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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

3

M
Was sagen denn die Ärzte dazu, dass es täglich zu einer exakten Zeit besser wird?

Ich denke auch nicht an eine Psychose, weil Psychotiker in aller Regel selbst nicht der Meinung sind, dass ihre Gedankengänge nicht mehr im normalen Rahmen sind.
Was hältst du davon, eine andere Klinik als die in deinem Umfeld aufzusuchen? Ich würde das machen und zumindest fragen, ob es die Möglichkeit einer stationären Aufnahme gibt.

#61


M
Oder kann das ganze auch Absetzerscheinungen vom Mirtazapin sein?

Sorry wenn ich ein bisschen agressiv geworden bin ,aber ich bin so fertig ..

#62


A


Angst vor Kontrollverlust

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Vergissmeinicht
Hallo Matt,

echt krass was Du mit den Medis erlebt hast.

Wie Du schon selber schreibst ist der Spuk gen Abend fast vorbei. Mir ging es abends auch immer besser, wahrscheinlich weil ich den Tag geschafft und hinter mich gebracht habe. Ein Leben sieht allerdings anders aus.

Das mit dem Strohhalm Tavor kenne ich auch und das sie abhängig machen, weißt Du und gehst ja schon achtsam damit um.

Fakt ist allerdings was Martina schrieb, das in der relativ wenigen Zeit die vielen Medis den Körper/Psyche kirre machen.

Und, wenn Du es ohne Medis versuchst und Dir nochmal einen anderen guten Therapeuten suchst? Hilfe brauchst Du auf jeden Fall.

#63


M
Ohne Medikamente kriegt man das aber glaub ich nicht hin.

#64


M
Ich habe mir vor 2 Wochen eine Therapeutin gesucht ,und habe auch einen Therapiplatz..

Ichwill jetzt mal versuchen ganz ohne diese Medikamente auszukommen, das kann ja nicht sein , ich hatte vor Anfang der Einnahmen keine Depressionen und keine Selbstmordtendenzen

#65


Vergissmeinicht
Hey Matt,

denke, es ist machbar. Ich hatte auch ne Reihe von Medis und bin jetzt "nur" noch bei 20 mg Citalopram. Diese werden durch meine begonnene Therapie dann auch runtergefahren.

Drück Dir dolle die Daumen.

#66


M
Ja, gutes Gelingen. Aber ohne Medikamente würde ich aus der Derealisation gar nicht mehr rauskommen, selbst wenn ich stationär gehe.

#67


M
Medis sind nicht alles.. habe vor nun gut einem Jahr noch gar kein Medi gegen Angst und Panik genommen, und mir gings 10000 mal besser als jetzt. Die Symthome die ich jetzt alle zeige, kamen erst alle nacheinander mit den ganzen Medis.

Es waren zuviel Medis in der Kurzen Zeit, das mag sein, aber die Neurologen haben mir das ja gegeben, und da vertraut man ja auch drauf.
Ich denke das das jetzt momentan so schlimm ist, weil ich Mirtazapin langsam ausschleiche... naja nehme dann erstmal garnichts mehr.

#68


Vergissmeinicht
Hey Matt,

ich denke, mit Selbstvertrauen und einem starken Willen ist es ohne Medis schaffbar. Bei mir mussten leider Medis ran.

Drück Dir die Daumen, dass Du das schaffst.

#69


denise-k
Hey matt, habe auch unrealistische Gedanken,seid 9 Wochen ca. Ich habe jeden Tag den Gedanken morgen ist mein leben vorbei. Seh auch alles nur noch unrealistisch muss alles hinterfragen usw das ist sehr anstrengend.vorallem wenn man 2 Kinder hat sowieso nicht.seit ich citralopran nehme gehts mir etwas besser, aber ganz bekomme ich diese Gedanken irgendwie nicht weh :-/

#70


Tardis

Angst, Körper, Kontrollverlust

Hallo Ihr!

Ein andere Titel ist mir ad hoc nicht eingefallen. Im Allgemeinen beschreibt der auch schon mein Problem.
Ich weiß gar nicht recht, wo ich anfangen soll.

Vor einigen Wochen fing alles mit einem Magen - Darm - Infekt (nehme ich jedenfalls an) an. Ich war mit meinem Freund und meinem Sohn zusammen unterwegs auf einen Besuch und mitten in der Fahrt bekam ich Durchfall. Kreislaufprobleme und ein extrem schlechtes Körpergefühl. Wir mussten 2 x anhalten, fuhren zu meinem Freund nach Hause und dort legte ich mich erstmal hin. Am nächsten Tag fuhr ich nach Hause.

