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Dazu wollt ich gern mal eure Meinung hören. Ich habe Abitur gemacht, dann Zivi machen müssen. Nun sitz ich seit April arbeitslos zu Hause. Mache derzeit einen englisch Kurs, seit März bis November, aber ich gehe schon seit ca. 3 Wochen nich mehr hin. Habe keinen Job und wollte mich nun eigentlich für ein Jahr im Ausland bewerben, bei Weltwärts. Ich bin 20 Jahre alt und werd im November 21. Mein Problem besteht nun daran, das ich mich unendlich alt fühle. Alle die ich so kannte studieren bereits seit mehreren Semstern oder machen eine Ausbildung und ich habe nichts. Ich komme auch nicht in Gang. Ich habe immer solange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem kriege. Ich traue mich irgendwie nicht mich für etwas zu bewerben, weil ich Angst habe zu versagen. So ziehen die Tage vorüber. Nun kurz bevor ich die (ungeschriebene) Bewerbung bei Weltwärts einreichen will, kommen die Zweifel, ob ich doch lieber nach einem Ausbildungplatz suchen soll.

11.09.2008 22:25 • 26.09.2008 #1


10 Antworten ↓


Hallo seven!

Was ist denn Weltwärts für eine Organisation? Habe noch nie davon gehört. Grundsätzlich finde ich es erstmal eine gute Idee, einen Auslandsaufenthalt zu machen. Während der Zeit kannst du Erfahrungen sammeln, die dir vielleicht helfen werden, herauszufinden, was du beruflich machen willst. Du hast keinen Grund, dich alt zu fühlen, du bist doch noch total jung! Wenn du allerdings weiter zu Hause sitzt und nichts machst, werden aus den Tagen Monate, aus den Monaten Jahre, und irgendwann wird es dann wirklich immer schwieriger, deine Pläne umzusetzen. Bei mir war es genauso, ich bereue, dass ich vieles nicht gemacht und probiert habe, als ich noch jünger war (bin Mitte 30). Versuche, dich zu motivieren und dir darüber klarzuwerden, was du wirklich möchtest-Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder Studium. Vielleicht würde es dir ja auch helfen, zur Berufsberatung zu gehen.

Viele Grüße
Marie

11.09.2008 23:03 • #2



Bin ich ein Versager ?

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hallo seven,

hier ein ganz konkreter vorschlag:

wenn du eine soziale ader hast, bewirb dich auf eine krankenpflege-ausbildung im krankenhaus. danach nimmt man dich auch lieber bei welthilftorganisationen an als ohne ausbildung, falls du es dann noch willst.
vorteil bei dieser ausbildung: meist guter zusammenhalt in der ausbildungsklasse, da man sich auch auf den stationen immer wieder begegnet, klassenfahrt etc. und die hälfte realschüler, sodas es für die abiturienten meist ein leichtes ist, es zu schaffen (man kann bei referaten sätze ablesen)

außerdem bist du der hahn im korb (null bis 6 männl. pfleger pro klasse) und es ist ziemlich anerkannt in der gesellschaft. dich werden immer alle fragen, die irgendwas zu einer krankheit wissen wollen.
krankenpfleger werden auch bevorzugt eingestellt, weil man ihnen unterstellt, sie könnten schwerer heben (patienten drehen).

wenn du motivationsprobleme hast, studiere auf gar keinen fall!! dann kannst du dich nämlich in 5 jahren einweisen lassen. kann dir aus erfahrung sagen, dass die motivation beim studium nicht einfach angeflogen kommt. im gegenteil, es gibt viele möglichkeiten, es sehr lange hin zu ziehen.

hoffe, dir geholfen zu haben

16.09.2008 23:36 • #3


Ihr habt mir beide geholfen
Aber Krankenpfleger, ich bitte dich

17.09.2008 21:26 • #4


Hallo,

ich kann dir ja kurz mal meinen Werdegang beschreiben. Zuvor kann ich nur sagen, dass ich da ähnlich wie du gedacht habe.

