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Hallo!

Ja , dass kann sein dass ich mir zu viel zumute. Ich will mir aber auch gar nicht weniger zumuten. Es kann ja nicht sein das man von dem bissl überfordert ist.

Nein, es besteht keine Möglichkeit, dass Grosseltern mal helfen. Nach deren Auffassung muss man das halt als Mutter machen. Man hat eben kein Privatleben mehr und damit muss man zurechtkommen. Keine DIsskussion!

Was mich beunruhigt an der ganzen sache sind die körperlichen Symptome. Wie gesagt ich bin ausgebildete Arzthelferin und weiß wie wichtig es ist das ernst zu nehmen.

Was im Vordergrund steht ist die Verunsicherrung wegen der Symptome und das ich keine Kontrolle über sie habe. Ich kann es nicht haben keine Kontrolle über etwas zu haben und schon gar nicht über mich selber.
Unkontrolliertes Verhalten führt zu Fehlern. Und Fehler können vermieden werden wenn man mit dem Verstand Handelt. Alles andere ist schwach.

Ich schäme mich für meine Schwäche. Das ist immer ein Zeichen von Versagen.

27.01.2010 18:49 • #21


Hallo Penelope,

Ich kann dir nur raten: Lass erst mal vom Arzt abklären, ob nicht doch was organisches fest gestellt werden kann, und such dir dann einen Therapeuten. Je eher man die Sache mit der Angst angeht, desto besser.

Aber vor Allem will ich dir ans Herz legen: Sei lockerer. Mach dich mal frei von dem Druck, den du dir selber machst. Sei nachsichtiger und geduldiger mit dir selbst.
Ich bin auch ein Perfektionist, und ich bin oft streng mit mir selbst oder unzufrieden. Dann wende ich folgenden Trick an: Ich betrachte meine eigene situation von Außen, ich stelle mir vor, was ich denken würde, wenn mir jemand vorgestellt würde, der in genau meiner Situation ist. Bei dir wäre das: Mutter geworden mit 18, der leibliche Vater lebt nicht mehr bei der Familie, dafür hat sie einen derzeit arbeitslosen Freund, macht eine Ausbildung, arbeitet, macht nebenbei noch ihr Abi und die Großeltern wollen ihr nicht mal unter die Arme greifen.
Ich würde sofort denken: Kein Wunder, dass die zusammen bricht, bei DEN Umständen.
Wir sind zu uns selbst oft strenger als zu Anderen. Das ist aber auf Dauer nicht gut, daran geht man zu Grunde. Darum stell ich mir immer vor, ich wär der Andere, und das hilft mir, nachsichtiger zu sein. Kein Mensch kann perfekt sein, kein Mensch kann immer funktionieren. Wir sind Menschen mit Fehlern und Schwächen. Wir brauchen Auszeiten, Pausen, und einen, der uns unter die Arme greift, wenn es mal nicht so einfach ist. Das gönnst du Anderen bestimmt auch -warum dann nicht dir selber?
Gerade wir Perfektionisten müssen oft erst lernen, unser eigener bester Freund zu werden und uns besser um uns selbst zu kümmern.
Und ich denk, dabei könnte dir eine Therapie ganz gut helfen.
Ich hab es damals allein mit oben genannter Blickwinkelveränderung geschafft, allerdings hatte ich nie so viel auf einmal zu stemmen wie du gerade.

Liebe Grüße,
Bianca

27.01.2010 21:51 • #22


Hi Penelope,

wie mein Nickname schon andeutet, bin ich tatsächlich Psychologin. Wie auch Bianca dir schon nahe gelegt hat, würde ich dir empfehlen einen Arzt bzw. Therapeuten aufzusuchen. Natürlich sollten zunächst einmal alle in Frage kommenden organischen Ursachen für deine Symptome ausgeschlossen werden. Falls dann nach der Abklärung kein Hinweis auf eine körperliche Ursache bestehen sollte, würde ich mich von deinem Arzt an einen Psychologen bzw. Psychologischen Psychotherapeuten überweisen lassen.

Ebenfalls stimme ich Bianca in dem Punkt zu, dass die Symptomatik Folge von Stress sein könnte. Es ist möglich dass die von dir beschriebenen Symptome im Rahmen einer Panikattacke auftreten. Das müsste diagnostisch durch einen Therapeuten abgeklärt werden. Aber um dich an dieser Stelle direkt zu beruhigen: Es gibt viele Menschen, die unter Panikattacken leiden. Auch wenn diese Angstanfälle häufig unerwartet auftreten, folgen sie immer einem ganz bestimmten Kreislauf, in dem die Wahrnehmung von körperlichen Symptomen, eine (häufig unbewusste) Bewertung dieser Symptome als gefährlich, dadurch die Enstehung von Angst und als Folge die Auslösung weiterer körperlicher Veränderungen eine Rolle spielen. Es handelt sich sozusagen um einen Aufschaukelungsprozess, während dessen immer mehr körperliche Symptome, wie Zittern, Kälteschauer (aber auch Hitzewallungen), Atemnot, Herzrasen usw. hinzukommen können, und der innerhalb von etwa zehn bis fünfzehn Minuten seinen Höhepunkt erreicht, also nach diesem sinkt die Angst wieder. D.h. diese Angstanfälle, mögen sie auch noch so unberechenbar wirken, sind eben doch auf ihre Weise berechenbar. Viele Betroffene befürchten in diesen Situationen die schlimmsten Dinge (z.B. totalen Kontrollverlust oder einen Herzinfarkt). Jedoch kann man wissenschaftlich widerlegen, dass etwa eine Panikattacke zum Herzinfarkt führt. Die Symptomatik etwa ist völlig anders. Bei den Panikattacken handelt es sich um ein reine Angstreaktion mit der ihr verbundenen körperlichen Symptomen.

Doch bevor ich hier weiterrede, empfehle ich dir wirklich Hilfe aufzusuchen. Der Therapeut kann dann ggf. feststellen, ob es sich in deinem Fall wirklich um Panikattacken handelt. Weiterhin würde ich dir einen verhaltenstherapeutisch orientierten Psychotherapeuten empfehlen. Die Verhaltenstherapie ist bei Angststörungen nachgewiesenerweise die wirksamste Therapieform. Du würdest in der Therapie alles über das Störungsbild erfahren, wie es dazu kommen konnte (häufig ist Stress ein auslösender Faktor) und natürlich würdest du behandelt werden. Und falls es sich wirklich um Panikattacken handeln sollte, kann ich dir sagen, dass die Prognose günstig ist. Man kann sowas wirklich in den Griff bekommen. Aber wie gesagt, Hilfe ist dafür dringend notwendig.
Auch würde ich, falls du einen Therapeuten aufsuchen solltest, dein Nähe-Distanz-Dilemme sowie deine Stimmungsschwankungen mit ihm zu Anfang der Therapie erörtern. Nicht dass da irgendetwas übersehen wird.

Hoffe, dass ich dir etwas weiterhelfen und dir auch ein wenig Hoffnung vermitteln konnte.

Wünsche dir gute Besserung! Kannst ja mal hier verlauten lassen, ob und wozu du dich ggf. entschlossen hast.

VG!
Nina

01.02.2010 22:18 • #23


06.09.2010 06:16 • #24


Schlafkappe
Guten Morgen Joachim,

für mich hört sich das schwer nach burn out an.
Vielleicht würde es dir gut tun, mal abzuschalten, ein paar Tage Urlaub zu machen.
Wie lange geht dieser Auftrag noch? Nimm doch mal vorerst keine mehr an und laß dann einfach 2-3 Wochen deine Seele baumeln. Ist in der heutigen Zeit nicht ganz einfach, aber du nutzt keinem mehr was, wenn du ganz am Ende bist.

06.09.2010 07:58 • #25


Hatte gerade erst ein paar Tage frei, das hat allerdings dazu geführt, dass ich eher mehr darüber gegrübelt habe. Hab auch gar nicht das Gefühl überarbeitet zu sein, die Angst ist, dass ich den Auftrag nicht alleine umsetzen kann. Der Auftrag an sich geht noch bis Ende des Jahres, ich hoffe mein Bekannter ist dann fertig. Der Kunde hat schon wünsche für einen Folgeauftrag, den ich natürlich ungern übernehmen möchte wegen der Drohgebährden beim ersten Auftrag.
Ich habe bei mir auch beobachtet, dass ich mich sehr stark über Leistung definieren, vereinfacht gesagt Arbeiten ist gut, Entspannen ist nicht produktiv.

07.09.2010 12:22 • #26


Dann solltest Du dringend lernen Dich zu entspannen...deine freien Tage bringen Dir nichts,wenn Du sie mit grübeln verbringst.
Eventuell würde ich den Vertrag beim Anwalt überpfrüfen lassen denn Du liest Dich ,vollkommen überfordert damit.
Manchmal ist es besser im Leben eine Zeitlang kürzer zu treten,der Körper und die Seele werden es Dir danken.

lg.Eva

07.09.2010 12:52 • #27


Hallo,

leide seit vielen Jahren an einer generalisierten Angststörung, teilweise auch mit Panikattacken. Mein größtes Problem sind jedoch immer wieder diese Phasen in der ich große Angst vor Kontrollverlust habe. Ich habe dann Angst, dass ich irgendetwas tue, was ich eigentlich gar nicht will, z. B. jemanden o. mich selbst verletzen (Zwangsgedanken). Ich kenne ja viele Ängste, aber das ist mit Abstand die Schlimmste.

Kennt ihr das auch? Wie geht ihr damit um?

LG Val

17.05.2012 22:50 • #28


Ja, das kenne ich nur zu gut. Ich bin diese Gedanken auch nicht losgeworden und man zweifelt an seinem Verstand. Ich hatte da auch einen Waschzwang und habe bestimmte Handlungen immer wiederholt. Aber es ist nie was passiert. Du mußt diese Gedanken loslassen. Du wirst niemanden was antun und Dir bitte auch nicht. Ich habe mich einfach mit was anderem beschäftigt und mir gesagt ich habe Vertrauen in meinen Verstand. Du versuchst bestimmr die Gedanken zu vermeiden. Das erfordert viel Kraft. Ich habe auch versucht sie zu vermeiden, aber das ist ein TeufelskreisLass die Gedanken einfach los. Vor Deiner Angststörung hattest Du das bestimmt auch nicht. Ich dachte ich schaff das auch nicht, aber heute ist alles viiiel besser. Glaub mir, Du wirst das wieder los. Nur nicht nachgeben und ich weiß das diese Angst eine der schlimmsten ist. Alles wird gut, Nachtschatten

17.05.2012 23:53 • x 2 #29


Hallo,

das mit dem "loslassen" hab ich auch schon mal gehört. Nur, was genau ist damit gemeint und was muss ich tun?

LG Val

18.05.2012 19:39 • #30


Hi Valencia
Wenn diese Gedanken kommen dann beachte sie nicht. Die Gedanken sind doch sowieso da. Und wenn Du versuchst sie zu vermeiden ist das so als ob Du gegen eine Mauer rennst.
Ein sinnloses Unterfangen. Mach was anderes. Geh raus und fahre mal mit dem Bike, odermach es Dir gemütlich und lese Bücher. Oder unterhalte Dich mit jemanden. Das lenkt ab. Ich bin leider kein Arzt, ich kann Dir nur sagen wie ich es gemacht habe. Manchmal
hatte ich auch die kalte Wut auf die Gedanken. Was sind diese schei. Gedanken denn schon? Haben keinen Körper, sind nichts, sind nicht mal zu was nütze. Selbst der letzte Dreck ist mehr Wert als diese Gedanken. Denke an schöne Dinge. Schöne Erlebnisse, lustige Dinge die Du schon gemacht hast. Mal Dir aus was Du noch machen willst ( Kopfkino ).
LG, Nachtschatten

18.05.2012 23:25 • #31


Hallo ich leide auch unter angststörung und depressive stimmung
Aber das gefühl den verstand zu verlieren macht mich fertig..
Machmal ist bei mir so ein durcheinader im kopf und komische ängstliche gefühle
Da denke ich ,,, es ist aus mit mir ich verliere mein verstand
Das ist jetzt so wie ein zwangsdenken ... Immer stelle ich mir fragen du wirst verückt
Dan noch diese hoffnungslosichkeit ist hard.
Selbst die träume machen mich verückt...
Kann nicht richtig schlaffen nicht richtig essen...
Manchmal scheint mir alles so fremd ängstlich ...mein gott.
Ich weis auch nicht mehr weiter.

04.10.2012 10:16 • #32


hallo, kosova 08....mir geht es genau wie dir...leider schon seit 2009 an zwangsgedanken,panikataken,depression....nehme medikamente und mache terapie...zeit weise geht mir gut und dann fahle wieder in so ein loch...mehr liegt es daran wenn ich stress habe und denn hab ich so oft...und wie ist das bei dir so nimmst du auch medis??

04.10.2012 20:35 • #33


Hallo,

ich kenne das Gefühl ebenfalls. Auch bei mir löst es Stress aus, vor allem bei emotionalem Stress, also wenn ich merke die Atmosphäre ist negativ geladen oder um mich herum sind viele negative Menschen.
Mir ist aufgefallen, dass die Zwangsgedanken nachlassen, wenn ich meine Aggressionen und meine Wut zulasse, zumindest für mich selber, sei es indem ich sie aufschreibe oder mit einem Stressball mein Wut ablasse.
Meistens lösen aufgestaute Aggressionen meine Zwangsgedanken aus, die ich nicht rauslassen kann, weil ich mit ihnen nicht angemessen umgehen kann oder aber die Person selbst so aggressiv ist, dass ich merke, es endet im Chaos.

