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Hallo.

mache mir gerade viele Gedanken über meine berufliche Situation.

Ich bin 52 Jahre und arbeite Vollzeit im kaufmännischen Bereich.
Seit 25 Jahren am gleichen Arbeitsplatz!
Klar in dieser Zeit gab es auch schöne und schlechte Phasen wie z.b :
neue Kollegen
neuer Chef
zuviel, / zuwenig Arbeit
stressige Kundschaft

Eigentlich das normale Berufsleben, denke ich mal.
Ich bin gerne zur Arbeit und beherrschte meine Tätigkeit, bin aber auch gerne in den Feierabend gegangen.
Glaube ihr versteht mich , ich arbeite gerne aber es war nicht meine Berufung
Ich bin Teamfähig und hatte guten Kontakt zu allen.

Und nun merke ich schon seit 2 Jahren, es wird für mich immer anstrengender diesen Arbeitstag und seine Anforderungen zu meistern.
Nicht vom Wissen oder Kraft sondern von meiner inneren Einstellung. Meine Tätigkeit langweilt mich und ich muß mich zwingen zur Arbeit In dieser langen Zeit hab ich mir natürlich einen besseren Lohn, Fachwissen und auch Anerkennung erarbeitet.
Das alles aufgeben?

Derzeit bin ich ja arbeitsunfähg, aber irgendwann muß ich mich mal dem Thema stellen.

Arbeitsplatz wechseln?
Sicherheit aufgeben?
Neuer Start mit über 50J.?

Mit Depressionen und Ängste ist da ein Wechsel überhaupt möglich oder angebracht?
Was meint ihr dazu?

Gruß Monika

12.09.2021 10:05 • 12.09.2021 #1


19 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von monika69:
Und nun merke ich schon seit 2 Jahren, es wird für mich immer anstrengender diesen Arbeitstag und seine Anforderungen zu meistern.
Nicht vom Wissen oder Kraft sondern von meiner inneren Einstellung. Meine Tätigkeit langweilt mich und ich muß mich zwingen zur Arbeit In dieser langen Zeit hab ich mir natürlich einen besseren Lohn, Fachwissen und auch Anerkennung erarbeitet.
Das alles aufgeben?

Meinst du an einem anderen Arbeitsplatz ginge es anders zu?
Nur wenn du eine andere Tätigkeit machen würdest, könnte es eine Änderung geben, aber dafür müsstest du erst eine entsprechende Ausbildung machen.

12.09.2021 10:17 • x 1 #2



Arbeitsplatz wechseln?

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cube_melon
Einen 100% sicheren Job gibt es in der freien Marktwirtschaft nicht.

Bei der aktuellen Lage wäre ich froh um einen Job im kaufmänischen Bereich, weil gerade immer mehr Firmen Konkurs anmelden. Bosch schließt zwei Werke und hat eines verkauft. Glaube in Bühl wurden 700 Leute nun entlassen. Könnte nun einen lange Liste hier reinschreiben, was aber nur schlechte Laune bringen würde.

Dein Alter ist ein Aspekt - sicher.

Ist auch die Frage was für Verpflichtungen und Verantwortung hast, wie z.B. Kredit, Familie und/oder in wie weit Du fianziell abgesichert bist.

Stell dir die Frage in wie weit Du damit klarkommen würdest, wenn Du mit Mitte 50 einen Job im kaufmännischen Bereich zu suchen hast, mit allen Begleiterscheinungen.

Persönlich war mir die berufliche Erfüllung immer wichtiger als Geld. Was aber auch bedeuten kann das man auch im Fall der Fälle hinzunehmen hat ganz kleine Brötchen zu backen.

12.09.2021 10:19 • x 3 #3


Berufliche Erfüllung oder Sicherheit!
Genau das ist ja mein Problem.....
Klar, man muß überall arbeiten und auch dort ist nicht alles perfekt

Ich möchte nur wieder den Antrieb verspüren.
Wie gesagt ich arbeite gerne und ich vermisse auch die Arbeit zur Zeit
Nur mir fehlt halt dieses Gefühl.....

12.09.2021 10:33 • x 2 #4


Schlaflose
Ich habe vor 10 Jahren mit 50 meinen Beruf als Lehrerin aufgegeben, weil mich der Beruf krank gemacht hat ich einfach nicht mehr konnte. Nach mehreren Krankschreibungen von 6 Wochen, einem Rehaaufenthalt und ein Jahr später dann wieder eine Krankschreibung von fast einem Jahr, blieb mir nichts anderes übrig als aufzuhören. Ich bekam die Chance, im Ministerium eine Stelle in der Verwaltung anzunehmen. Die Arbeit ist wahrlich keine Erfüllung, macht mich aber nicht krank und ich kann bis zur Rente Geld verdienen. Das sind die einzigen Dinge, die für mich zählen.

12.09.2021 10:44 • #5


rero
Zitat von monika69:
Arbeitsplatz wechseln?
Sicherheit aufgeben?
Neuer Start mit über 50J.?


Was hat sich denn gegenüber früher verändert ?
Kannst Du evtl. Innerhalb der Firma die Abteilung wechseln ?

Ich verstehe DIch gut. - was erhoffst Du Dir von einem andere Arbeitgeber ? Es kann besser oder schlechter sein.....
Keine einfache Entscheidung !
Könntest Du und wolltest Du zurück falls es Dir an einem neuen Ort überhaupt nicht gefällt ?

12.09.2021 11:52 • x 1 #6


portugal
Für mich steht an erster Stelle ein netter Chef und nette Kollegen.

Hast Du die, würde ich 10x überlegen, ob es das wert ist, aufzugeben.

12.09.2021 12:09 • #7


ich arbeite in einem kleinen Familienbetrieb, der neue Chef (junior) ist schon in Ordnung. Aber die Chefetage besteht aus 4 Familienmitgliedern, was manchmal schon anstrengend sein kann.
Wir haben generell viel Personalwechsel, was halt immer eine gewisse Unruhe mit sich bringt.
Und da ich immer auf 120% Leistung laufe ( mein innerlicher Antreiber ) stresse ich mich häufig selbst.
Und da es sich nichts ändern wird, kann ich diesen Stress nicht beeinflussen.
Nur werde ich halt auch älter und merke in letzter Zeit das die Belastung mir zusetzt.
Die Arbeit selbst ist ok und meine Kollegen (trotz häufiger Wechsel) meistens auch.

12.09.2021 14:45 • x 1 #8


portugal
Ich habe da mal so schlechte Erfahrungen gemacht .. Kanzlei hat sich getrennt u der Partner der rausging, hat mich mit Geld gelockt und hat später gemobbt ohne Ende und wurde zum Tyrann, ich hätte es voraussehen können aber er hat mich einfach getäuscht.

Ich hatte so tolle Kollegen vorher.

Du bist wahrscheinlich da der erste Ansprechpartner und hast viel Verantwortung, was ja eigentlich toll ist.

12.09.2021 14:52 • #9


@monika69 Ich würde hier schleunigst das Foto rausnehmen, bevor du deinen Arbeitsplatz kritisierst. Sonst könnte ein Arbeitsplatzwechsel für dich schneller anstehen als dir lieb ist.

12.09.2021 14:55 • x 1 #10


Ja ich stehe meistens zwischen der oberen Etage und den Kollegen....
Ich bin gerne hilfsbereit und kollegial. Teamarbeit ist mir wichtig!
Aber bei mir ist gerade der Akku leer. Und das macht mir auch zu schaffen, dieses nicht mehr funktionieren.

12.09.2021 15:04 • #11


Mit welchem Wort hab ich meinen Chef kritisiert?

12.09.2021 15:05 • x 1 #12


Zitat von monika69:
Mit welchem Wort hab ich meinen Chef kritisiert?

Ich schrieb nicht, dass du deinen Chef kritisiert hättest. Sondern deinen Arbeitsplatz. Du schreibst von häufigen Personalwechseln. Von einer Chefetage aus vier Familienmitgliedern was du manchmal als anstrengend empfindest. Du schreibst, dass deine Kollegen meist (!) okay (!) sind.

Deine öffentliche Beurteilung ihrer Personen, nebst Bekanntmachung über Interna, muss sich keiner von ihnen bieten lassen.

12.09.2021 15:11 • #13


portugal
Zitat von Natascha40:
Ich schrieb nicht, dass du deinen Chef kritisiert hättest. Sondern deinen Arbeitsplatz. Du schreibst von häufigen Personalwechseln. Von einer ...