Ich habe mit 20 auch Abi gemacht (was Versager schon mal nicht machen!) und dann ganze 3 Ausbildungen in den Sand gesetzt. Danach war ich schon 24. Dann habe ich über einen Aushilfjob eine QAUsbildung bekommen, welche ich mit 26 erfolgreich abgeschlossen habe.

Jetzt bin ich Stellvertreter in einem Discounter.

Also, es ist nie zu spät für irgenetwas!!


Erkundige dich nochmal ausführlich und lass dir lieber dabei Zeit um sicher zu sein!


s-man

17.09.2008 21:54 • #5


also so mal von aussen betrachtet - wenn dir bei anblick von blut nicht gerade hundeübel wird, finde ich krankenpfleger einen tollen beruf. klar, er ist noch eine weibliche domäne, aber ich habe in einer schule gearbeitet, die pflege-personal ausgebildet hat und die männer sind jeweils am ausbildungsplatz wie auch in der klasse sehr gut angekommen.

grundsätzlich musst du aber selber deinen beruf finden, da kann dir niemand wirklich raten. aber da hat seven völlig recht, bei einem studium braucht es sehr viel selbstmotivation, oder wenn man damit probleme hat, muss man jemanden haben, der einen quasi durchtreibt. letzteres finde ich aber grundsätzlich keine lösung... denn auch später im leben hat man nicht immer jemanden, der mit der peitsche knallt.

ein auslandaufenthalt ist eigentlich immer eine gute idee. ob es nun für eine organisation ist oder ein sprachaufenthalt. mal abgesehen davon, dass du eine neue sprache und neue menschen kennenlernst, lernst du ein stück weit von zu hause weg auch dich selbst besser kennen.

17.09.2008 21:58 • #6


Hi,

also mein Weg war auch nicht der "typische Verlauf". Aber gibt es überhaupt einen typischen Verlauf? Nein, ich denke nicht! Ich komme urspünglich aus dem kaufmännischen Bereich, habe 2 Ausbildungen abgebrochen und dann habei ch erfolgreich eine Ausbildung zum Erzieher gemacht und jetzt studiere ich soziales und mache mich neben bei als Bewerbungstrainer selbstständig. Und meine Ausgangsbasis war der Hauptschulabschluss. Ja, ich war auf eine Hauptschule und habe mich von ganz unten hochgearbeitet.

Es ist nieee zu spät sich selbst zu entdecken und das zu machen woran man Spass hat. Es ist ganz wichtig, tief in sich hineinzuschauen, was maceh ich gerne?`Wo liegen meine Stärken? Und dann heisst es handeln! Besuche einen Berufsberater, der kann mit Dir Deinen Weg planen. Nur zu alt bist du 100pro nicht!

Oder mache ein Praktikum, mache verschiedene Praktika, um Dich dich beruflich finden zu können. Frage deine Familie, Freunde usw. wo nach ihrer Meinung, Deine Stärken liegen. Probiere Dich in verschiedene Bereiche aus und dann garantiere ich Dir, wirst Du Dich finden.

Ich wünsche Dir es vom ganzen Herzen!

