Hey, wie geht es bei euch heute? Bei mir ist es heute echt richtig schlimm. Ich komm einfach nicht aus dem Teufelskreis raus. Seit 2 Tagen denk ich ununterbrochen entweder darüber nach ob alles real ist/ ob ich ich selbst bin oder über mein Problem an sich, also darüber dass ich die Gefühle und Gedanken hab. Es gibt kaum Momente wo ich mal entspannt bin, nicht darüber nachdenken muss und mich wie ich selbst fühle. Ich hab sooo Angst dass dieser Gedanke sich langsam in mir festigt, denn gerade hab ich das Gefühl ich werde die Zweifel gar nicht los. Ich kann einfach nicht glauben dass diese Gedanken so mächtig sind, dass sie alle meine Überzeugungen die ich jahrelang hatte innerhalb weniger Tage so überrennen können. Ich spüre mittlerweile nur noch Verzweiflung. Gerade wenn dann sowas passiert wie: ich denke, dass alles nicht real ist, bekomme angst und denke dann daran, dass ich unbedingt meinen Therapeuten fragen muss, was ich tun soll. Und dann kommt der Gedanke: was wenn der auch nicht real ist? Oder wenn ich mir sage: "das ist doch nur ein Gedanke" folgt gleich: vielleicht bildest du dir deine Hilfestrategien und beruhigenden Gedanken auch nur ein. Ich hab auch Angst, dass ich irgendwann nicht mehr weiß, was eigentlich mein normaler Zustand ist sondern den dann auch noch anzweifle und dann komplett verloren bin. Tut mir leid, wenn ich mich in den Posts wiederhole, aber seit gestern ist es einfach richtig schlimm. Ich weiß einfach nicht wie ich hier rauskommen soll, sogar während ich tippe lassen mich die Zweifel nicht los.
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Neuroticus Mitglied
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Bei mir ist es die letzten Tage auch wieder schlimmer geworden. Hatte teilweise spitzen in denen ich total verzweifelt bin und Angst hatte da nie wieder rauszukommen. Mein Arzt meinte es läge an den NWs der Medis die ich vor einer Woche erhöht habe. Hat mir jetzt Tavor 0,5 Tgl für 1 Woche verordnet , um die Zeit bis zur Wirkung zu überbrücken.. Bin bei dem Zeug immer sehr hin und her gerissen. Die Gefahr der Abhängigkeit ist da ja schon sehr hoch. Von daher werde ich immer mal einen Tag pausieren. Wenn es dann nicht besser ist, muss ich mir was anderes überlegen...schon traurig wie wenige Optionen es da gibt.
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#42
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Existentielle Gedanken bei Depersonalisation
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Angst vor Halluzinationen
Hallo alle zusammen, Ich hatte ja sehr lange angst vor psychose und brauche einen Rat. Ich hatte gestern einen Moment wo ich im Bett lag und mich versucht hab zu entspannen, denn ich war sehr angespannt und müde. Mein Partner war im anderen Zimmer, aber ich hab damit gerechnet dass er irgendwann rüber kommen wird. Dann hab ich einen Schatten im Flur aus dem Augenwinkel gesehen und dachte er kommt her, aber als ich genauer hingeschaut hab, war es weg und als ich nachgeschaut hab war er immernoch im anderen Zimmer. Das verrückte ist, ich hab diesen Schatten in den Minuten danach noch 2 Mal gesehen, als ich gewartet hab, ob das nochmal passiert.
Ist das ganze schon eine Halluzination oder kommt es einfach durch meine Erwartungshaltung. Hab echt Sorge.
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#43
blue1979 Mitglied
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Selektive Wahrnehmung ? Ich kenn dein Phänomen , wenn ich viel Angst habe, ich ignoriere es oder stehe einmal auf und schau im Flur nach.nur für meine nerven ..
Ich habe Jesus in Farbe gesehen vor meinen auge und ich wusste, das ist ne Halluzination, weil es nicht sein kann. Ich hab nicht nachgedacht, ob ich ihn nur halb gesehen hätte ...Ich hab ihn gesehen.
