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Hallo zusammen,
bereits 2006 schlug ich mich mit Panikattacken und hypochondrischen Ängsten herum. Ich war damals fest davon über zeugt an ALS zu leiden. Mit einem Medikament (Trevilor) und einer Psychotherapie kam ich recht schnell aus dem Tief heraus.
Aktuell weiß ich aber nicht mehr weiter. Vermutlich aufgrund viel Stress und diversen gesundheitlichen Beschwerden hatte ich Anfang Juli ein derealisationserlebnis, d.h. die Umgebung fühlte sich nicht mehr wie gewohnt an, ich stand irgendwie neben mir. Dieser zustand, der bis heute mehr oder weniger anhält versetzte mich derart in dauerhafte Angst und Panik dass ich vor 6 Wochen freiwillig in eine psychiatrische Akutklinik gegangen bin. Als ob das nicht genug wäre, stellte sich in der Klinik auch noch der zwang ein, die Atmung zu beobachten, d.h. ich nehme beinahe jeden Atemzug bewusst war. In der Klinik wurde ich mit Citalopram und seroquel behandelt. Leider bislang in bezug auf meine Ängste ohne spürbaren Erfolg. Ich werde nun zunehmend depressiver und habe riesige Angst vor der Zukunft (Job, Familie, etc.).
Ich weis nicht mehr recht weiter. Vielleicht kann mir jemand ein paar Zeilen schreiben.
Gruß reini

19.10.2016 19:01 • 18.04.2017 #1


11 Antworten ↓


Hotin
Hallo Reini1972,

schön, dass Du hier im Forum bist. Deine Situation scheint Dir ganz schön zu schaffen zu machen.
Zitat:
Ich war damals fest davon über zeugt an ALS zu leiden.


Falsche Überzeugungen können Dich völlig von den Schienen heben. Welch eine Beruhigung, dass Du Dich
dabei geirrt hattest.
Zitat:
Aktuell weiß ich aber nicht mehr weiter. Vermutlich aufgrund viel Stress


Was genau macht Dir denn soviel Stress? Kannst Du das so beschreiben, dass andere das auch verstehen?
Zitat:
In der Klinik wurde ich mit Citalopram und seroquel behandelt.
Leider bislang in bezug auf meine Ängste ohne spürbaren Erfolg.


Deine Ängste sind Deine Gefühle. Welches Gefühl genau sollten die Medikamente verändern?
Zitat:
Ich werde nun zunehmend depressiver und habe riesige Angst vor der Zukunft


Welches Problem siehst Du denn in der Zukunft auf Dich zu kommen?
Und wann schätzt Du, wird das Problem beginnen?

Freue mich auf Deine Antwort

Viele Grüße

Bernhard

20.10.2016 21:23 • #2



Angst vor Derealisation und Zwang

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Hallo Bernhard,
vielen dank für deine Antwort.
Ja meine Situation macht mir sehr zu schaffen, habe das Gefühl ich zerbreche daran.
Wie ich oben beschrieben habe kreist seine Angst um diese derealisation sowie die Zwangsgedanken bzgl.meiner atmung. Der stress der m.E. zu dieser Situation geführt hat war wohl "hausgemacht". Ständig über steigerte Angst um die Zukunft, von der grossen Weltpolitik bis hin zur Gesundheit der Familie. Ich vermute dass deshalb mein Hirn vor einigen Monaten die Notbremse gezogen hat und sich durch derealisation schützt. Mir ist klar, dass das alles meine eigenen Gefühle sind, die durch kein Medikament der Welt " umgepolt" werden können. Schlimm ist die damit einhergehende depressive Stimmung, d.h. ich kann mich an nix mehr erfreuen, die Tage sind nur noch quälend. Darauf setzt sich noch die ganz konkrete Angst, dass meine Familie daran zerbricht und ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Über nächste Woche hab ich einen ersten Termin bei einem Psychotherapeuten. Leider habe ich bislang das Gefühl, dass mir der klinikaufenthalt rein gar nix bringt.
LG reini

21.10.2016 09:14 • #3


petrus57
Zitat von Reini1972:
Schlimm ist die damit einhergehende depressive Stimmung, d.h. ich kann mich an nix mehr erfreuen, die Tage sind nur noch quälend.


