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Hallo ihr Lieben,

in wenigen Tagen startet mein erster Arbeitstag nach einer zweijährigen Auszeit. Ich leide unter einer generalisierten Angststörung, einer Somatisierungsstörung,depet. Anteilen und auch einer Panikstörung, wenngleich die Panikattacken glücklicherweise eher selten sind.

Außerdem habe ich mit starkem Perfektionismus zu kämpfen und setze mich selbst enorm unter Druck, alles perfekt machen zu müssen.

Mir ist bewusst, dass ich nichts „müssen“ muss, aber ich sehe die Arbeit auch als eine Herausforderung, um zu zeigen, dass ich trotz meiner psychischen Erkrankung beruflich bestehen kann.

Mein Problem ist jedoch, dass ich in Stresssituationen, besonders wenn ich mich nicht zurückziehen kann, oft verkrampfe.*freeze response.
In der Vergangenheit (in stressphasen)war das besonders schlimm, etwa an der roten Ampel oder im Büro, wenn ich mich bedroht fühlte und quasi in eine Art Erstarrung verfiel.

Diese Angst vor der Angst ist natürlich wieder sehr präsent, vor allem weil ich mich so unter Druck setze, nicht aufzufallen und alles perfekt zu machen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein wenig Mut zusprechen könnt. Es ist ein familiäres Büro, kein großer Konzern, aber die Angst bleibt dennoch. Ich sehe das als Chance, wieder finanziell unabhängig zu werden, doch je näher der Tag rückt, desto stärker werden die Ängste.
Vielleicht habt ihr noch Ideen oder Tipps für mich.
Vielen Dank im Voraus

26.11.2025 08:26 • 16.12.2025 #1


22 Antworten ↓


Hallo liebe Ano,

es ist völlig normal, dass Du Angst vor Deinem ersten Arbeitstag und Deinem neuen Job hast. Das würde uns Allen hier bestimmt genau so gehen. Ich bin mir aber sicher, dass Du schon so viel über Dich gelernt hast, dass Du diese große Herausforderung meistern wirst. Wie Du ja schreibst, ist es ein familiäres Büro, das wird Dir den Einstieg erleichtern. Versuche es einfach als neue Chance zu sehen und sei stolz auf Dich, dass Du diesen Schritt jetzt gehen kannst. Du schaffst das ganz bestimmt!

A


Angst vor neuer Arbeit

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Das ist ganz normal, dass Du Angst hast und aufgeregt bist. Ist doch klar, neues Umfeld, neue Kollegen usw.

Mach Dir keinen Kopf, das geht den meisten so

Ich wuensche Dir einen tollen Anfang, und dass Du Dich dort wohlfühlen wirst

Ich bin seit so vielen Jahren in der befundung und dennoch erscheint mir die Angst gerade so gewaltig groß. Ich weiß ja , dass es vorallem dem Druck ist, nicht perfekt zu sein und würde jeder Freundin raten, dass man nicht perfekt sein MUSS. Und dennoch erscheint jedes Wissen in der eigenen Situation wie weg geblasen

Und ich habe so angst vor der verkrampfung, dass mir das dort wieder passieren kann, sobald ich unter Druck stehe.

Wie eine selbstgewählte Prophezeiung

Hallo, ihr lieben. Es sind 13 tage vergangen und ich habe ja mit meinen neuen job angefangen, im kaufmännischen bereich. Nun ist es so dass ich tatsächlich sogar schon drüber nachdenke den job wieder zu kündigen bzw. nach einer neuen Stelle ausschau zu halten.

Vielleicht könnt ihr mir mal eine objektive Einschätzung darüber geben. Als ich am montag anfing, wurde ich mit einem kalten morgenbegrüßt. Diejenige, die vor mir an dieser stelle eingesetzt wurde, hat vor kurzem gekündigt. Dementsprechend hatten sie jetzt eine springende kraft, die in der zeit die Tätigkeit erfüllt hat. Diese person hat auch meine in Einarbeitung übernommen.

Einarbeitung deswegen in Anführungsstrichen, weil es in meinen Augen keine Einarbeitung ist sie hat Quasi immer nur alles ganz Stupide ausgeführt, mir nichts dazu großartig erklärt, hat wirklich die schlechteste Laune überhaupt und im Allgemein habe ich nicht das gefühl, dort wert geschätzt zu werden. Ich kenne es halt so, dass Man zum Beispiel auch einen kleinen Blumengruss am Arbeitsbeginn bekommt oder wenigstens ein paar nette Zeilen. Das war alles nicht der fall, ich wurde ins Krawassergeschmissen.

Nun ist es so dass ich am Freitag ein Gespräch mit dem Chef hatte, der mir sagte, dass er diese Person gerne wieder in ihre Ursprüngliche Position Versetzen möchte und ich nun ab Montag allein auf mich gestellt bin. Ich habe eine sehr verantwortungsvolle, Tätigkeit, wo ich mir keinen Fehler in dem Sinne erlauben darf.

Ich fühle mich natürlich noch nicht eingearbeitet! Seine Aussage war dann dass ich mich ja auch an andere Kollegin wenden kann, wenn ich Fragen hab. Die sind aber selbst so im Stress und haben keine Zeit, sodass ich mich jetzt schon so unter Druck gesetzt fühle, ich merke ich bekomme wieder bauchschmerzen ich hab wieder meine Schlafstörungen und mir geht's allgemein sehr schlecht heute zum Beispiel, denke ich schon am Montag und habe angst davor.

Des Weiteren gibt es noch eine menge weiterer Negative Aspekte, worum ich dort eventuell wirklich aufhören möchte. Wie ist der eurer Meinung dazu?

Eine Einarbeitung von effektiv 10 Tagen finde ich nicht. Ordnungsgemäss.

Es tut mir leid das es so läuft.

Über Blumenstrauß und nette Worte könnte man diskutieren, ist ein nice to have, mehr aber nicht.

10 Tage sind definitiv zu wenig und das würde ich genauso kommunizieren. Dein Vorgesetzter muss einen Einarbeitungsplan für dich haben und darauf würde ich bestehen.

Das es nur ein Morgen gab würde ich nicht über interpretieren. Du weißt nicht wie das Klima dort allgemein herrscht und wieviel Stress die Kollegen haben.

Ich würde nochmal das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, auf Einarbeitungsplan bestehen und dann kannst du immer noch schauen ob du dort bleiben möchtest oder nicht. Aber direkt jetzt kündigen würde ich nicht machen.

@Greta__ ja, das weiß ich natürlich, dass das kein MUSS ist. Aber in der heutigen Zeit, wo alle nach guten Fachkräften schreien, finde ich eine Wertschätzung oder nette Begrüßung schon sehr positiv.

Das morgen bestand die ganzen Tage, dazu kamen patzige Antworten
Und ein aggressives Verhalten dazu *Körpersprache*. Das hatte sich dann in der zweiten Woche gelegt . Nun ist die besagte Person ab Montag nicht mehr da u ich bin jetzt schon fix und fertig. Der Chef meinte selbst zu mir, dass es viele Jahre her ist, dass die letzte einarbeitung stattgefunden hat. Da ich aus dem Personalbereich komme, habe ich ihm auch einige Vorschläge unterbreitet.

Scheinbar erlaubt es die Auftragslage nicht, mir jemanden zur Seite zu stellen. Denn die Aufträge haben ,so mein Gefühl, Vorrang.

Mich ärgert das massiv. Zumal ich eine andere Stelle abgelehnt habe, weil ich unbedingt hier anfangen wollte. Umso größer melne Enttäuschung , dass irgendwie keine Zeit für eine stimmige einarbeitung gegeben ist. Die zweite Geschäftsführung hat auch einige spitzen von sich gegeben, die für mich und melne sensible Seele irgendwie sehr abwertend waren. Na ,raucht der Kopf schon WIEDER-ODER IMMERNOCH?
Sorry., dass ich noch keine 15 Jahre dabei bin, sondern effektiv 10 Tage!l--hätte eigentlich meine Antwort sein sollen .

Heute will auch kaum jemand sich mehr richtig um eine gute Einarbeit kümmern.

Dann aber im TV rumheulen wieso se keine Leute finden oder Leute abhauen.

MMn total schrecklich, ich war auch bei einigen Stellen wo ich schon nach 2Tagen allein gelassen wurde....

Aber wer nicht will der hat schon, da mach ich mich nicht rum mehr.

Und genervte Antworten oder dumme Spitzen können die sich auch schenken.

Wenn das bei dir so schon los geht, dann würde ich mir das nicht lange antuen das macht nur krank.

Ich hab die ein oder andere Stelle fliegen lassen bis ich eine gefunden hab die wie ein 2tes zu Hause für mich mittlerweile ist.

Ich wurde auch 1Jahr eingearbeitet mit Spaß und Wille von den Kollegen.

