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Zitat von 9201er:
Das kann ich so nicht glauben Das würde ja bedeuten wenn HP für Psych ihre Macht Missbrauchen wäre es in ordnung? kann nicht glauben dass so eine Quacksalberei in Deutschland ok sein soll. Was ist mit Menschen die in ihrer Kindheit emotional Missbraucht wurden, dann zu so einer gehen und retraumatisiert werden?

Sie war ja nicht in ihrer Funktion als HP für Psychotherapie tätig - sondern als Coach. Und Coach darf sich ausnahmelos jeder nennen - ohne Abstinenzregeln o.ä. beachten zu müssen.

02.09.2021 19:27 • #61


Zitat von Natascha40:
Sie war ja nicht in ihrer Funktion als HP für Psychotherapie tätig - sondern als Coach. Und Coach darf sich ausnahmelos jeder nennen - ohne Abstinenzregeln o.ä. beachten zu müssen.

Ein *Coach* dürfte aber dann auch keine Beurteilung schreiben wo drinn steht dass der Klient eine Alk. und Dro. hat
da stimmt doch was nicht...

02.09.2021 19:30 • #62



Psychologisches Coaching Schweigepflicht verletzt?

x 3


Zitat von 9201er:
Ein *Coach* dürfte aber dann auch keine Beurteilung schreiben wo drinn steht dass der Klient eine Alk. und Dro. hat da stimmt doch was nicht...

Ein Schreibverbot besteht für Coaches auch nicht.

02.09.2021 19:35 • #63


Zitat von Natascha40:
Ein Schreibverbot besteht für Coaches auch nicht.

Auf deren Internetseite steht dass die *Coaches* Schweigepflicht haben,
Auserdem darf eine Heilpraktikerin für Psychotherapie keine Diagnosen verteilen
ein *Coach* schon gleich garnicht
Alk. und Dro. Abhängigkeit ist aber bereits eine Diagnose.
So meint ich das, sie hätte das nicht schreiben dürfen

02.09.2021 19:38 • #64


Zitat von 9201er:
Auf deren Internetseite steht dass die *Coaches* Schweigepflicht haben, Auserdem darf eine Heilpraktikerin für Psychotherapie keine Diagnosen verteilen ein *Coach* schon gleich garnicht Alk. und Dro. Abhängigkeit ist aber bereits eine Diagnose. So meint ich das, sie hätte das nicht schreiben dürfen

Haben sie aber nicht. Heilpraktiker dürfen durchaus auch Diagnosen stellen.

02.09.2021 19:44 • #65


Zitat von Natascha40:
Haben sie aber nicht. Heilpraktiker dürfen durchaus auch Diagnosen stellen.

Darf sie nicht, hat sie mir selber gesagt als ich nachfragte ob sie mich Diagnostiziert

02.09.2021 19:46 • #66


Tatsache ist aber: Heilpraktiker dürfen Diagnosen stellen.

02.09.2021 20:26 • #67


silverleaf
Die Sache ist: Ja, Heilpraktiker dürfen Diagnosen stellen, das ist richtig. Dabei geht es im Wesentlichen darum, dass die HP schwerere psychiatrische Diagnosen erkennen können müssen, damit sie diese an ausgebildete psychologische/ärztliche Psychotherapeuten abgeben, da sie solche Erkrankungen nicht behandeln sollen/können/dürfen.
Also, ein Heilpraktiker kann grundsätzlich Diagnosen stellen, die Frage ist nur, wofür diese verwendet werden dürfen. HP dürfen keine richtigen medizinisch relevanten Befundberichte im engeren Sinne schreiben, die für irgendwelche Gutachten etc. mit medizinischer Relevanz verwendet werden.

Daher denke ich auch, dass Du mit einem psychiatrischen (also fachärztlichen) Gutachten ihren Bericht außer Kraft setzen lassen kannst. Der wird auf jeden Fall höher gewertet werden als alles, was die HP geschrieben hat. Was sie geschrieben hat dürfte, wie vorhin auch schon gesagt, eigentlich gar nicht verwendet werden, eben weil sie HP ist und an diversen Stellen unprofessionell bis rechtswidrig mit der Schweigepflicht umgegangen wurde.

Ich würde, sollte es hart auf hart kommen, das JC auf diesen Umstand auch nochmal deutlich hinweisen. Du schriebst vorhin, dass der Briefkopf der Praxis auf der Beurteilung ist, aber nur die HP unterschieben hat, nicht die zugelassene Psychotherapeutin, der die Praxis gehört. Einem Sachbearbeiter, der nicht genau hinsieht, könnte dieses Detail entgehen und denken, dass die Beurteilung von einer zugelassenen studierten Psychotherapeutin kommt, was den Status der Beurteilung verändert, ihr mehr Gewicht verleiht.

