mirko

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Hallo zusammen!
Ich lese schon seit geraumer Zeit in diesem Forum. Es ist gut zu wissen, dass man nicht der einzige Mensch auf der Welt mit Problemen ist.
Kurz zu mir: Ich bin 36J, männlich, gehe Vollzeit arbeiten (kaufmännisch), seit 6 J. verheiratet, Tochter 2 J., letztes Jahr haben wir ein Haus gekauft.
Jetzt zu meinen Problemen: Ich bin VÖLLIG am Ende meiner Kraft, denke fast jede Minute an Selbstmord.
Warum? Bis zur Geburt unserer Tochter war unsere Welt meist in Ordnung. Die Kleine war auf der Welt und meine Frau hat sich komplett verändert. Sieht alles überspitzt, hat mit meinen Eltern gebrochen (wegen Lapalien!) und deswegen wollte sie auch aus dem Ort raus, wo wir eigentlich gut gelebt haben zur Miete. Also Haus gekauft ein paar Orte weiter, wo wir keinen Menschen kannten und bis heute kaum Kontakt haben. Finanziell ist es auch ein echter Kraftakt mit dem Haus. Habe das alles leider mitgemacht. Habe letztes Jahr schon grooooße Ängste ausgestanden ob der finanziellen Lage. Wir haben viel gestritten. Ich konnte kaum schlafen, erstmals Selbstmordgedanken. Mache seitdem eine Psychotherapie, aber das ist auch nicht immer hilfreich. Nehme jeden Tag Johanniskraut. Seit meine Frau vor 2 Monaten wieder angefangen hat voll angefangen hat zu arbeiten als Erzieherin (Teilzeit ist in der Einrichtung nicht möglich), geriet alles aus den Fugen. Sie ist vöölig überfordert mit der Situation, vor allem mental. Obwohl ich ihr natürlich viel helfe im Haushalt. Sie kriegt fast nix mehr geregelt. Also, wieder zurück in Elternzeit und versuchen, einen anderen Job zu finden. Die Kleine geht seit 3 Wochen in den Kindergarten (wird noch eingewöhnt, soll dann bald ganztags gehen). Ihr geht es zum Glück gut dort. Aber meiner Frau und hauptsächlich mir nicht, da ich mir über alles Sorgen mache und ich in meiner keinerlei Rückhalt habe. Sie kann meine Sorgen nicht mehr hören!! Seit 3 Wochen denke ich jeden Tag, fast jede Minute an Selbstmord. Es wird immer schlimmer. Wir haben auch keinerlei Unterstützung mit dem Kind, was uns als Paar nicht gut tut. Meine Frau hat, wie gesagt, auch mittlerweile depressive Züge, was sie sich aber nicht eingesteht und davon auch nix wissen will. Ich gehe an der Gesamtsituation kaputt, bin nur ncoh am Grübeln (auch nachts!) und sehe aktuell eine "Besserungsmöglichkeit" nur durch Selbstmord. Die Probleme sind wohl viel komplexer, als ich es hier schildern kann, ich hoffe aber, dass ich sie ansatzweise rüberbringen konnte. Zusätzlich muss ich nach außen hin den "Starken" spielen, sonst dreht meine Frau ab, wenn sie merkt, wie es mir wirklich geht. Ich kann nicht mehr und ich will auch ehrlich gesagt nicht mehr!! Ich weiß, Selbstmord ist feige, aber ich kann echt bald nicht mehr anders!!!

07.10.2012 09:34 • 08.10.2012 #1


21 Antworten ↓


Prinzessin22580


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Hört sich danach an, als hättest du dich total übernommen und unternimmst auch keinerlei Schritte dies zurecht zu Rücken. Haus verkaufen, zurück in eine Mietwohnung die zu stemmen ist, sich helfen lassen. En du weiter machst wie bisher, dann Ende das nur böse. Tu was

07.10.2012 09:39 • #2


jess


Hallo Mirco,

Selbstmord ist gar keine Lösung, an so etwas darfst
Du gar nicht denken. Wenn nicht an Deine Frau, dann
denke bitte an Dein Kind und an Deine Eltern. Es wäre
ganz furchtbar, wenn Du so etwas tun würdest
Weiß Dein Therapeut das Du solche Gedanken hast?
Bitte hol Dir ganz schnell Hilfe.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen alles alles Gute.

