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moo
Hi Lila,
welche Therapieformen werden dort angewendet? Wie lange wirst Du voraussichtlich dort bleiben können?

06.04.2021 17:23 • #81


MrVoltaren
Zitat von portugal:
Leider nein aber ich druecke Dich mal ganz doll, denn Depressionen sind so schrecklich. Mir hat die TK in meinem Ort herausgeholfen, klein aber dennoch fein. Ich wuensch Dir alles erdenklich Gute


TK= Technikerkrankenkasse?

06.04.2021 17:30 • #82



Wer kennt gute Klinik für Psychosomatik oder Reha Klinik?

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portugal
Tagesklinik. Gibt es in jedem groesserem Ort und Du schlaefst zuHause ....

06.04.2021 17:30 • #83


MrVoltaren
Zitat von portugal:
Tagesklinik. Gibt es in jedem groesserem Ort und Du schlaefst zuHause ....


Ach so, ja ne würde einen Stationären aufenthalt Bevorzugen. Einfach raus aus der wohnung, raus von den erinnerungen und ja komplertt auf die therapie konzentrieren

06.04.2021 17:34 • #84


portugal
Sehr gut. Kann Dir der Arzt nicht weiterhelfen? Ich haette damals nicht mal die Kraft gehabt, irgendwo anzurufen ....

06.04.2021 17:35 • #85


Zitat von moo:
Hi Lila, welche Therapieformen werden dort angewendet? Wie lange wirst Du voraussichtlich dort bleiben können?


Also in der Klinik wo ich jetzt vermutlich hinkomme, wird sowohl Tiefenpsychologische Therapie oder Verhaltenstherapie angewandt. Das kommt auf den Patienten darauf an. Bei mir wird klassische Verhaltenstherapie mit systematischer Desensibilisierung angewandt. Zusätzlich halt das übliche, Entspannung, Sport/Bewegung, Kreativtherapie usw.

Das gleiche wäre in St. Lukas soweit ich weiß, möglich gewesen. Auch entweder KVT oder TP.

In der neuen Klinik ist jetzt ein Aufenthalt von 6-8 Wochen geplant.

06.04.2021 19:35 • x 1 #86


Ich hätte noch eine Frage an die erfahrenen unter euch, mein Hausarzt hat mir ganz normal eine Einweisung für die Klinik geschrieben. Auf den zweiten Zettel stand jedoch, dass ich das vorab der Krankenkasse einreichen muss, ob sie die Kosten übernehmen. Das kenne ich von anderen stationären Aufenthalten tatsächlich nicht. Wird der Klinikaufenthalt relativ sicher von der Krankenkasse übernommen oder nicht? Wenn es jetzt daran scheitern würde, wäre es echt sehr ärgerlich.

06.04.2021 19:38 • #87


j_1411
Zitat von Lila12345:
Ich hätte noch eine Frage an die erfahrenen unter euch, mein Hausarzt hat mir ganz normal eine Einweisung für die Klinik geschrieben. Auf ...

Also ich kenne das nur so, dass therapien "genehmigt" werden müssen, egal ob stationär oder ambulant. Sofern du in den letzten 2 Jahren keine Therapie gemacht hast, wird das absolut kein Problem sein. Ansonsten prüfen die das, so wie ich das verstanden habe.

08.04.2021 02:18 • #88


silverleaf
Hallo Lila,

ich war bis jetzt 5x stationär in einer psychosomatischen Klinik und habe somit einige Erfahrungen mit diesen Genehmigungsverfahren, sowohl persönlich als auch durch viele Erzählungen von Mitpatienten.
Ich versuche mal, diese Erfahrungen auf eine Quintessenz einzudampfen.

Zunächst einmal die Antwort auf Deine Frage: Es kann leider durchaus passieren, dass Dir die Krankenkasse mit der Genehmigung das Leben erstmal schwer macht. Die meisten Kliniken unterstützen ihre Patienten aber in dem Prozess. Beim ersten psychosomatischen Klinikaufenthalt kann es gut sein, dass die Krankenkasse wenig Probleme macht. Die meisten Krankenkassen fordern eine Einweisung vom Facharzt (Hausarzt reicht oftmals nicht) samt schriftlicher Begründung.
Krankenkassen versuchen gerne alles, die Genehmigung zu vermeiden oder bis zum Exzess herauszuzögern, da diese Klinikaufenthalte sehr teuer sind. Es ist hilfreich, wenn man in ambulanter Therapie ist und Medikamente nimmt, denn ansonsten versuchen die Krankenkassen gerne, erstmal ambulante Maßnahmen bzw. Medikamente vorzuschlagen. Es geht aber auch ohne, nur muss dann oftmals besonders begründet werden, warum man nicht erstmal diese Maßnahmen nutzen kann, sondern trotzdem stationär behandelt werden muss.

