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Froschkönigin
gelingt mir leider nicht immer. Ich habe immer wieder diese Gedanken über den Sinn.... oftmals denke ich mir, warum tut man was man tut? Wie können manche eine solche Begeisterung in ihrer Arbeit finden? Ich arbeite nur weil ich muss und das Geld brauche... Was treibt die Leute an? Es gibt doch viel wichtigeres im eh so kurzen Leben, als seine Zeit mit Dingen zu verbringen die man nicht mag... aber muss... Wozu macht man das alles, wenn man weiß, dass man eh irgendwann sterben muss.... wen interessiert das, was ich heute gemacht habe in 50 Jahren... im Radio wurde gerade verkündet, dass irgendwo eine Milchkönigin gekrönt wird.... wen interessiert sowas und warum? Für was ist das gut?
Ich denke oft, ich bin so anders als die Menschen um mich herum... mich interessieren viele Dinge nicht, die andere tun und das als ganz normal ansehen, denen diese Dinge wichtig sind ... gut dass es diese Menschen gibt, denn sonst würde die Welt wohl im Chaos versinken, wenn jeder nur macht was er will

Ich habe manchmal solche Tage, an denen mich diese Fragen und Gedanken verfolgen. Da habe ich das Gefühl eine Außerirdische zu sein und die Welt von einiger Entfernung zu betrachten. Da kann ich micht auch kaum auf die Arbeit konzentrieren, weil die Gedanken immer abschweifen und kreisen. Kennt das noch jemand und versteht was ich meine? Das ist für mich unglaublich schwer zu erklären und in Worte zu fassen

07.05.2019 10:02 • 13.05.2019 x 3 #1


9 Antworten ↓


TomTomson
Es ist leider so, dass wir viel zu viele sinnlose Dinge tun in diesem Leben. Wir werden halt von klein auf von unserer Gesellschaft konditioniert und viele Menschen bemerken dann gar nicht, dass sie vielleicht gar nicht wirklich ihr eigenes Leben leben. Das Leben an sich hat keinen Sinn oder anders ausgedrückt das Leben hat den Sinn den du ihm gibst.

Ich kenne deine Gedanken sehr gut und schlussendlich muss man für sich selber herausfinden, welchen Sinn man seinem Leben geben möchte bzw. was dich persönlich erfüllt. Denn wie du ja selber bemerkt hast findet man dies nicht wie uns so oft suggeriert wird in seinem Beruf.

07.05.2019 10:15 • x 1 #2



Der Versuch das Leben zu verstehen

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Froschkönigin
Zitat von TomTomson:
viele Menschen bemerken dann gar nicht, dass sie vielleicht gar nicht wirklich ihr eigenes Leben leben

Manchmal wünschte ich, ich würde mir über solche Dinge auch keine Gedanken machen (müssen). Ich beneide immer Menschen, die sich über solche Dinge keinen Kopf machen, die einfach und (glaube ich) unbeschwert vor sich hin leben, die sich keine Gedanken darüber machen, was andere von ihnen denken, die mit Freude das tun was sie tun und einen Sinn und Erfüllung in ihren Taten gefunden haben.

Im Moment ist der einzige wirkliche Sinn in meinem Leben meine Tochter... aber sie wird bald erwachsen und dann weiß ich (noch) nicht was mein Sinn dann sein wird... sie bleibt natürlich noch mein Sinn, aber halt anders

Ich kann mich einfach für nichts so richtig begeistern...

07.05.2019 10:38 • #3


Rosa-Blume
Dazu passt dieses wunderschöne alte Gedicht bzw. Erkenntnis..wie man es sehen will,Link von YouTube füge ich mal ein!:)

07.05.2019 11:00 • x 1 #4


TomTomson
Entscheidender ist oftmals wie du etwas tust und nicht was, bzw. mit welcher inneren Einstellung du durchs Leben gehst. Erfüllung findet man daher auch nicht in irgendetwas im aussen sondern nur in einem drinnen. Wenn du dich für nichts begeistern kannst, ist das ein Indiz dafür, dass du vielleicht zuerst in dich hineinschauen solltest. Wenn die innere Einstellung stimmt ergibt sich das im aussen fast von selbst.

Es gibt doch so viel mehr in diesem Leben man muss nur genau hinschauen.

07.05.2019 11:06 • x 1 #5


Froschkönigin
Zitat von TomTomson:
Erfüllung findet man daher auch nicht in irgendetwas im aussen sondern nur in einem drinnen. Wenn du dich für nichts begeistern kannst, ist das ein Indiz dafür, dass du vielleicht zuerst in dich hineinschauen solltest.

Ja das versuche ich schon länger, aber das ist - zumindest für mich - so schwer. Ich weiß nicht wie ich da richtig herangehe um mich zu trauen so zu sein wie ich bin, oder glaube zu sein. Ich habe mein Leben lang gelernt meine Empfindlichkeiten zu unterdrücken, stark zu sein, den Schein zu wahren, niemand zu "stören" bzw. es anderen recht zu machen. Darüberhinaus habe ich mich leider vergessen und nun weiß ich nicht mehr wie das geht, in sich hineinzuhören und seine eigenen Gefühle und Wünsche zu erkennen

07.05.2019 11:15 • #6


TomTomson
Jo die Frage wer bin ich bzw. wer bin ich nicht ist eine der spannendsten und wichtigsten Dinge überhaupt. Und es scheint auf den ersten Blick beinahe unmöglich sein wahres Ich zu finden. Mir haben dabei besonders östliche Lehren geholfen, die treffen das ganz gut finde ich. Das wahre Ich steckt in jedem von uns drinnen, aber wird überlagert von falschen Gedanken und Vorstellungen wer wir sind bzw. wie wir zu sein haben. Entfernst du dies ist das war übrig bleibt dein wahres Ich. Daher wird dir auch niemals gesagt, wer du wirklich bist, sondern lediglich wer du nicht bist. Denn sobald versucht wird zu erklären wie dein wahres Selbst ist, versuchst du wieder einem Bild zu entsprechen und das bist dann wieder nicht du.
Macht das irgendwie Sinn für dich?

Daher ist der Weg zum Ziel auch nicht direkt dein wahres Ich zu finden, sondern dein falsches Ich zu identifizieren und abzulegen und was dann dabei übrig bleibt ist dein wahres Ich. Also dich selbst und deine Gedanken zu beobachten und zu schauen, welche Gedanken sind eigentlich gar nicht von dir. Interessanterweise ist ein Grossteil der Gedanken die uns den ganzen Tag durch den Kopf gehen nicht wirklich von uns selbst sondern antrainiert. Z.B. ich muss dies und das tun um ein guter Mensch zu sein oder das und das wird von mir erwartet oder was wir auch ständig tun ist etwas zu be/verurteilen, das liebt unser Verstand aber gehört in Wirklichkeit auch nicht zu unserem wahren Ich.
Also angenommen du könntest diese Gedanken ablegen bzw. diese als falsch erkennen und so ihren Einfluss auf dich reduzieren und wärst einfach nur noch präsent, dann wärst du deinem wahren Ich schon extrem nahe. Ich habe das Buch Jetzt die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle sehr gut gefunden zu dem Thema. Auch wenn es spirituell angehaucht ist und zu Beginn vielleicht etwas verwirrend erscheint, so finde ich es dennoch eines der besten Bücher zu dem Thema. Ich kann nur sagen es lohnt sich Zeit in das ganze zu investieren und für sich selbst zu schauen, was macht Sinn und was macht keinen Sinn. Und vielleicht macht etwas zu Beginn noch keinen Sinn aber später dann plötzlich doch. Also bleib dran.

07.05.2019 18:56 • x 1 #7


Froschkönigin
Danke @TomTomson ich verstehe was du mir sagen willst. Ich werde mir da mal in Ruhe Gedanken darüber machen. Das Buch von Eckhart Tolle kenne ich, d.h. ich hatte es schon in der Hand, habe es aber noch nicht gekauft. Vielleicht werde ich das doch noch tun. Ich muss da endlich an mir arbeiten....