Der Begriff Therapie ist weitgehend ungeschützt, Therapeut auch, die Bezeichnung psychologischer Psychotherapeut (und das sind die meisten richtigen, also studierten Psychotherapeuten, die man so trifft) ist geschützt, genauso wie Diplom-Psychologe.
Diese Therapeuten rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte ab, und zwar unter einer der folgenden 3 Therapieformen:
- tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie,
- Verhaltenstherapie oder
- analytische Psychotherapie (Psychoanalyse).

Die ersten beiden Therapieformen sind die häufigsten, Analyse ist eher wenig verbreitet.
Alle anderen Bezeichnungen, auch für speziellere Therapieverfahren, fallen unter eines dieser 3 Dächer.
Es können nur diese 3 Therapieformen bei der Krankenkasse beantragt werden.
Jeder psychologische Psychotherapeut, bei dem man sich um einen richtigen Therapieplatz bemüht, wird Auskunft darüber geben, welche dieser 3 Therapieformen er anwendet.



Ich glaube, ich würde mich an Deiner Stelle darauf konzentrieren, ihren Bericht aus Deiner Akte entfernen zu lassen.
Alles andere würde ich nicht weiterverfolgen, ich glaube nicht, dass da etwas bei rauskommt, was Dir helfen würde.
Ich würde mich auf das konzentrieren, was für Deine Zukunft wichtig ist, und es auf das Wesentliche reduzieren und die anderen Dinge fallenlassen.
Bei allem, was da so gelaufen ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass es juristisch möglich sein wird, diesen Bericht für unwirksam erklären und löschen zu lassen. Du lieferst ja auch ein fachärztliches psychiatrisches Attest nach.

Du weißt nie, was in Deinem Leben noch so kommt, und ein unter solchen Umständen zustandsgekommener negativer Bericht kann Dir später evtl. schaden. Darum würde ich mich darauf konzentrieren, weil es für Dich langfristig Relevanz haben wird.

Alle anderen Punkte würde ich ruhen lassen und nicht weiterverfolgen.

LG Silver

03.09.2021 00:28 • x 2 #68


Ja darauf werde ich mich auch Konzentrieren.
Zu der Diagnose Sache
Die Heilpraktikerin sagte mir das Heilpraktiker grundsätzlich nicht Diagnostizieren dürfen.
Wäre ja auch schlimm wenn man nach so einer Ausbildung so etwas machen dürfte bei den Komplexen Störungsbilder die es gibt kann man nie Profesionell eine Diagnose stellen nach so einer kurzen Ausbildung.

weiter oben wurde ebenfalls gesagt, dass Hp für psychotherpie nicht Diagnostizieren dürfen.

Ich werde mit dem Jobcenter darüber reden und fragen in wie weit das gelöscht werden kann... bzw, wie lange das überhaupt gespeichert wird.

03.09.2021 06:15 • #69


Zitat von 9201er:
Die Heilpraktikerin sagte mir das Heilpraktiker grundsätzlich nicht Diagnostizieren dürfen.

Wäre ja auch schlimm wenn man nach so einer Ausbildung (...)

Dann belese dich einmal zum Tätigkeitsfeld von Heilpraktikern. Sie dürfen auch Diagnosen stellen.

03.09.2021 06:20 • #70


Zitat von Natascha40:
Dann belese dich einmal zum Tätigkeitsfeld von Heilpraktikern. Sie dürfen auch Diagnosen stellen.

Dann hatte sie mich zu der Thematik ebenfalls belogen,
Da muss man als Patient / Klient ja aufpassen zu wem man geht.
Das sowas in Deutschland überhaupt erlaubt ist ist unfassbar, solche Menschen können einen ja noch viel mehr Psychische Probleme bereiten als man ohnehin schon hat
zb, kahmen ebenfalls Aussagen von ihr dass Menschen die Suizid begehen wollen es nicht an die große Glocke hängen und es einfach machen.
mMn, dürfte sowas garnicht passieren, da sind ja solche Menschen unfähig Probleme zu erkennen.

03.09.2021 06:28 • #71


Zitat von 9201er:
Da muss man als Patient / Klient ja aufpassen zu wem man geht. Das sowas in Deutschland ...

Ja, klar. Jeder darf dir, ohne jegliche Ausbildung, Maltherapie, Horoskop-Therapie, Tanztherapie oder Kochtherapie anbieten.
Warum sollte das verboten sein? Man darf sich in Deutschland auch die Karten legen lassen oder auf andere unsinnige Weise sein Geld verpulvern.

03.09.2021 06:38 • x 1 #72


Lokalrunde
Zitat von portugal:
Aufzeichnung von Gesprächen ist strafbar: § 201 STGB Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes

Teilweise. Es geht um das Unbefugte Mitschneiden, wer vorab fragt und die Zustimmung einholt ist dann fein raus. Nur dann verhalten sich bestimmte Gesprächspartner anders. Irgendwie im Nachhinein undiskutable weil Aussage gegen Aussage steht, versuch einen für dich besseren Weg zu finden und starte an geeigneter Stelle eine aussagekräftige Beschwerde, alles andere läuft ins nichts und macht keinen Sinn.

