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squashplayer
Ok...nimmst du Diazepam dann jedes Mal wenn du arbeitest?

#541


Icefalki
Zitat von MischkaJulychka:
Klar. Ein Putzjob beginnt öfter mal so früh. Im Krankenhaus sowieso.
Habs halbwegs überlebt mit einer Ladung Diazepam intus.



Man kann auch überleben, wenn man im Hinterkopf hat, dass man tut, was man kann. Reicht das nicht aus, soll es so sein. Dann sollen die einen kündigen und davon geht die Welt nicht unter. Oder du kündigst, ist eine Frage des Geldes. Auf keinem Fall mit Benzos arbeiten, gilt für das echte Arbeiten und dafür, überhaupt in der Lage zu sein, die Arbeit zu tun.

Angst Kriegst du nur los, wenn du im Kopf andere Denkweisen entwickeln kannst. Also, was ist deine grösste Angst? Schlechte Arbeit zu leisten, weil alles schnell gehen muss und du das noch nicht kannst? Oder, dass du gekündigt wirst? Oder, dass du versagen könntest?

Stell dich auf den Supergau ein und tu dein Bestes. So hab ich das damals auch getan. Hab keine Panik entwickelt, obwohl Stress pur, weil ich mir genau das immer vor Augen gehalten habe. Ich tu mein Bestes, wenn's nicht reicht, akzeptiere Ich die Konsequenzen. Im Gegensatz zu dir, hab Ich das sogar lauthals verkündet. Ok, ich geb es zu, hat mein Ego damals gebraucht, weil ich mir saudumm vorgekommen bin. Haha, irgendwie haben die mich trotzdem ertragen.

Also, geh hin, und stell die Fragen, lass die die Augen verdrehen bis sie denen rausfallen und denk, bitte, wenn ich euch nicht passe, ändert das doch.

x 2 #542


A


Angst vor der Arbeit

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E
Super Icefalki danke

x 1 #543


MischkaJulychka
Angst habe ich eher vor den Menschen. Ich habe ja diese sozialen Ängste bzw eine Phobie und es ist mir ein kraus mit Menschen zu arbeiten, vorallem dann wenn sie ne Leistung erwarten von mir. Panik
Deswegen liebe ich es auch in der Bettenaufbereitung zu sein weil ich ja dann weitesgehend alleine bin und ich mache die Betten einfach gerne wieder sauber und steril für die Patienten. Cool
Ansonsten denke ich wie du, Icefalki. Wenn es nicht genug ist, was ich leiste dann soll es so sein. Aber wenigstens hab ich es versucht und das wissen auch die Familie und Freunde. Eigentlich. Confused Hoffentlich.

Heute war es wieder äußerst anstrengend und mir sind auch ein paar blöde Dinge passiert aber nun ruhe ich mich erstmal aus.
Morgen muss ich dann wieder ran für 1 1/2 Stationen. Sad

#544


MischkaJulychka
Zitat von squashplayer:
Ok...nimmst du Diazepam dann jedes Mal wenn du arbeitest?


Leider ja aber ich spüre keine große Wirkung. Die Tropfen sind aber auch schon ziemlich alt. Frieden

#545


squashplayer
Schonmal ein AD versucht? Vermutlich ja wenn ich dein Historie so ansehe....

#546


P

Angst vor der Arbeit - Probleme mit Zielen

Hallo liebe Community,


ich leide seit ein paar Wochen an Angstzustände, welche sich auf mein allg. Wohlsein auswirken. Ich verfalle häufiger in depressive Phasen, habe Schlafprobleme usw.

Der Auslöser für meine aktuelle Situation ist meine Arbeit bzw. der Übergang von Ausbildung zur Arbeit.

Als Hauptgrund würde ich für mich aktuell die Perspektive als Arbeitnehmer sehen.

Bisher gab es in meinem Leben immer klare Ziele. Schule/Fachabi schaffen und danach meine Ausbildung gut bestehen.

In der jetzigen Situation fällt es mir aber enorm schwer Ziele zu setzen und mich mit diesen zu motivieren. In meinen Kopf spielt sich immer wieder das Szenario Du machst das Ganze für ca. 40 Jahre und gehst dann in Rente ab. Kleinere Ziele helfen mir leider noch nicht aus, um diese Situation zu meistern. Bspws. Meine ersten 1-2 Jahren dienen dazu um Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln und eine Grundlage für Weiteres zu bilden , Du bekommst dafür Geld und das brauchst du um deinen Unterhalt zu zahlen


Ich habe bereits seit vielen Jahren mit Ängsten(Angstzuständen) zu tun. Minimiert haben sich diese früher meistens durch die Schule oder meine Ausbildung. Es war also der Ausgleich in meinem Leben vorhanden der mir geholfen hat. Ich konnte mich auf den nächsten Tag meistens freuen.

