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Was sagen denn die Ärzte dazu, dass es täglich zu einer exakten Zeit besser wird?

Ich denke auch nicht an eine Psychose, weil Psychotiker in aller Regel selbst nicht der Meinung sind, dass ihre Gedankengänge nicht mehr im normalen Rahmen sind.
Was hältst du davon, eine andere Klinik als die in deinem Umfeld aufzusuchen? Ich würde das machen und zumindest fragen, ob es die Möglichkeit einer stationären Aufnahme gibt.

29.08.2015 13:36 • #61


Oder kann das ganze auch Absetzerscheinungen vom Mirtazapin sein?

Sorry wenn ich ein bisschen agressiv geworden bin ,aber ich bin so fertig ..

29.08.2015 22:25 • #62



Angst vor Kontrollverlust

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Vergissmeinicht
Hallo Matt,

echt krass was Du mit den Medis erlebt hast.

Wie Du schon selber schreibst ist der Spuk gen Abend fast vorbei. Mir ging es abends auch immer besser, wahrscheinlich weil ich den Tag geschafft und hinter mich gebracht habe. Ein Leben sieht allerdings anders aus.

Das mit dem Strohhalm Tavor kenne ich auch und das sie abhängig machen, weißt Du und gehst ja schon achtsam damit um.

Fakt ist allerdings was Martina schrieb, das in der relativ wenigen Zeit die vielen Medis den Körper/Psyche kirre machen.

Und, wenn Du es ohne Medis versuchst und Dir nochmal einen anderen guten Therapeuten suchst? Hilfe brauchst Du auf jeden Fall.

29.08.2015 22:37 • #63


Ohne Medikamente kriegt man das aber glaub ich nicht hin.

29.08.2015 22:42 • #64


Ich habe mir vor 2 Wochen eine Therapeutin gesucht ,und habe auch einen Therapiplatz..

Ichwill jetzt mal versuchen ganz ohne diese Medikamente auszukommen, das kann ja nicht sein , ich hatte vor Anfang der Einnahmen keine Depressionen und keine Selbstmordtendenzen

29.08.2015 22:45 • #65


Vergissmeinicht
Hey Matt,

denke, es ist machbar. Ich hatte auch ne Reihe von Medis und bin jetzt "nur" noch bei 20 mg Citalopram. Diese werden durch meine begonnene Therapie dann auch runtergefahren.

Drück Dir dolle die Daumen.

29.08.2015 23:04 • #66


Ja, gutes Gelingen. Aber ohne Medikamente würde ich aus der Derealisation gar nicht mehr rauskommen, selbst wenn ich stationär gehe.

29.08.2015 23:08 • #67


Medis sind nicht alles.. habe vor nun gut einem Jahr noch gar kein Medi gegen Angst und Panik genommen, und mir gings 10000 mal besser als jetzt. Die Symthome die ich jetzt alle zeige, kamen erst alle nacheinander mit den ganzen Medis.

Es waren zuviel Medis in der Kurzen Zeit, das mag sein, aber die Neurologen haben mir das ja gegeben, und da vertraut man ja auch drauf.
Ich denke das das jetzt momentan so schlimm ist, weil ich Mirtazapin langsam ausschleiche... naja nehme dann erstmal garnichts mehr.

30.08.2015 13:28 • #68


Vergissmeinicht
Hey Matt,

ich denke, mit Selbstvertrauen und einem starken Willen ist es ohne Medis schaffbar. Bei mir mussten leider Medis ran.

Drück Dir die Daumen, dass Du das schaffst.

30.08.2015 13:31 • #69


denise k
Hey matt, habe auch unrealistische Gedanken,seid 9 Wochen ca. Ich habe jeden Tag den Gedanken morgen ist mein leben vorbei. Seh auch alles nur noch unrealistisch muss alles hinterfragen usw das ist sehr anstrengend.vorallem wenn man 2 Kinder hat sowieso nicht.seit ich citralopran nehme gehts mir etwas besser, aber ganz bekomme ich diese Gedanken irgendwie nicht weh :-/

31.08.2015 22:23 • #70


Tardis

09.12.2015 18:17 • #71


Vergissmeinicht
Hey Tardis,

nun, da hat es Dich ja wohl voll erwischt. Denke, Auslöser war der Infekt und Dir war es peinlich. Unser Unterbewusstsein erinnert sich an sowas und von daher war klar, das es dann bei Deinem Freund wieder so war.