Beste Wünsche

08.10.2012 07:46 • #34


Hallo ihr,

mein Problem ist ebenfalls, dass ich Anst vor einem Kontrollverlust über mich selbst habe.

Ich leide deswegen dann an Schlafstörungen und Kreislaufproblemen, bin öfters depressiv und fühle mich wie gefangen.
Heute habe ich schon wieder sehr schlecht geschlafen.
Mir fällt es zur Zeit einfach sehr schwer die Hoffnung zu bewahren. Das mit der gefühlten emotional-negativen Stimmung kann ich ganz nachvollziehen, mir geht es ebenso.

Hab auch schon probiert diese Gedanken loszulassen und es hat zeitweise gut geklappt, aber trotzdem bin ich noch in einer sehr negativen Stimmung gerade und weiß nicht wieso genau.

05.09.2013 07:30 • #35


Severina

28.05.2014 15:40 • #36


mauque
Huuhu,

Ja ich kenne das sehr gut. Hier haben sich schon Szenen abgespielt, wobei ich mich auf dem Boden warf und mich versuchte am Boden festzuhalten, inklusive Heul-und Schreikrämpfen. Ich dachte ich werde nie wieder klar denken können.
Es war wohl ziemlich freaky das mit anzusehen (Nachberichterstattung von Mama und Freund, die haben mich zwar schon in Panik gesehen, aber das war selbst für sie ziemlich befremdlich. Und meine Mum ist Kinderkrankenschwester, sieht also einiges^^)

Medis helfen da, klar. Im Übrigen kann man während einer Panikattacke nicht verrückt werden. Kannste ma nachlesen, das geht einfach nicht. Es ist ja 'nur' Angst.
'Verrückt' wird man anders, ohne das man es selbst als erstes merkt.

Mach dir keine Sorgen

28.05.2014 16:02 • x 1 #37


Severina
Danke für deine Antwort mauque,

Es ist einfach im Moment so das es immer mehr symptome gibt die mich belasten und ich bin schon lange zeit immer am grübeln und kann mich meist einfach nicht damit zufrieden geben ja es ist psychosomatisch. Ich hatte gestern eine Aufnahme Untersuchung bei unserem Stationsarzt in der Tagesklinik er sagte auch es ist nichts auffälliges zu sehen blutdruck reflexe etc. alles in Ordnung, diese ganzen Symptome kommen auf grund der Psyche. Ich merke auch wie schwer es mir fällt mich zu konzentrieren mir etwas zu merken ich beobachte mich selbst dabei mich zu kontrollieren ob ich alles richtig schreibe den Satzbau das sprechen nur aus Angst einen Fehler zu machen und dann verrückt zu werden wirklich strange..
Ich hatte ihn auch gefragt wie es aussieht mit Medis er sagte er überlege sich etwas und kommt nochmal auf mich zu ich setze große Hoffnung darin das mit Medis diese Symptomatik besser wird. Vor allem dieses Gedankenchaos. Obwohl ich wie schon erwähnt immer gegen Medis war!
Es ist auch so das ich mittlerweile keine z.b Krimis oder gar Horrorfilme anschauen kann und es mir auch durchaus schwer fällt Situationen (aus ihrer Krankheit) meiner Mitpatienten anzuhören weil immer der Gedanke aufkommt was wenn mir das auch passiert / oder ich so werde?!
Immer die Frage ..was wäre wenn..

Wie war es denn bei dir? Nimmst du Medikamente?

28.05.2014 16:41 • #38


mauque
Ja momentan kann ich mir sowas auch nicht anschauen
Ich denke Medikamente wären auf jeden Fall mal einen Versuch wert.
Ich habe mich 5 Jahre lang dagegen gewährt, Medikamente zu nehmen, hätte ich das vielleicht früher getan wäre es mir vielleicht gar nicht so schlecht ergangen (ich war noch ziemlich jung, naja bin ich immernoch aber nun gut).
Momentan finde ich, die Medikamente dämpfen das alles doch recht gut.

28.05.2014 17:16 • #39


Fee*72
mir geht es auch so..auch immer Angst und Gedanken dinge die andere haben auch zu haben oder zu bekommen..
Gegen Medis hab ich mich auch jahrelang gewehrt..ich mache mir nun nochmal ein Termin bei einem anderen Arzt..vlt sind sie doch eine gute Unterstützung vorübergehend..diese Daueranspannung und Angst vor der Angst ist schlimm,nervig für einen selber und die Mitmenschen..endlich mal wieder was mit Freude machen können..

28.05.2014 17:23 • #40




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