Jess.

07.10.2012 09:44 • #3


krok


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@Mirko
Was müsste geschehen, dass du weiter leben willst und kannst? Ich hatte selber schon Selbstmordgedanken, aber konnte mich dann doch soweit beherrschen, die Gedanken nicht in die Tat umzusetzen.
Mir hilft in solchen Zeiten, wenn ich aufschreibe, was geschehen müßte, dass ich mich wieder stark fühle.

Oft verliert man, wenn der Druck und die scheinbar unüberwindbaren Probleme zu groß werden, den Überblick vom "Machbaren".

Das du verzweifelst bist ist logisch, zumal du offensichtlich meinst, dass du alleine für deine/eure Probleme verantwortlich bist.

Sprich mit deiner Frau über deine Selbstmordgedanken, auch wenn die überfordert zu sein scheint. Bezieh die Eltern mit ein, ihr/du kannst das nicht mehr alleine stemmen. Und denk nicht mal darüber nach, dass du dann nicht mehr der Starke, alle Verantwortung übernehmende Familienvater und Ehemann bist. Das wäre kompletter Unsinn.

Um Hilfe von außen zu bitten in so einer Notlage, zeugt eher von sehr großem Verantwortungsbewußtsein und Stärke und nicht von Schwäche!

Alles Gute für dich und deine Familie
krok

07.10.2012 10:13 • #4


mirko


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Danke für euer Mitgefühl. Das hilf ein bißchen. Hilfe habe ich mir schon vor ca. einem Jahr gesucht (Psychotherapie), aber das hilft mir nur bedingt. Denke jetzt darüber nach, mir Antidepressiva verschreiben zu lassen. Zu meinen Eltern habe ich aus Solidarität zu meiner Frau auch den Kontakt abgebrochen. Ist alles sehr verzwickt, unsere Situation. Das Haus verkaufen geht nicht so einfach (hat auch vielfältige Gründe). Manchmal habe ich gerade so die Kraft, den Alltag zu stemmen. Meistens aber nicht. Ich lasse mich auch total hängen und versinke in der Depression. Meine Frau kann mir da nicht helfen, da sie ein Teil des Problems ist. Habe auch schon an Trennung/Scheidung gedacht, aber dazu fehlt mir die Kraft, zumal es das finanzielle Ende von uns allen bedeuten würde! Privatinsolvenz/Scheidung durchzustehehn, könnte ich mir vorstellen, aber der Weg bis dahin, geht über meine Kräfte. Bis vor 2 Monaten ging es mir auch wieder etwas besser, aber jetzt entgleitet alles. Habe mir schon verschiedene "Exit"-Strategien überlegt, aber im Moment fühle ich mich zu schwach, um diese durchzustehen. Und da lande ich immer wieder bei meinen verdammten Selbstmordgedanken...

07.10.2012 10:31 • #5


krok


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Zitat von mirko:
Danke für euer Mitgefühl. Das hilf ein bißchen. Hilfe habe ich mir schon vor ca. einem Jahr gesucht (Psychotherapie), aber das hilft mir nur bedingt. Denke jetzt darüber nach, mir Antidepressiva verschreiben zu lassen. Zu meinen Eltern habe ich aus Solidarität zu meiner Frau auch den Kontakt abgebrochen. Ist alles sehr verzwickt, unsere Situation. Das Haus verkaufen geht nicht so einfach (hat auch vielfältige Gründe). Manchmal habe ich gerade so die Kraft, den Alltag zu stemmen. Meistens aber nicht. Ich lasse mich auch total hängen und versinke in der Depression. Meine Frau kann mir da nicht helfen, da sie ein Teil des Problems ist. Habe auch schon an Trennung/Scheidung gedacht, aber dazu fehlt mir die Kraft, zumal es das finanzielle Ende von uns allen bedeuten würde! Privatinsolvenz/Scheidung durchzustehehn, könnte ich mir vorstellen, aber der Weg bis dahin, geht über meine Kräfte. Bis vor 2 Monaten ging es mir auch wieder etwas besser, aber jetzt entgleitet alles. Habe mir schon verschiedene "Exit"-Strategien überlegt, aber im Moment fühle ich mich zu schwach, um diese durchzustehen. Und da lande ich immer wieder bei meinen verdammten Selbstmordgedanken...