Um das ganze vielleicht etwas besser zu erklären fange ich bei meiner Ausbildung an.

Ich bin als Informatiker in einem Produktionsbetrieb angestellt, und kümmere mich nur um IT-interne Sachen. (sogesehen Dienstleister für meine Firma). Zu Beginn meiner Ausbildung hatte ich enorm wenig zu tun und war froh wenn ich überhaupt mal Aufgaben bekommen habe. In diese habe ich mich dann meistens sehr reingesteigert und versucht sie optimal und mit Schleife zu lösen. Meine restliche Zeit hatte ich häufig mit anderen IT- oder privaten Sachen verbracht.

Nach Gesprächen mit meinem Ausbilder (zwecks mehr Arbeit oder einem Ausbildungs Ablaufplan) hat sich an meiner Situation nicht viel geändert und ich habe mich entschlossen mit der Situation klar zu kommen. Also meine freie Zeit auf Arbeit mehr oder weniger sinnvoll zu nutzen und meine Aufgaben die mir gestellt wurden gut zu erledigen.

Zu Beginn hat mich die ganze Situation damals auch sehr runtergezogen (fast wie heute), aber ich hatte mich über die Zeit daran gewöhnt und mir ging es die 2. Hälfte der Ausbildung ziemlich gut. Selbst nachdem ich meine Ausbildung in Regelzeit nicht geschafft habe (Ich durfte meine Projektarbeit neu schreiben (lange Geschichte)) und ein halbes Jahr dran hängen musste, ging es mir gut. Ich hab das ganze eher als Chance gesehen. (Am Ende sogar recht erfolgreich. Ich konnte meine Abschlussnote von 4 auf 2 verbessern).


Nach Ende der Ausbildung ging es mir erstmal gut und ich durfte bei meiner Firma bleiben. Es sollten sich mehr Aufgaben ergeben, da ich in verschiedene Projektteams implementiert werden sollte (bisher, nach mehrmaliger Anfrage, gibt es nur einen groben Zeitpunkt wann dies geschehen wird)

Allgemein habe ich aber mehr zu tun als vorher (Azubi Zeit).


Und hier fängt meine aktuelle Situation an: Ich war im März ca. 1 Woche krank und konnte keinen wirklichen Sport oder anderes machen. Es ging mir also nicht gut und ich hatte viel Zeit über alles nachzudenken.

In dieser Zeit habe ich meine Ziele auf Arbeit überdacht und kam zu keinem wirklich beruhigenden Schluss. (s.o.). Es ging mir nach der Woche vom Kopf her ziemlich schlecht.

Auf Arbeit wieder angekommen, hatte ich versucht mit der Situation klar zu kommen. Leider hat dies nicht funktioniert.

Es hat sich alles soweit entwickelt dass, sobald ich Aufgaben bekomme oder mich jemand anruft und nen Problem hat, ich mit Angst reagiere und diese häufig als Begleiterscheinung behalte in der Situation. .

Früher hatte ich Freude an solchen Situation. Also für jemand Anderen Probleme zu lösen und mich mit etwas zu beschäftigen und eventuell zu neuen Wissen zu gelangen. Jetzt ist es meist mit Angst, ebenso die Angst die Situation nicht gelöst zu bekommen, verbunden. Auch bei vielen anderen IT Sachen empfinde ich eher Angst obwohl diese mir vor kurzem noch Spaß gemacht haben.

Mir fehlt einfach das Gefühl der Lustlosigkeit. Entweder mir macht aktuell etwas Spaß oder ich bekomme es mit der Angst zu tun. Genau hier frage ich mich warum mein Kopf so reagiert? Abwehrhaltung? Weil die komplett falsche Berufswahl kann es ja nicht sein wenn es mir 3 Jahre lang mehr oder weniger Spaß gemacht hat.

Gerade wenn ich mal keine Aufgaben habe und mich zurücklehnen könnte, zieht es mich häufiger runter. Ich denk mir dann Wenn ich mal in einer Firma arbeite wo ich voll beschäftigt bin, wie soll ich das nur aushalten? Da gibt es solche Situationen bestimmt nicht.

Das ganze ist für mich wie ein Kreislauf mit dem Ursprung Warum mache ich das hier?

