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Vergissmeinicht
Hey Eleria,

ja, das kenne ich alles. Vor lauter Suchen und Kontrollieren zog das Leben an mir vorbei, was wir uns ja alle hier so sehnlichst wünschen.

Genieße Dein Leben; Deinen Partner; nimm es wie es ist. Irgendwann wirst Du den Grund finden und dann ist der Spuk vorbei.

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D
Hallo Eleria,
Deine Symptomatik kenne ich verdammt gut! Mit dem Grübelzwang habe ich selber stark damit zu kämpfen. Und die Lösung schon dafür gefunden zu haben kann man kaum glauben, doch es ist wirklich so. Akzeptiere die Lösung und pack sie am Schopf! Zu wenig Selbstvertrauen, wie du schon selber sagst, musst du aufbauen. Und du wirst sehen, dass es dir schneller besser geht als du gucken kannst! Ich selbst habe verdammt viel Angst an einer Psychose zu erkranken. Diese Angst schlaucht mich so sehr, das ich mich selbst schon Psychotisch fühle was aber kompletter Quatsch ist. Genieße dein Leben, unternehme was und sobald du die Freude am Leben wieder erlernt hast, wird die Angst mit verschwinden.
Kopf hoch, wir sind Kämpfer und wir packen das! Very Happy

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A


Angst vor Kontrollverlust

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Jaymay

Was ist nur los ? Angst vor Kontrollverlust

Hallo,

ich habe mich nun nach langem lesen hier angemeldet. Ich bin 28 Jahre alt, männlich und studiere. Ich hatte vor 5 Jahren mal mit einer Angststörung zu tun, die sich durch die einnahme von AD und ablenkung gut gelegt hat. Vor 2 Monaten hatte ich einen Sportunfall wodurch ich lange Zeit liegen musste. Zu dieser Zeit hatte ich durchs Studium, Nebenjob und einige andere Veränderungen viel Stress. der Stress hat sich mittlerweile gelegt. Ich bekam urplötzlich ab und zu Schwindel und mir wurde kurzzeitig schwarz vor augen. Ich lag dann einige Tage im Krankenhaus und wurde am Herz untersucht. Mehrmals wurde mir Blut abgenommen und alle Ergebnise waren ok. Der Orthopäde im Krankenhaus meinte nur, dass ich extrem Verspannt wäre. Seit diesem Tag geht es fast nurnoch bergab. Ich hab ständig schwindelanfälle, bin total unkonzentriert und stehe neben mir. Ich glaube auch manchmal, dass ich eine Depersonalisierung und teilweise Derealisation habe. Ich kann Gesprächen manchmal echt schlecht folgen und habe immer Angst negativ auzufallen. Ich habe seit gut einem Jahr eine Freundin und ihr von meinen Problemen erzählt. Sie kann das ganze irgendwie nicht so richtig verstehen. Ich liebe sie aber unglaublich und auch unsere Beziehung ist echt schön. Ich schweife teilweise mit den Gedanken ab und starre manchmal einfach vor mir her und denke in diesen Momenten einfach gar nichts. Mein Kopf ist einfach leer und ich fühle mich als wäre ich nicht hier. Zudem hab ich oft das Gefühl, dass mein Körper gar nicht zu mir gehört und mir ist echt oft schlecht vom Magen her. Ich wache in letzter Zeit nachts desöfteren auf und bin teilweise echt verwirrt wenn ich aufwache. Ich hab dann auch immer das Gefühl, dass sich alles in meinem Kopf dreht. Oftmals habe ich auch Gedanken wie "was wäre wenn.." und frage mich sachen wie "ist das alles real." Ich hab echt furchtbare Angst die Kontrolle zu verlieren oder das mir irgendwas passiert und ich in die Psychatrie muss. Ich bin kein gwalttätiger Mensch und habe noch nie Gewalt ausgeübt, aber habe fuchtbare Angst, dass ich die Kontrolle verliere und jemand was antuen könnte. Gekräftigt wird diese Angst durch mein ständiges komisches Körpergefühl und die tatsache das ich mich oft fühle als wäre ich nicht ich.

#83


Perle
Hallo Jaymay,

die Antwort auf Deine Frage hast Du Dir in Deiner Überschrift schon selbst gegeben. Ja, Du hast eine Angststörung, weil Du den Kontrollverlust befürchtest!