So ergeht es ja hier vielen. Mir auch. Geht es dir zum Abend hin auch besser?

Mir hat der Klinikaufenthalt nichts gebracht. Mir ging es danach schlechter als vorher. Für mich war der Klinikaufenthalt Stress pur. Mich stressen größere Menschenansammlungen. Bin gern für mich allein.

Petrus

21.10.2016 09:28 • x 1 #4


Hallo Petrus,
ja gegen abend gehts mir fast immer besser. Irgendwie erscheinen dann die Ängste und Probleme nicht mehr so groß und bewältigbar, es keimt sogar ab und an etwas Hoffnung auf.
Woher diese stimmungsaufhellung am abend kommt weis ich auch nicht, ich denke oft ist es das blosse Gefühl wieder einen Tag "überlebt" zu haben und jetzt endlich schlafen zu "dürfen".

LG reini

21.10.2016 10:14 • #5


petrus57
Ich denke abends auch oft: Wow mir geht's ja richtig gut. Aber leider ist dies immer nur ein Strohfeuer.

Es ist wohl so wie du es beschrieben hast. Man ist einfach heilfroh wieder einen Tag geschafft zu haben.

Petrus

21.10.2016 10:22 • x 1 #6


Blues63
Hallo Reini,
das mit dem Abend besser ist Teil der Krankheit geht mir auch so.Kaum aufgewacht morgens geht es los mit den Symptomen war jetzt in einer Klinik danach geht es jetzt zwar besser aber optimal sieht anders aus.
Axel

21.10.2016 12:40 • x 1 #7


Hotin
Hallo Reini1972,
Zitat:
Ja meine Situation macht mir sehr zu schaffen, habe das Gefühl ich zerbreche daran.


Es ist aber doch nur ein Gefühl. Und so ein Gefühl, welches sich später als nicht
hilfreich herausstelltest, hattest Du bei Deiner Angst vor ALS doch auch.

Zitat:
Darauf setzt sich noch die ganz konkrete Angst, dass meine Familie daran zerbricht und ich meinen
Beruf nicht mehr ausüben kann.


Zufriedenheit hängt nicht unbedingt von einer bestimmten Arbeit ab.
Warum sollte denn Deine Familie daran zerbrechen?
Zitat:
Leider habe ich bislang das Gefühl, dass mir der Klinikaufenthalt rein gar nix bringt.

Warum, weil Du dort noch nicht zur Ruhe gekommen bist?

Viele Grüße

Bernhard

21.10.2016 19:15 • #8


Hallo Bernhard,
das Gefühl daran zu zerbrechen ist deshalb so ausgeprägt, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie ich mit der beschriebenen derealisation und jetzt auch noch diesem zwang ein vernünftiges glückliches leben führen und meinen job weiter ausüben kann.
Deshalb auch die existenzangst. Meine Familie (Frau und 2 kleine Kinder) leidet sehr darunter und ich habe Angst sie zu verlieren.
Zur Ruhe gekommen bin ich in der Klinik zwar einigermaßen, aber ansonsten hat sich nix getan. Werde jetzt von Citalopram auf trevilor umgestellt.
LG reini

21.10.2016 19:27 • #9


Hotin
Hallo Reini,

Zitat:
Deshalb auch die existenzangst. Meine Familie (Frau und 2 kleine Kinder) leidet sehr darunter und ich
habe Angst sie zu verlieren.


Kann ich mir echt gut vorstellen, dass Du Existenzangst bekommst.
Dies ist normal. Nur, warum solltest Du Deine Kinder und Deine Frau verlieren?