Mit meiner Abteilungschefin verstehe ich mich sogar so gut das ein freundschaftliches verhältnis besteht.

Jeder schaut auch auf jeden und denkt nicht nur an sich.

Klar ist vielleicht nen 6er im Lotto was ich da gefunden hab, aber zumindest sollte man sich verstehen und wenn man neue kräfte sucht vielleicht nicht ein genervtes Bild übemitteln als ob man kein bock hätte neulinge anzulernen...

Sumarum muss das aber jeder selber wissen ob er so arbeiten will bei genervten Kollegen die anscheinend kein bock haben ordentlich anzulernen oder nicht.

Tut mir leid dass du diese Erfahrungen machen musst. Leider läuft es in sehr vielen Firmen so. Eine gute Einarbeitung ist wirklich Luxus. Und dass andere Kollegen so reagieren zeigt dass sie scheinbar selbst nicht gern dort arbeiten.
Ich hab leider auch schon sehr viel schlechte Erfahrungen im Arbeitsleben machen müssen.
Es gibt zwar Fachkräfte Mangel aber das betrifft eher Berufe wie Pflege, ingenieure, Informatiker etc.
Gute Büro Jobs mit kaufmännischer Ausbildung zu finden ist sehr schwer. Stecke da leider auch drin.
Wenn dir dein Gefühl schon nach 10 Tagen sagt dass es nicht gut läuft ist das sehr schade.
Du solltest dich aber auch von dem Gedanken lösen dass du ab Montag dann die Dinge komplett allein machen musst oder alles fehlerfrei machen musst. Du hast ja geschrieben dass du perfektionistisch bist. So geht's mir auch. Ich will immer alles super gut machen und oft ist das nicht möglich weil es von außen verhindert wird.
Das frustriert mich immer enorm und ich hasse es Fehler zu machen. Besonders wenn es passiert weil ich nicht gut eingearbeitet oder weil etwas nicht gut erklärt wurde.
Aber du kannst es jetzt nur so gut machen wie es dir eben gezeigt wurde. Und für vieles fehlt dir dann vll noch die Übung und das wissen. Da musst du echt schauen dass die das dann egal ist..
Wenn es gar nicht besser wird kannst du vielleicht ja nebenbei nach etwas anderem ausschau halten.

@Micha2 das klingt echt richtig hut bei dir...vorallem dass du so gut aufgenommen und eingearbeitet wurdest.

Wenn du für dich die Entscheidung getroffen hast, dass der AG nicht zu dir passt, hast du da parallel gesucht oder hast du dich kündigen lassen?

@kedici danke dir. Da verstehst du mich ja gut.

Hab jetzt schon Bauchschmerzen und meln Kopf denkt nur daran, kank zu machen. Aber mein Geldbeutel sagt, du musst das jetzt packen

Ich habe zum 01.10. auch eine neue Anstellung angetreten. Diese ist zu 100% Remote.

Leider läuft es überhaupt nicht so wie ab- und besprochen.

Kollegen sind freundlich, zugewandt, helfen auch, das ist es nicht. Vorgesetzter ist der, wo es nicht rund läuft, der mir, wenn ich etwas noch gar nicht wissen kann, den schwarzen Peter zuschiebt.

Das ist frustrierend und ich frage mich auch: Will ich das so? Ich habe ab nächste Woche Urlaub und da werde ich mal ganz tief in mich gehen.

@Ano

Ich habe nach 19 Jahren Hartz 4und zig Nebenjobs in den letzten 15 Jahren im November einen neuen Vollzeit Job angenommen. Und, der Job lenkt mich von meinen Ängsten und Depressionen ab! Obwohl ich mit der Escitalopram die Depressionen ganz gut in den Griff bekommen habe! Was dieTablette nicht gut in den Griff bekommt, sind die Ängste! Aber, ich kriege die dann fast IMMER gut in den Griff bei akuten Angst Attacken mit den Promethazin Tropfen....etwa 6 bis 7 Tropfen pro Einnahme...

Das ist immer so das Problem mit der Arbeit. Wenn die Arbeit gut ist kann es uns von unseren Ängsten und Depressionen ablenken und uns Struktur geben aber wenn die Arbeit schlecht ist macht es alles noch schlimmer..
Ich hatte leider fast nur schlimme Arbeitsstellen bisher.

Zitat von Kedici:
Das ist immer so das Problem mit der Arbeit. Wenn die Arbeit gut ist kann es uns von unseren Ängsten und Depressionen ablenken und uns Struktur geben aber wenn die Arbeit schlecht ist macht es alles noch schlimmer.. Ich hatte leider fast nur schlimme Arbeitsstellen bisher.