Aus Deinen ganzen Zeilen geht für mich die Angst vor Kontrollverlust hervor. Mittlerweile mit eingebunden die Agoraphobie (Vermeidungsverhalten) was typisch für Ängste ist.

Würde es vielleicht mit den Escitaolpram versuchen und auf jeden Fall die Therapie in Anspruch nehmen und über eine Kur nachdenken.

Etwas ist in Deinem Leben aus dem Ruder geraten das das schlägt sich bei Dir auf den Magen und Darm.

09.12.2015 20:56 • x 1 #72


Tardis
Danke für deine Antwort, liebe Vergissmeinnicht!

Ja, der Kontrollverlust macht mir wirklich sehr zu schaffen. Kann soetwas wirklich durch Infekte ausgelöst werden? Ich hab (ganz der Kontrollfreak) Angst, dass noch andere Sachen dahinter stecken. Andererseits weiß ich ja, dass wenn das so ist, ich das ja auch nicht ändern kann und das dann so nehmen muss, wie es kommt.

In der Theorie ist das immer so einfach..
Ich mach mir halt viele Sorgen. Dass das die Beziehung belastet, mein Kind belastet, nicht besser wird.. ich meinen Job (der zwar weiß Gott nicht Berufung ist, mich aber auch in Teilzeit finanziell unabhängig sein lässt) nicht mehr schaffe usw..

Meine Ungeduld steht mir dann auch noch im Weg.

Einen schönen Abend!

09.12.2015 21:34 • #73


Vergissmeinicht
Liebe Tardis,

nun, wenn Du während des Infektes eh schon angeschlagen warst; etwas dazu kam, was Du eher nicht so kennst, machte es vielleicht Angst und dann kommt die Angst vor der Angst, wie es ja dann bei Dir auch gewesen ist.

Ich kann Dir versichern, Geduld ist auch nicht gerade meine Stärke bei so etwas.

09.12.2015 21:36 • x 1 #74


Tardis
Huhu..

Ich kann mir derzeit nur nicht vorstellen, dass ich das wieder "loswerde" und wüsste auch nicht wie.
Konfrontation ist ja eine Sache, das muss ich ja eh..aber meine Angst, dass es mir schlecht geht und ich Durchfall bekomme und dass das Gegenüber meine Panik mitbekommmt, erfüllt sich ja auch... ich lerne durch die Konfrontation in den Situationen ja leider, dass es sich bewahrheitet..und nicht, dass nix passiert..

Ging es denn hier niemandem ähnlich, der da vielleich Lösungsansätze hätte?

Ich finde es wirklich beängstigend, plötzlich ganz normale Sachen nicht mehr zu können (oder nur mit viel gefühltem Elend verbunden), die vor Wochen noch total normal gingen...

Liebe Grüsse!

12.12.2015 09:48 • #75


Hotin
Hallo Tardis,

Zitat:
Ich lerne aber nicht draus
Und das macht mich hilflos und ohnmächtig


Mich würde das auch hilflos machen, wenn ich aus meinen eigenen Fehlern nichts lernen will.
Warum sperrst Du Dich gegen sinnvolle Veränderung?
Zitat:
Weit sind wir noch nicht und ich hätte am liebsten diesen naiven Wunsch, dass es "einfach" wieder weg ist


Hast Du das in Deinem restlichen Leben auch immer so gemacht, das etwas einfach
zu gehen hatte? Macht Dein Partner dieses, "Ich will das einfach so" immer
einfach so mit?

Zitat:
Ich kann mir derzeit nur nicht vorstellen, dass ich das wieder "loswerde" und wüsste auch nicht wie.


Vermutlich, in dem Du lernst, mit Fehlern um zu gehen und vor allem, Dich und Dein Verhalten zu akzeptieren.

Zitat:
Konfrontation ist ja eine Sache, das muss ich ja eh..aber meine Angst, dass es mir schlecht geht und ich
Durchfall bekomme und dass das Gegenüber meine Panik mitbekommmt, erfüllt sich ja auch... ich lerne
durch die Konfrontation in den Situationen ja leider, dass es sich bewahrheitet..und nicht, dass nix passiert..


Das hast Du wunderbar beschrieben. Konfrontation ist vermutlich auch nur
ein Teil der Lösung.
Weißt Du denn überhaupt, was Angst ist? Wenn sie schwächer werden soll,
musst Du eine Vorstellung davon haben, wie unser Denken funktioniert.
Wenn Du nicht verstehst, wie man ein Auto lenkt, landest Du oft im Straßengraben.
Da kannst Du Dich mit Unfällen so viel konfrontieren, wie Du willst.
Wenn Du nichts änderst, passiert immer wieder das gleiche.

Viele Grüße

Hotin

12.12.2015 12:24 • x 1 #76


Tardis
Hallo Hotin!

Ja..in der Theorie weiss ich, wie Angst funktioniert. Ich kann nur (noch) nicht so recht in die Praxis übernehmen.

Dass Dinge "einfach so" nicht weggehen, ist mir klar, deswegen schreibe ich ja "naiver Wunsch".

Das Ganze hat sicherlich sehr viel mit Selbstakzeptanz/-bewusstsein, bzw. das zu wenige Vorhandensein dessen zu tun.

Ich will aus meinen Fehlern lernen, nur ust mir derzeit gar nicht so recht bewusst, was genau die Fehler sind.
Meine Einstellung zu mir vermutlich, aber was müssten das für Veränderungen sein?

Ich gebe zu, dass ich "Neuem" generell ängstlich gegenüber stehe. Es ist aber bislang so gewesen, dass ich mich Herausforderungen stets gestellt habe (ok..zugegeben meist, weil sie unausweichlich waren oder damit sich Dinge bessern ) und diese auch gut gemeistert habe.

Ich merke, dass es mir generell nie egal ist, was mein Umfeld über mich denkt und das das auch so ein reinspielendes Problem ist. Ich wirke stets sehr tough, regele alles wie kommt, wirke auf andere selbstbewusst und teilweise sicherlich auch manchmal "hart". Das liegt zu Teilen auch an meinem Job (keine Berufung).

Ich weiss derzeit nicht - wenn ich z.b. von dir das mit dem "sperren gegen Veränderungen" lese - wie solche Veränderungen aussehen bzw. wie sie umgesetzt werden sollen.

Klar, in erster Linie werden es Veränderungen meiner Einstellung zu mir selbst sein. Nur wie macht man das so, dass das auch langfristig funktioniert.

Im Moment fühlt es sich an, als seien das 100 Baustellen und die meisten stecken im Nebel, sodass ich sie nicht einmal sehe.

Wie sehen denn sinnvolle Veränderungen für Dich aus, Hotin?

Liebe Grüsse!

12.12.2015 12:56 • #77

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Hotin
Hallo Tardis,

danke für eine sehr informative Antwort.
Eigentlich ist das sehr einfach. Wie alles, wenn man es kann.

Ich empfehle immer erst mal zu lernen, was Angst überhaupt ist.
Du solltest das kennen und verstehen lernen.
Vielleicht hilft Dir die unter dem Link zu findende Beschreibung.

agoraphobie-panikattacken-f4/schlimme-zwangsgedanken-befuerchtungen-t68592-20.html#p867924

Zitat:
Ich wirke stets sehr tough, regele alles wie kommt, wirke auf andere selbstbewusst und teilweise
sicherlich auch manchmal "hart". Das liegt zu Teilen auch an meinem Job (keine Berufung).


Im Job selbstbewusst zu wirken mag Dir ja viel helfen.
Wenn Du diese Rolle allerdings ins Privatleben mit rüber ziehst, gibt es vermutlich schnell Probleme.
Dann verlierst du nämlich den ehrlichen Zugang zu Dir.
Und andere verstehen Dich nicht mehr. Zuhause sollte Deine "Maske" zumindest
zu ¾ runter.