Mirko eine Psychotherapie hilft vielleicht auf Dauer. Ihr seid aber momentan in einer Notfallsituation und da muss sofort Hilfe von außen kommen. Kannst du deinen Therapeuten anrufen?

Ein Medikament kann natürlich kurfristig schon helfen, aber das dauert auch bis es wirkt und es muß dir von einem Arzt (Psychiater nicht Psychotherapeut) verschrieben werden.
Auf lange Sicht mußt du sowieso dein Leben in eine neue Bahn lenken, egal ob mit oder ohne Medikamente, das Leben wird dich dazu zwingen.

Auch wenn du seinerzeit den Kontakt zu deinen Eltern, aus Solidarität mit deiner Frau, abgebrochen hast, heißt dass noch lange nicht, dass du ihn nicht weiter aufnehmen kannst. Eltern sind oft froh, wenn ihre wenn auch schon erwachsenen Kinder wieder ein Lebenszeichen!!! von sich geben. Über eine Todesanzeige freut sich bestimmt niemand.

Sei nicht feige und ruf deine Eltern an, auch wenn du dann die Hosen runterlassen mußt. Es ist keine Schande Fehler zu machen, aber sich vor den Konsequenzen zu drücken, das ist nicht richtig.

Sich Scheiden zu lassen ist doch auch nur ein Weglaufen vor deinen Problemen, genau wie dein gedachter Selbstmord.

Für dich ändert sich dann alles, aber für dein KIND verändert sich das ganze Leben.

Ich vertrete die Meinung, dass jeder selber über sein Leben entscheiden darf, aber wenn die Verantwortung für ein kleines Kind ins Spiel kommt, dann ist ein Selbstmord von dir als Vater ein unmöglicher Weg sich aus den Problemen rauszunehmen. Nicht aus finanziellen Gründen oder sonstiger nicht gesundheitlich bedingten Problemen.
Das darfst du einfach nicht tun.

Es gibt für fast jedes Problem eine Lösung, glaub mir das bitte, auch wenn es erstmal nicht so aussieht.

Überleg mal, was du deinem besten liebsten Freund raten würdest, wäre er in deiner Situation?

Und vor allem Mirko, mußt du unbedingt sofort mit deiner Frau Klartext sprechen, sie vor vollendete Tatsachen zu stellen oder schweigen ist unverantwortlich, wäre unverantwortlich von dir, auch wenn deine Frau scheinbar? ein Teil deines Problems sein sollte.

IHR habt ein gemeinsames Problem! und seid BEIDE in der Verantwortung.

LG krok

07.10.2012 10:54 • #6


mirko


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Ich weiß, dass meine Gedanken feige sind. Mein Verstand sagt mir ja auch, dass es eine andere Lösung geben muss. Aber der arbeitet im Moment nur auf Sparflamme und wird von den Ängsten kontrolliert. Ich fühle mich leider zu schwach, um mein/unser Leben in andere Bahnen zu lenken. Bin kein sehr starker Mensch (mehr). Ich will diese Gedanken ja nicht, aber die kommen einfach und gewinnen die Kontrolle über mich (da helfen vielleicht Antidepressiva?!). Das wird wohl mein nächster Versuch in der Hoffnung, dass es noch so lange gut geht. Bin im Moment immer froh, nicht zu Hause zu sein, dann bin ich etwas abgelenkt. Aber im Moment habe ich 3 Wochen Urlaub (zu Hause bei Frau und Kind) fast hinter mir. Da ist es schwierig, auf andere Gedanken zu kommen. Ab Dienstag DARF ich endlich wieder arbeiten gehen!!! Das lenkt zumindest für ein paar Stunden ab.