Angst, die Kontrolle zu verlieren ist immer der Nährboden für eine Angststörung, z.B. die GAS oder die Agoraphobie. Erst wenn Du es aufgibst, über alles und jeden die Kontrolle ausüben zu wollen, wird eine Besserung der Gesamtsituation eintreten. Da aber das Aufgeben von Kontrolle ein schwieriges Unterfangen ist, solltest Du eine ambulante Psychotherapie in Betracht ziehen und parallel evtl. noch einmal eine Zeit lang ein AD nehmen.

Vor einigen Jahren hattest Du schon einmal eine Angststörung, die sich mit AD und Ablenkung gut gelegt hat? Das war ein Trugschluss, denn Du hast nicht an Dir gearbeitet, sondern ein Mäntelchen über Deine Probleme gelegt. Nach 5 Jahren wurde das Mäntelchen weg geweht und Deine Probleme wurden erneut offenbart. Stress oder übertriebene Ausübung von Kontrolle (vor Allem sich selbst gegenüber) sind meistens der Grund dafür. Warum Du den Kontroll-Mechanismus immer wieder bedienst, solltest Du in der Therapie einmal herausfinden und aufarbeiten.

Dass Deine Freundin Dein Angst-Problem nicht versteht ist nachvollziehbar. Kein Angehöriger oder bester Freund kann das nachvollziehen, wenn er es selbst nie hatte. Du solltest das auch besser nicht erwarten, sonst ist sie schnell überfordert. Sag ihr, dass Du im Moment eine schwierige Lebensphase durchläufst und Dir dafür professionelle Hilfe holen wirst.

LG, Martina

x 4 #84


Jaymay
Hallo Perle,

ja damit hast du wohl gut recht. Ich nehme seit 2 Wochen nun auch wieder AD. Ich fühle mich aber nicht wirklich antriebslos, sondern verspühre eher eine ständige unruhe in mir. Nachts wache ich auf und habe Schwindel im Kopf bzw. denke, dass sich alles in meinem Kopf dreht. Ich liebe meine Freundin unglaublich und könnte ihr niemals etwas antun, aber ich fühle mich manchmal so abgedriftet und gedankenleer. Ich gucke Tv und nehme als wahr, aber starre mehr das Bild einfach nur an, als das ich die Sachen verarbeite. Ich laufe rum und alles kommt mir automatisiert vor. Ich hab tierisch angst vor einer Psychose oder Schizophrenie.

#85


Perle
Vermutlich hast Du neben der Angststörung auch eine Depression entwickelt. Gib Dir mal Zeit für das AD und mache Dich parallel auf die Suche nach einer ambulanten Therapie, denn die Plätze dafür liegen leider nicht auf der Straße und Du wirst mit einer Wartezeit rechnen müssen. Vermutlich hat Dir das aber auch schon alles der Arzt mitgeteilt, der Dir das AD verschrieben hat.

Eine Psychose oder Schizophrenie hast Du sicherlich nicht.

LG, Martina

#86


Jaymay
Das schlimmste ist, dass ich tagsüber so mega müde bin und mich nicht konzentrieren kann. Wenn ich dann abends einschlafe wache ich auch wieder früh auf und bin den ganzen Tag müde. Ich schlaf dann für ein paar Minuten und schreck dann wieder hoch, weil ich das Gefühl hab, dass sich alles dreht und ich ein ziehen in den Armen hab und ein richtiges ziehen in der Brust, was wohl angstbedingt ist. Auch wird mir warm und es zieht allgemein in den Gliedmaßen.

Hat jemand Tipps um wieder gut zu schlafen. Diese Kraftlosigkeit macht mich fertig.

#87


Hasi82
Hallo lieber Jaymay

Ich kann das alles total nachvollziehen Crying or Very sad besonders das mit dem Drehschwindel und der Übelkeit und das es ständig wieder auftritt. Bei mir fing die Angststörung ganz schlimm Ende 2011 an und da gabs immer wieder heftige Episoden mit verschiedensten Symptomen-jetzt gerade stecke ich auch wieder seit 9 Wochen in einer fest Sad das mit der Müdigkeit am Tag hab ich auch weil man irgendwie überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommt in der Nacht durch die Symptome seufzen

#88


Katharina2505

Angst vor Kontrollverlust?