Hast du dich mit dem Buddhismus beschäftigt? Ich wollte das auch schon, finde aber noch nicht so recht den Zugang dazu. Wie hast du dich damit beschäftigt? Durch lesen und wenn ja, was?

07.05.2019 20:17 • #8


TomTomson
Jo die buddhistischen Lehren waren mir gleich sehr sympathisch. Die Bücher von Eckhart Tolle basieren teilweise auf östlichen Lehren und somit auch dem Buddhismus. Aber ich habe auch viel im Internet darüber gefunden und noch ein paar andere Bücher dazu gelesen, aber im Prinzip findet man genug dazu im Internet. Man muss sich nur ein wenig Zeit nehmen dafür dann kommt man automatisch hinein. Zu Beginn erscheint vieles noch recht verwirrend und teilweise widersprüchlich, aber nach einer Weile entdeckt man den roten Faden dahinter und das ganze wird logisch und einleuchtend. Es ist wirklich nur eine Frage der Zeit, beginne einfach irgendwo und schau wo es dich hinführt.

Die östlichen Religionen sind mir generell sympathischer als die westlichen obwohl alle auf den selben Prinzipien basieren. Das Problem ist einfach, dass viele westliche Lehren sich über die Zeit zu sehr davon entfernt haben. Z.B. sagt dir die Kirche wie man zu sein hat, damit man als guter Mensch gilt (die Zehn Gebote). Es wird also schon fast zu einem MUSS. Der Buddhismus z.B. lehrt zwar dasselbe, allerdings auf eine völlig andere Art. Es wird dir nicht gesagt du sollst so und so leben sonst passiert das und das, er hat zum Ziel dass man selber zur Einsicht kommt, dass es für einen am erfüllendsten ist nach gewissen Werten zu leben. Also kein "ich muss" sondern viel mehr ein "ich will". Wenn du etwas für andere tust weil du das Gefühlt hast du musst es tun, damit du in den Himmel kommst ist das für dich nicht wirklich erfüllend viel mehr agierst du dann aus einer Angst heraus. Viel schöner ist es doch für dich anderen etwas zu geben weil du dies auch wirklich willst.
Es ist wie mit einem Geburtstagsgeschenk, wenn du anderen etwas schenkst weil du das Gefühl hast, das wird von dir erwartet, dann wird es fast zu einem Zwang und macht kaum Freude. Schöner ist es doch wenn das Geschenk wirklich aus eigenem Willen geschenkt wird.

07.05.2019 21:17 • x 1 #9


Hallo,

Zu deiner Überschrift , möchte ich dir etwas schreiben.

Ich bin auch an generalisierte Angststörung erkrankt.
Und kenne diese Gedanken , sie erzeugten heftiges leid in mir.
Immer ,diese Frage nach dem warum,
Kontrolle abgeben tat mir gut
Die Dinge geschehen lassen wie sie sind, der tot kommt sowieso eines Tages .
Er lässt sich nicht kontrollieren.
Ich weiss , wie man sich fühlt, hilflos danach kommt ein Gefühl , es ist Trauer , durch Verdrängung ,würde ich sehr verbittert , heute lasse ich einbisschen ,die Trauer zu. Es.hilft mir dass Leben so sehen wie es ist, einzigartig aber auch vergänglich.
Ich habe akut das Problem da ich 50jahre geworden bin Anfang des Jahres
Vieles scheinte so sinnlos.
Nur ist mit 50jahre alles sinnlos?
Oder wenn man eine Krankheit bekommt?
Wir können uns jederzeit entscheiden, wie wir mit Veränderungen umgehen wollen.
Das ist gut.
Nur manchmal , brauchen wir eine andere Sichtweise .
Zum abschalten deiner belasten Gedanken ,hilft abschalten.

13.05.2019 08:04 • x 1 #10



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Mira Weyer