Meine Ängste haben sich dann leider auch auf mein Privat Leben ausgewirkt. Ich bekomme ab und zu Angst wenn ich anderen Menschen bei der Arbeit sehe. Ich versetze mich dann meistens in die Lage der Person und mache es mir dann selber schwer. Gerade wenn der Beruf ähnlich ist wie meiner. Ich könnte so nicht arbeiten(laut meiner Vorstellung)

Leider assoziiere ich gerade in meinen ängstlichen Phasen verschiedene private Sachen mit der Angst. Also wenn ich mal nicht auf Arbeit bin und gerade so eine Phase habe und dann z.B. mich auf etwas freuen will und das nicht klappt, dann muss es ja daran liegen. Obwohl meine Logik sagt dass das völliger Schwachsinn ist und damit nichts zu tun hat. .
Nur leider kann ich mein Empfinden dann nicht immer ändern. Aus der Angst entstehen dann andere Ängste.


Es tut mir Leid dass der Text so lang werden musste. Ich glaube aber ansonsten ist dass ganze schwer nachzuvollziehen und könnte falsch interpretiert werden.


Ich befinde mich seit ein paar Jahren in therapeutischer Behandlung. Leider kam die ganze Situation ziemlich plötzlich und mein Therapeut hat keine wirklichen Stunden für eine neue Therapie über.(eine neue dürfte ich theoretisch erst nächstes Jahr beginnen. Die aktuelle ist vorbei und müsste verlängert werden)
Ich hab aktuell nicht mal einen neuen Termin bekommen weil der nächste erst in 6 Wochen frei gewesen wäre. Er wollte mich kontaktieren sobald mal wieder einer frei ist.

Die letzten Gespräche verliefen aber meines Erachtens eher ins Leere. Ich muss mich selber so annehmen wie ich bin war mehr oder weniger die Kernaussage. Letztendlich ist die Aussage nicht falsch aber so richtig arbeiten kann man damit nicht, wenn es einen nicht gut geht.

Er hatte mir versprochen demnächst mit autogenen Training anzufangen aber wenn ich mal sporadisch aller x Wochen nen Termin bekommen hilft das mir aktuell nicht weiter. Und meine Situation wird gefühlt eher schlechter als besser. Da finde ich solche ungewissen Abstände nicht förderlich.


Vielleicht könnt ihr mir etwas weiterhelfen. Eventuell war jemand auch schon einmal in so einer Lage und hat Tipps für mich wie ich mich langsam zurück arbeiten kann. Gerade was die Bewältigung von Ängsten angeht und wie ich mir für den Beruf Ziele setze. Auch kleine Hinweise in Sachen umdenken helfen manchmal.
Ich fühle mich mit der Situation eher alleine. Meistens finde ich Personen die Angst haben den Job zu verlieren und nicht allg. arbeiten zu gehen.

Ebenso wollte ich wissen, ob es Sinn macht bei meinem Therapeuten zu bleiben bzw. ihn darauf anzusprechen. Irgendwie hab ich Angst dass er mir das krumm nimmt wenn ich ihn darauf anspreche, dass ich die Praxis wechseln möchte und das Gefühl habe wir kommen so aktuell nicht weiter.


Puh, das war für mich echt nicht einfach so einen langen Text zu schreiben.


Schreibt mir einfach falls euch was unklar ist.


LG

#547


Icefalki
Ich antworte dir mal, was mir dazu einfällt. Übrigens, herzlich Willkommen im Forum.

Ich denke, du hast Angst vor Verantwortung, jetzt, da der Status Azubi weggefallen ist. Das macht dir Stress. Ist ein typisches Problem bei uns, dass Veränderungen erstmals negativ bewertet werden. Problem des Funktionieren müssens. Jetzt gilt es und Kopfkino geht los.

Manchmal sind die wirklichen Probleme super versteckt im Hinterfragen vom Sinn oder Unsinn des Lebens.
Letztendlich steckt nur Selbstunsicherheit hinter den Ängsten, die man aber nicht anschauen möchte.

x 1 #548


P
Zitat von Icefalki:
Ich antworte dir mal, was mir dazu einfällt. Übrigens, herzlich Willkommen im Forum.

Ich denke, du hast Angst vor Verantwortung, jetzt, da der Status Azubi weggefallen ist. Das macht dir Stress. Ist ein typisches Problem bei uns, dass Veränderungen erstmals negativ bewertet werden. Problem des Funktionieren müssens. Jetzt gilt es und Kopfkino geht los.