lg
Starflash

22.09.2008 20:52 • #7


Hallo Seven,

Ich kenne dein Problem gut. Mir ging es vor 2 Jahren genauso (oder eigentlich immer noch, nur mit mehr Selbstsicherheit und Perspektive)
Nach dem Abitur keine Ahnung was ich machen will, mich viel zu spät um irgendetwas gekümmert,Antriebslosigkeit und Selbstzweifel.
Wichtig ist, glaube ich, überhaupt irgendetwas zu machen. Ich habe dann über ein jahr verschiedene Jobs und Praktika in ganz unterschiedlichen Betrieben und Bereichen gemacht.
Sehr viel gelernt und Erfahrung gesammelt, auch wenn man teilweise feststellt, dass einem etwas garnicht gefallt oder liegt.
Danach habe ich vier Monate bei internationalen Workcamps in Deutschland mitgemacht. Eine sehr gute Alternative, wenn du eigentlich ins Ausland, Englisch sprechen und neue Leute kennenlernen willst.
Das alles ist dir auch als Teilnehmer in Deutschland möglich, und ist sehr viel einfacher sich aufzuraffen (Bewerbung auf Deutsch,Heimatland,kurze Anreise etz.)
Für mich ist dieses Workcamp erst 2Wochen her, und ich habe ehrlich gesagt auch noch nichts Konkretes oder eine feste Perspektive.
Aber ich bemühe mich mit Praktikas zu orientieren, da ich mir jetzt sicher bin nächstes Ausbildungsjahr eine Lehre anzufangen. Jetzt habe ich noch über ein Jahr Zeit mir darüber im klar zu werden was für eine

Naja alles nicht so einfach wie du weißt...
Grüße
Ledin ( schon 22... )

25.09.2008 15:51 • #8


Du sagst es, alles nicht so leicht. Aber immerhin hast du was mit deiner Zeit angefangen, ich bin komplett am A*sch. Morgen muss ich auch nich zu meiner ehemaligen Zivistelle und die wegen irgendwelchen Formularen anbetteln. Voll peinlich, wenn die mich dann fragen "uuuunnnd was machst du zu Zeit." Die waren damals schon so drauf "oh, der arme Junge, weiss garnicht wohin mit sich." Ich hasse es. Ist die Saison zum Schreiben für Bewerbungen eigentlich schon abgelaufen oder hat man noch ne Chance nächstes Jahr im August oder so was zu finden ?

26.09.2008 01:27 • #9


Hey, wenn du ein Versager bist, bin ich ein doppelt und dreifacher!

Ich bin 32 und habe mein Studium sausen lassen und habe quasi keine Ausbildung. Und meine Vorredner haben recht, wenn du Motivationsprobleme hast, dann vergiss ein Studium. Es sei denn, du hast jemanden, der genau das gleiche wie du studiert und dich zu allen Seminaren und Vorlesungen mit hinzehrt. Bei mir hat das 4 Jahre geklappt bis kurz vor den Prüfungen, dann habe ich mich verliebt und bin dem Mann in eine andere Stadt gefolgt und wollte dort zu Ende studieren. Du kannst dir denken, dass das gar nicht ging. Ich habe alles hingeschmissen und bin normal arbeiten gegangen in einem Job, der mich geistig unterfordert und körperlich überfordert hat.

Vielleicht ist die Auslandsbewerbung eine gute Idee. Du kommst raus, lernst eine neue Welt kennen, vielleicht entdeckst du dich dadurch auch selbst neu. Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert!

Und bitte! du bist noch blutjung! Ich kann schon fast sagen, dass ich ein Versager bin, denn bei mir ist wohl viel schwerer noch was zu deichseln. Du mit 20 Jahren hast noch alle Chancen und Zeit der Welt!

Liebe Grüße

Milanna

26.09.2008 11:38 • #10


seven:

Dieses Jahr hat das Ausbildungsjahr schon angefangen. Wenn man sich fürs nächste Jahr irgendwo bewerben will, sollte das schon mindestens ein halbes Jahr vorher sein.... je früher, um so mehr Chancen.
Ja, das kenn ich auch. Die allgemeinen Smalltalkfragen zur Zukunftsplanung, oder was man gerade so macht. Sich dann immer erklären müssen, obwohl man selbst eigentlich keine genauen Plan hat.
Ich würde dir raten einfach mal dort wo du es dir vorstellen kannst nach einem Praktikum zu fragen. Auch wenn es nur 2 Wochen sind, es bringt was. Du bekommst keine Bezahlung, aber tust was und bekommst einen Einblick.
Komme mir eigentlich doof vor, dir tipps geben zu wollen, obwohl ich es selbst nicht so auf die Reihe bringe.
Grüße, Ledin

26.09.2008 14:30 • #11



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