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Die Krankenkassenbeiträge steigen deswegen ständig, weil seit Jahren immer mehr Personen ärtzlich behandelt werden, die keine Beiträge zahlen und die immer weniger werdenden, die arbeiten, das mitbezahlen müssen. Das müsste unterbunden werden statt Leistungen zu kürzen.

Zitat von Schlaflose:
Die Krankenkassenbeiträge steigen deswegen ständig, weil seit Jahren immer mehr Personen ärtzlich behandelt werden, die keine Beiträge zahlen und ...

Vor ein paar Tagen stand in der Zeitung, dass Empfänger von Bürgergeld doppelt so hohe Kassenausgaben haben wie der Rest der gesetzlich Versicherten. Das ist bei familiär Mitversicherten ähnlich, Kinder, Ehefrauen. Teilzeitbeschäftigte zahlen zwar Beiträge, aber halt nur die Hälfte, d.h. auch sie werden subventioniert.

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Im Gesundheitswesen müssen manche Leistungen entfallen?

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Zitat von Richard76:
Teilzeitbeschäftigte zahlen zwar Beiträge, aber halt nur die Hälfte, d.h. auch sie werden subventioniert.

Das stimmt nicht, man zahlt auch die 17,5 Prozent. Mit 30 Stunden gelte ich auch als Teilzeit, aber ich zahle momentan knapp über 400 Euro, mein AG zahlt noch mal das gleiche, also bekommt die Kasse von mir über 800 Euro, das ist das zigfache von dem, was die KK vom Staat für einen Bürgergeldbezieher bekommt.

Zitat von Fravely:
Hallo zusammen, was haltet ihr von diesen verordneten Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem? Seit Jahren wenn nicht sogar Jahrzehnten wird massiv eingespart obwohl die Beiträge permanent steigen obwohl viele nicht mal mehr einen Hausarzt haben- Termine bei Fachärzten bis zu 12 Monate dauern.

Eins der großen Problem ist, dass der Staat sich weiterhin weigert, die KK-Kosten für die Bürgergeldempfänger zu zahlen. Damit entfallen diese Kosten auf das Solidarsystem und im Endeffekt zahlen wir sie alle. Da die Zahl der Bürgergeldempfänger ständig ansteigt, steigen logischerweise auch die Kosten dafür. Würde der Staat hier seiner Verpflichtung nachkommen und die Kosten auf die Bürger abschieben, sähe es im KK-System auch ein wenig besser aus.

Bezüglich der Facharztproblematik glaube ich tatsächlich, dass das nur über ein Hausarzt-System in den Griff zu bekommen ist, d.h. dass man für jeden Facharzttermin eine Überweisung braucht. Wenn ich mir allein hier im Form anschaue, wieviel und in welcher Frequenz da zu Fachärzten gerannt wird, kann ich mir ungefähr vorstellen, wieviel unnötige Facharzttermine jeden Tag deutschlandweit gemacht werden. Bevor eine Hausarzt-Pflicht greifen kann, müsste man dann allerdings die Problematik angehen, dass es auch viel zu wenig Hausärzte gibt.

Zitat von Richard76:
Teilzeitbeschäftigte zahlen zwar Beiträge, aber halt nur die Hälfte, d.h. auch sie werden subventioniert

Es ist das festgelegte Prinzip der Krankenversicherung, dass (zurzeit) 14,6% Prozent des Bruttoeinkommens des Beitragszahlers (auch von Rentnern) aufgewendet werden egal, ob Vollzeit oder Teilzeit. Dazu kommt noch der Zusatzbeitrag. Als dieses Prinzip festgesetzt wurde, wurde nicht davon ausgegangen, dass plötzlich Millionen von Menschen dazukommen, die kein eigenes Einkommen haben, aber trotzdem die Leistungen der Kassen in Anspruch nehmen.

Zitat von Kruemel_68:
Bezüglich der Facharztproblematik glaube ich tatsächlich, dass das nur über ein Hausarzt-System in den Griff zu bekommen ist, d.h. dass man für jeden Facharzttermin eine Überweisung braucht. Wenn ich mir allein hier im Form anschaue, wieviel und in welcher Frequenz da zu Fachärzten gerannt wird, kann ich mir ungefähr vorstellen, wieviel unnötige Facharzttermine jeden Tag deutschlandweit gemacht werden. Bevor eine Hausarzt-Pflicht greifen kann, müsste man dann allerdings die Problematik angehen, dass es auch viel zu wenig Hausärzte gibt

Das finde ich im Prinzip auch eine gute Lösung. Das Hausarztproblem kann aber nicht gelöst werden, weil einfach zu wenig angehende Ärzte gibt. Oder es wird so gemacht, wie in der Verhangenheit, dass man einfach nur in die Praxis geht und sich von den Helferinnen eine Überweisung seiner Wahl ausstellen lässt, die der Hausarzt nur noch unterschreibt. Das löst aber das Grundproblem nicht.

