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... und bin gestern zum ersten Mal wegen meiner Angstzustände zum Arzt gegangen! Dieser Schritt ist mir alles andere als leicht gefallen - wer gibt schon gerne zu, dass er psychische Probleme hat? Aber der Leidensdruck ist so groß gewesen, dass jetzt endlich was passieren muss, also habe ich meine Ängste zumindest in diesem Punkt überwunden und habe bei meinem Hausarzt um Hilfe gebeten. Darauf bin ich heute stolz auf mich!

Mein Hausarzt war sehr verständnisvoll, hat genau die richtigen Fragen gestellt (zumindest habe ich das in dem Moment so empfunden) und mir Mut gemacht! Er sagt, dass alles was ich schildere, ganz klar für eine Angststörung spricht. Er hat mir dringend geraten, so schnell es bei den Wartezeiten geht, eine Verhaltenstherapie zu beginnen. Hierfür hat er mir gleich 3 Therapeuten in unserem Wohnort bzw. in der Nähe empfohlen. Allerdings hat er mir ebenfalls geraten, schon jetzt mit einer medikamentösen Behandlung zu beginnen.

Verschrieben hat er mir Opipramol 50 mg, davon soll ich abends eine und morgens eine halbe Tablette nehmen, um mich zumindest so weit zu beruhigen, dass ich den Alltag wieder panikfrei und halbwegs entspannt bewältigen kann. Ich war zuerst sehr skeptisch deswegen, vertraue aber meinem Hausarzt, der mich schon seit etlichen Jahren kennt. Und es handelt sich hierbei ja auch um die niedrigste Dosierung. Nächste Woche habe ich noch einen Termin bei ihm, das war ihm sehr wichtig, dass Ganze zeitnah zu begleiten.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit diesem Präparat?

Am Montag werde ich dann mein Glück bei den Therapeuten versuchen, ein bisschen Bammel habe ich vor diesen Anrufen auch. Aber ich habe das gestern geschafft, dann schaffe ich das Montag auch. Hoffe ich....

Danke für's Lesen!

Steffi

05.03.2011 15:30 • 22.03.2011 #1


4 Antworten ↓


J
Mit dem Medikament kenne ich mich nicht aus.

Finde es aber auch nicht soo gut von deinem HA dass er dir gleich was verschreibt. Ich würde mir überlegen, das zu nehmen!

Versuche lieber zuerst, einen Termin bei einem Fachmann (Therapeuten) zu bekommen und sprich mit ihm!
Was das angeht - ich kann da nur aus meiner Erfahrung berichen.

Ich habe mir DIE FINGER WUND-TELEFONIERT um ÜBERALL das gleiche zu hören Wir sind übervoll, rufen sie in 4 Monaten wieder an oder Wir können sie auf unsere Warteliste setzten das dauert aber mindestens 3 Monate...
Wenn du SCHNELL Hilfe brauchst, versuche es eher bei einer Klinik...

Ich weiß jetzt natürliuch nicht ob meine Erfahrung generalisiert werden kann aber ich glaube schon dass es schwer ist, einen Platz bei einem GUTEN Therapeuten zu bekommen...

Ich drücke dir auf jedne Fall die Daumen. Lass dich nicht unterkriegen wenn du am Telefon doof behandelt wirst...

05.03.2011 21:36 • #2


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Ich habe den ersten Schritt gemacht.

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M
Hallo JuJo0204,

ich würde Dir ebenfalls dazu raten eine Verhaltenstherapie in Angriff zu nehmen.

Das Medikament zu nehmen ist auf jeden Fall schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber wirklich weiterhelfen wird Dir nur ein Verhaltenstherapeut.

Therapieunterstützend würde ich Dir zu Ausdauersport, Kneipp-Anwendungen und Sauna raten. Dadurch wirst Du ruhiger und weniger Anfällig für Stress und Panik. (klingt simpel bringt aber sehr viel)

05.03.2011 21:59 • #3


P
Hallo JuJo,

Ich kann dir auch raten wirklich nicht nur die drei Therapeuten anzurufen sondern so viel wie geht. Ich hab damals 30 Therapeuten durch telefoniert, aber dafür auch schon nach 2 Wochen meinen ersten Termin gehabt. Ich hab immer auf Band gesprochen und überall das Gleiche erzählt. War befreiend sich mal zu dem Problem zu bekennen finde ich, da shat mir geholfen es mehr anzunehmen. Ich hab auch gesagt ich will nicht auf eine Warteliste, ich will zurück gerufen werden wenn man mir binnen der nächsten 6 Wochen einen Platz bieten kann wo ich konstant einmal die Woche hin gehen kann, und wenn sie das nicht frei haben brauchen sie sich nicht mehr melden. Mein Therapeut war dann auch direkt perfekt für mich, ich hab ihn echt gern gemocht und denk heut noch oft an ihn. Der war klasse. Nach einem halben Jahr war ich die Attacken dann los. Tabletten hab ich übrigens nie genommen. Mein Therapeut sagte mir gleich ich sei zu stabil um darüber überhaupt zu diskutieren. Ich fand ich war ein Nervenwrack, aber der Fachmann kennt sich da besser aus als der Patient oder Hausarzt finde ich.

Viel Erfolg bei der Suche! Nutz doch die Linkliste hier in der linken Navigationsleiste recht weit unten. Da sind Therapeuten nach PLZ-Bereich sortiert.

06.03.2011 00:56 • #4


P
Hallo JuJo 0204,

ich finde es richtig mutig von dir und hoffe, dass die Therapie dir helfen kann. Nimmst du noch Opipramol 50, mir haben die Tabletten ein wenig weitergeholfen, konnte auf jeden Fall besser schlafen.

Lg und alles Gute

PS:
Der wird im Mondschein ungestört von Furcht die Nacht endecken...( dein Zitat

22.03.2011 20:57 • #5





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