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#44
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Angst meine Persönlichkeit zu verlieren
Hallo ihr Lieben Menschen, Ich hab ja schon länger mit Derealisation und Depersonalisation zu kämpfen. Bisher war es immer so, dass ich auch wenn ich gerade wieder in einer Phase war mich trotzdem ganz wie immer verhalte konnte. Also ich könnte trotzdem nach außen gut drauf sein oder über Witze lachen, ich hab es nur nicht so wirklich in mir gespürt. Aber seit 2 Tagen merke ich plötzlich etwas, was mich sehr beunruhigt: Manchmal will ich wie immer nett rüberkommen und plötzlich geht es nicht, also ich sage etwas und nehme mir vor, das klingt jetzt gut gelaunt, aber es kommt total gleichgültig rüber. Oder ich will über etwas lachen und schaffe es nicht. Oder was auch schlimm ist: ich will mit jemandem reden, aber es fällt mir total schwer, so als würde ich gegen eine Barriere ankämpfen um Reden zu können, im Laufe des Gesprächs wird es dann langsam besser. Das ist für mich besonders schlimm weil ich immer noch Angst vor einer möglichen Psychose hab und das für mich wie diese Sprachverarmung klingt. Das ist vor allem so wenn ich depersonalisiert bin. Ich hab einfach Angst, dass ich irgendwann vergesse wie ich eigentlich bin und nicht mehr so sein kann wie früher. Ich hab sogar Angst bekommen eine multiple Persönlichkeit zu entwickeln. Weil wenn ich dann wieder ich bin, hab ich für einige Zeit dann noch wie so ein druckgefühl im Kopf und wie als würde mir etwas tief drinnen sagen: Das bist nicht du! Es kommt mir vor als hätte ein Hammer meine Psyche getroffen. Was wenn sich mein Entfremdetes Ich irgendwann abspaltet oder was wenn ich doch noch eine Psychose bekomme. Man, diese ständige Angst schafft mich so sehr:(
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#45
Safira Mitglied
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was sagt eig dein Therapeut zu diesen vielen Ängsten von Dir? Was macht ihr genau in der Thera?
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#46
Icefalki Mitglied
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Alina, du hast nur Angst. Und weil du dir die Angst nicht erklären kannst, kommst du zum logischen Schluss, jetzt total gaga zu werden.
Wobei gaga das ist, was du dir selbst darunter vorstellst. Bei mir war es die grausliche Vorstellung, abgeholt und fixiert und völlig daneben in einer Gummizelle dahinzuvegetieren.
Besorge dir Bücher zum Thema Angst. Reine Angst hat nichts mit wirklichen Geisteskrankheiten zu tun, die sich ein Laie eben so vorstellt. Und echte Geisteskrankheiten werden heutzutage auch gut behandelt.
Angst, deine Persönlichkeit zu verlieren würde aber bedeuten, dass du deine Persönlichkeit überhaupt kennen würdest. Tust du aber nicht richtig, sonst hättest du keine Angst.
Zitat von AlinaMaria3988:
Manchmal will ich wie immer nett rüberkommen
Hier kannst du doch mal ansetzen. Warum ist es so wichtig, immer nett rüberzukommen? Ist doch oberstressig.
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Schlaflose Mitglied
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Zitat von AlinaMaria3988:
Was wenn sich mein Entfremdetes Ich irgendwann abspaltet oder was wenn ich doch noch eine Psychose bekomme.
Du hast doch erst diesen Früherkennungstest gemacht, wo rausgekommen ist, dass du keine Psychose hast.
Hör auf, ständig über deine Gedanken und Taten nachzudenken, alles zu hinterfragen, was du tust oder denkst usw. Wenn ich das auch immer machen würde, würde ich genauso am Rad drehen wie du. Lass einfach die Dinge so laufen, wie sie geschehen.
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#48
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AlinaMaria3988 Mitglied
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In der Therapie versuchen wir momentan vor allem meine Gedanken unter Kontrolle zu kriegen. Aber momentan kann ich irgendwie kaum klar denken. Entweder ist mein Gehirn total voll mit Adrenalin oder danach bin ich so überanstrengt dass jede kognitive Tätigkeit super anstrengend erscheint und dann ist es einfach extrem schwer diese Gedanken klar zu sehen. Warum hat mein Gehirn anscheinend unendlich Kraft für Zwangsgedanken, Änsgte und Symptome, aber nicht für die Dinge die mir eigentlich helfen würden? Das macht echt fertig. Ich hab sogar Sorge irgendwann Depressionen zu entwickeln, weil ich immer fertig bin und kaum normal denken kann. Alles scheint unfassbar schwer zu sein.
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#49
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Ich denke es macht mich einfach fertig, dass ich plötzlich das Gefühl habe ich muss mich richtig anstrengen um etwas anderen Leuten zu erklären oder um längere Zeit über mich selbst zu reden und das war sonst nie ein Problem. Auch als ich die Früherkennung hatte, hatte ich das Problem noch nicht. Mir haben Gespräche immer sehr geholfen und jetzt fühle ich als wäre ich über Nacht um 50 IQ Punkte dümmer geworden. Vor 2 Tagen konnte ich noch ganz normal längere Gespräche führen, aber gerade fällt mir das total schwer. Kann sowas einfach an der Erschöpfung liegen, die ich durch die ganze Angst habe?