Okay, DAS tut mir echt leid! Sowas kenne ich von meiner letzten Arbeitsstelle! Das war ein 200 Euro Job in einer Jugend Verkehrs Schule! Der Job mit den Kindern hat mir unfassbar viel Spaß gemacht - Schulkinder machen bei uns den Fahrrad Führerschein in Zusammenarbeit mit uns als Verkehrs Assistenten und der Polizei!

Ich war von unserem kleinen Team - hat immer geschwankt zwischen 3 bis etwa 10 Kollegen, für ein Jahr der Team Chef...habe also Schichtplan gemacht und die Abrechnungen....NUR, die Abrechnungen mußte ich mit unserem Big Boss machen, gerade mal 1 Jahr älter, aber, kam sich vor wie Gott persönlich!

Jedes mal, wenn er zur Abrechnung kam, das war zur Monats Mitte und natürlich Monats Ende - hatte ich schon mindestens 2 Tage vorher ein riesen Schiß davor, weil ich aus diversen Gründen Angst vor ihm hatte, zitternde Hände, bei den Abrechnungen was falsch zu machen, und, so kam es dann ja auch! Bei JEDER Abrechnung, in diesen 12 Monaten sind mir Fehler unterlaufen....ich möchte Sie nicht trietzen Herr ******! Was er aber dennoch gemacht hatte!

Diese ganzen 12 Monate Abrechnung waren fast eine Farce mit diesem Mann! Zum Glück, das ich den nicht mehr sehen muß!
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Zitat von Sentinel2003:
Okay, DAS tut mir echt leid! Sowas kenne ich von meiner letzten Arbeitsstelle! Das war ein 200 Euro Job in einer Jugend Verkehrs Schule! Der Job mit ...

Danke. Ich freue mich aber ehrlich für dich dass du jetzt etwas gefunden hast was dir gut tut.
Das klingt dann aber auch so als hättest du für die 200 euro ganz schön viel machen müssen und auch Verantwortung getragen. Und dann noch so ein Chef der einen immer trietzt. So welche kenne ich auch. Sohn vom Chef zum Beispiel der zwar angestellt ist und auch ab und zu mal auftaucht aber im Grunde gar keine Arbeit erledigt. Er geht nur seinen privaten Sachen nach, bekommt mehr Gehalt als andere und nimmt sich noch das Recht raus die Mitarbeiter zu trietzen und Kunden anzubrüllen. Der hat selbst in seinem Leben noch gar nichts zustande gebracht aber fährt teure Autos und kriegt alles von seinem Vater geschenkt..Und nicht dass ich mich hier selbst bemitleiden möchte aber es gibt dann viele Menschen die eine schlechte Erfahrung nach der anderen im Arbeitsleben machen und daran wirklich kaputt gehen. Manchmal versteh ich es einfach nicht.
Bei mir war schon gefühlt alles dabei. Von extrem viel Überstunden, teildiensten, ausnutzen etc. aber auch eine Stelle wo ich gar nichts zu tun hatte und ich irgendwann wahnsinnig dadurch geworden bin. Jeder der das hört dass ich nichts zu tun hatte denkt das ist ja luxus.. Aber nach ein paar Monaten ist es die Hölle. Man fühlt sich wie in Isolationshaft. Und dann habe ich sogar noch Betrug erlebt.
Ich bin massivst geschädigt durch mein bisheriges Arbeitsleben. Neue Arbeitgeber sehen nur meinen chaotischen Lebenslauf und packen den vermutlich gleich beiseite. Und ich habe Angst wieder in dem nächsten Alptraum Job zu landen. Ich kann mir kaum noch ein Lächeln raus zwingen wenn es mal zu einem Vorstellungsgespräch kommt.

@Greta__ das tut mir leid. Das remote und die gute kollegschaft klingt wirklich wunderbar. Schwierig ist es natürlich, wenn man gefühlt ständig unter Druck steht, weil man angst vor dem Chef hat...

Ich denke auch, dass die Zeit dir vielleicht neue Erkenntnisse bringen.

@kedici das tut mir auch leid zu lesen, dass du durchweg negative Erfahrungen mit deinen AG hattest
Aber gib die Hoffnung niemals auf. Das ist alles mit viel Aufwand und Nervenstärke verbunden aber eines Tages ist ein guter, für dich bestimmter dabei

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Mira Weyer
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