07.10.2012 11:11 • #7


krok


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Zitat von mirko:
Ich weiß, dass meine Gedanken feige sind. Mein Verstand sagt mir ja auch, dass es eine andere Lösung geben muss. Aber der arbeitet im Moment nur auf Sparflamme und wird von den Ängsten kontrolliert. Ich fühle mich leider zu schwach, um mein/unser Leben in andere Bahnen zu lenken. Bin kein sehr starker Mensch (mehr). Ich will diese Gedanken ja nicht, aber die kommen einfach und gewinnen die Kontrolle über mich (da helfen vielleicht Antidepressiva?!). Das wird wohl mein nächster Versuch in der Hoffnung, dass es noch so lange gut geht. Bin im Moment immer froh, nicht zu Hause zu sein, dann bin ich etwas abgelenkt. Aber im Moment habe ich 3 Wochen Urlaub (zu Hause bei Frau und Kind) fast hinter mir. Da ist es schwierig, auf andere Gedanken zu kommen. Ab Dienstag DARF ich endlich wieder arbeiten gehen!!! Das lenkt zumindest für ein paar Stunden ab.


Also dann setzt deinen Verstand ein und agiere auch wenn es dir noch so schwer fällt. Auch mit einer Sparflamme kann man noch was bewegen.
Was denkst du denn, was sich ändern wird mit AD? Du läufst dann happy aber ferngesteuert durch deine Probleme und schiebst alles nur auf. Irgendwann holt es dich wieder ein und dann schreibst du wieder hier von deinen S.-Gedanken.

Drei Wochen Urlaub mit Frau und Kind und dann froh sein, wenn die Arbeit wieder los geht??
Also Mirko, eine bessere Gelegenheit um EURE Probleme anzugehen bekommst du wahrscheinlich nicht gleich wieder.

IHR versucht beide zu flüchten, aber das geht nicht lange gut, da kannst du dann wirklich "Gift" drauf nehmen.

Mit Verantwortung hat das alles hier nichts mehr zu tun.

Lies mal bitte nochmal meine letzten Texte an dich und handle dann. Du wirst sehen, wie schnell der Druck der auf dir lastet nachlassen wird, aber mit Flucht in die Arbeit oder in ein Forum erreichst du nichts.

Alles Gute
krok

07.10.2012 11:35 • #8


Rennbaer


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Würde mich sofort stationär einweisen lassen.

07.10.2012 11:50 • #9


mirko


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Das habe ich mir auch schon überlegt, aber wie geht´s dann weiter? Habe echt Angst vor den Konsequenzen. Job? Familie?

07.10.2012 12:14 • #10


Prinzessin22580


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Dein Hauptproblem ist doch du kennst deine Probleme aber reagierst einfach nicht, ziehst keine Konsequenzen, wartest bist du dich einweisen lassen musst oder zwangsversteigert wirst. Kontakt zu deinen altern kannst du jederzeit wieder aufnehmen. Der einzige der dir im weg steht bist du selber. Und handeln kannst leider auch nur du selber. So wird sich nichts tun und nichts ändern. Du läufst mit 180 auf die Katastrophe zu und weigerst dich irgendwas zu unternehmen. Gibst alle Entscheidungen ab. Du wirst sehen, wenn du noch ein bisschen so weiter machst, wird jemand anders für dich entscheiden, ein Gericht, ein Arzt, oder wer Sonst noch.

07.10.2012 13:03 • #11


jess


Das er große Probleme hat, weiß er ja nun selber,
Du muß nicht gleich mit einem Holzhammer
kommen. Bißchen mehr Feingefühl bitte.

Jess

07.10.2012 13:10 • #12


Prinzessin22580


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Zitat von jess:
Das er große Probleme hat, weiß er ja nun selber,
Du muß nicht gleich mit einem Holzhammer
kommen. Bißchen mehr Feingefühl bitte.

Jess


Nicht die Probleme sind sein Problem sondern das er Null reagiert. Mit Feingefühl kommt man da nicht weiter. Erkenntnis dass gehandelt werden muss ist nötig. Und im übrigen sind die beschriebenen Probleme nicht größer als die von vielen Menschen.

07.10.2012 14:00 • #13


Amy87


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Manchmal hilft nur ein Knall, um zu merken, dass man in die falsche Richtung lebt.

Es ist zwar ein wenig indiskret, aber du sagst, aus dem Haus ausziehen geht nicht.
Also müssen wir uns damit abfinden.

Warum denn nicht ? Was zwingt dich in dem Haus zu leben, was ja wohl so belastend ist, dass du an Suizid denkst ? Fand es ja lustig, dass du geschrieben hast, du siehst Suizid momentan als einzige Besserung an.



Du wirst dieses Problem wie jetzt in deinem nächsten leben dann wieder haben.
Es liegt an dir, diese Situation nun so intelligent wie möglich zu lösen. Es gibt in jeder Stadt eine schuldnerberatung, bitte dort einen Termin vereinbaren.

Psychopharmaka kann man mal nehmen, es hilft auch, aber manche haben schon Wochen , bevor sie das Medikament absetzen sollen / dürfen .. Wieder Angst .. Wenn auch unterschwellig , was wohl danach kommt... !?

Aber ohne wäre ich evtl heute nicht mehr hier oder würde meine Probleme irgendwie anders "ausleben" ..

Alles gute für dich

07.10.2012 14:17 • #14


jess


Ja, das ist mir schon klar.
Aber nicht jeder denkt an Selbstmord.
Da sitzt auch schon viel Schmerz und Verzweiflung
hinter.

Mirko, hole Dir bitte Hilfe und wende Dich bitte an
Deine Eltern. Ich bin selbst Mutter und würde mein
Kind nie im Stich lassen und Deine Eltern bestimmt auch
nicht.

Mach nur keine Dummheiten.

Jess

07.10.2012 14:22 • #15


krok


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Zitat von jess:
Ja, das ist mir schon klar.
Aber nicht jeder denkt an Selbstmord.
Da sitzt auch schon viel Schmerz und Verzweiflung
hinter.

Mirko, hole Dir bitte Hilfe und wende Dich bitte an
Deine Eltern. Ich bin selbst Mutter und würde mein
Kind nie im Stich lassen und Deine Eltern bestimmt auch
nicht.

Mach nur keine Dummheiten.

Jess


Jess, dass nicht jeder an Selbstmord denkt damit hast du sicher recht, obwohl gerade die Leute die in so einem Forum schreiben, bestimmt schon oft sich gewünscht haben, besser tot zu sein als so weiterleben zu müssen.

Mirkos Problem ist denk ich wirklich, dass er "blockiert" ist. Aber solange er hier im Forum noch nach Hilfe sucht, auf keine der Tipps unsererseits allerdings glaubhaft reagiert, kommt er offensichtlich noch allein zu recht.

Nur der Gedanke der Selbsteinweisung in eine Psychiatrie gefiel ihm. Bei allem anderen müßte er sich outen, aber lieber flüchtet er oder stellt sich tot.

Das du Jess als Mutter dabei nicht entspannt zuschauen kannst ist doch logisch, aber zieh dir bitte nicht einen Schuh an der dir nicht gehört, dir geht es bestimmt auch nicht ganz gut, sonst wärst du ja nicht hier.