Zitat:
Ich weiss derzeit nicht - wenn ich z.b. von dir das mit dem "sperren gegen Veränderungen" lese - wie
solche Veränderungen aussehen bzw. wie sie umgesetzt werden sollen.


Versuche mal ehrlicher zu Dir selbst zu sein. Privat darfst und solltest Du häufiger mal schwach sein. Sag einfach
mal, "Das ist mir jetzt zu viel" "Ich möchte im Grunde lieber etwas anderes".

Zitat:
Im Moment fühlt es sich an, als seien das 100 Baustellen und die meisten stecken im Nebel


Ist meistens nur eine! Großbaustelle. Mit Nebel wird das wenig zu tun haben.
Du hast Dein Problem zugedeckt, damit Du weiter Deine Rolle der "starken Frau"
spielen kannst.
Die Zeit scheint aber jetzt gekommen, mal wieder und häufiger an Dich und das, was Du eigentlich im
Leben möchtest zu denken.

Viele Grüße

Hotin

12.12.2015 13:24 • x 1 #78


Tardis
Hallo Hotin!

Ich muss sagen: Wow! Danke für Deine Worte und deine Angstbeschreibung. Das ist tatsächlich ein spannender Ansatz!
So ähnlich wie in deiner Beschreibung im Link, habe ich es gestern in einem Buch über Achtsamkeitstraining gelesen. Ich muss sagen, so habe ich es bislang noch nicht gesehen. Klar, man setzt sich mit dem körperlichen Reaktionen der Angst auseinander, zumal die bei mir das vorrangigste "Problem" sind. Also was macht Angst im Körper, wie funktioniert das und so weiter.

Ich versuche die Angst zu akzeptieren und muss zugeben, dass mir das streckenweise nicht so wahnsinnig leicht fällt. Sie kommt mir nämlich reichlich dumm vor. Oder sollte ich besser sagen: Ich komme mir wegen der Reaktion auf diese Angst dumm vor? Hm..ja..vielleicht ist es eher das. Womit wir wieder bei der Selbstakzeptanz wären.

Ich werde jetzt mit einem 8 wöchigen Achtsamkeitstraining beginnen. Ich denke, dass es mir helfen wird, Veränderungen in Gang zu bringen (das Training an sich ist ja auch Veränderung) und mir vielleicht auch mit der Zeit zu helfen, wieder mehr darauf zu achten, was ich will, bzw. zu sehen, was ich will.

Als ich Deine Anregung, was ich denn im Leben will, las... hm..da muss ich gestehen, dass mir die Antwort darauf gar nicht so leicht fällt. Ich merke, dass ich mir auch bei der Beantwortung ziemlich selbst im Wege stehe. Tja deshalb fühlt sich das insgesamt dann wohl nach "Großbaustelle" ein. Ungeduld ist hier wohl kein guter Ratgeber... und in Ungeduld bin ich richtig gut;-)

Ich hätte gerade noch ziemlich viele Fragen, bzgl. Veränderungen z.B, Großbaustellen, Herangehensweise... ich weiß jedoch, dass ich mir die nach und nach wohl selbst beantworten muss.

Und ich akzeptiere meine Angst, zB. wenn ich am Freitag wieder zum Therapeuten gehe, wenn ich am Donnerstag meinen Freund vom Bahnhof abhole, wenn ich demnächst wieder Arzttermine habe... ich komme nur auf diese körperlichen Reaktionen nicht so klar... es ist wirklich wirklich schwer für mich, dann nicht panisch zu werden, mich zu beruhigen und genau DANN mit der Angst zu sprechen. Dann ist mir nämlich gar nicht nach sprechen. Verstehst Du, was ich meine? Hm..

Aber danke nochmal, für deine Antworten! Die sind wirklich seht hilfreich!

Liebe Grüße

15.12.2015 12:23 • #79


Eleria7

15.01.2016 14:33 • #80



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