Hallo iht Lieben,

seit ca. 2 Jahren habe ich nun Panikattacken.
Das erste Jahr war sehr schlimm, ich habe mich nicht mehr raus getraut, viele von euch kennen das sicher.
Ich muss sagen ich habe aber grosse Fortschritte gemacht, nur gibts immer noch so bestimmte Dinge vor denen ich Angst habe
Nach vielen Überlegungen denke ich einfach es ist die Angst die Kontrolle über mich zu verlieren oder diese jemand anderes zu geben.
Zum Beispiel habe ich ein riesen Problem als Beifahrer auf der Autobahn, davor habe ich sehr grosse angst und diese würde ich gerne in den Griff bekommen.
Ich habe eigentlich gar keine so grosse Angst vor der Angst mehr, nur dieser Moment wenn man total unruhig wird und weg laufen möchte, damit kann ich nicht so ganz umgehen weil ich dann immer ne kurze Auszeit brauche um mich wieder zu fangen und die bekomm ich auf der Autobahn nicht weil ich da so gesehen " eingesperrt " bin.
Da kann man nicht mal eben links anhaltenm.
Auch vor Nakosen o.Ä habe ich Angst.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen und wenn ja, wie habt ihr die gemeistert

#89


fourofour
Hallo Katharina,

Willkommen hier bei uns.

Es ist gut das Du so weit gekommen bist. Das war bestimmt ein gutes Stück Arbeit und Selbstdisziplin.
Beifahrer, Narkose. Ja kenne ich alles.

Wenn man bedenkt was ich so über die Jahre im Aussendienst so an Erlebnissen aus der Straße mit bekommen habe, denke ich das ich es gut aushalte.
Es ist halt einfach so, dass Autofahren immer ein Risiko darstellt. Je nach dem wo, wie, womit man fäht und wer am steuer sitzt ist das halt größer oder kleiner.
Bei mir muss schon ein gutes Vertrauen zum Fahrer bestehen, damit ich da entspannt neben dran sitzen kann.
Man gibt ja wirklich die "Kontrolle" ab. Will man entspannt neben dran sitzen, ist dieses Vertrauen wichtig. Besonders wenn man eine Angststörung hat.

Da ist vielleicht eine Stabilisationsphase und einer schrittweisen Konfrontation hilfreich.
Dazu solltest du dem Fahrer absolut vertrauen. Also das er Erfahrung hat, sein Fahrzeug gut im Griff hat, keine Risiken eingeht, langsamer fährt oder die Autobahn nächstmöglich verlässt wenn Du es wünschst.
Autobahn halte ich für den letzten Schritt der Konfrontation. Da solltest Du weit niederschwelliger einsteigen. Vielleicht auf einem leeren Parkplatz oder einem Privatgrundstück.

Vollnarkosen sind zwar ein normaler medizinischer Vorgang, aber für den Menschen unatürlich. Der eine kann damit besser umgehen, der andere nicht.
Für mich ist das was die psychische Belastung angeht unter meinen persönlichen Top 5. Das geht bei mir nur mit Skills.

#90


Hotin
Hallo Katharina,

schön, dass Du bereits große Fortschritte bei Deiner Angstbewältigung gemacht hast.
Zitat:
Nach vielen Überlegungen denke ich einfach es ist die Angst die Kontrolle über mich zu verlieren
oder diese jemand anderes zu geben.


So etwa kann es sein. Nur würde ich das völlig anders erklären, damit es verständlich wird.
Ich glaube nicht, dass es eine Angst davor ist die Kontrolle zu verlieren.
Bei Deinem Beispiel "Autobahn fahren", hast Du doch schon in dem Moment
freiwillig die Kontrolle an den Fahrer abgegeben, als Du ins Auto gestiegen bist.
Also kannst Du sie nicht verlieren.
Wie Du sehe ich es, es wird Deine Angst davor sein, jemand anderem zu Vertrauen.
Hoffentlich ist es nicht Dein Mann, der da neben Dir sitzt. Das wäre schade.
Etwas zweites kommt dazu. Vermutlich hast Du häufiger Schwierigkeiten, eine einmal getroffene
Entscheidung durchzuhalten, bis die Situation beendet ist.
Am Beispiel Autofahren: Wenn Du Dich entschieden hast, als Beifahrerin in
ein Auto einzusteigen, dann solltest Du Deine Entscheidung so lange durchhalten,
bis ihr wieder zu Hause angekommen seid.

Deshalb glaube ich weniger, dass Du Angst davor hast die Kontrolle zu verlieren,
sondern dass Du keine ausreichende innerer Ruhe spürst Situationen durchzuhalten und
auch in verschiedenen Lebenssituationen sehr wenig Vertrauen aufbauen kannst.

Viele Grüße

Bernhard

#91


T
Das hat dann aber nichts mit dem BF zu tun, sondern nur nicht flüchten zu können.Ich habe / hatte PA "light" als Fahrer und Beifahrer.

Die erste PA überhaupt war als BF.

Und Narkosen sind echt nicht schlimm.Ich hatte 2015 einen Gallenblasen OP.Das ging Ruck Zuck.Morgens 7Uhr dran.Nachthemd an.Runter in den OP (Nette Schwestern!) Narkoseärztin mit lecker Parfüm und gute Nacht.

Würde ich jeder Zahrarztbehandlung vorziehen.(Letztes mal 1Std auf dem Stuhl gehockt!)

#92


S

Kontrollverlust, Grübelzwänge

Mir fällt es sehr sehr schwer darüber zu schreiben, aber ich versuche es mal. Ich würde mich freuen wenn der ein oder andere antwortet, nicht verurteilt, lacht oder sonst was.......

Zu mir: Ich bin 33 Jahre alt, verheiratet

Zwänge und Ängste habe ich offenbar schon mein Leben lang. Kleine Zwänge früher als Kind (Kopfschütteln, Zähne klappern, bestimmte Dinge x mal wiederholen usw.)
Diese gingen aber restlos weg. Ich hatte viel zu tun mit Mobbing in der Schule, Essstörung, usw.
Seit ich meinen Partner habe wurde alles immer besser. Ich dachte nie, dass es mir so gut gehen würde.
Dann kam ein Schicksalsschlag (so nenne ich ihn mal) oder etwas das im Leben nicht so lief wie es laufen soll. Ich rutschte in eine Krise.
Aber war trotzdem noch ok. Die Ängste und Zwänge nahmen aber zu..... Ist der Herd aus, sind die Türen geschlossen? Sind noch alle Karten in meinem Portemonnaie?
Dann Ängste aus der Vergangenheit: War ich immer treu? (Ich war es, aber ich hinterfragte einzelne Tage und drehte durch wenn ich sie nicht rekonstruieren konnte), ich hatte das Verlangen meinem Partner alles schlechte aus der Vergangenheit zu erzählen (um mich schlecht zu machen?)..... Nachdem wir alles durch hatten und ich ihm alles erzählte und mich so selber beruhigte dachte ich das es nun gut ist. Aber dann kamen weitere Ängste. Krankheiten, dass ich mich mit etwas infiziere und es nicht merke, versuche Situationen/Tage zu rekonstruieren um ganz sicher zu sein dass auch wirklich nichts passiert ist... Es hat mein Leben stark beeinträchtigt. trotzdem mit der Hilfe meines Mannes habe ich auch das einigermaßen im Griff.
Dinge wie alleine in die Stadt gehen sind für mich trotzdem schwer, fühle mich beobachtet, ausgelacht, schauen mich die Leute an? Lachen sie über mich? Auto fahren? Ich bin noch nie im Leben ohne Beifahrer gefahren, ich habe Angst was falsch zu machen. Ich schäme mich. seufzen Meinen Job kann ich ganz normal ausüben, komischerweise merkt mir keiner meine Schwächen an und trete selbstbewusst auf. Seltsamerweise nur DA. Aber auch da kommen langsam Ängste... Habe ich allers richtig gemacht usw....
Sonst ging es mir aber gut. Dann kam der Tag.... Ich musste am Darm operiert werden wegen einer chronischen Entzündung. Ich war sehr aufgeregt. Auch schusselig, dümmlich an dem Tag. Ich hatte Angst. Ales lief wunderbar. Ich wachte auf, es ing mir blendend und konnte paar Tage später nach Hause. Dann fing es an, Kopfkino: Wie bin ich in mein Zimmer gekommen nach der OP? Ich habe keinerlei Erinnerung. Was wenn ich peinliche Sachen gesagt habe? Mein Leben offenbart? ... Ich versuchte alles zu rekonstruieren, alle Gespräche mit allen Menschen an dem Tag aber es klappte nicht. Ich stellte mich immer schlechter dar, wurde traurig und wütend warum ich mich so benommen habe. Warum ich nicht stark war. Jetzt denken alle schlecht von mir. Sie haben bestimmt alle gelästert. Psychisch labile Frau. Ich steigerte mich Tag für Tag mehr in diese Situation, begann zu weinen und das hört bis heute nicht auf. (Es ist 2 Wochen her).
Immer wieder breche ich in Tränen aus und schäme mich für mein Verhalten, dass ich so ängstlich war und so schusselig. Denke an die Menschen die mich betreut haben was die von mir denken. Auch wenn es ihr Job ist, ich habe mich so extrem reingesteigert. Ich habe keinen gefragt was ich evt. gesagt haben könnte, zu groß die Angst. So oder so ist die Frage ob ich es glauben würde was sie mir sagen oder ob sie mich anlügen würden, - oder ob ich Angst habe dass sie mir erzählen was ich wirklich gesagt habe. Meine Familie weiß nichts, die haben mich erst im Krankenzimmer gesehen. Die brauch ich nicht fragen. Das mein Verhalten unnormal ist und mit Kontrollverlust zu tun hat ist mir klar. Ich weiß nur nicht wie ich aus diesem Teufelskreis herauskomme. Warum lege ich so viel Wert auf die Meinung anderer? Warum denke ich so schlecht von mir selber? Ich kann nichts mehr machen. Ich habe keine Freude für Dinge die mir früher Spaß gemacht haben. Ich vernachlässige meinen Mann. Alles dreht sich nur um den einen Tag (in meinem Kopf). Es ist krank. Ständig rekonstruiere ich den Tag. Es macht mich verrückt. Ich habe so eine starke Scham. Ich würde so gerne die Zeit zurückdrehen und das ganze nochmal machen und bewusster und ruhiger drangehen. Geht natürlich nicht. Und auf der einen Seite bin ich ja froh dass es vorbei ist. Momentan bin ich an einem Punkt wo ich mich frage: Hört das wieder auf? Mein Kopf tut weh meine Augen sind geschwollen, ich will endlich normal sein. Vielleicht hat jemand von euch auch diese Art von Zwängen und hat ein paar Tipps oder kann mir Denkanstöße geben? ich weiß, dass dauerhaft sicherlich eine Therapie für mich gut wäre. Das ist mir bewusst. Sicher wird das aber nicht von heute auf morgen passieren....