Ich muss dazu sagen, dass ich es schon immer sehr sehr schlecht ertrage, jemanden um mich zu haben (bis auf meinen Sohn - da ist es komischerweise nicht schlimm), wenn es mir schlecht geht.

Die Woche über ging es wieder. Ein oder zwei Wochen später war ich am Wochenende nach der Arbeit wieder bei meinem Freund. Normal gegessen und danach ging es wieder los. Von jetzt auf gleich.. Durchfall, Kreislauf, immense Unruhe, extremes Unwohlsein ect. Ich kann dann auch NICHT stillsitzen, auch wenn ich totmüde bin. Nachts war es dann soweit, dass der ärztliche Notdienst zum ersten Mal in meinem Leben kommen musste. Der hat mir eine Spritze gegeben, daraufhin konnte ich schlafen. Kreislauf war normal.

Am nächsten Tag sollte Besuch kommen, was mich dermaßen nervös machte, weil es mir blöd ging, dass ich mich schön reingesteigert habe. Ich bin dann nach Hause gefahren und sobald ich allein bin, geht es schon besser.

Es folgten wochenlang Kreislaufprobleme, plötzlich aufgetretene Extrasystolen, Durchfall, schlechte Konstitution, LangzeitEKG (Extrasystolen werden nochmal abgeklärt im Januar, sind aber wohl harmlos), ein Harnwegsinfekt mit Antibiotika, wieder Durchfall, Magenspiegelung und Teildarmspiegelung (alles in Ordnung soweit). Zwischendurch war ich mal arbeiten, mal krank geschrieben. Es gab gute Tage und dann war wieder alles Mist. Und keiner hat so recht was gefunden.

Ich hatte darunter ziemlich zu leiden, war letztlich 2 oder 3 Wochen krank geschrieben und dann bin ich wieder zur Arbeit. Das ging allerdings gar nicht. Konnte mich nicht konzentrieren, Aussendienst machte mich schon beim Gedanken nervös und das schlimmste: Ich bemerkte immer mehr, dass meine Stresstoleranz bei 0 lag/liegt.

Die Tage hatte ich ein Gespräch mit meinem (sehr nette) Chef. Da hab ich zu heulen angefangen. Sowas ist mir seit 20 Jahren noch nicht passiert. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich machen soll, was nicht mit mir stimmt, was mit mir los ist.

Kurz zuvor habe ich panisch ein lang geplantes WE abgesagt, wo 4 ganz liebe Freunde zu Besuch kommen sollten. Es kam mir schlichtweg unmöglich vor, dass ich es schaffe, die 4 in meiner Wohnung zu haben und so drauf zu sein. Hatte Angst, dass es mir dann wieder schlecht geht, ich nicht funktioniere ect. Ab da war mir klar: Das ist nicht nur Körper. das ist auch was psychisches.

Ich bin ein ziemlicher Kontrollfreak, was mich selbst angeht. Ich weiß nicht, ob organisch nicht doch auch Mitursache sein kann (gefunden wurde nix), oder ob das inzwischen zumindest, nur noch psychisch ist. Ich kann meinem Körper irgendwie nicht mehr über den Weg trauen... Sad

Inzwischen manifestierte sich, dass ich mit meinem Freund nicht mehr zusammen Auto fahren konnte, ohne, dass mein Körper durchdreht. Ich mache mich total verrückt. Das Ganze wurde immer schlimmer.

Arzttermine und Termine, wo ich irgendwo hin muss, werden zu Qual.
Ich war schon immer jemand, dem Stress auf den Maagen/Darm schlägt, z.B. bei Prüfungen ect. aber so krass kenn ich das nicht. Bislang halt nur situationsbedingt wie Prüfungen und Zahnarztangst. Da war es ähnlich, aber immer danach sofort weg und auch nur bei diesen Einzelsituationen.
Dinge, die vor Wochen noch möglich waren, gehen nicht mehr, ohne dass mein Geist verrückt spielt und mein Körper daraufhin durchdreht.

Woher das kommt weiß ich nicht. Ob das jetzt "nur" aus der Verkettung der vorangehenden Infekte stammt? : keine Ahnung. So richtig logisch kann ichs mir nicht erklären..

