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Hallo zusammen,
ich habe durchgehend Angst, dass meine Lieben sterben. Es lähmt mich und ich bekomme Panikattacken. Weiß teilweise nicht mehr weiter! Mein Partner verstehtbmich nicht und sagt immer nur, dass wir alle irgendwann sterben müssen. Das weiß ich ja auch, aber es hilft mir absolut nicht weiter. Teilweise wünsche ich mir, dass vor allen sterbe, damit ich es nicht erleben muss! Kennt das jemand hier und kann mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich mit dieser extremen Angst umgehen soll? Ich bin für jede Antwort Dankbar, denn ich weiß ja auch irgendwie, dass es so nicht weiter gehen kann.

13.01.2021 13:35 • 28.01.2021 x 2 #1


27 Antworten ↓


Nordhörnchen
Anstatt deine Gedanken auf das zu konzentrieren was passieren wird bzw. passieren könnte, solltest du die Gedanken und die Zeit nutzen die du aktuell hast und dir mit deinen Liebsten eine schöne Zeit machen

Irgendwann sterben wir alle, aber in der gesamten anderen Zeit tun wir es nicht.

13.01.2021 14:28 • x 1 #2



Dauerhafte Angst, dass alle meine Lieben sterben

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Ich kann dir leider keinen wirklichen Rat geben, aber dir sagen, dass es mir ähnlich geht. Ich habe schon seit ich klein bin Angst, dass meine Eltern sterben oder auch andere Menschen, die mir wichtig sind. Ich glaube, wenn überhaupt irgendetwas hilft, dann dass man diese Angst irgendwie akzeptiert und als Teil von einem annimmt. Denn wenn wir versuchen, die Angst irgendwie zu bekämpfen und loszuwerden, wird es nur schlimmer. Meine Therapeutin sagt mir auch immer, dass es wichtig ist, im Hier und Jetzt zu leben, denn wie sehr würde man es später, wenn man wirklich mal einen Menschen verliert, bereuen, dass man die Zeit mit ihm nicht genügend genossen hat, weil man ständig auf seine Sorge und Verlustangst konzentriert war. Ich kann mich selbst total gut in sowas reinsteigern oder wenn ich z. B. von irgendwelchen Todesfällen, Autounfällen usw. lese, stell ich mir die Situation immer mit meinen Liebsten vor. Ich glaube, das macht man, weil man unbewusst glaubt, dann besser auf so etwas vorbereitet zu sein, aber die Wahrheit ist wohl, dass man sich darauf niemals vorbereiten kann. Und für das Gehirn macht es keinen Unterschied, ob die Situation real ist oder nur in der Vorstellung existiert. Wenn man sich das immer wieder vorstellt, durchlebt man quasi immer wieder diese Situation und fühlt immer wieder diesen Schmerz. Es ist also auch noch total kontraproduktiv, da es ja schlimm genug ist, den Schmerz in Wirklichkeit irgendwann zu erleben, da schießt man sich quasi ein Eigentor, wenn man vorher im Kopf die Situation schon immer wieder durchspielt . Ich glaube, wenn solche Gedanken aufkommen, ist das Beste, sich die Gedanken bewusst zu machen und dann innerlich "STOPP" zu sagen und sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Denn viel zu oft verliert man sich in den negativen Gedanken, obwohl man ja eigentlich weiß, dass sie einen überhaupt nicht weiterbringen, sondern im Gegenteil, uns nur schlechter fühlen lassen. Meditation wäre auch noch ein guter Ansatz, dabei kann man gut lernen, seine Gedanken zu beobachten und dann auch wieder ziehen zu lassen.

Mir fällt es selbst noch etwas schwer, das umzusetzen, aber ich glaube das Wichtigste ist, diese Gedanken überhaupt erst einmal bewusst zu bemerken und dann versuchen, diese ziehen zu lassen.

13.01.2021 14:31 • x 4 #3


Zitat von tanjaaltman:
Hallo zusammen,ich habe durchgehend Angst, dass meine Lieben sterben. Es lähmt mich und ich bekomme Panikattacken. Weiß teilweise nicht mehr weiter! Mein Partner verstehtbmich nicht und sagt immer nur, dass wir alle irgendwann sterben müssen. Das weiß ich ja auch, aber es hilft mir absolut nicht weiter. Teilweise wünsche ich mir, dass vor allen sterbe, damit ich es nicht erleben muss! Kennt das jemand hier und kann mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich mit dieser extremen Angst umgehen soll? Ich bin für jede Antwort Dankbar, denn ich weiß ja auch irgendwie, dass es so nicht weiter gehen kann.



habe ich auch hin und wieder:für was gibt es Nichten und Neffen.Du hast vielleicht auch Kinder?Bei uns hier auf dem Dorf ist es oft so,das man die Eltern(ein Geschwisternteil)soweit wie es geht und man selbst kann bis zum Tod pflegt.Das ist so ne Art Vorbildsrolle ,die man einnimmt,dann auch für Kinder.Mein Lieblingscousin:z.B:entscheidet zum Beispiel:wann sein Vater nicht mehr für sich selber sorgen kann und ins Altenheim muß.Ich denke ich werde noch ein bißchen Abwarten:was meine Nichten oder Neffen beruflich..... machen werden und mir vielleicht in 10 Jahren ne vertraute Person aussuchen ,die das managen für mich würde.

aber das soll jeder machen wie er es für richtig hält."leben und leben lassen"

14.01.2021 11:40 • x 1 #4


Abendschein
Zitat von tanjaaltman:
Hallo zusammen,ich habe durchgehend Angst, dass meine Lieben sterben. Es lähmt mich und ich bekomme Panikattacken. Weiß teilweise nicht mehr weiter! Mein Partner verstehtbmich nicht und sagt immer nur, dass wir alle irgendwann sterben müssen. Das weiß ich ja auch, aber es hilft mir absolut nicht weiter. Teilweise wünsche ich mir, dass vor allen sterbe, damit ich es nicht erleben muss! Kennt das jemand hier und kann mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich mit dieser extremen Angst umgehen soll? Ich bin für jede Antwort Dankbar, denn ich weiß ja auch irgendwie, dass es so nicht weiter gehen kann.

Ich kannte das auch mal, mit dem Gedanken machen und Angst vor dem Tod, nur ändert es nichts
an der Tatsache, das wir alle sterben müssen. Es verhindert nur, die Freude am Leben. Wir leben jetzt!
Verpasse sie nicht, die Freude und mir hat am besten die Verdrängung geholfen, ich denke nicht mehr
daran, oder nur noch ab und zu. Ich komme gut damit klar. Ich wünsche Dir das Du einen Weg für Dich
findest. Alles Gute!

14.01.2021 11:52 • x 3 #5


Danke für Deine Worte, es hilft zu wissen, dass man nicht alleine ist mit solchen Gedanken. Wenn ich fragen darf, hast Du schon mal ein Medikament gegen die Ängste gebnommen? Mein Arzt schlägt mir Pregabalin vor um erstmal etwas besser klar zu kommen.

14.01.2021 12:19 • #6


Abendschein
Zitat von tanjaaltman:
Danke für Deine Worte, es hilft zu wissen, dass man nicht alleine ist mit solchen Gedanken. Wenn ich fragen darf, hast Du schon mal ein Medikament gegen die Ängste gebnommen? Mein Arzt schlägt mir Pregabalin vor um erstmal etwas besser klar zu kommen.

Einmal habe ich Oppipramol genommen, aber nicht lange.

14.01.2021 12:25 • x 1 #7


Zitat von tanjaaltman:
Danke für Deine Worte, es hilft zu wissen, dass man nicht alleine ist mit solchen Gedanken. Wenn ich fragen darf, hast Du schon mal ein Medikament gegen die Ängste gebnommen? Mein Arzt schlägt mir Pregabalin vor um erstmal etwas besser klar zu kommen.



Wen meinst du?Also ich habe noch keine Medis diesbezüglich genommen.Diese Frage kommt auch gesunden Menschen hoch.Ich würde wenn du krankhaft an nichts mehr anders denken/schlafen kannst Tabletten nehmen.

14.01.2021 12:30 • x 1 #8


Und hat das geholfen? Es soll für mich auch nur für eine gewisse Zeit sein, bis ich gelernt habe, besser mit der Angst umzugehen.

14.01.2021 12:31 • #9


Zitat von Smud:
Wen meinst du?Also ich habe noch keine Medis diesbezüglich genommen.Diese Frage kommt auch gesunden Menschen hoch.Ich würde wenn du krankhaft an nichts mehr anders denken/schlafen kannst Tabletten nehmen.

Oh, ich meinte eigentlich alle. Danke für Deine Worte, ich denke es ist erstmal besser ein Medikament zu nehmen, da ich wirklich zur Zeit an nichts anderes Denken kann und das mein ganzes Leben lähmt.