#93


Icefalki
Sina, herzlich willkommen bei uns.

Meld dich an zur Therapie, auch wenn du dir damit, immerlich,eine Blösse gibst.
Das geht nicht von alleine wieder weg, weisst du auch.

Warum sind andere für dich so wichtig, dass du dir selbst das Leben zur Hölle machst?

#94


D
hey Sina8877,

tut mir leid, dass es dir gerade so schlecht geht. Vielleicht könnte es dir bezogen auf diesen einen Tag der OP, wo du Angst hast etwas falsches gesagt/gemacht zu haben helfen, wenn du das "Horrorszenario" einmal zu Ende denkst. Was würde schlimmstenfalls passieren? Inwiefern würde es dein Leben beeinträchtigen selbst wenn du dich komisch verhalten hättest? Oft kann da auch ein wenig Humor sinnvoll sein. Rede zB mit deinem Mann darüber und versuch ein bisschen Selbstironie!
Vielleicht bringt es auch etwas, wenn du dich bewusst vermeintlich peinlichen Situationen aussetzt. Quatsch einfach mal Leute in der Stadt an.. frage nach dem Weg.. vielleicht auch mal ne dumme Frage..dann wirst du nach und nach merken, dass sowas gar nicht so wild ist. Zum einen machen sich die Menschen über einen meist weniger Gedanken als man selbst denkt und zum anderen kann es einem auch total egal sein was die denken! Das was andere über dich denken sind deren Gedanken, deren Problem! Nicht deins! Du kannst nur deine Gedanken steuern, nie die der anderen egal wie "vorildlich" du dich verhälst, es gibt immer Leute die was dämliches denken.. deren Pech!

#95


S
Icefalki

Danke für deine Antwort.
Natürlich werde ich das machen. Ich weiß es... stimmt...
Das verstehe ich auch nicht. Wieso ist mir die Meinung wildfremder Menschen so wichtig? Generell im Leben, schon immer. Ich muss dafür niemanden lange kennen.
Es ist eher umgekehrt. Umso länger ich die Leute kenne umso "egaler" wird mir das, ob ich mich mal daneben benehme oder was peinliches gemacht habe. Seltsam.
Genau das frage ich mich auch... Vielleicht komme ich ja mit einem Therapeuten dahinter. Es ist auf jeden Fall sehr nervig und sehr anstrengend.