Manchmal sind die wirklichen Probleme super versteckt im Hinterfragen vom Sinn oder Unsinn des Lebens.
Letztendlich steckt nur Selbstunsicherheit hinter den Ängsten, die man aber nicht anschauen möchte.


Hallo icefalki,
danke für deine Antwort Smile

Ich glaube auch dass die Veränderung mir große Unsicherheit gebracht hat. (wäre bei mir nichts neues, dass ich damit Probleme habe)
Leider bin ich noch nicht mit der "neuen" Grundlage (Arbeiter) vertraut und schaffe es nicht diese wirklich zu akzeptieren und reagiere auf diese Thematik sehr ängstlich.

Dein letzter Absatz hat mir zu denken gegeben. Ich weiß nicht ob ich ihn ganz verstanden habe. Aus meiner Sicht kann ich mir vorstellen/hoffen dass es an meiner allgemeinen Unsicherheit liegt, dass ich mir neue Ängste erschaffe, die primär mit meiner aktuellen Angst vor der Arbeit/Zukunft zu tun haben.

In welcher Form kann ich mir da selber helfen? Und welche Therapieform hilft dabei weiter? So wie jetzt will ich nicht das es weiter geht. Und ewig auf meinen aktuellen Therapeuten warten hilft mir am Ende eher nicht.

#549


L
Hallo zusammen,

evt könnt Ihr mir einen Rat geben. Ich habe Angst in die Arbeit zu gehen. Wenn ich morgens aufstehen muss geht es mir schon schlecht. Angst davor was auf mich zukommt. Ich bin erst eine Woche dabei und denke mir dann auch immer, wie ich wohl dastehe wenn ich was noch nicht weiß. Am liebsten würde ich mich krankmelden. Daheim geht es mir meistens gut. Am besten Decke übern Kopf und gut. Ich bekomme auch starke Kopfschmerzen wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin. Dazu kommt noch das ich meine beiden Eltern verloren habe vor 2 Jahren. Ich fühle mich nur noch schlecht zu versagen. Danke schon mal für eure Meinung. Lg

#550


la2la2
Hey Loki DB,
ist die Schlussfolgerung, dass du Lokführer bei der Bahn bist richtig?
Gab es vielleicht mal irgendwelche Ereignisse bei der Arbeit, wie Unfälle mit Personenschäden oder gewalttätige Fahrgäste etc. pp.?

Hast du eine Wunschstelle bekommen?
Warst du davor lange Zeit arbeitslos?
.....

#551


L
Hallo,

nein ich bin noch nicht bei der Bahn. Ich hatte mir eine Auszeit genommen wo meine Eltern gestorben sind. Ich Ninas Kind oft gemobbt worden oder mir wurde gesagt dass ich eh nichts kann.

x 1 #552


L
Eine Wunschstelle habe ich leider nicht. Musste gestern auch ins Krankenhaus gehen wegen meinen Kopfschmerzen und Morgen soll ich wieder arbeiten.

#553


Schlaflose
Zitat von Supporter:

Warum genau ist es schlimm?
Vermutlich, weil du glaubst merkwürdig dazustehen?

Stell dir vor du triffst auf einen Arbeitskollegen und ihr habt euch nichts zu sagen.
Was passiert dann?

Deine Angst ist unbegründet, selbst wenn ihr euch nichts zu sagen habt, grüßt man sich und geht weiter. Wenn man Bedarf oder Interesse hat kann man über das wetter reden, fragen wie es geht. Einfacher smalltalk und dient als Einstieg.


Habe jetzt erst entdeckt, dass ich hier noch eine Antwort schuldig bin.

Es ist keine Angst, die ich vor so einer Situation habe, sondern ein Widerwillen. Alles in mir schreit: Ich will nicht, lasst mich in Ruhe.

#554


Jasmin17
Ich verstehe.dich da.total,habe.dasselbe problem

x 1 #555


L
Was machst du den beruflich? Wie äußert sich das bei dir?

#556


Ra87
weiß auch nicht wie das weitergehen soll. Und das nach dem ich jetzt mal wirklich lange krank geschrieben war und die Unsicherheit so hoch ist wie noch nie .... ><

#557

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B

Angst vor Leben und Arbeit

Hallo ihr Lieben,

Ich bin neu hier und versuche mal mein Glück. Bin im Moment sehr verzweifelt. Ich habe vor einem Jahr meine Arbeit verloren aus psychischen Gründen. Danach war ich 2 Monate in einer Klinik und hatte dann noch 6 Monate eine Auszeit um zu mir zu kommen. In der Zeit hat sich aber nicht wirklich was getan um meine Situation zu verändern. Ich denke dass ich zuwenig gemacht habe um mir zu helfen. Vor 3 Monaten wurde mir dann wie panisch klar dass ich wieder arbeiten muss. Ich habe es einfach verdrängt, war bis Ende Juni freigestellt.
Im April habe ich also panisch meinen Lebenslauf aktualisiert (habe keine Karriere gemacht. Letzten 6 Jahren in teilzeit als Informatikerin, davor in Vollzeit, immer in derselben Firma).