14.01.2021 12:38 • #10


Angor
Hallo

Das klingt für mich nach einer generalisierten Angststörung. Diese kann man behandeln.
Bitte sprich mit einem Facharzt oder Deinem HA darüber.

Für die Behandlung einer generalisierten Angststörung sind in erster Linie eine Verhaltenstherapie zu empfehlen. Zur Zeit ist das aber wegen Corona etwas schwierig. Als Medi eignen sich aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva Clomipramin und Doxepin, aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Citalopram, Escitalopram, Paroxetin und Sertralin.

Je eher Du die Angsstörung behandeln lässt, um so besser. Gute Besserung!

LG Angor

14.01.2021 12:40 • x 2 #11


life74
Mir fällt es auch schwer damit umzugehen. Diese Sorgenkrankheit begleitet mich schon immer. Angst geliebte Menschen zu verlieren. Ich nehme Opipramol 50mg - 0 - 100mg, um etwas Erleichterung zu spüren.

Einen Weg da ganz raus zu kommen habe ich leider bisher nicht gefunden und ich denke, das wird mich mein Leben lang auch noch begleiten.

Ansonsten meine ich auch, dass nur Ablenkung helfen kann und die Akzeptanz , dass der Tod auch zum Leben gehört.

14.01.2021 12:43 • x 1 #12


Zitat von Angor:
Das klingt für mich nach einer generalisierten Angststörung. Diese kann man behandeln.
Bitte sprich mit einem Facharzt oder Deinem HA darüber.

Für die Behandlung einer generalisierten Angststörung sind in erster Linie eine Verhaltenstherapie zu empfehlen. Zur Zeit ist das aber wegen Corona etwas schwierig. Als Medi eignen sich aus der Gruppe der trizyklischen Antidepressiva Clomipramin und Doxepin, aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer Citalopram, Escitalopram, Paroxetin und Sertralin.

Je eher Du die Angsstörung behandeln lässt, um so besser. Gute Besserung!

Danke für Deine Worte, ich werde auf jeden Fall mit meinem Arzt sprechen, er hat mir ja Pregabalin vorgeschlagen. Kennst Du das auch im Zusammenhang mit einer Angststörung?

14.01.2021 12:47 • #13


Zitat von life74:
Ich nehme Opipramol 50mg - 0 - 100mg, um etwas Erleichterung zu spüren.

Und das Medikament hilft Dir ein bisschen? Dann würde ich meinen Arzt direkt drauf ansprechen.

14.01.2021 12:48 • #14


life74
Ja es hilft mir. Ohne wäre es schlimmer.

Es wirkt gut bei generalisierender Angststörung.

14.01.2021 12:49 • x 1 #15


Zitat von life74:
Ja es hilft mir. Ohne wäre es schlimmer.

Es wirkt gut bei generalisierender Angststörung.

Danke, dass ist gut zu wissen! Ich werde meinen Arzt drauf ansprechen, vielleicht hilft es mir auch und wenn die Corona Krise vorbei ist, hoffe ich auf eine Therapie!

14.01.2021 12:51 • #16


Angor
Zitat von tanjaaltman:
Danke für Deine Worte, ich werde auf jeden Fall mit meinem Arzt sprechen, er hat mir ja Pregabalin vorgeschlagen. Kennst Du das auch im Zusammenhang mit einer Angststörung?

Ich selber persönlich nicht, ich nehme wegen meiner Angststörung (Agoraphobie) Escitalopram, und es hilft mir ganz gut.

14.01.2021 12:52 • x 1 #17


Zitat von Angor:
Ich selber persönlich nicht, ich nehme wegen meiner Angststörung (Agoraphobie) Escitalopram, und es hilft mir ganz gut.

Danke, ich werde mit meinem Arzt die verschiedenen Medikamente durchgehen um zu schauen, welches für mich geeignet ist, da ich an Epelepsie leide.

14.01.2021 12:54 • x 1 #18


Angor
Zitat von tanjaaltman:
Danke, ich werde mit meinem Arzt die verschiedenen Medikamente durchgehen um zu schauen, welches für mich geeignet ist, da ich an Epelepsie leide.

Dann wünsche ich Dir, dass Ihr das passende Medi findet, viel Erfolg!

14.01.2021 12:59 • x 1 #19


Zitat von Angor:
Dann wünsche ich Dir, dass Ihr das passende Medi findet, viel Erfolg!

Vielen Dank!

14.01.2021 13:01 • x 1 #20



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