Edit: Mir ist eingefallen, das immer andere Menschen über mich gelacht haben. In der Schule z.B. Ich war immer jemand über den man hergezogen hat und der immer kritisiert wurde in seinen Verhaltensweisen.
Ich musste immer kämpfen, damit mich jemand mag. Ich bin damals leider abgerutscht und habe viel gefeiert, getrunken (damals mit 17) und mir somit einen Ruf gemacht.
Es war nicht leicht aufzustehen, aber irgendwie habe ich mich dadurch gekämpft. Schon damals, bis heute war ich eine Person die viel Wert gelegt hat auf die Meinung anderer und ich war/bin auch jemand der sich ständig für alles und jeden entschuldigt. Ich bin sehr leicht zu beeindrucken, und möchte dann immer das andere gut über mich denken. Kein Mensch kann solche abstrusen Gedanken verstehen Wink


Daydreamday


Danke das ist lieb! Was würde schlimmstenfalls passieren. Sagen wir so... Ein paar Situationen waren peinlich und offensichtlich. An die erinnere ich mich auch. Ich sage mir aber immer selber, dass es nicht schlimm ist.
Trotzdem glaube ich, wäre ich normaler aufgetreten, würde ich mir weniger Gedanken machen. Ich kritisiere mich selber für meine Angst. Und Angst ist ja normalerweise menschlich und in solchen Situationen normal.
Ich weiß, ich kann nicht ändern was die anderen denken, aber ich denke dass es mir besser geht wenn ich mich so perfekt wie möglich benommen habe. Dann beruhige ich mich zumindest. So ärgere ich mich einfach über mich selber.
Mein Mann hilft mir sehr, wir haben schon vieles auseinandergenommen von dem ganzen. Er sagt mir immer wieder dass es egal ist. Nun ich weiß das auch, aber mein Kopf möchte es nicht glauben.
Was du sagst klingst sehr plausibel und richtig. Ich verstehe es auch. Aber ich kann es innerlich nicht fühlen und spüren, sowie wahrhaben.
Mir sagen Leute oft: "Entspann dich." Kann ich nicht, weil mir die Situation oder die Leute in dem Moment als wichtig erscheinen. Ich verstehe den Hinweis, dass ich mich entspannen soll und verstehe es auch, - aber auch wenn ich es mir 100 Mal sage glaube ich mir nicht was ich sage. Es ist wie ein nicken aber der Kopf sagt nein. Sad
Ich danke dir aber für deinen Tipp. Ich sollte ihn wirklich mal beherzigen, wobei peinliche Situationen mir einfach laufend passieren, ohne dass ich mich anstrengend muss Wink

#96


Frozen93

Therapie bei Kontrollverlust

Hallo ihr Lieben welche Therapie ist die richtige bei Angst vor Kontrollverlust und Verlustängsten ? Meine Therapeutin macht nur Tiefenpsychologisch.

#97

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la2la2
Hey,
dann frag doch deine Therapeutin ob sie es als sinnvoll erachtet deine Probleme tiefenpsychologisch zu behandeln. Wenn sie über die Kasse abrechnet wird ihre Meinung sicher ehrlich sein, da sie Wartelisten für die nächsten Monate hat. Bei Selbstzahler oder privater KV gibt es schwarze Schafe, die nur auds Geld aus sind....

Verlustängste basieren meist auf früheren Erlebniasen - Tiefenpsychologisch wäre also einen Versuch wert.

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schlaumi
Ich finde - JA. Ich habe 10 Jahre VT bei Angst gemach und da meine Skills gelernt, bin aber generell nicht weiter gekommen - die Ängste wandeln sich nur. Jetzt seit einem Jahr TP und ich denke, so komme ich eher an die alten Themen ran. Also, optimal wäre beides - VT für Skills im Akutfall (das kannst Du auch so lernen im Web) und TP für Verstehen, Wiedererleben und vielleicht etwas Auflösen ...

x 1 #99


A
Hallo Tardis,
Wie geht es dir inzwischen ? Konntest du deine angst besiegen ?
Ich bin soeben auf deinen Beitrag gestossen und würde gerne wissen, wie du mit diesem Problem letztendlich umgegangen bist, da ich unter ähnlichen Symptomen leide..
Gruß
Anastasia

#100


A


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Mira Weyer
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