Ich war beim Hausarzt und habe mit ihm gesprochen. Da bin ich dann selbst zu der Überzeugung gekommen, dass das alles nicht nur körperlich (wie anfangs gedacht) ist, sondern inzwischen derbe auf die Psyche schlägt. Er vermutete eine Angststörung / Depression und überwies mich zum Therapeuten.
Da ich schon einmal bei einem Verhaltenstherapeuten während der Schwangerschaft war (Verdacht auf Schwangerschaftsdepression damals), habe ich zum Glück gleich Termine bekommen.

Inzwischen war ich 3 x da. Nicht, ohne vor den Terminen gleiche Paniksymptome zu schieben. Angeregter Darm, Angst vor Durchfall, Hitze, Kreislauf (gefühlt) totaler Unruhezustand ect.

Ich HASSE das. Das mein Körper nicht mehr so funktioniert, wie er sollte. Das mir die Kontrolle flöten gegangen ist. Das ich das "Panikmachen" nicht abstellen kann. ich weiß, dass es Selbstgemacht ist in diesen Situationen und kriege es nicht in den Griff. Ich leide darunter sehr.

Ich kann mit niemanden zusammen irgendwo hinfahren. Einkaufen, Kindergarten bringen ect. (alles allein) geht ohne jegliche Probleme. Wenn ich aber zu Terminen muss, oder zu Treffen ect. dreht mein Körper durch. ich weiß nicht, ob das eine Art Panikattacke ist. ich weiß nur, dass es auch mit Atemübung ect. nicht so recht in den Griff kommt. Ich habe auch keine Angst öffentlich unzufallen... ich habe Angst, dass es mir grottenschlecht geht und ich Durchfall kriege. Und GENAU DAS passiert leider auch, weil ich es mir ja selbst herbeirede.
In den Situationen, z.B. dem Therapiegespräch bessert es sich meist. So ähnlich wie früher bei Klausuren. Vorher: Holland in Not. Dann dabei: ging. Hinterher: Völlig fertig, weils vorher so megaanstrengend war.
Ich lerne aber nicht draus, dass ich die Situation irgendwie "schaffe". Das es dann im Gespräch besser ist. Kann ich mir vorher 1000x sagen, klappt nicht. Und das macht mich hilflos und ohnmächtig. Was für eine schei..

Ich gehe Konflikten sonst nicht aus dem Weg, auch wenn ich sie nicht sonderlich mag, bzw. sie mich schon innerlich aufwühlen. Aber jetzt ist es so, dass ich nichtmal mehr einer kleinesten Zickerei standhalte und mein Körper sofort übelste Stressreaktionen zeigt. Es ist total krass und für mich beängstigend. Wie kommt denn das nur?

Mein Thearpeut meint, ich solle ein angstlösendes Antidepressivum nehmen... ich bin nicht begeistert davon,insb. weil ich Angst vor den Nebenwirkungen habe und das es dann nicht das richtige Mittel ist usw., mittlerweile aber durch den Leidensdruck gewillt, das zu probieren. Allerdings bekommt man beim Psychiater scheinbar auch nicht vor 3 Monaten einen Termin. Der Thera würde Eschitalopram empfehlen- Ich kenne mich null aus...

Ich bin erstmal bis Ende des Jahres krank geschrieben. Arbeiten geht derzeit gar nicht.

Über eine Kur soll ich auch nachdenken. Auch u.a. um zu schauen, ob ich - raus aus dem Alltag hier - genauso reagiere oder ob es anders ist.

Weit sind wir noch nicht und ich hätte am liebsten diesen naiven Wunsch, dass es "einfach" wieder weg ist, weil es wirklich blöd ist, wenn es einem so blöd geht. Eine Depression spielt auch rein, vermtl. auf Grund der Angstproblematik. Mensch..wenn ich so überlege...vor 3 Monaten etwa waren Dinge, die jetzt nicht gehen, noch völlig normal.

Kennt jemand von Euch das? Oder sowas Ähnliches? Was hat Euch geholfen? Wie geht ihr damit um? Sind hier vielleicht Leute, die das schon in den Griff bekommen haben und ein bisschen positives Feedback geben könnnen?

Sorry, dass der Text so lang geworden ist!

Ich freue mich über jede Antwort!