Zitat von Schlaflose:
Das finde ich im Prinzip auch eine gute Lösung. Das Hausarztproblem kann aber nicht gelöst werden, weil einfach zu wenig angehende Ärzte gibt. Oder es wird so gemacht, wie in der Verhangenheit, dass man einfach nur in die Praxis geht und sich von den Helferinnen eine Überweisung seiner Wahl ausstellen lässt, die ...

Ja, das ist ein riesiges Problem. Einige der skandinavischen Ländern haben eine gute Lösung dafür wie ich finde. Die arbeiten mit einem System von Community Nurses. Das sind medizinische Fachangestellte, die in allgemeinen medizinischen Fragen ausgebildet sind. Sie arbeiten eng mit Ärzten und Sozialarbeitern zusammen. Sie sind die erste Anlaufstelle für Patienten und können schon mal viele kleine Probleme abfangen. Ich glaube, sie dürfen auch Medikamente verschreiben. Und erst wenn die nicht weiterkommen oder es komplizierter wird, geht der Patient weiter zum Arzt. Vielleicht wäre das auch eine Lösung für Deutschland.

Zitat von Saina91:
Wenn man unser Leben mit dem Leben von anderen Menschen vergleicht, dann ist das echt Jammern auf hohem Niveau. Habe gestern eine Doku über sinti und Roma in Slums in Rumänien gesehen..Die Leben schlimmer als Tiere dort.

Im falschen thread gelandet?
depressionen-f99/ungerechtigkeit-der-welt-t122776-30.html

Zitat von Kruemel_68:
Ja, das ist ein riesiges Problem. Einige der skandinavischen Ländern haben eine gute Lösung dafür wie ich finde. Die arbeiten mit einem System von Community Nurses. Das sind medizinische Fachangestellte, die in allgemeinen medizinischen Fragen ausgebildet sind. Sie arbeiten eng mit Ärzten und Sozialarbeitern zusammen.

Ich glaube, dass ist in den Niederlanden auch so. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Klar, bei manchen Krankheiten muss man ja nur zum Arzt um eine AU zu holen. Bräuchte ich die nicht, würde ich bei einem Infekt erst mal nicht zum Arzt gehen, denn man weiß ja, was man tun muss. Allerdings hatte mir die Sprechstundenhilfe bei meinen akuten Nackenbeschwerden vor kurzem einen falschen Tipp gegeben, das hat es zwar nicht verschlechtert, aber als ich dann später beim Arzt war, meinte er, das hielte er nicht für richtig.
Eine Helferin bei der Gynäkologin hat mir auch schon mal was übers Telefon verschrieben ohne dass ich mit der Ärztin gesprochen hatte.
Ist halt die Frage, um was es sich handelt, bei einem grippalen Infekt würde ich auch auf das Wissen des Personals vertrauen, aber wenn ich zb. eine Bronchitis oder sogar schwerere Erkrankungen hätte, würde ich lieber den Arzt persönlich sprechen.

Zitat von Islandfan:
Ist halt die Frage, um was es sich handelt, bei einem grippalen Infekt würde ich auch auf das Wissen des Personals vertrauen, aber wenn ich zb. eine Bronchitis oder sogar schwerere Erkrankungen hätte, würde ich lieber den Arzt persönlich sprechen.

Ich habe leider schlechte Erfahrungen mit Sprechstundenhilfen gemacht, egal bei welchem Arzt. Diese spielen sich manchmal auf, als wären sie die Ärzte.

Zitat von Abendschein:
Ich habe leider schlechte Erfahrungen mit Sprechstundenhilfen gemacht, egal bei welchem Arzt. Diese spielen sich manchmal auf, als wären sie die Ärzte.

Ich kenne solche und solche, denke aber, dass der Arzt für seine Praxis im schlimmsten Fall derjenige ist, der haftet. Ist in meinem Bereich auch so. Die Sekretärin darf nichts für mich entscheiden, weil ich dafür haften müsste, deswegen spricht sie auch immer alles mit mir ab, war am Anfang holprig,geht jetzt aber. Wenn ich nicht da bin, muss das die Vertretung entscheiden.
In meinem Bereich ist es aber nicht so fatal wie im medizinischen Bereich, ich möchte mir gar nicht ausmalen, wenn die Schwester da eine Diagnose gibt und Sachen verschreibt und der Patient stirbt.