Ich hab nichtmal ihr Bild gesehen, nur als Du es ansprachst.

Ich würde allerdings kein Bild von mir mit Gesicht posten, es werden Identitäten geklaut und auf einmal wird Dein Bild zB auf einem Dating Portal benutzt.

Und wenn Dein Name wirklich Monika ist und Du 1969 geboren bist .. und in Großbottwar gibt es bestimmt nicht so viele mit Monikas in dem Alter bei gerade mal 8231 Einwohnern.

Man muss echt höllisch aufpassen.

12.09.2021 15:15 • #14


Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf.
An jedem Arbeitsplatz gibt es Kollegen mit denen man besser oder schlechter auskommt. Das hat nichts mit der private Meinung dem Kollegen gegenüber.
Ich trenne immer privates mit dem beruflichen.
Nichts mehr und weniger .....
Und da ich schon so lange in diesem Betrieb bin (25 Jahre) kann ich ja nicht vieles falsch gemacht haben.

12.09.2021 15:18 • #15


portugal
Mir ging es um Deine persönlichen Daten und Dein Profilbild. Guck mal, was ich mit 3 Klicks herausgefunden habe. Ist doch nicht böse gemeint.

12.09.2021 15:20 • #16


Zitat von monika69:
Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf. An jedem Arbeitsplatz gibt es Kollegen mit denen man besser oder schlechter auskommt. Das hat nichts mit der private Meinung dem Kollegen gegenüber.

Wenn du schreibst, dass die Kollegen meist ganz okay seien - können sie dagegen ohne Weiteres rechtliche Schritte gegen dich einleiten. Denn was soll das sonst sein, wenn nicht deine private Meinung?

12.09.2021 15:23 • #17

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Perle
Hast Du mal über Brückenteilzeit nachgedacht? Ich mache das auch gerade, bin 53 Jahre, kfm. tätig und auch bei mir war der Akku leer. Ich habe für 2 Jahre befristet auf eine 4 Tage Woche reduziert. Nach den 2 Jahren tritt automatisch wieder die Vollzeit in Kraft, ich arbeite allerdings in einem Konzern. Weiß nicht wie es bei kleineren Betrieben geregelt wird.

Ok, das Gehalt ist logischerweise geringer aber ich habe dafür mehr Freizeit, mehr Zeit für mich. Ich kann mich mal anderen Interessen mehr widmen, steige ein Stück weit aus dem Hamsterrad aus. Ich will damit sagen, man muss nicht zwingenderweise gleich seinen Job wechseln, manchmal reichen auch solche Veränderungen schon aus, um sich wohler zu fühlen.

Und noch eines, im Laufe meines Berufslebens und nach zwei Langzeiterkrankungen habe ich erkannt, dass ich nicht 120% leisten muss. Das hat auch nie jemand von mir verlangt, höchstens ich selbst von mir.

12.09.2021 15:29 • x 2 #18


Cornelie
Ich würde vielleicht erst mal meine Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt checken.
Meiner Meinung nach ist das ein Weg zu gucken wo man steht
Wenn dein Akku leer ist wirst du es vielleicht nicht durch eine andere Arbeit wieder Füllen können
Manchmal reicht es die Möglichkeit auszuprobieren. Bewerbe dich woanders du wirst sehen wie deine Chancen stehen.
Ob es wirklich die andere Arbeitstelle sein muss vielleicht kannst du auch Stunden reduzieren
oder ob es eine andere Möglichkeit gibt dein Akku zu füllen.
Ich persönlich war mit meinem Arbeitgeber nicht zufrieden habe meine Arbeit aber sehr geliebt. Nein das ist kein Widerspruch.
Nach bzw während einer langen Au habe ich die Kündigung erhalten.
Für mich heißt das dass ich in 2 Monaten 1 Jahr arbeitslos bin.
Ich würde an deiner Stelle vorsichtig ausloten
Sicher bin ich noch etwas älter als du. Aber aufgrund des Alters bei der Arbeitssuche abgewiesen zu werden. Ist schrecklich

12.09.2021 15:33 • x 1 #19


Ja das wäre sicher auch eine Option.
Aber jetzt konzentriere ich mich nur auf meine Gesundheit.
Es gibt ja auch ein Leben neben der Arbeit.

12.09.2021 15:35 • x 1 #20



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Mira Weyer