dass die Angst ja doch noch unterschwellig sehr stark da ist.

16.10.2016 15:51 • #4


Mondkatze
Hallo
Logisch dass du nicht schlafen kannst.
Dein Kopf ist voll mit horrorgedanken. Wie kann dein Hirn da Entwarnung geben und deinem körper Ruhe gönnen. Wenn er doch allzeit bereit sein muss zu kämpfen bei deiner Fülle von Gedanken und Ängsten.
Du musst langsam runterkommen.
Kein Mensch kann, wenn er gerade noch auf Hochtouren läuft, von jetzt auf gleich schlafen.
Du musst für Ruhe in dir selbst sorgen und das solltest du mit einer angenehmen ruhigen Atmosphäre, die du dir zu Hause schaffst, unterstützen.
Setz dich mal ne Stunde bevor du schlafen gehst bequem hin und mache Atemübungen.
Dann höre dir leise entspannungsmusik an.
Angenehme Düfte wie Lavendel sorgen auch für Entspannung der Seele.
Gedämmtes Licht, evtl. Kerzenlicht sorgt auch für eine angenehme Atmosphäre.
Schließe die Augen und lass deine Gedanken die hochkommen einfach vorbeiziehen. Du kannst sie gedanklich auch auf eine Wolke packen und zusehen, wie sie vorüber gehen.
Und das kannst du täglich üben und du wirst sehen, dass dein Körper und vor allem dein Geist sich an dieses Ritual Gewöhnen und wirst Ruhe in dir finden.
LG
Mondkatze

16.10.2016 15:51 • x 2 #5


EcoDan
besser als das mondkätzchen kann man's nicht ausdrücken. dafür gibt's einen like

als mensch, der früher ebenfalls unter schlafproblemen litt, kann ich speziell die atemübung empfehlen. über den bauch einatmen, kurz halten und langsam ausatmen. super simpel

15min im gedimmten raum etwas auf papier zu lesen, kann auch hilfreich sein. je langweiliger, je besser ^^

16.10.2016 16:13 • #6




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