Zitat von Islandfan:
Ich glaube, dass ist in den Niederlanden auch so. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Klar, bei manchen Krankheiten muss man ja nur zum Arzt um eine AU zu holen. Bräuchte ich die nicht, würde ich bei einem Infekt erst mal nicht zum Arzt gehen, denn man weiß ja, was man tun muss. Allerdings hatte mir die ...

Das sind KEINE Sprechstundenhilfen! Das ist ein 3jähriger Bacherlor-Studiengang, den man dafür absolvieren muss. Also quasi ein eigenes Berufsbild. Bei uns in D gibt es sowas in der Art bisher überhaupt nicht.

Zitat von Abendschein:
Ich habe leider schlechte Erfahrungen mit Sprechstundenhilfen gemacht, egal bei welchem Arzt. Diese spielen sich manchmal auf, als wären sie die Ärzte.

Ich weiß nicht, ob Du Dich damit auch auf meine Antwort beziehst - aber bei diesen Community Nurses handelt es sich nicht um Sprechstundenhilfen. Das ist ein spezieller, 3jähriger Bachelor-Studiengang, den man dafür absolvieren muss.

Achso, das wusste ich nicht. In den USA kann man ja auch den Bachelorabschluss als Zahnarzthelferin machen.
In Deutschland kenne ich eine, die einen BA in Physiotherapie gemacht hat.

Zitat von Kruemel_68:
Das sind KEINE Sprechstundenhilfen! Das ist ein 3jähriger Bacherlor-Studiengang, den man dafür absolvieren muss. Also quasi ein eigenes Berufsbild. ...

Eins meiner Kinder ist MFA, medizinische Fachangestellte mit 3jähriger qualifizierter Ausbildung. Sie würde sich verbitten als Helferin oder Sprechstundenhilfe angesprochen zu werden.
Das andere Kind studiert Psychologie und ist auch kein Klapsenarzt.
Bevor ich meinen Personalfachwirt gemacht habe, war ich Bürokauffrau. Wurde viel zu lang als Tippse abgestempelt.
Persönlich finde ich es ganz schrecklich wenn Berufe/Personen durch solche Bezeichnungen abgewertet werden.

Zitat von Greta__:
Eins meiner Kinder ist MFA, medizinische Fachangestellte mit 3jähriger qualifizierter Ausbildung. Sie würde sich verbitten als Helferin oder Sprechstundenhilfe angesprochen zu werden.
Das andere Kind studiert Psychologie und ist auch kein Klapsenarzt.

Ich finde das affig. Ich bin auch Akademikerin, man darf mich aber gern auch Depp vom Dienst nennen, ich bilde mir rein gar nichts auf mein Studium und meine Arbeitsstelle ein.
Ich nenne auch MFA weiterhin Schwestern oder Sprechstundengehilfen, weil ich dieses sich auf etwas was einbilden so gar nicht mag.

Zitat von Kruemel_68:
Ich weiß nicht, ob Du Dich damit auch auf meine Antwort beziehst - aber bei diesen Community Nurses handelt es sich nicht um Sprechstundenhilfen. ...

Nein ich bezog das nicht auf Dich. Habe im Allgemeinen geschrieben, was ich mit Sprechstundenhilfen schon erlebt habe.
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Zitat von Islandfan:
Ich finde das affig. Ich bin auch Akademikerin, man darf mich aber gern auch Depp vom Dienst nennen, ich bilde mir rein gar nichts auf ...

Gott sei Dank darf man diesbezüglich anderer Meinung sein.

Wusste ich gar nicht, dass man nicht Arzthelfer sagen sollte Ich habe bisher immer den Begriff Zahnarzthelferin benutzt, weil ich das gern lernen würde. Finde den Begriff aber jetzt nicht abwertend.

Zitat von Greta__:
Gott sei Dank darf man diesbezüglich anderer Meinung sein.

Ja klar, jeder wie er meint. Mein Bruder ist promovierter Historiker, hat den Weibern in der Kennenlernphase immer gesagt, dass er Müllmann wäre, weil er die Spreu vom Weizen trennen wolle.
Ich mag das gar nicht, wenn Leute (meistens aus dem akademischen Bereich), sich für was besseres halten. Nee, das war nie meine Welt und wird es nie sein.

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Mira Weyer
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