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#50
Icefalki Mitglied
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Zitat von AlinaMaria3988:
Ich denke es macht mich einfach fertig, dass ich plötzlich das Gefühl habe ich muss mich richtig anstrengen um etwas anderen Leuten zu erklären oder um längere Zeit über mich selbst zu reden und das war sonst nie ein Problem. Auch als ich die Früherkennung hatte, hatte ich das Problem noch nicht. Mir haben Gespräche immer sehr geholfen und jetzt fühle ich als wäre ich über Nacht um 50 IQ Punkte dümmer geworden. Vor 2 Tagen konnte ich noch ganz normal längere Gespräche führen, aber gerade fällt mir das total schwer. Kann sowas einfach an der Erschöpfung liegen, die ich durch die ganze Angst habe?
Auch das ist vollkommen normal, da die Angst alle deine Speicher besetzt. Drum kann man unter Angst auch nichts lernen. Deshalb raten viele zu Medis, damit man mal wieder zu sich finden kann und einigermassen Ruhe vor den Symtomen bekommt.
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Bestimmt hast du recht, vllt kann ich ja zumindest mal mit was Pflanzlichem anfangen
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#52
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Verwandtes Thema
Völlige Gleichgültigkeit macht mir Sorgen
Hallo ihr Lieben Menschen, Ich hatte ja in letzter Zeit sehr mit der Angst zu kämpfen, dass nichts real ist und dass ich mir z.B. andere Leute nur einbilde. Dieser Gedanke hat sich immer wieder aufgedrängt und ich hatte immer ein richtiges Angstgefühl. Aber seit 2 Wochen ist es plötzlich so, dass ich nicht mehr das Angstgefühl hab, sondern eher ein Gefühl völliger Erschöpfung und Gleichgültigkeit. Also wenn ich in einem solchen Moment dann z.B. an einen Termin denke, dann ist es mir total egal und ich schaffe es kaum mich aufzuraffen und hinzugehen. Also es ist nicht von einem traurigen Gefühl begleitet, sondern eher von einem tauben Gefühl, wie bei Derealisation.
Das Gefühl geht dann irgendwie auch wieder weg mit der Zeit und dann sind mir Dinge wieder wichtig. Das macht mir echt Sorgen. Ist das jetzt nur ein Gefühl der DR oder doch etwas Richtung Depression? Die Gleichgültigkeit ist aber auch wie eine Art Zwangsgedanken, also ständig wenn ich etwas tue hab ich den Gedanken: Ist doch auch egal. Und es kümmert mich in so einem Moment auch gar nicht was andere von mir denken. Das kenne ich von mir gar nicht, denn ich finde andere Leute sonst sehr wichtig. Aber nicht so im Sinne von: es ist egal, denn das Leben is ja eh doof, sondern eher dass mir gar nicht in den Sinn kommt, dass es jetzt angebracht wäre anders zu reagieren. Ich hab das Gefühl, als ob ich meine Fähigkeit im Alltag zu leben verliere.
Was ist nur los mit mir?
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#53
Safira Mitglied
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hey Alina, klingt nach einem Stimmungstief. Dürfte für Dich jetzt ein ganz ungewohntes Gefühl sein mit Deiner sonstigen Stimmungslage.
Ich bin mir nicht mehr sicher, aber hast Du eigentlichen einen Therapieplatz?
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#54
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Ja ich bin in Therapie. So kenne ich mich tatsächlich nicht. So völlig fast schon apathisch. Und so gleichgültig. Und wenn ich dann versuche normal zu denken und den Dingen eine Wichtigkeit zu geben, dann ist es, als würde ich mir nur was vor machen. Das ist echt schlimm, denn diese Einstellung scheint meine Realitätszweifel zu bestätigen und ich habe eh schon die Befürchtung, dass der Gedanke stärker geworden ist und ich ihn mehr und mehr glaube. Ich bin so verzweifelt, ich will den Anschluss an das Leben nicht verlieren.
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#55
Miami Mitglied
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Hört sich nach Depression an. Was KEINE Diagnose sein soll!
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#56
Safira Mitglied
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keine Sorge, das glaubst Du nur weil Du Dich da reinsteigerst. Hast Du schon mit Deinem Thera darüber gesprochen?
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#57
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AlinaMaria3988 Mitglied
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Hab noch nicht darüber gesprochen. Ich hatte auch schon an ne Depression gedacht, aber ich weiß nicht, ob das wirklich die gleiche Art von Gleichgültigkeit ist. Das ganze geht ja auch wieder weg, wenn mein Kopf quasi " aufklart", also wenn ich ausgeruht bin und abgelenkt, wenn ich es schaffe mich aus meinen Gedanken zu reißen. Es ist quasi wie als wäre ich sooo tief in Gedanken, dass alles um mich herum so weit weg erscheint und ich wie auf Autopilot funktioniere. Das ist auch ein Problem, denn da ich nach außen so normal wirke, sagt keiner was und dadurch hänge ich weiter in den Gedanken fest.
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#58
Safira Mitglied
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in welchen Gedanken genau bist Du denn gefangen? Gibt es einen konkreten Anlass/Auslöser?