LG Tardis

#71


Vergissmeinicht
Hey Tardis,

nun, da hat es Dich ja wohl voll erwischt. Denke, Auslöser war der Infekt und Dir war es peinlich. Unser Unterbewusstsein erinnert sich an sowas und von daher war klar, das es dann bei Deinem Freund wieder so war.

Aus Deinen ganzen Zeilen geht für mich die Angst vor Kontrollverlust hervor. Mittlerweile mit eingebunden die Agoraphobie (Vermeidungsverhalten) was typisch für Ängste ist.

Würde es vielleicht mit den Escitaolpram versuchen und auf jeden Fall die Therapie in Anspruch nehmen und über eine Kur nachdenken.

Etwas ist in Deinem Leben aus dem Ruder geraten das das schlägt sich bei Dir auf den Magen und Darm.

x 1 #72


Tardis
Danke für deine Antwort, liebe Vergissmeinnicht!

Ja, der Kontrollverlust macht mir wirklich sehr zu schaffen. Kann soetwas wirklich durch Infekte ausgelöst werden? Ich hab (ganz der Kontrollfreak) Angst, dass noch andere Sachen dahinter stecken. Andererseits weiß ich ja, dass wenn das so ist, ich das ja auch nicht ändern kann und das dann so nehmen muss, wie es kommt.

In der Theorie ist das immer so einfach..
Ich mach mir halt viele Sorgen. Dass das die Beziehung belastet, mein Kind belastet, nicht besser wird.. ich meinen Job (der zwar weiß Gott nicht Berufung ist, mich aber auch in Teilzeit finanziell unabhängig sein lässt) nicht mehr schaffe usw..

Meine Ungeduld steht mir dann auch noch im Weg.

Einen schönen Abend!

#73


Vergissmeinicht
Liebe Tardis,

nun, wenn Du während des Infektes eh schon angeschlagen warst; etwas dazu kam, was Du eher nicht so kennst, machte es vielleicht Angst und dann kommt die Angst vor der Angst, wie es ja dann bei Dir auch gewesen ist.

Ich kann Dir versichern, Geduld ist auch nicht gerade meine Stärke bei so etwas.

x 1 #74


Tardis
Huhu..

Ich kann mir derzeit nur nicht vorstellen, dass ich das wieder "loswerde" und wüsste auch nicht wie.
Konfrontation ist ja eine Sache, das muss ich ja eh..aber meine Angst, dass es mir schlecht geht und ich Durchfall bekomme und dass das Gegenüber meine Panik mitbekommmt, erfüllt sich ja auch... ich lerne durch die Konfrontation in den Situationen ja leider, dass es sich bewahrheitet..und nicht, dass nix passiert..

Ging es denn hier niemandem ähnlich, der da vielleich Lösungsansätze hätte?

Ich finde es wirklich beängstigend, plötzlich ganz normale Sachen nicht mehr zu können (oder nur mit viel gefühltem Elend verbunden), die vor Wochen noch total normal gingen...

Liebe Grüsse!

#75


Hotin
Hallo Tardis,

Zitat:
Ich lerne aber nicht draus
Und das macht mich hilflos und ohnmächtig


Mich würde das auch hilflos machen, wenn ich aus meinen eigenen Fehlern nichts lernen will.
Warum sperrst Du Dich gegen sinnvolle Veränderung?
Zitat:
Weit sind wir noch nicht und ich hätte am liebsten diesen naiven Wunsch, dass es "einfach" wieder weg ist


Hast Du das in Deinem restlichen Leben auch immer so gemacht, das etwas einfach
zu gehen hatte? Macht Dein Partner dieses, "Ich will das einfach so" immer
einfach so mit?

Zitat:
Ich kann mir derzeit nur nicht vorstellen, dass ich das wieder "loswerde" und wüsste auch nicht wie.


Vermutlich, in dem Du lernst, mit Fehlern um zu gehen und vor allem, Dich und Dein Verhalten zu akzeptieren.

Zitat:
Konfrontation ist ja eine Sache, das muss ich ja eh..aber meine Angst, dass es mir schlecht geht und ich
Durchfall bekomme und dass das Gegenüber meine Panik mitbekommmt, erfüllt sich ja auch... ich lerne
durch die Konfrontation in den Situationen ja leider, dass es sich bewahrheitet..und nicht, dass nix passiert..