@Mirko
Auch ein Medikament löst nicht deine selbst verursachten Probleme, das muss dir wirklich klar sein.
Und Jess hat recht damit, wenn sie sagt, mach keine Dummheiten sondern mach ab sófort "Klugheiten".

krok

07.10.2012 15:16 • #16


mirko


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Danke für die rege Anteilnahme von euch. Ich weiß, dass ich was ändern müsste. Nur führt irgendwie jede Lösung in eine Sackgasse. Außerdem fühle ich mich zur Zeit mental viel zu schwach und labil, als dass ich hier vernünftig handeln könnte. Ich weiß ja noch nicht einmal, wie die "Ideallösung" aussehen sollte. Meine Therapeut hat mich das in der letzten Sitzung auch gefragt. Irgendwie tendiere ich dazu, dass in dieser "Ideallösung" meine Frau nicht mehr vorkommt, sprich Scheidung. Nur hätte dies unweigerlich den finanziellen Ruin von uns allen zur Folge. Mit diesen Gedanken muss man halt auch erstmal klarkommen. Meine Frau ist seit geraumer Zeit die Hölle auf Erden für mich, obwohl ich das alles für sie gemacht habe. Jetzt stecke ich in dieser Gletscherspalte und kann nicht mehr raus! Ich würde die 6 Jahre Privatinsolvenz vermutlich durchstehen, aber nicht den Weg bis dahin incl. Scheidungskrieg. Bin von Natur aus leider auch mit nicht allzu viel Selbstvertrauen ausgestattet, keiner, der auch mal die Ellebogen auspackt. Das konnte ich noch nie wirklich. Es mag sich so anhören, als ob das Allerweltsprobleme sind, die viele außer mir haben, aber nicht jeder kann halt mit sowas umgehen. Ich fühle mich tatsächlich, als ob ich mit 180 auf den Abgrund zusteuere und die Bremse nicht finde. Habe in den letzten 2 Jahren mein Leben total vermurkst. Ich kann innerlich zu keiner vernünftigen Entscheidung gelangen und habe nicht den Mut, meine Frau damit zu konfrontieren.

07.10.2012 18:21 • #17


derhimmelmusswa.


Ich bin total erschüttert, das zu lesen!
Entweder wendest du dich an deinen Therapeuten oder an deine Eltern! Es gibt für alles eine Lösung. Auch, wenn du das jetzt nicht sehen willst. Wirklich. Du müsstest wohl in eine Klinik, damit man dich wieder auf die Beine bringt. Denkst du denn nicht an dein Kind?! Das ist unvorstellbar, was du deiner Frau und dem Kind antun würdest. Von einer Frau kann man sich scheiden lassen. Man kann in Insolvenz gehen, sich einen neuen Job suchen und auf ein Haus sch... Aber an einem kleinen Kind versündigen? Ja für mich ist es versündigen, wenn man dem Kind durch Selbstmord den Vater nimmt. Den Eltern den Sohn. Es ist feige, wenn du dir keine Hilfe holst. Am Besten würdest du 112 wählen und dich sofort in eine Klinik bringen lassen. Ich kann nur hoffen, dass es nicht dazu kommt letztlich, dass du dir was antust.

07.10.2012 18:34 • #18


krok


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Beschreib doch bitte mal dein Problem mit deiner Frau, hat sie sich nach der Geburt eures Kindes so stark verändert?
krok

07.10.2012 19:09 • #19


mirko


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Sie ist so bestimmend und verbissen geworden, ohne allerdings von vielen Dingen eine Ahnung zu haben. Ihr Lieblingswort ist "Konsequenz", dabei vergisst sie oftmals die Liebenswürdigkeit. Auch fühlt sie sich mental oft überfordert. Sie ist eine gute Mutter, aber manchmal bzw. oft genug überlastet und lässt das dann an allen aus, ob gerechtfertigt oder nicht. Unsere Beziehung hat dadurch stark gelitten. Ein Rückhalt in meiner Situation kann/will sie nicht sein. Da müsse ich halt durch. Fühle mich dadurch oft im Stich gelassen und alleine.

08.10.2012 13:03 • #20




Mira Weyer

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