Ich habe jetzt durch einen Bekannten eine Stelle bekommen, ich habe im Vorstellungsgespräch gesagt dass ich das interessant finde, obwohl das nicht so der Fall ist. Aber ich brauche einen Job. Das Problem ist dass ich jetzt fast 1 Jahr raus bin und somit keinen Ahnung mehr habe. Ich würde auch mit vielen neu anfangen. Der Arbeitgeber weiß davon aber nix. Die denken dass ich alles schon kann und die letzten 10 Monate gearbeitet habe.

Mich plagen jetzt natürlich Ängste. Am 01.08. Geht es los, es ist auch das erste Mal dass die Stelle recht weit weg ist. 50 Minuten.

Ich habe das Gefühl dass ich mein Leben vollkommen vermasselt habe. Ich will im Moment gar nicht aus der Wohnung, mich nicht mehr der Welt stellen. Aber dadurch wird es ja schlimmer.

Ich war in meinem Leben jetzt schon 2 mal in Kliniken. Freunde habe ich zwar. Aber sehen tue ich die echt selten, da ich recht anstrengend bin.

Ich will einfach wieder normal sein, einen nicht total stressigen Job, liebe Menschen um mich herum. Und jetzt im Moment habe ich das Gefühl ich renne in das nächste Chaos mit überforderung.

Das Arbeitsamt hat mich in eine 3 monatige Maßnahme gesteckt die am Montag anfängt. Sie wollen mich in eine Stelle vermitteln die keinen hohen Ansprüche an die soziale Kompetenz, an die Konzentration, an das Anpassungsvermögen erfordert. Auch keine zeitarbeit, kein schichtdienst. Das würde durch ein medizinisches Gutachten rausgefunden. Aber ich habe Angst dass ich dann irgendwo lande wonich kein Geld verdiene und total Abstürze. Ich habe auch nie einen Partner gehabt in meinem Leben, bin immer allein geblieben.

Ich entwickelt mehr und mehr Ängste. Will manchmal nicht mehr leben. Wenn ich mit meiner Mutter spreche (sie ist 70 Jahre alt), dann geht es mir besser. Aber das ist natürlich bescheuert, da ich 40 Jahre alt bin. Ich muss mein Leben wieder in den Griff bekommen und im Moment geht das gar nicht.

Vielleicht habt ihr Ratschläge. Ich bin so am Ende. Und will einfach nicht mehr aus meinem Bett raus. Möchte auch manchmal nicht mehr essen

Ich denke es wäre gut wieder eine regelmäßige Arbeit zu haben. Aber vor der Informatik und den Sachen hab ich einfach Angst.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und Freunde können mir auch nicht mehr helfen, da es schon viel zu lange geht.

Danke euch
Sandra

#558


J
Erstmal herzlich willkommen bei uns!

Nach einem Jahr Auszeit schon raus aus allem? Ist das in der Informatik echt so (kenne mich da selbst gar nicht aus)? Und warum weiß der neue Arbeitgeber nichts von der Pause? Weil du nur freigestellt und nicht gekündigt warst und dies im Arbeitszeugnis nicht erwähnt wird? Ich glaube, ich würde die Chance nutzen und es probieren, dabei wieder auf den neuesten Stand der Technik kommen, und nebenbei nach einem wirklich interessanten Job suchen. Wäre dieser Weg für dich vorstellbar? Oder hast du Bedenken wegen des Bekannten, der dir den Job vermittelt hat?

x 2 #559


Abendschein
Du weißt vieles selber und hast Dir Antworten gegeben. Die Maßnahme brauchst Du nicht antreten, da Du im August eine neue Stelle hast. Ich würde die Stelle annehmen, daß ist ein Neuanfang um aus dem Mist heraus zu kommen, wo Du jetzt drin bist. Nur jammern hilft nicht.
Mut haben und dem Leben sich stellen. Das Du keine Lust mehr hast vor die Türe zu gehen und auch keine Lust mehr hast etwas zu essen, grenzt schon an eine Depression. Das wird sich dann ja bald ändern .

#560


A


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Mira Weyer
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