Das hast Du wunderbar beschrieben. Konfrontation ist vermutlich auch nur
ein Teil der Lösung.
Weißt Du denn überhaupt, was Angst ist? Wenn sie schwächer werden soll,
musst Du eine Vorstellung davon haben, wie unser Denken funktioniert.
Wenn Du nicht verstehst, wie man ein Auto lenkt, landest Du oft im Straßengraben.
Da kannst Du Dich mit Unfällen so viel konfrontieren, wie Du willst.
Wenn Du nichts änderst, passiert immer wieder das gleiche.

Viele Grüße

Hotin

x 1 #76


Tardis
Hallo Hotin!

Ja..in der Theorie weiss ich, wie Angst funktioniert. Ich kann nur (noch) nicht so recht in die Praxis übernehmen.

Dass Dinge "einfach so" nicht weggehen, ist mir klar, deswegen schreibe ich ja "naiver Wunsch".

Das Ganze hat sicherlich sehr viel mit Selbstakzeptanz/-bewusstsein, bzw. das zu wenige Vorhandensein dessen zu tun.

Ich will aus meinen Fehlern lernen, nur ust mir derzeit gar nicht so recht bewusst, was genau die Fehler sind.
Meine Einstellung zu mir vermutlich, aber was müssten das für Veränderungen sein?

Ich gebe zu, dass ich "Neuem" generell ängstlich gegenüber stehe. Es ist aber bislang so gewesen, dass ich mich Herausforderungen stets gestellt habe (ok..zugegeben meist, weil sie unausweichlich waren oder damit sich Dinge bessern ) und diese auch gut gemeistert habe.

Ich merke, dass es mir generell nie egal ist, was mein Umfeld über mich denkt und das das auch so ein reinspielendes Problem ist. Ich wirke stets sehr tough, regele alles wie kommt, wirke auf andere selbstbewusst und teilweise sicherlich auch manchmal "hart". Das liegt zu Teilen auch an meinem Job (keine Berufung).

Ich weiss derzeit nicht - wenn ich z.b. von dir das mit dem "sperren gegen Veränderungen" lese - wie solche Veränderungen aussehen bzw. wie sie umgesetzt werden sollen.

Klar, in erster Linie werden es Veränderungen meiner Einstellung zu mir selbst sein. Nur wie macht man das so, dass das auch langfristig funktioniert.

Im Moment fühlt es sich an, als seien das 100 Baustellen und die meisten stecken im Nebel, sodass ich sie nicht einmal sehe.

Wie sehen denn sinnvolle Veränderungen für Dich aus, Hotin?

Liebe Grüsse!

#77

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Hotin
Hallo Tardis,

danke für eine sehr informative Antwort.
Eigentlich ist das sehr einfach. Wie alles, wenn man es kann.

Ich empfehle immer erst mal zu lernen, was Angst überhaupt ist.
Du solltest das kennen und verstehen lernen.
Vielleicht hilft Dir die unter dem Link zu findende Beschreibung.

agoraphobie-panikattacken-f4/schlimme-zwangsgedanken-befuerchtungen-t68592-20.html#p867924

Zitat:
Ich wirke stets sehr tough, regele alles wie kommt, wirke auf andere selbstbewusst und teilweise
sicherlich auch manchmal "hart". Das liegt zu Teilen auch an meinem Job (keine Berufung).


Im Job selbstbewusst zu wirken mag Dir ja viel helfen.
Wenn Du diese Rolle allerdings ins Privatleben mit rüber ziehst, gibt es vermutlich schnell Probleme.
Dann verlierst du nämlich den ehrlichen Zugang zu Dir.
Und andere verstehen Dich nicht mehr. Zuhause sollte Deine "Maske" zumindest
zu ¾ runter.

Zitat:
Ich weiss derzeit nicht - wenn ich z.b. von dir das mit dem "sperren gegen Veränderungen" lese - wie
solche Veränderungen aussehen bzw. wie sie umgesetzt werden sollen.


Versuche mal ehrlicher zu Dir selbst zu sein. Privat darfst und solltest Du häufiger mal schwach sein. Sag einfach
mal, "Das ist mir jetzt zu viel" "Ich möchte im Grunde lieber etwas anderes".

Zitat:
Im Moment fühlt es sich an, als seien das 100 Baustellen und die meisten stecken im Nebel


Ist meistens nur eine! Großbaustelle. Mit Nebel wird das wenig zu tun haben.
Du hast Dein Problem zugedeckt, damit Du weiter Deine Rolle der "starken Frau"
spielen kannst.
Die Zeit scheint aber jetzt gekommen, mal wieder und häufiger an Dich und das, was Du eigentlich im
Leben möchtest zu denken.

Viele Grüße

Hotin

x 1 #78


Tardis
Hallo Hotin!

Ich muss sagen: Wow! Danke für Deine Worte und deine Angstbeschreibung. Das ist tatsächlich ein spannender Ansatz!
So ähnlich wie in deiner Beschreibung im Link, habe ich es gestern in einem Buch über Achtsamkeitstraining gelesen. Ich muss sagen, so habe ich es bislang noch nicht gesehen. Klar, man setzt sich mit dem körperlichen Reaktionen der Angst auseinander, zumal die bei mir das vorrangigste "Problem" sind. Also was macht Angst im Körper, wie funktioniert das und so weiter.

Ich versuche die Angst zu akzeptieren und muss zugeben, dass mir das streckenweise nicht so wahnsinnig leicht fällt. Sie kommt mir nämlich reichlich dumm vor. Oder sollte ich besser sagen: Ich komme mir wegen der Reaktion auf diese Angst dumm vor? Hm..ja..vielleicht ist es eher das. Womit wir wieder bei der Selbstakzeptanz wären.

Ich werde jetzt mit einem 8 wöchigen Achtsamkeitstraining beginnen. Ich denke, dass es mir helfen wird, Veränderungen in Gang zu bringen (das Training an sich ist ja auch Veränderung) und mir vielleicht auch mit der Zeit zu helfen, wieder mehr darauf zu achten, was ich will, bzw. zu sehen, was ich will.

Als ich Deine Anregung, was ich denn im Leben will, las... hm..da muss ich gestehen, dass mir die Antwort darauf gar nicht so leicht fällt. Ich merke, dass ich mir auch bei der Beantwortung ziemlich selbst im Wege stehe. Tja deshalb fühlt sich das insgesamt dann wohl nach "Großbaustelle" ein. Ungeduld ist hier wohl kein guter Ratgeber... und in Ungeduld bin ich richtig gut;-)

Ich hätte gerade noch ziemlich viele Fragen, bzgl. Veränderungen z.B, Großbaustellen, Herangehensweise... ich weiß jedoch, dass ich mir die nach und nach wohl selbst beantworten muss.

Und ich akzeptiere meine Angst, zB. wenn ich am Freitag wieder zum Therapeuten gehe, wenn ich am Donnerstag meinen Freund vom Bahnhof abhole, wenn ich demnächst wieder Arzttermine habe... ich komme nur auf diese körperlichen Reaktionen nicht so klar... es ist wirklich wirklich schwer für mich, dann nicht panisch zu werden, mich zu beruhigen und genau DANN mit der Angst zu sprechen. Dann ist mir nämlich gar nicht nach sprechen. Verstehst Du, was ich meine? Hm..

Aber danke nochmal, für deine Antworten! Die sind wirklich seht hilfreich!

Liebe Grüße

#79


Eleria7

Grüde für die Angst vor Kontrollverlust

Hallo ihr Lieben,
Ich habe mich nun nach langer Zeit auch mal dazu entschlossen einen Beitrag hier zu verfassen.

Kurz zu mir: ich bin 19Jahre Alt und leide seit fast 1 Jahr an Hypochondrie und Angst vor Krankheiten, wobei sich diese vor allem auf psychische Krankheiten bezieht. Meine psycholgin weigert sich jedoxh mich in diese "schublade zu stecken" weshalb ich bis heute keine klare diagnose von ihr habe; was mit mir los ist.Ich bin wirklich durch die Hölle gegangen. Das typische Programm von Benommenheit über Derealisation, grundlosem Ohrenrauschen,Zwangsgedanken, ständigem Grübeln und in mich hineinhorchen sowie analysieren meines Verhaltens , Angsst vor kontrollverlust und davor verrückt zu sein. Ich wusste echt nicht was mit mir los ist. Daher begann ich zusätzlich zu grübeln und zu hinterfragen wo plötzlich diese Angst herkam. Ich hatte 3 recht schlimme Fälle von depression und Vervolgungswahn (alle mit suizid) in meinem Bekanntenkreis. mal Abgesehen davon, dass ich auf einem Dorf lebe so man des öfteren mal so beiläufig hat "Person x hat sich aufgehangen".
dennoch hatte ich das Gefühl dass das nur die ursachen für meine empfindlichkeit für dieses thema sind und das etwas anderes das ganze ausgelös haben muss, dass meine Psyche plötzlich versucht mich vor etwas zu warnen..

habe dann im oktober Citalopram 20mg bekommen und seit dem ging es stetig bergauf! Ich war seit Oktober quasi symptomfrei bzw. Konnte meine Ängste leicht abwenden. Habe auxh eine Therapie begonnen und zusätzlich zuhause meditiert und mir diverse Videos zum Umgang mit Angst und Grübeln angsehen. Dabei fing icj an zu verstehen, wie mächtig unsere gedanken auf unsere gefühlswelt wirken und ich lernte negative Gedanken einfach zu akzeptieren und die dadurch verschwinden zu lassen..

Ich war immer schon sehr perfektionistisch angehaucht und wollte immer alles so gut wie möglich machen; was mir auch gelang. Schulabschluss mit 1,0 Usw . Ich habe mich immer sehr verrückt in Bezug auf die Schule gemacht. Allgemein war ich früher schon eher ein ängstliches kind. (Habe bei feuerwerk z.b eine taucherbrille aufgesetzt um keine funken ins auge zu bekommen; waschzwang; angst vor heezproblemenn -schon im kindesalter mit somatisierungsschmerzen.) meine eltern haben mich als einzellkind immer sehr behütet. Meine Mama hat erst vor ca. 2 Monaten mit dem "Abnabeln" von mir begonnen. Allgemein neige ich auch sehr stark dazu alles und vor allem mich selbst zu hinterfragen. Dadurch habe ich auch schon meine erste Beziehung zerstört. Ich fünf i.Wann an alles anzuzweifeln. Hatte Angst ich könnte was verpassen, habe Fehler an meinem Partner gesucht ib mich so hineingesteigert bis eine Trennung für mich unumgänglich war. Die Ironie an Sache war das ich anschließend enorm unter dè trank gelitten habe da ich innerlich wusste dass meine Gründe belanglos waren. Ich verurteilte mich selbst und gab mir die Sxhuld dass alles kaputt gegangen ist. Ich brauchte mehr als 1jahr um über ihn hinweg zu kommen. Dann fand ich jemanden neues und obwohl ich anfangs ähnlich handeln wollte und Schon wieder nach Fehlern suchte, habe ich es geschafft mich von diesen Gedanken zu entfernen und bin seit dem sehr glücklich mit ihm.
dennoch suche ich immer noch in mit nach "Disharmonien" ich weiß nicht wie ich es erklären soll. Seit ein paar Tagen fangw ich wieder an i.was in mir zu suchen. Ich weiß nicht mal ich nach Symptomen oder Lösungen suche. I.wie will ich die Ursache von meiner Angst wissen um zu vermeiden dass sie wieder kommt. Gleichzeitig sorgt dieses suchen in mit dafür dass ich mich wieder schlechte fühle und Angst habe dass ich vielleicht unter Depressionen Leide. Ich beobachte mich in meinem Verhalten sozusagen und hinterfrage dieses i.wie... auch aus indirekter Angst dass ich nicht normal sein könnte. Neulich kam mir der gedabke ich könnte an Bindungsangst leiden.
vielleicht gebe ich diesen Gedanken auch wieder zu viel Aufmerksamkeit oder ich kann einfach nicht akzeptieren dass ich die Lösung für mein Problem schon gefunden habe , was sich ja daran zeigt dass es mir so lange so viel besser ging. Ich habe das Gefühl dass mein Selbstvertrauen sehr gering ist. Manchmal Google ich ein Verhaltensmuster von mir um zu sehen ob das normal ist. Ich will dann einfach alles an mir zu erörtern..
Gleichzeitig Frage ich mich ob genau Die tatsache dass ich so tiefgehend Analysiere der Grund ist dass meine Seele Alarm schlägt. Also dass ich quasi "falsch lebe"
Meine größte Angst ist unter stricj dass ich mich selbst verlieren und dass ich meiner Seele ungewollt schaden zufüge. Sei es weil ich uemerkt in einer Beziehung nicht glücklich sein könnte oder dass eine Krankheit mir die Kontrolle über mich raubt..

vielleich erkennt sich ja jemand wieder Wink

#80


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Mira Weyer
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