03.09.2021 06:50 • x 1 #73


Naja aufjedenfall hat sie sich mehrfach völlig unprofessionell verhalten
Und ich werde beim Jobcenter dann fragen ob das Gelöscht wird
und mir dann eine gesicherte Diagnose bei einem richtigen Arzt holen.

Gut das ich jetzt weiß dass es sowas gibt, da kann ich in Zukunft gleich abstand halten falls ich nochmal etwas von Heilpraktiker höre.

Müssten Heilpraktiker aber nicht auch zur Supervision? gerade wenn solche schwierigen Themen mit klienten auftreten?
Ich mein, Ich habe mehrfach versucht sie zur rede zu stellen was dieses Verhalten soll.
Aber da kam nie eine Antwort zurück.
Es wurde viel geredet aber nichts gesagt (ähnlich wie in der politik)

03.09.2021 06:56 • #74


Zitat von Natascha40:
Ja, klar. Jeder darf dir, ohne jegliche Ausbildung, Maltherapie, Horoskop-Therapie, Tanztherapie oder Kochtherapie anbieten. Warum sollte das verboten sein? Man darf sich in Deutschland auch die Karten legen lassen oder auf andere unsinnige Weise sein Geld verpulvern.

Aber hier geht es ja um Psychologische Probleme..
ggf sogar einer Persönlichkeits Störung
Was evtl für den Klienten auch weitreichende Folgen haben kann.
Gerade wenn so ein Verhalten seitens des *coach* Kindheitstraumata wieder auferleben lässt und man dann noch per Beurteilung in eine Ecke gestellt wird die so überhaupt nicht stimmt.
Richtig find ich das jedenfalls nicht

03.09.2021 06:58 • #75


silverleaf
HPs für Psychotherapie haben eine sog. Sorgfaltspflicht.
Besteht eine schwere Störung, muss der HP den Patienten abgeben.
Um dieser Sorgfaltspflicht nachkommen zu können, muss der HP in der Lage sein, eine solche psychiatrische Störung zu erkennen, sich also ein diagnostisches Bild von dem Patienten machen können, und dafür muss der HP das Krankheitsbild des Patienten diagnostisch einordnen können. Es geht also eher darum, zu verhindern, das schwerer erkrankte Patienten von HPs behandelt werden.

Das bedeutet aber im Umkehrschluss nicht, dass diese Diagnosen für irgendwelche medizinisch relevanten Befundberichte, Gutachten etc. mit weitreichenden Folgen für den Patienten verwendet werden dürfen.

Es soll nur sicherstellen, dass dem Patienten durch den HP möglichst kein Schaden entsteht.

Ein HP ist deutlich schlechter ausgebildet als ein psychologisch/ärztlicher Psychotherapeut und darf deshalb mit schwereren Diagnosebildern nicht arbeiten.

Zitat von 9201er:
Richtig find ich das jedenfalls nicht


Genau das soll ja auch verhindert werden, darum die Sorgfaltspflicht, diese Patienten abzugeben und nicht selber zu behandeln.

LG Silver

03.09.2021 13:03 • #76


Abendschein
Zitat von silverleaf:
Ein HP ist deutlich schlechter ausgebildet als ein psychologisch/ärztlicher Psychotherapeut und darf deshalb mit schwereren Diagnosebildern nicht arbeiten.

So ganz stimmt das nicht, eine HP muß auch alles das können, was ein Arzt weiß, vom Krankheitsbild
aus gesehen. Die HP wird ja hier so in ein schlechtes Bild gerückt, da kenne ich wohl nur sehr gute HP`s.

03.09.2021 13:07 • #77

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von 9201er:
Aber hier geht es ja um Psychologische Probleme.. ggf sogar einer Persönlichkeits Störung Was evtl für den Klienten auch weitreichende Folgen ...

Das habe ich schon verstanden. Trotzdem sind Klienten in der Regel nicht entmündigt - und dürfen jede noch so schräge Therapie machen.

03.09.2021 13:08 • #78


Zitat von Abendschein:
So ganz stimmt das nicht, eine HP muß auch alles das können, was ein Arzt weiß, vom Krankheitsbild aus gesehen.

Das ist definitiv falsch.

03.09.2021 13:10 • #79


Abendschein
Zitat von Natascha40:
Das ist definitiv falsch.

Nein ist es nicht!

Die beiden HP´s die ich kenne, sind richtig ausgebildete HP´s Spreche mir das nicht ab,
da ich sie persönlich kenne.
Es mag Scharlatane geben, die gibt es aber auch woanders. Sowie es gute und nicht gute
Ärzte gibt.

03.09.2021 13:13 • #80



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