Leiden die drei wirklich unter Deiner gesundheitlichen Situation? Oder haben sie auch ein wenig Angst um
Dich und hat Deine Frau auch etwas Existenzangst?

Zitat:
Zur Ruhe gekommen bin ich in der Klinik zwar einigermaßen, aber ansonsten hat sich nix getan.


Das ist doch schon ein guter Anfang. Ungeduldig bist Du auch noch?

Du schaffst das schon. Nur, braucht so etwas seine Zeit.

Grüße Bernhard

21.10.2016 19:47 • #10


so jetzt redet mal jemand der wirklich ahnung hat,so jemanden wie mich findet ihr nirgendswo glaubt mir,ärtzte und therapeuten sind nur esel die hab kein plan,also derealisation ist ein symptom das fühlt sich natür schrecklich an,was sich abe wirklich schlimm anfühlt ist nicht die derealisation sondern die angst die drunter liegt oder drüber liegt,das ding ist es gibt keine persönlichkeit niemand hat eine,persönlichkeiten sind illusionen,wenn man angst hat dann hat man auch heftige illusionen,das ganze ist so ein illusions ding,jeder mensch hat eine illusionierte persönlichkeit,ich würde spirituelle lehrer wie eckhart tolle empfehlen der bringt das problem auf den punkt,ihr fühlt euch unreal unecht,also damit wisst ihr ja schon was das problem ist,das ihr nicht in der realität seit,eure gedanken haben ein krassen realitätscarakter zb, ihr seht ein messer und euch kommt der gedanke ich könnte mich damit selbst verletzten,und schon habt ihr schiss das ihr das machen würdet weil der gedanke so real erscheint,euer bewusstsein ist zu klein ihr schläft mehr als das ihr wach seit

18.04.2017 00:49 • #11


die welt der psyche die welt der gedanken und gefühle,trauer und angst und verzweiflung überfluten die innenwelt,man sucht sich selbst und den ganzen schei.,aber das ist nur illusion wie ein schizophrener glaubt das er stimmen hört,hört der "normale" mensch seine stimme im kopf beides ist gleichermaßen illusion,ich erwähne der wort illusion so oft weil darauf kommt es letzten endes an,zu erkennen das gedanken illusionen sind,es ist der selbe stoff aus dem träume sind,es gibt kein unterschied nachts träumt ihr mit geschlossen augen und tagsüber mit offen das ist der zustand des normalen menschen,ihr habt einerseits mehr glück als normalos weil euer traum albtraumartig ist so habt ihr größeres intresse aufzustehen und darum geht es aufstehen aus dem traum die hindus nennen es maya,eckhart tolle ist sehr empfehlens wert,ohne euch auf eine innere reise zu begeben werdet ihr das problem nie los,endeckt eure ängste,eure minderwertigkeitsgefühle taucht tief ein und beobachtet den verstand werdet meister des verstandes,lass keinen stein unumgedreht in eurem unterbewusstsein,werdet euch über alles bewusst,euren neid eure arroganz euer geltungsdran eure scham versucht die psyche zu verstehen und meister darin zu werden,dann wird aus dunkelheit strahlend helles licht und traurigkeit und angst hass verzweiflund und all der kram ist dann vorbei,nehmt es selbst in die hand und beschäftig euch damit mit menschen wie erich fromm oder eckhart tolle,ihr seit nicht eure gedanken oder gefühle ihr seit nicht euer körper,ihr seit nichts das reine nichts formlos,nicht erfassbar mit dem verstand,das gefühl der lebendigkeit das seit ihr,nur momentan identifiziert ihr euch mit gedanken und körper,ihr glaub ihr seit die sprechende stimme in euerem kopf,oder ihr seit euer körper,nichts davon seit ihr,deswegen kann euch nichts passieren weil ihr formlos seit jenseits gedanken und körper,alle identifikation loslassen,und sich selbst wieder als formloses bewusstsein erkennen ist die große aufgabe

18.04.2017 01:13 • #12



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