Häufig habe ich Folgendes gehört oder erlebt:
Manchmal geht alles gut, man schickt die Einweisung zur Krankenkasse und die genehmigt. Hat man keine schriftliche Begründung mitgeschickt, wird diese oft angefordert. Manchmal schickt einem die Krankenkasse dann nochmal einen weiteren Fragebogen zu, der vom Arzt auszufüllen ist. Wenn zu diesem Punkt die Krankenkasse erneut ablehnt, schaltet sich manchmal die Klinik ein, man geht dort zum Gespräch und die Klinik schickt einen sehr ausführlichen Bericht, der dann meistens genehmigt wird. Es kommt aber auch vor, dass auch der nochmal abgelehnt wird, dann kommen zumeist Anwälte ins Spiel.
Es gibt Kliniken, die das Verfahren abkürzen und gleich selber die Begründung schreiben.

Wie gesagt, darauf möchte ich ganz deutlich hinweisen: Es kann auch alles ganz unproblematisch laufen!
Es hängt von Deiner Krankenkasse, den Diagnosen und der Klinik ab.
Ich möchte Dich auf gar keinen Fall entmutigen, im Gegenteil, ich halte es nur für hilfreich, wenn Du weißt, was auf Dich zukommen kann (nicht muss) und Du dann nicht aus allen Wolken fällst.
Und Du hast Deine Frage ja gestellt, um realistisch zu erfahren, was passieren kann.

Ich habe durchaus mitbekommen, dass Patienten ein Jahr lang (und länger) mit ihrer Krankenkasse gestritten haben. Am Ende stand dann oft die Genehmigung, aber wenn es schwierig wird, muss man abwägen, ob man die Kraft für diesen Kampf aufbringen will. Manche Krankenkassen setzen richtig auf diese Zermürbungs-Taktik und hoffen, dass man den Kampf irgendwann aufgibt. Es muss nicht dazu kommen, aber es kann passieren.

Das "Problem" bei psychosomatischen Kliniken ist, dass man zwar krank und behandlungsbedürftig ist, aber keine direkte Gefahr im Verzug ist, denn dann müsste man eh in die Psychiatrie (das läuft ohne Genehmigungsverfahren). In psychosomatischen Kliniken muss man ja noch ein gewisses Funktionsniveau haben, um an den Therapien teilnehmen zu können und in einem relativ offenen Setting zurechtzukommen (man muss absprachefähig sein etc.). Hat man dies nicht, wird man von der Psychosomatik gar nicht erst aufgenommen oder wird zum Eigenschutz von dort aus in die Psychiatrie verlegt.

In der Psychosomatik gibt es stationär zwei Bereiche: Reha und Akut. Eine Akut-Einweisung bedeutet hier also nur: nicht Reha.

Ich kenne Leute, die mit ihrem Genehmigungsverfahren und der Warteliste der Klinik bis zu 2 Jahre auf ihren Aufenthalt gewartet haben (vor allem dann, wenn es sich um eine stark nachgefragte, spezialisierte Station in einer beliebten Klinik handelt). Einige haben es durchgezogen, andere irgendwann abgebrochen, und wieder andere haben die Wartezeit teilweise in der Psychiatrie überbrückt.

Aber ich kenne auch Leute, bei denen von der Einweisung bis zu Aufnahme nur 3 Wochen vergangen sind.
Man kann also keine allgemeingültigen Aussagen machen, viel ist möglich.

Ich drücke Dir alle Daumen, dass Deine Kasse schnell genehmigt!
Viel Glück,
LG Silver

08.04.2021 22:26 • x 1 #89


Schlaflose
Zitat von silverleaf:
In der Psychosomatik gibt es stationär zwei Bereiche: Reha und Akut. Eine Akut-Einweisung bedeutet hier also nur: nicht Reha.

Eine Reha wird üblicherweise nicht von der Krankenkasse genehmigt sondern von der Rentenversicherung.

09.04.2021 08:27 • #90


silverleaf
@ Schlaflose:
Ja, das weiß ich, das war auch weder mein Punkt noch habe ich das so gesagt .

Was ich sagte war: Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, in eine psychosomatische Klinik überwiesen zu werden, entweder in den Bereich "Akut" (über die Krankenkasse) oder in den Bereich "Reha" (über die Rentenversicherung), diese beiden Bereiche gibt es generell in psychosomatischen Kliniken.

Viele Leute, die in dem Bereich psychosomatische Kliniken noch nicht so viel Erfahrung haben, wundern sich darüber, dass auf ihrer Einweisung "akut" steht und sie trotzdem zum Teil sehr lange auf ihren Aufenthalt warten müssen. Das Wort akut suggeriert ihnen, dass es dringend ist, ergo schnell geht. Viele kennen nur "normale" Krankenhauseinweisungen und leiten ihre Erfahrungen von diesen Einweisungen her ab.
Ich habe diverse Gespräche mit Mitpatienten genau über diesen Punkt geführt, es ist mit eines der ganz häufigen Themen, die man in psychosomatischen Kliniken so mitbekommt. Viele sind gerade bei Anreise total erschöpft von der Verzweiflung und dem Stress mit diesen langen Wartezeiten, gerade weil sie davon im Vorfeld nichts ahnten und von anderen Voraussetzungen ausgegangen sind.

Auf dieses mögliche und häufige Missverständnis wollte ich hinweisen, vor allem auch, weil Lila schrieb, dass sie das Genehmigungsverfahren von anderen stationären Aufenthalten nicht kennt.

LG Silver

09.04.2021 17:31 • #91



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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf